Kann die Hebamme krankschreiben?

Für alles rund um Schwangerschaft, Geburt und Gesundheit

Moderator: Minchen

Benutzeravatar
danci
Posting Freak
Beiträge: 3513
Registriert: Fr 4. Jan 2008, 18:53
Geschlecht: weiblich
Wohnort: Kt. Bern

Re: Kann die Hebamme krankschreiben?

Beitrag von danci » Mo 27. Aug 2018, 13:17

Ups... hat geschrieben:
Mo 27. Aug 2018, 10:18
naja, für den AG ist es dann einfacher und günstiger von Anfang an einen Mann einzustellen.
Kaum. Der geht dann ins Militär, wird vielleicht krank (grösseres Risiko von Diabetis und Herzerkrankungen) oder hat einen Unfall, erhält unter dem Strich mehr Lohn und man muss ihn dann, wenn er am teuersten ist noch ein Jahr länger beschäftigen :mrgreen: Und die meisten werden auch nicht reduzieren, sondern beziehen immer den vollen Lohn, obwohl inzwischen bekannt sein dürfte, dass Arbeitnehmer mit 70-80% am Produktivsten sind.

@ Carina
Ich glaube, wir sind uns einig. Ich habe es auch extra nicht mit der MDG verglichen, sondern mit einer Lebensmittelvergiftung :wink: Und ich hatte gerade in der zweiten Schwangerschaft während mehreren Wochen meine Morgenroutine: aufstehen, übergeben, bereit machen fürs Büro, vor dem rausgehen ein zweites Mal übergeben, ins Büro fahren, im Büro das dritte mal übergeben und dann arbeiten. Und ich ging trotzdem. Und doch erlaubte ich mir die 2-3 Mal, wo es danach immer noch nicht besser wurde und ich 2x ein Telefonat unterbrechen musste und es knapp wurde, halt wieder heimzugehen. Das meinte ich. Ich sage weder, eine Schwangerschaft ist eine Krankheit, noch dass niemand ab Woche 35 nicht mehr einsatzfähig ist, sondern dass es Grenzen hat, wo man viel mehr Beschwerden einfach hinnehmen sollte, die man nicht-schwanger nie akzeptieren müsste.

Übrigens habe ich selber immer praktisch bis Schluss gearbeitet:
1. SS: bis 34. Woche 100%, danach war mein Vertrag zu Ende, ich blieb also zu Hause und zwar ohne Lohn (Geburt Anfang 39.Woche)
2. SS: bis 25. Woche 80% (4 Tage/Woche, war auch so angestellt), danach wollte mich die FÄ wegen extremen Druck auf den Muttermund auf 40% krankschreiben, also nur halbtags, ich habe selber durchgesetzt, dass ich dann wenigstes alle 5 Tage kommen kann. Am Tag der Geburt (Anfang 39. Woche) habe ich am Vormittag noch gearbeitet.
3. SS: bis 34. Woche 100%, danach Reduzierung auf 80%, damit ich mich in der Mitte der Woche mal ausruhen kann (da arbeitete ich aber oft von zu Hause aus, wenn auch nicht 8,5 Stunden) ab Ende 38. Woche wurde ich begründet ganz krankgeschrieben, ich konnte weder sitzen, noch stehen, alle rechneten mit der Geburt in den nächsten 2-3 Tagen, schliesslich übertrug ich aber 4 Tage, so war ich 2,5 Wochen zu Hause.

Und auch wenn das nicht Sache des Arbeitgebers ist, ist es eine Tatsache: Meine erste Schwangerschaft war super easy. Ich kam nämlich aus dem Büro und konnte mich gemütlich hinlegen. Etwas kleines essen und liegen. Am WE nur entspannen. Jeder, der Kinder hat, weiss, dass das mit 1, 2....weiteren (kleinen) Kindern kaum möglich ist. Natürlich verliert man da eher die Kraft. Aber man kann ja die anderen Kindern nicht bis Ende Schwangerschaft in den Schrank sperren...
Bild Bild Bild

Benutzeravatar
Ups...
Posting Freak
Beiträge: 3824
Registriert: Mi 25. Mai 2011, 08:12
Geschlecht: weiblich

Re: Kann die Hebamme krankschreiben?

