Endometriose -> Bauchspiegelung?

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Manasota
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Re: Endometriose -> Bauchspiegelung?

Beitrag von Manasota » Sa 10. Feb 2018, 09:13

Nein, es kann durchaus auch punktuell auftauchen.
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kiss
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Re: Endometriose -> Bauchspiegelung?

Beitrag von kiss » Di 13. Feb 2018, 08:33

Miu hat geschrieben: Endometriose Liga oder bei endohelp.ch

hallo ihr lieben

ich habe mich hier eingeklinkt, weil möglicherweise meine 15jährige Tochter darunter leidet. momentan nimmt sie deswegen seit zwei Jahren die Pille als Vollzeittherapie. ich kann diese Liga bzw die homepage nicht finden... gibt es die noch?

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harmony
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Re: Endometriose -> Bauchspiegelung?

Beitrag von harmony » Di 13. Feb 2018, 09:04

@kiss
Die Endo Liga ist die europäische Vereinigung: http://www.endometriose-liga.eu/
allenfalls ist auch das Endo Zentrum in Zürich für euch hilfreich: http://www.endometriosezentrum-zuerich.ch/
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liu
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Re: Endometriose -> Bauchspiegelung?

Beitrag von liu » Fr 13. Apr 2018, 18:09

hallo zusammen

Es erstaunt mich, dass es so wenige Beiträge zu diesem Thema gibt. Dabei sind so viele Frauen betroffen, die wenigen die eine Diagnose erhalten haben nach viele Jahren. Ich selber bin auch betroffen. Bekam die Diagnose vor zwei Jahren, als ich eine BS hatte. Jetzt weiss ich wenigsten warum mein Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Ich hatte auch sehr starke Schmerzen während der Mens, wobei es jetzt besser geworden ist. Ich habe auch Schmerzen während des Eisprung. Beim Wasserlösen, während sich die Blase entleert. Und zwischendurch auch beim Stuhlgang, das sind dann so heftigen Schmerzen wie ein Messerstich und teilweise blutet es auch. Neu habe ich die "Endo" auch ausserhalb des Körpers, im Bauchnabel. Und Schmerzen rund um den Bauchnabel, welche während der Mens stärker werden. Ende April habe ich nun die Besprechung mit dem Gynäkologe (Chirurg) und dann werden die weitere Schritte für die OP besprochen. Muss gestehen, dass ich nervös bin. Er hatte mich schon ein bisschen über die möglichen Komplikationen informiert :roll: Aber es beruhigt mich sehr, wenn ihr berichtet, dass nach der OP keine Schmerzen habt. Nach der OP wird mir auch eine Pille verschrieben, danach werden wir mit der Kinderwunsch Klinik erneute Versuche planen. Habt ihr bereits schon Kinder? Wie viele OP's bezüglich Endo habt ihr schon hinter euch? Viele Frauen schwören auf die Ernährungsumstellung, angeblich sind Milchprodukte sehr Endo fördernd, habt ihr Erfahrungen?

Würde mich sehr freuen wenn jemand auf meine Fragen reagiert. Vielen lieben Dank im voraus! :D

:arrow: Es ist sehr schwierig, die Häufigkeit der Endometriose einzuschätzen. Bei prämenopausalen Patientinnen, die sich einer Laparotomie (=Bauchschnitt) wegen einer gynäkologischen Ursache unterziehen, kommt eine Endometriose in 10% der Fälle vor. Bei infertilen(unfruchtbaren) Frauen findet man eine Endometriose in ca. 30-60%. Für die allgemeine Bevölkerung sind jedoch keine klaren Zahlen bekannt, da nicht jede Endometriose mit Beschwerden einhergeht. Betraf die symptomatische Endometriose vor 20 Jahren eher Frauen zwischen 30 und 45 Jahren, so sind heute ca. 70-80% der betroffenen Patientinnen jünger als 35 Jahre. :!:

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Manasota
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Re: Endometriose -> Bauchspiegelung?

Beitrag von Manasota » Mi 18. Apr 2018, 09:39

@liu
Ich habe Endo seit bald 30 Jahren, aber die Schmerzen waren mal besser und mal schlimmer und wurden allgemein einfach ignoriert. Bei einer OP vor 15 Jahren wurde dann Endo entdeckt, aber auch weiterhin ignoriert. Ich habe mittlerweile 2 Kinder, das zweite via In-vitro. Nach der ersten Schwangerschaft hatte ich eigentlich keine Schmerzen mehr und glaubte mich von der Endo geheilt, aber letzten Herbst kam sie ganz heftig zurück und ich musste mich Ende Jahr operieren lassen. Momentan nehme ich die Visanne, noch bis August. Ich habe meinen Kinderwunsch abgeschlossen (abschliessen müssen). Wenn ich von deinen Schmerzen lese, dann würde ich (persönlich) ganz schnell in OP gehen. Die Endo greift die inneren Organe an, aber das weisst du ja sicher schon. Ich habe neben Endo jetzt auch Verwachsungen... Ich würde einfach ganz offen das Thema Kinderwunsch ansprechen, nachfragen und vielleicht auch eine zweite Meinung einholen. Wegen der Endo habe ich eigentlich erst eine OP hinter mir, aber wegen diversem anderen sind es bald 10 Operationen total. Das muss aber nicht heissen, dass es bei dir auch so verläuft. Grundsätzlich ist es aber eine chronische Krankheit, damit müssen wir einfach leben und mehr in unseren Körper hereinhören und sich auch durchsetzen, wenn jemand sagt: "da ist nichts" oder "das ist sicher nicht so schlimm".
Ich habe eine Ernährungsumstellung gemacht, aber nicht speziell für die Endo. Ich kann und will momentan nicht auf Milchprodukte verzichten.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. Frag, wenn du fragen hast. Ich bin kein Experte, aber auch davon betroffen. Ich wünsche dir alles Gute.
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Re: Endometriose -> Bauchspiegelung?

