Gefährliche Pankreatitis

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Chastity
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Gefährliche Pankreatitis

Beitrag von Chastity » Fr 11. Jan 2019, 20:38

Hallo zusammen. Ich weiss nicht, ob es für die Forenbetreiber ok ist, wenn ich das hier reinschreibe, und ich möchte auch keinesfalls jemanden in Panik versetzen. Aber ich habe die Hoffnung, dass das einigen Müttern vielleicht Schmerzen und Schlimmeres ersparen kann...

Während der Schwangerschaft hatte ich so ca ab dem 7 Monat plötzlich ganz starke Schmerzen im Oberbauch, und zwar über 2 Stunden mit Erbrechen. Nach dem zweiten Abend mit diesen Schmerzen ging ich in den Notfall, aus Angst vor Präenklampsie; mit dem Baby war aber alles gut. Ich hab mehrmals nachgehakt woher das sein könne: „Vielleicht eine Magenverstimmung.“ Meine FÄ bekam den Bericht und meinte, mir klemme sich wohl der Magen im Zwerchfell ein - einen Ultraschall der Oberbauches hat sie - wie die im Notfall - nie gemacht, mir dafür Magensäurehemmer verschrieben. So hatte ich die verbleibenden Monate immer wieder solch starke Schmerzen und dachte, nach der Geburt sei ich dann erlöst.
Bereits 4 Tage nach der Geburt - noch im Spital - bekam ich wieder solch starke Schmerzen: „Sie haben sich beim Abpumpen wohl zu arg verkrampft!“.
Zum Glück ging das Stillen zu Hause wundervoll, also kein Abpumpen mehr von Nöten - endlich keine Magenkrämpfe mehr, dachte ich.
Ein bis zwei Mal wöchentlich hatte ich jedoch in der Nacht wieder solche Krämpfe, die immer länger anhielten. Erste Ideen waren, das sei, weil ich die Magensäurehemmer zu schnell abgesetzt hätte - ein sogenannter Rebound-Effekt. Gut, hab ich jeden Tag ein Rennie geschluckt. Letzte Woche wurde ein Krampf so stark, dass er den ganzen Tag anhielt, also ging ich wieder zu einem Arzt: „ganz klar Speiseröhrenentzündung, weil die Säurehemmerdosis zu tief ist. Nehmen Sie die doppelte Dosis!“. Es wurde noch gewarnt, der gewünschte Effekt trete erst in ein-zwei Tagen ein, bis dahin könne ich noch Krämpfe haben.

Nach einer relativ schmerzfreien Nacht brach ich morgens wegen der Schmerzen zusammen und musste mit der 144 ins Spital. Da haben sie zum Glück sehr schnell ENDLICH die richtige Diagnose gestellt: Wegen Gallensteinen eine Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung).

Das vorläufige Ende der Geschichte:
Meine Bauchspeicheldrüse ist teilweise abgestorben und die Pankreatitis hat zusätzlich eine Lungenentzündung ausgelöst. Der behandelnde Arzt hat mir heute ziemlich deutlich gesagt, dass mein Sohn Glück hat, dass er seine Mutter nicht verloren hat - er wird in zwei Tagen erst 6 Wochen alt. Meine Werte verbessern sich tagtäglich, ich muss aber immer noch sehr starke Schmerzmittel und Antibiotika nehmen. Dennoch bin ich noch nicht über den Berg und von „ganz Gesund mit leicht lädierter Bauchspeicheldrüse“ bis dennoch das Ende (laut Ärzten eher unwahrscheinlich, da ich noch jung bin) ist alles irgendwie möglich.

BITTE, wenn ihr Schmerzen im Oberbauch habt und Präenklampsie ausgeschlossen wird, lasst euch nicht abspeisen und fordert eine genaue Untersuchung euerer Bauchspeicheldrüse und Gallenblase...

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mariposa_1
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Re: Gefährliche Pankreatitis

Beitrag von mariposa_1 » Sa 12. Jan 2019, 00:41

Oje das tut mir leid. Ich wünsche dir eine gute Besserung.

Ich hatte in der ss Fieber über mehrere Tage ohne andere Symptome. Mein Entzündungswert war sehr sehr hoch und es wurden wirklich viele Laboruntersuchungen gemacht. Ich durfte für eine Woche nicht nach Hause und bekam AB i.v. Man hat nichts gefunden.

Du hattest wohl grosses Pech, dass sie dich nicht dabehalten haben als du auf den Notfall gegangen bist und der untersuchende Arzt den Ernst der Lage nicht erkannt hat.

Alles Gute
chline buddha 2017 ♡

Fersi
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Re: Gefährliche Pankreatitis

Beitrag von Fersi » So 13. Jan 2019, 13:11

klingt ja schlimm.-

Was sagt www.google.de?

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