Beitrag von Ups... » Mo 27. Aug 2018, 13:20

Snowly hat geschrieben:
Mo 27. Aug 2018, 12:29


Scheint mir zimlich frustriert, die gute Dame. Aber ich pfeiffe so zimlich auf Ihre Meinung. Soviel Zeit, wie die hat um Hier Kommentare zu schreiben, lässt sie sich nun eh von Ihrem Mann aushalten oder aber, betrügt Ihren Arbeitgeber, in dem Sie während den Arbeitszeiten im Internet ist.
Na und, lass ich mich halt aushalten von meinem Mann - du weisst wohl gar nicht, wie streng es ist, einen Haushalt zu führen, oder??? So schön haben und im Büro hocken - das geht bei mir halt nicht - ich bin 24 Stunden auf zack und habe eigentlich nie Pause...

Benutzeravatar
Cary2000
Vielschreiberin
Beiträge: 1021
Registriert: Di 25. Jun 2013, 12:54
Geschlecht: weiblich
Wohnort: AG

Re: Kann die Hebamme krankschreiben?

Beitrag von Cary2000 » Mo 27. Aug 2018, 14:37

Ups... hat geschrieben:
Mo 27. Aug 2018, 10:18
naja, für den AG ist es dann einfacher und günstiger von Anfang an einen Mann einzustellen.
Wenn du meinst, dass es für den Arbeitgeber einfacher ist, einen Mann mit 3-monatiger Kündigungsfrist, der die Firma danach ganz verlässt und seine Projekte häufig dementsprechend abschliesst (nach mir die Sintflut), zu ersetzen, als eine Schwangere die ein halbes Jahr vorher ihr Arbeitsende ankündigt und danach wieder weiterarbeiten kommt? Ich wäre mir da nicht so sicher. V.a. auch, da der erste Punkt vermutlich häufiger vorkommt pro Jahr als der zweite. Aber das hängt natürlich von der Frauenquote ab, die bei uns in der Firma/Branche vergleichsweise tief ist.
Unser Zimmer ist im Übrigen bereits fertig eingerichtet. Das habe ich doch tatsächlich neben der Arbeit geschafft. Manchmal ist man einfach froh darüber, wenn man sich nicht mehr durch den Tag beissen muss. Und die Tage werden mit fortschreitender Schwangerschaft immer anstrengender, das ist absehbar und darum gut planbar. Ich wiederhole es: zum Vorteil beider Seiten.
Und ich finde es durchaus nobel von dir, wenn du deine Ferien dran gibst, um deinem AG einen einfacheren Übergang zu ermöglichen. Wie erwähnt profitiert auch der AG von einem geplanten Ende, warum sollte er sich dann nicht daran beteiligen.

@Carina
Meinst du, man hat 4 Wochen vorher generell einfach keine Lust und will lieber auf der faulen Haut liegen? Ab der 30. Woche ist doch einfach alles einfach viel anstrengender als vorher. Auch das Liegen. Ich finde es nicht so abwegig, dass man schon nach 3 Monaten weiss, dass man in den letzten zwei Monaten vermutlich lieber die Freiheit hat, sich mal ausruhen zu können, wenn man gerade die Möglichkeit hat anstatt sich zusammenzureissen und den Arbeitstag hinter sich zu bringen. Ich nehme ja an, dass du bei der zweiten Schwangerschaft auch schon vermutet hast, dass dir bis zur Geburt schlecht sein wird. Genau so kann man ja auch andere Beschwerden, die einen vielleicht noch viel mehr daran hindern, produktiv zu sein, vorhersagen.