Beitrag von Simbat » Mi 18. Apr 2018, 16:17

@liu: Dann stehst du eigentlich schon kurz vor der OP, habe ich das richtig verstanden? Hat man denn damals bei der BS, als man die Endo entdeckt hat nichts rausgenommen?
Bei mir hat es sich stark gebessert, kurz nachdem ich hier den Post gemacht habe. Ich hab ab und zu noch die krassen Schmerzen aber nicht mehr täglich vielleich 1x im Monat und dann nehm ich ein Medi und nach 10min ist es weg. Ich zögere also das ganze noch etwas hinaus so lange es geht...
Ich habe ein Kind aber wenn ich so zurückdenke brauchten wir 3 Jahre bis es "geklappt" hat. Ich wusste erst kurz nach der Geburt von der Endo, könnte mir aber vorstellen, dass es deswegen so lange gedauert hat.
Alles Gute dir, für die OP!

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Re: Endometriose -> Bauchspiegelung?

Beitrag von liu » Do 19. Apr 2018, 17:35

@Manasota Vielen lieben Dank für deine Antwort. Hab mich sehr gefreut. Ja ich würde es auch so schnell wie möglich hinter mir bringen. In 11 Tage gehe ich zur Besprechung. Die Kinderwunsch Klinik resp. Arzt hat mir empfohlen zu operieren. Der Arzt mit dem ich es bespreche, geht schon unter zweit Meinung. Er führt die OP selber durch.
Ja wie du sagst, mann muss sich dann damit abfinden, dass es mal besser und mal schlechter geht. Du schreibst, dass beim zweiten Kind nachhelfen musstest. Auch du hattest dem fall keinen einfachen Weg zum Wunschkind.

Ich wünsche dir auch alles Gute für die Zukunft.

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Re: Endometriose -> Bauchspiegelung?

Beitrag von liu » Do 19. Apr 2018, 17:55

@Simbat Ja die OP sollte durchgeführt werden. Bei der letzte BS hat man mir einen Bauchnabelbruch operiert. Während der OP hat der Chirurg Herden im kleinen Becken mit Hämatinablagerungen gefunden. Diese wurden nach der OP ins Labor geschickt. So wurde dann die Diagnose erstellt. Er machte mich dann darauf aufmerksam etwas dagegen zu unternehmen. Nur ich wollte nichts wissen von einer Op. Ich dachte auch wie du und wollte es hinauszögern oder sogar unterbinden. Und trotzdem bin ich an einem Punkt gelangt, wo ich finde so geht es nicht mehr weiter. Am meisten leide ich wegen den Kinderwunsch. Es sind fünf Jahren und es will einfach nicht klappen. Hatte auch mehrere erfolglose künstliche Befruchtungen hinter mir.
Darf ich dich Fragen: Wie hat mann bei dir die Endo entdeckt nach der Geburt?

Vielen lieben Dank für deine Antwort. Auch dir wünsche ich alles Gute.

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Re: Endometriose -> Bauchspiegelung?

Beitrag von Simbat » Do 19. Apr 2018, 20:39

@Ilu: ich hatte jeweils schmerzen beim gyniuntersuch, da meinte er da sei ein "endometrium" (tönt so doof das wort) an der gebärmutter, welches er ertastet hat und mich schmerze. Im US hat ers dann glaubs auch noch gesehen. Das ganze ausmass könne man aber nur in einer BS sehen. Komisch finde ich aber dass er mir davon abgeraten hat. Meine mensschmerzen ohne mens hat er dann auch der endo zugeschrieben.

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Re: Endometriose -> Bauchspiegelung?

Beitrag von Manasota » Fr 20. Apr 2018, 12:32

@liu
Wir haben 5 Jahre auf die erste Schwangerschaft gewartet (spontan) und bei der zweiten wollte ich nicht mehr solange warten. Schlussendlich waren es aber auch wieder 5 Jahre.
Ich verstehe, dass du die OP vermeiden wolltest. Jede OP birgt das Risiko von Verwachsungen, und die sind unschön. Ich habe schon den ganzen Bauchraum voll davon. Nicht toll. Trotzdem liessen sich meine OPs kaum verhindern.

@simbat
Ja, Endometriose sieht man selten im US, bei mir hat er es gesehen, weil es eine Schokoladenzyste war. Aber normale Herde sieht man scheinbar nicht, auch nicht im MRI oder CT. Hast du noch deine Gebärmutter drinnen? Aber auch mit kannst du Mensschmerzen haben ohne Mens, Endo macht vieles möglich...
Dass dein Arzt nicht operieren will finde ich gut. Jede OP ist ein Eingriff. Ich finde aber, dass du die Wahl haben solltest, und wenn du findest, die OP würde dich erleichtern, dann würde ich nochmals mit deinem FA darüber sprechen. Ich kämpfe derzeit mit Verwachsungen und Verklebungen, aber wir geben alles für mehr Lebensqualität, gell!! Schritt für Schritt schaffen wir vieles!
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