Mutter und Hauptverdienende

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Eliana
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Mutter und Hauptverdienende

Beitragvon Eliana » Fr 30. Dez 2016, 11:16

Hallo Zusammen,
Ich bin werdende Mutter und Hauptverdienende (2/3 unseres Einkommens). Was heisst, dass ich nach dem Mutterschaftsurlaub wieder 100% arbeiten werde.
Mein Mann wird reduzieren. Da er aber unregelmässig arbeitet, suchen wir trotzdem eine 100% Kinderbetreuung, die aber eine gewisse Flexibilität aufweist.
Gibt es andere Mütter in dieser Situation?
Wie habt Ihr Euch organisiert?
Würde mich freuen, über Erfahrungsaustausch.

Dawa
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Re: Mutter und Hauptverdienende

Beitragvon Dawa » Fr 30. Dez 2016, 20:00

Liebe Eliana,
Herzlichen Glückwunsch!
Bei uns ist die Situation ähnlich: ich bin eigentlich die einzige welche verdient, mein Partner (obwohl wir nicht mehr so jung sind [-]) ist in Ausbildung. Also ist er auch Vollzeit beschäftigt. Meine Arbeitszeiten sind unregelmäßig. Meine Mutter ist 3 Tage in der Woche zur Verfügung (wenn ich an diesen Tagen arbeite kommt sie und hütet), und der kleine geht 2 Tage zu einer Tagesmutter. Wir haben so abgemacht, dass er am Morgen fix vorgesehen ist bei der Tagesmutter, das heisst auch wenn ich frei habe geht er (dann kann ich auch mal sonst was erledigen), und wenn ich arbeite bleibt er den ganzen Tag dort (die stunden einfach am Monatsende abgerechnet). Obwohl es für uns alle schwierig war als ich die Arbeit wieder aufgenommen habe, klappt es super. Natürlich habe ich sehr viel Glück, dass meine Mutter uns so viel unterstützt. Alles gute und viel Mut

Sigurrosa
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Re: Mutter und Hauptverdienende

Beitragvon Sigurrosa » Mo 9. Jan 2017, 16:07

Hallo!

Bei uns ist es ähnlich, bisher sind es auch 2/3 vom Gesamteinkommen. Nur dass ich diejenige mit den flexiblen Arbeitszeiten bin (Schichten). Nach der Geburt werde ich reduzieren (bei meinem Partner geht es leider nicht). Das Geld ist mir egal, die Zeit mit dem Baby kommt nicht mehr wieder. Ich möchte dann nach sechs Monaten wieder 80% arbeiten gehen. Das war übrigens ein gefühlter Kampf gegen Windmühlen, die 80% bei meinem Arbeitgeber durchzuboxen.
Es gibt ja einige Kitas, die auch flexible Betreuungszeiten anbieten. Anfragen sollte man auf jeden Fall bei jeder Kita.
Bei uns im Fall wären es nur ca. 50%, die es effektiv in einer Kita betreut werden müsste. Leider gibt es keine mit flexiblen Zeiten in unserer Nähe, sodass wir doch einen vollen Platz bezahlen werden müssen. Tagesmutter kommt für uns nicht in Frage, weil mir der Gedanke irgendwie zuwider ist, dass mein Kind unter der Woche mit einer fremden Einzelperson mehr Zeit verbringt als mit mir, am Ende auch noch ganz allein mit ihr. Auch finanziell ist das ziemlich teuer. Ich könnte es mir später vorstellen, wenn das Kind größer ist, dass es zusammen mit anderen Kindern bei einer Tagesmutter ist. Aber ein grosses Manko ist neben der nicht immer ausgewiesenen fachlichen Qualifikation, dass man dann sehr von dieser Person abhängig ist. Wenn die Tagesmutter kurzfristig erkrankt oder das Kind nicht betreuen kann, stehen wir als arbeitende Eltern dumm da - man wird ja nur die 3 Tage freigestellt vom Arbeitgeber, wenn das Kind ein ärztliches Attest hat, dass es krank ist. Bei der Kita gäbe es dieses Problem nicht. Und dort ist es auch mit anderen Kindern zusammen, für uns ein weiterer Vorteil, weil es ein Einzelkind sein wird.