@danci
danci hat geschrieben:
Mo 27. Aug 2018, 13:17
Kaum. Der geht dann ins Militär, wird vielleicht krank (grösseres Risiko von Diabetis und Herzerkrankungen) oder hat einen Unfall, erhält unter dem Strich mehr Lohn und man muss ihn dann, wenn er am teuersten ist noch ein Jahr länger beschäftigen :mrgreen: Und die meisten werden auch nicht reduzieren, sondern beziehen immer den vollen Lohn, obwohl inzwischen bekannt sein dürfte, dass Arbeitnehmer mit 70-80% am Produktivsten sind.
Danke, da muss ich nichts wiederholen.

Benutzeravatar
Cary2000
Vielschreiberin
Beiträge: 1021
Registriert: Di 25. Jun 2013, 12:54
Geschlecht: weiblich
Wohnort: AG

Re: Kann die Hebamme krankschreiben?

Beitrag von Cary2000 » Mo 27. Aug 2018, 14:37

Ups... hat geschrieben:
Mo 27. Aug 2018, 10:18
naja, für den AG ist es dann einfacher und günstiger von Anfang an einen Mann einzustellen.
Wenn du meinst, dass es für den Arbeitgeber einfacher ist, einen Mann mit 3-monatiger Kündigungsfrist, der die Firma danach ganz verlässt und seine Projekte häufig dementsprechend abschliesst (nach mir die Sintflut), zu ersetzen, als eine Schwangere die ein halbes Jahr vorher ihr Arbeitsende ankündigt und danach wieder weiterarbeiten kommt? Ich wäre mir da nicht so sicher. V.a. auch, da der erste Punkt vermutlich häufiger vorkommt pro Jahr als der zweite. Aber das hängt natürlich von der Frauenquote ab, die bei uns in der Firma/Branche vergleichsweise tief ist.
Unser Zimmer ist im Übrigen bereits fertig eingerichtet. Das habe ich doch tatsächlich neben der Arbeit geschafft. Manchmal ist man einfach froh darüber, wenn man sich nicht mehr durch den Tag beissen muss. Und die Tage werden mit fortschreitender Schwangerschaft immer anstrengender, das ist absehbar und darum gut planbar. Ich wiederhole es: zum Vorteil beider Seiten.
Und ich finde es durchaus nobel von dir, wenn du deine Ferien dran gibst, um deinem AG einen einfacheren Übergang zu ermöglichen. Wie erwähnt profitiert auch der AG von einem geplanten Ende, warum sollte er sich dann nicht daran beteiligen.

@Carina
Meinst du, man hat 4 Wochen vorher generell einfach keine Lust und will lieber auf der faulen Haut liegen? Ab der 30. Woche ist doch einfach alles einfach viel anstrengender als vorher. Auch das Liegen. Ich finde es nicht so abwegig, dass man schon nach 3 Monaten weiss, dass man in den letzten zwei Monaten vermutlich lieber die Freiheit hat, sich mal ausruhen zu können, wenn man gerade die Möglichkeit hat anstatt sich zusammenzureissen und den Arbeitstag hinter sich zu bringen. Ich nehme ja an, dass du bei der zweiten Schwangerschaft auch schon vermutet hast, dass dir bis zur Geburt schlecht sein wird. Genau so kann man ja auch andere Beschwerden, die einen vielleicht noch viel mehr daran hindern, produktiv zu sein, vorhersagen.

@danci
danci hat geschrieben:
Mo 27. Aug 2018, 13:17
Kaum. Der geht dann ins Militär, wird vielleicht krank (grösseres Risiko von Diabetis und Herzerkrankungen) oder hat einen Unfall, erhält unter dem Strich mehr Lohn und man muss ihn dann, wenn er am teuersten ist noch ein Jahr länger beschäftigen :mrgreen: Und die meisten werden auch nicht reduzieren, sondern beziehen immer den vollen Lohn, obwohl inzwischen bekannt sein dürfte, dass Arbeitnehmer mit 70-80% am Produktivsten sind.
Danke, da muss ich nichts wiederholen.

