Wunschschwangerschaft, aber keine Freude

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Nile
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Wunschschwangerschaft, aber keine Freude

Beitrag von Nile » Mo 13. Mai 2019, 15:27

Hallo zusammen,
ich hoffe mir bei euch ein bisschen Zuspruch holen zu können. Ich bin momentan in der bald 8. Woche schwanger mit unserem 4. Kind.
Ca. 1 Jahr nach der Geburt unseres Jüngsten habe ich das Gefühl bekommen, wir wären noch nicht komplett und der Wunsch nach einem 4. Kind wurde immer stärker. Mein Mann war nicht unbedingt dafür und hatte viele Bedenken. Darum habe ich in den letzten Jahren auch immer wieder versucht damit abzuschliessen. Doch das Verlangen hat immer wieder Oberhand genommen. Als ich es noch einmal mit meinem Mann besprochen habe, meinte er: Ok, lass es uns versuchen! Ich war so happy!! Es hat auch tatsächlich beim ersten üben eingeschlagen. Aber seit ich den positiven Test in der Hand hielt, mache ich mir nur noch Sorgen und bin total emotionslos dem kleinen Krümel im Bauch. Gestern habe ich plötzlich aus dem Nichts geweint und gedacht: Was hast du bloss gemacht? Du hast alles und es passt alles im Moment. Jetzt ändert das Baby alles wieder, aber vielleicht verlierst du es ja noch :oops: ...Ich kann es nicht erklären, woher diese Gedanken kommen. Gleichzeitig hoffe ich natürlich nicht wirklich es zu verlieren, diese Gedanken drängen sich mir einfach total irrational auf und nacher mache ich mich fertig deswegen.
Kann mir Jemand Mut machen, das es sich noch ändert und die Gefühle kommen???
Mit meinem Mann habe ich versucht zu reden, er versteht es nicht wirklich, im Gegenteil. Er versteht die Welt nicht mehr!

Lg Nile
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Nette
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Re: Wunschschwangerschaft, aber keine Freude

Beitrag von Nette » Mo 13. Mai 2019, 18:53

Nile.... das sind diese schei... Hormone. Die bringen gewisse Gefühle soooo durcheinander. Ich verspreche dir, dass legt sich.
Meine Hormonwelt war eher nach der Geburt durcheinander. Wenn man mir einen Witz erzählte, fing ich an zu weinen....;-)
Stolzes Mami vo zwei liebe Luusbuebe ;-)

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Re: Wunschschwangerschaft, aber keine Freude

Beitrag von Leela » Mo 13. Mai 2019, 21:41

Das hatte ich bei jeder Schwangerschaft und ist bei mir hormonell bedingt, das legt sich wieder.
Die ersten drei Monate sind echt nicht schön und ich fühlte mich meist traurig, müde und überfordert.
Dafür schwebe ich dann im ersten Babyjahr in der rosa Wolke und vermisse die ach so schöne Schwangerschaft :shock: :lol:
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Nile
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Re: Wunschschwangerschaft, aber keine Freude

Beitrag von Nile » Di 14. Mai 2019, 10:02

Danke für eure Antworten. Ich hoffe wirklich das es die Hormone sind... Nächsten Montag habe ich den ersten Untersuch, vielleicht wird es dann besser, wenn ich das Kleine "live" sehe und es real wird.
Evt. sind meine anderen Schwangerschaften schon so lange her das ich jetzt zurückblickend alles nur mit der rosaroten Brille sehe?!
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Re: Wunschschwangerschaft, aber keine Freude

Beitrag von Teletubs » Fr 17. Mai 2019, 22:19

Ich kann dir ein bissl nachempfinden. Bei mir war es bei Zwerg Nr. 3 so. GG wollte immer zwei und ich hatte aber rein emotional das Gefühl, Nummer 3 macht uns komplett. Naja letztendlich gehören immer zwei zum schwanger werden. Ich war ungläubig und hatte mich aber gefreut mit Krümel Nr 3 schwanger zu sein. GG hat am Anfang immer nur gesagt, es wäre ein Fehler gewesen...auch nach der Geburt kamen immer diese Aussagen, wo ich am liebsten in die Luft gegangen wäre. Ich war immer wieder am Zweifeln. Aber spätestens, wo ich unser drittes Wunder im Arm gehalten hatte, wusste ich, dass es richtig war. Und auch wenn es jetzt manchmal stressig ist (die Abstände bei uns sind deutlich geringer), ich würde es immer so machen.
Ihr habt euch dafür entschieden und ich wünsche euch, dass ihr euch bald drüber freuen könnt. Es wird sicherlich nicht immer einfach sein, aber die Zwerge sind unbezahlbar :roll:
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Re: Wunschschwangerschaft, aber keine Freude