Eliana
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Re: Mutter und Hauptverdienende

Beitragvon Eliana » Mo 9. Jan 2017, 16:58

Du hast da eine Interessante Lösung gefunden. Bei mir ist es gerade das Gegenteil, ich habe mehr oder weniger "normale" Bürozeiten, während mein Partner Schicht arbeitet. Schade, dass die Kitas nicht flexibel sind. Macht ja keinen sinn einen vollen Platz zu bezahlen, wenn das Kind nur etwa 50% betreut werden muss.
Eine Tagesmutter wäre da vielleicht flexibler? Wusste aber nicht, dass da die Qualität so viel tiefer ist. Bei einem Baby ist dies aber glaub weniger wichtig, da er pedagogische Aspekt eigentlich erst später zählt. Jetzt sind wir aber schon "out of Topic".

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Re: Mutter und Hauptverdienende

Beitragvon danci » Mo 9. Jan 2017, 17:27

Hallo Eliana!

Ich bin ziemlich genau in der gleichen Situation wie Du, ausser dass wir inzwischen drei Kinder haben (8, 5,5 und 20 Monate). Wir haben diverse Variationen durch, lange z. Bsp. je ca. 80%, aber auch ich 100, er 60 etc. und sind nun bei der gelandet, die du auch beschreibst:

Ich bin Rechtanwältin, arbeite 100% zu (teilweise ausgedehnten) Bürozeiten und verdiene auf 100% gerechnet ca. das Doppelte wie mein Mann.

Mein Mann ist Servicefachangestellter, also Schicht- und Wochenendarbeit, und arbeitete nun die letzten 9 Monate, seit ich wieder auf 100% bin, rund 30-40%. Er ist auf Abruf und wir mussten nach viel rechnen und hin und her schieben, sagen, dass es sich für uns nicht lohnt, eine Kinderbetreuung zu bezahlen, wenn er dann doch nicht immer arbeiten kann (bei zwei ging das noch knapp, mit drei nicht mehr). Also haben wir es so gelöst, dass er einfach nur Aufträge zwischen Freitag und Sonntag annahm. Wir haben das liebe Angebot meiner Mutter, einen Tag pro Woche zu hüten, aber sie will einen festen Tag. So hütete sie jeweils am Freitag, wenn er arbeitete, und am Wochenende war ich dann da. Nun hat er seit rund einem Monat einen neuen Job mit einem Pensum von ca. 50%, wobei Freitag und Samstag fix sind und Donnerstag und Sonntag nach Bedarf. Montag bis Mittwoch ist er damit fest zu Hause. So werden wir uns wohl wieder nach einer Betreuung für Freitag umsehen müssen, da meiner Mutter Donnerstag und Freitag zuviel sind. So kann sie die Donnerstage, die er arbeitet, abdecken und am Freitag hatten wir jemanden fest. Wir warten noch bis die Probezeit um ist, aber es ist ziemlich klar, dass es sich so entwickeln wird.

Wir werden wegen der Flexibilität eine Tamu vorziehen, auch wenn ich insgesamt 7 Jahre lang Kinder in der Kita hatte und nur Gutes berichten kann. In unserem Fall hat das einfach den Vorteil, dass ich alle drei Kinder (hoffentlich) an einem Ort habe, die Schulferien auch abgedeckt sind und die Tamu auch wenn meine Mutter in den Ferien ist, vielleicht flexibel am Donnerstag einspringen kann. Uns kommt die Tamu übrigens einiges günstiger als Kita und Tagesschule, aber das hängt extrem vom Wohnort ab, wie es subventioniert ist etc.