Benutzeravatar
carina2407
Vielschreiberin
Beiträge: 1546
Registriert: Fr 5. Jan 2007, 20:50
Wohnort: am Bodensee

Re: Kann die Hebamme krankschreiben?

Beitrag von carina2407 » Mo 27. Aug 2018, 18:31

Cary2000 hat geschrieben:
Mo 27. Aug 2018, 14:37


@Carina
Meinst du, man hat 4 Wochen vorher generell einfach keine Lust und will lieber auf der faulen Haut liegen? Ab der 30. Woche ist doch einfach alles einfach viel anstrengender als vorher. Auch das Liegen. Ich finde es nicht so abwegig, dass man schon nach 3 Monaten weiss, dass man in den letzten zwei Monaten vermutlich lieber die Freiheit hat, sich mal ausruhen zu können, wenn man gerade die Möglichkeit hat anstatt sich zusammenzureissen und den Arbeitstag hinter sich zu bringen. Ich nehme ja an, dass du bei der zweiten Schwangerschaft auch schon vermutet hast, dass dir bis zur Geburt schlecht sein wird. Genau so kann man ja auch andere Beschwerden, die einen vielleicht noch viel mehr daran hindern, produktiv zu sein, vorhersagen.

Nein das mein ich nicht generell , aber einige hat es , die das so planen, ohne Beschwerden zu haben. Kann man so machen, wenn man möchte und einen FA findet, der das attestiert. Ich muss es aber nicht gut finden. Und nein, ich wusste nicht dass es mir in der 2. Schwangerschaft noch unsäglicher gehen würde als in der 1., ehrlich gesgat hatte ich die Hoffnung dass mir das beim zweiten erspart werden würde, aber ich durfte dann sogar nachts aufwachen und über der WC-Schüssel hängen, nachdem ich eigentlich dachte, es könnte nicht schlimmer sein, als bei der ersten. Zum Glück hat mein Sohn damals zuverlässig durchgeschlafen, sonst wäre ich wohl irgendwann umgekippt. Und ich versichere dir, ich hatte keinen einzigen Tag an dem es mir mal nicht übel gewesen wäre. In der 1. habe ich das noch einigermassen weggesteckt, denn wie danci sagt, man kann nach Feierabend die Füsse hochlegen und dem Nichtstun fröhnen und schlafen. Ich hatte ohnehin ein 80%-Pensum, das später auf 50% reduziert wurde, ich weiss nicht mehr in welcher Woche, aber sicher irgendwann im letzten Trimester. Aber ich hatte vergleichsweise Glück, immerhin musste ich nicht liegen oder an den Tropf gehängt werden. Ich konnte noch meinen Alltag bewältigen, wenn auch mühsam und mit immens schlechter Laune. Ich verstehe daher sehr gut, wenn es immer beschwerlicher wird. Aber man kann doch abwarten, wie es einem wirklich geht und dann immer noch handeln. Sicher ist es auch gut, mit dem Chef zusammen zu planen, einige unterstützen das Vorzeitige aufhören, was ich in Ordnung finde.
2007 Schliefer
2010 Diva

Benutzeravatar
Takichan
Newbie
Beiträge: 24
Registriert: Mo 9. Jan 2017, 22:39
Geschlecht: weiblich

Re: Kann die Hebamme krankschreiben?

Beitrag von Takichan » Di 28. Aug 2018, 20:26

Zumindest bei meinem Arbeitgeber wird nur ein Attest des Arztes angenommen, es gibt bei uns alle 6 Wochen eine Risikoanalyse die der Fa ausfüllen und meinem Arbeitgeber schicken muss.
Zuletzt geändert von Takichan am Fr 19. Okt 2018, 12:02, insgesamt 1-mal geändert.
Bild


Ich traue jedem Menschen. Ich traue nur nicht dem Teufel der in jedem steckt.