Beitrag von Schneewittli_10 » Sa 17. Aug 2019, 16:38

Hallo Nile

Mir gehts grad ein bisschen ähnlich. Wie ists bei dir aus gegangen?

Lg

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Re: Wunschschwangerschaft, aber keine Freude

Beitrag von Nile » Mo 2. Sep 2019, 17:36

Hallo Schneewittli,

Ich bin nicht mehr schwanger. es gab mit der Ks-Narbe Komplikationen und die FA hat mir empfohlen unter Berücksichtigung der körperlichen Beschwerden die Schwangerschaft abzubrechen. Wenn ich noch einmal ein Kind möchte muss ich zuerst eine Operation zur Stabilisierung der Narbe machen. Sie ist an mehreren Stellen hauchdünn und stand schon Anfang Ss kurz vor dem reissen. Ich habe das Gefühl, das es mir so ging und ich keine Verbindung zum Krümel aufbauen konnte war vielleicht ein Wink von meinem Körper/Unterbewusstsein, das ich es ziehen lassen muss. Es war schwer (der schwerste Schritt in meinem bisherigen Leben), aber ich denke wenn ich diese depressiven Gefühle nicht gehabt hätte und voller Vorfreude gewesen wäre, wäre es noch unerträglicher geworden.

Was ich dir raten möchte: Such dir schnell Hilfe, sprich es beim FA oder einer Hebamme an. Je früher dir Jemand helfen kann desto besser. Bevor du zu sehr in einer negativen Spirale gefangen bist!!

Gib doch Bescheid wie es dir ergangen ist, habe deinen Post erst jetzt gesehen...

Lg Nile
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Re: Wunschschwangerschaft, aber keine Freude

Beitrag von Maiblume » Mi 9. Okt 2019, 15:07

Hallo ihr Lieben

Ich möchte gerne noch meine Erfahrung einbringen, falls hier später noch Frauen nachschauen, die dasselbe fühlen.

Mein Schatz und ich haben uns bewusst entschieden, dass wir ein Kind möchten. Bereits beim ersten Mal ohne Verhütung wurde ich schwanger. Der Wunsch zu diesem Zeitpunkt schwanger zu werden kam von mir. Trotzdem fühlte ich mich, kurz nachdem ich wusste, dass ich schwanger bin, nicht mehr so euphorisch. So sehr ich mich ganz zu Beginn freute, so sehr ebbte dieses Gefühl danach langsam ab. Anfangs konnte ich noch motiviert erste Einrichtungsgegenstände organisieren und mich bezüglich Geburtsort u.ä. informieren. Im 3. SS-Monat ging dann gar nichts mehr. Ich konnte mich nicht mehr mit dem Thema Schwangerschaft befassen, alles widerstand mir und mir gings psychisch für kurze Zeit auch gar nicht gut. Ich hab Gott sei Dank meinem Mann gestanden, wie ich mich fühle und er hatte Verständnis. Es ging ihm sogar ähnlich, wenn auch nicht so extrem. Ab dem 4. SS-Monat veränderte es sich dann wieder und je mehr Zeit verging (bin aktuell im 6. SS-Monat) desto mehr verliessen mich diese "Lähmungs"-Gefühle und eine ruhige, tiefe Freude und eine Gewissheit, dass alles gut ist kam über mich. Also eigentlich genau so, wie es vielerorts in so Foren heisst: Während des 1. Trimesters spielen die Emotionen manchmal verrückt, danach wird's meist besser, jedenfalls nicht mehr so extrem.

Ich wünsche jeder schwangeren Frau, der es genauso geht, dass sie Geduld hat. Ich hab versucht mir einfach Zeit zu lassen und zu akzeptieren wie ich mich fühle. Das hat mir geholfen.

Ganz liebe Grüsse
Maiblume

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