Wenn Du noch Fragen hast, nur zu :mrgreen:

LG, Danci
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Re: Mutter und Hauptverdienende

Beitragvon +jj+ » Di 10. Jan 2017, 22:01

unsere kinder sind schon etwas grösser und bald aus dem alter, wo wir eine betreuung brauchen, vor allem der grosse. so kann ich aus etwas erfahrung berichten... bei uns ist es auch so, dass ich mehr verdiene als gg, aber trotzdem reduziert habe. wobei es für die betreuung ja eh keine rolle spielt, wer reduziert etc.

bei uns war es auch so, dass ich zwar an festen tagen betreuung gebraucht habe, aber mit einer gewissen flexibilität. es kommt schon mal vor, dass ich eine ganze woche weg bin oder halt doch mal dringend an einem anderen tag einen termin habe. ausserdem war uns auch wichtig, dass unsere kinder auch während den ferien oder wenn sie mal krank sind, betreut werden können. auch wenn das wenig passiert, in eine kita kann man sie dann ja nicht bringen. so hatten wir, plus auch noch aus weiteren gründen, immer eine kombination von aupair/nanny und kita/hort. so hatten wir auch eine gewisse absicherung, wenn eins ausfiel (ferien etc.).

übrigens, dass die kitas nicht flexible betreuung anbieten können, ist ja klar. sie müssen das personal planen, es gibt regeln, wie viele kinder pro betreuerin da sein dürfen etc.

Eliana
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Re: Mutter und Hauptverdienende

Beitragvon Eliana » Do 12. Jan 2017, 16:50

Danke Danci und jj, meine Situation ist wirklich ziemlich ähnlich wie Eure. ausser, dass wir nur ein Kind haben, bzw das erste ist auf dem Weg...Momentan arbeitet mein Mann auch eher auf Abruf, was wirklich für beide mühsam ist. Am schlimmsten finde ich, wenn er am Wochenende arbeiten muss, dann sehen wir uns fast nicht, da ich unter der Woche sehr lange Arbeitszeiten habe. Ich hoffe seine Situation stabilisiert sich bis zur Geburt, und hoffentlich kann ich dann auch auf 80% reduzieren damit wir nur vier Tage Betreuung brauchen. Nanny (leider nicht subventioniert) fände ich super Option, wegen der Flexibilität, somit kann mein Mann je nach Planung auch unter der Woche das Kind haben. Oder eine Kombination von Nanny und Kita.

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Re: Mutter und Hauptverdienende

Beitragvon Lucy » Mi 18. Jan 2017, 17:56

hallo :)
wir haben in den letzten Jahren auch so einiges ausprobiert.
Bis zum KIGA vom Ältesten gingen unsere Kinder in die Kita. Nachher ging das nicht mehr, weil die Mittagsbetreuung zu diesem Zeitpunkt für die vom KIGA nicht ausgebaut war, bzw sie nicht mehr in die KITA konnten (nur halber Tag, sprich nur am Nachmittag).
Somit haben wir dann eine Nanny gesucht, die bei uns zu Hause zu den Kindern schaut.
Inzwischen sind zwei von drei in der Schule und der Kleinste im Kiga. Seit diesem Jahr brauchen wir am Morgen keine Betreuung mehr, weil mein Mann und ich das machen und um 8 Uhr das Haus verlassen. (yey!)

Früher war es so, dass die Nanny um 7.30 kam und bis 17.30 oder 18.30 Uhr blieb. Daher brauchten wir zwei (max. Arbeitszeit pro Woche ist 50h). Wir haben dann die Tage aufgeteilt - eine zwei Tage, eine drei Tage. Das half dann auch beim Abdecken von Ferien.

Nun haben wir noch immer zwei (wenn auch zwei andere - je zwei Tage). Neu aber nur noch von 10.30 bis 17 Uhr oder 18.30 Uhr.
Das ist natürlich eine etwas flexiblere Variante, und auch weniger stressig, wenn sie frei haben (und die Nanny dann den ganzen Tag kommt) können sie auch ausschlafen. Ich brauche nicht alle wecken und irgendwohin fahren.