Benutzeravatar
mimetta
Member
Beiträge: 128
Registriert: Do 7. Apr 2011, 23:33
Geschlecht: weiblich

Re: Kann die Hebamme krankschreiben?

Beitrag von mimetta » Mi 29. Aug 2018, 21:01

@tachikan

Ich finde es komisch, wie du es gut finden kannst, wenn eine Frau arbeiten kommt, wenn es ihr so mies geht wie es du beschreibst. Und du weisst nicht, wie es der anderen Frau ging.

Ich habe auch schon erlebt, wie schwangere Frauen auch spät in der sws nachtdienst gemacht haben und finde es überhaupt nicht toll, dass hier "durchgebissen" wird und es der arbeitgeber zulässt. Es erhöht einfach den druck auf alle anderen schwangeren.

Verstehe grundsätzlich dieses "lästern" über die angeblich so faulen frauen überhaupt nicht. Ich finde es gut, wenn sie auf sich schauen und springe dann auch gerne ein, bzw. bezahle gerne meinen anteil daran.
Lieben Gruss Mimetta

:D 2010, :P 2013, 8) 2015

Pippo
Vielschreiberin
Beiträge: 1281
Registriert: So 10. Sep 2017, 11:27

Re: Kann die Hebamme krankschreiben?

Beitrag von Pippo » Mi 29. Aug 2018, 21:25

ich habe nicht- schwangere kollegen die wegen jedem pipifax zu hause bleiben und mehrmals pro jahr krank geschrieben sind - genauso gibt es die, die halb-tot mit schnupfen und husten und wasweissichwas arbeiten kommen.
finde beides nicht toll, aber das sind erwachsene, mündige menschen die ab tag 3 (?) ein attest brauchen .... liegt nicht an mir das zu bewerten.

ah ja, und dann gibts noch die, die wegen skiunfall 6 wochen ausfallen, herzinfarkt, burnout.... und das total unangekündigt (man stelle sich vor!) und durchaus mehrere wochen oder monate lang.... und das ganz ohne schwangerschaft.... nutzt halt auch nicht immer was, wenn man lieber männer oder frauen ab 40 einstellt ;-)

Benutzeravatar
Cary2000
Vielschreiberin
Beiträge: 1021
Registriert: Di 25. Jun 2013, 12:54
Geschlecht: weiblich
Wohnort: AG

Re: Kann die Hebamme krankschreiben?

Beitrag von Cary2000 » Do 30. Aug 2018, 07:40

@Takichan
Bloss weil 2 Frauen gleich alt sind, zur selben Zeit das erste mal schwanger wurden und dieselbe Arbeit verrichten, heisst das nicht, dass auch ihre Schwangerschaft genau gleich verläuft. Weisst du denn so genau, dass es wirklich nur 'Kleinigkeiten' waren, oder bewertest du es einfach so, weil es häufig vorkam? Das Empfinden von solchen Nebenwirkungen ist halt auch nicht bei allen Personen gleich. Es da gleich als 'krankfeiern' zu betiteln ist vielleicht auch etwas vermessen. Natürlich ist es ärgerlich, wenn man die Arbeit eines kranken Kollegen übernehmen muss, aber sowas gehört wohl zum Teamzusammenhalt einer Firma. Es gibt wohl auch bei den Unschwangeren diejenigen, die häufig krankheitshalber ausfallen, diejenigen welche trotz schlimmer Erkältung zu Arbeit erscheinen und diejenigen die schlichtweg einfach nur sehr selten krank werden (und zweiteres finde ich als solche, die zur dritten Gruppe gehört viel die grössere Zumutung). Ich finde, wir sollten einfach etwas vorsichtiger sein im (ver-)urteilen.

Benutzeravatar
danci
Posting Freak
Beiträge: 3513
Registriert: Fr 4. Jan 2008, 18:53
Geschlecht: weiblich
Wohnort: Kt. Bern

Re: Kann die Hebamme krankschreiben?

Beitrag von danci » Do 30. Aug 2018, 09:45

Kann mich den anderen nur anschliessen.

Ich finde auch immer wieder den Vorwurf, diese seien egoistisch, Schmarotzer, etc. etwas widersprüchlich. Denn es geht ja denjenigen, die kritisieren, in erster Linie darum, dass sie keine Lust auf mehr Arbeit haben. Das auf Kosten derjenigen, denen es vielleicht nicht gut geht und ungeborener Kinder. Wer ist denn nun egoistisch? Mal davon abgesehen, schätze ich es eher, wenn kranke Menschen zu Hause bleiben und ich halt mehr Arbeit habe, als wenn sie arbeiten kommen und ich danach angesteckt werde und dann auch meine Kinder, so dass ich die nächsten 1-2 Wochen einen Betreuungsstress habe. Das war nämlich in meinem Fall jeweils meine grösste Schwangerschaftsnebenwirkung in der 2. und 3. SS: das Immunsystem lag total flach, wenn meine Kinder aus der Schule kamen und zweimal husteten hatte ich danach eine Lungenentzündung u.ä. Ich war also viel häufiger krank als sonst. Nicht oder nur indirekt schwangerschaftsbedingt....
Bild Bild Bild

Benutzeravatar
Natalia37
Newbie
Beiträge: 17
Registriert: Mi 5. Sep 2018, 18:48
Geschlecht: weiblich
Wohnort: Bretten

Re: Kann die Hebamme krankschreiben?

Beitrag von Natalia37 » So 9. Sep 2018, 05:47

Guten Morgen,

Krankmeldungen dürfen nur Ärzte schreiben

LG Natalia37
Natalia37

Optimistin
Newbie
Beiträge: 24
Registriert: Do 11. Jan 2018, 10:45
Geschlecht: weiblich

Re: Kann die Hebamme krankschreiben?

Beitrag von Optimistin » Fr 14. Sep 2018, 15:36

Nein. Nur ein Arzt oder eine Ärztin kann ein Zeugnis ausstellen.
Ob Du eins bekommst, hängt von Deinem Gesundheitszustand ab. In der Schweiz gibt es kein Recht, vor der Geburt mit der Arbeit aufzuhören und dabei Lohn zu beziehen.

Benutzeravatar
cocodrilla
Newbie
Beiträge: 6
Registriert: Mo 24. Sep 2018, 11:23
Geschlecht: weiblich

Re: Kann die Hebamme krankschreiben?

Beitrag von cocodrilla » Mi 17. Okt 2018, 15:22

Was für eine Diskussion...

Ich finde es ein bisschen fragwürdig, schwangere Frauen als faul zu betiteln. Es gibt so viele Arbeitnehmer, die nicht schwanger sind, aber ständig bei der Arbeit fehlen. Meine Kollegin zum Beispiel ist sicher alle 2-3 Monate 1-3 Tage krank, ich darf dann immer für sie einspringen, was für mich nicht lustig ist. Ich habe das Glück, dass ich wirklich sehr selten krank bin, dass sie mal für mich einspringen musste, kam bisher glaube ich noch nie vor. Darum werde ich mir jetzt während der Schwangerschaft bestimmt kein Bein ausreissen. Wenn es mir nicht gut geht, bleibe ich ohne zu zögern zu Hause, oder ich spreche mit meiner FÄ betreffend Reduktion des Pensums. Und das Empfinden, wann es einem schlecht geht und wann nicht, ist von Person zu Person unterschiedlich, da kann sich doch niemand anmassen, darüber zu urteilen.
Ich gehe eigentlich auch schon davon aus, dass ich nicht bis zur Ende der SS werde arbeiten können. Ich hatte im Frühling eine Konisation und deshalb sowieso eine höheres Risiko für eine Frühschwangerschaft, zudem gehöre ich mit bald 34 doch auch zu den etwas älteren Schwangeren. Das Wohl meines Babys und mein Wohl geht nun mal vor.

Antworten