Das Schöne finde ich, dass die Kinder wenn sie frei haben sich mit ihren Freunden aus dem Quartier treffen können und Freundschaften pflegen können.. aber auch mit ihren Spielsachen spielen können oder in ihren Zimmer sein können.

Ich freu mich aber auch wahnsinnig auf den Moment, wo wir keine Betreuung mehr brauchen. So viele "fremde" Leute im Haus zu haben ist nicht einfach, jeder macht alles etwas anders (auch wenn es jeder gut meint) und so braucht es einfach viel Toleranz von allen.
Ich bin inzwischen sehr froh, dass ich am Freitag zu Hause bin (Home Office) und so den Mittag mit den Kindern verbringen kann.

Finanziell würde ich es auch mal durchrechnen (auch wenns weh tut). Steuerprogression durch Doppeleinkommen, wenig Abzüge für effektive Kosten (Löhne die du ausbezahlst, Versicherungen und Sozialkosten :roll: ) etc... aber es lohnt sich ja trotzdem wenn beide weiter arbeiten für die Zukunft :)

PS. Anmerkung - ich bin nicht die Hauptverdienende. Jedoch einige Jahre jünger als mein Mann und daher mache ich mir auch meine Gedanken.. meine Kinder werden draussen sein wenn ich 45ig bin ;-) Und ein paar Jahre später werde ich Hauptverdiende sein, weil mein Mann in Rente geht :shock: :lol: :mrgreen:
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Re: Mutter und Hauptverdienende

Beitragvon Sigurrosa » Di 31. Jan 2017, 13:42

Hallo,

wie waren denn eure Erfahrungen mit den Tagesmüttern? Ich hätte gedacht, dass hier nicht unbedingt eine pädagogische Ausbildung notwendig ist. Ich mache mir dann einfach auch Sorgen, dass sie mit dem Kind in Stresssituationen, wo es ihr und meinem Kind nicht gut geht, unfair/schlecht auf das Kind reagiert - Kontrolle gibt es ja dann keine. Eine Freundin hatte aber zum Beispiel eine Tagesmutter, die früher in einer Kita geschafft hatte und dann lieber nur noch Tagesmutter war. Sie ist absolut begeistert von ihr gewesen. Ich glaube, so etwas fände ich auch am besten.

Bei uns hat sich nämlich die Situation nun wieder geändert. Wir planen einen Umzug nach der Geburt, weg von der Stadt, wo ein Kita-Platz mit Betreuungsgutscheinen recht gesichert wäre, aufs Land. Und da gibt es nicht viele Möglichkeiten mit der externen Kinderbetreuung. Eine kleine Kita hat es zwar, aber ob wir da noch einen Platz bekommen werden ab Herbst, können die uns auch nicht garantieren. Ansonsten müsste man schon auf eine Tagesmutter zurückgreifen. Aber ich habe so auf den ersten Blick gesehen, dass es hier auch finanzielle Unterstützung gibt und das tatsächlich günstiger wäre als ein Kita-Platz, wo man eine 100% Betreuung braucht.

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Re: Mutter und Hauptverdienende

Beitragvon sugus » Di 31. Jan 2017, 14:47

woher genau kommt denn dein misstrauen tagesmütter gegenüber? wir haben eine tagesmutter ist sind begeistert von dieser lösung. finde es toll, wie unsere kinder in ihre familie integriert sind. sehe nicht ein, weshalb die tagesmutter eine pädagogische ausbildung braucht. ich habe ja auch keine... unsere tagesmutter hat zwei tolle teenager-kinder und wir vertrauen ihr voll und ganz. und man lernt sich ja im vorfeld auch kennen und schaut, ob es passt.
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Chliine Bueb: April 2015

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Re: Mutter und Hauptverdienende

Beitragvon Sunne12 » Di 31. Jan 2017, 20:23

Ich kann sugus nur bestätigen.
Zudem haben TaMu eine gewisse Grunsbildung und jedes Jahr obligatorische Weiterbildungstage. Ganz vergessen von den Kontrollbesuchen durch den TaMu-Verein.


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