Sorgen 1. Schwangerschaft, Taggeld

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Moderator: Tiramisu

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AyleenSmith
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Sorgen 1. Schwangerschaft, Taggeld

Beitrag von AyleenSmith »

Hallo Ihr Lieben
Ich bin in der 6 Ssw und bin zum ersten mal schwanger. Ich habe natürlich sehr viele bedenken und mache mir sorgen, da ich oft sehr starke Schmerzen habe.
Ich arbeite in einer Schule als Sekretariatsangestellte und in dieser Schule werden die Schutzmassnahmen wegen COVID nicht eingehalten. Meinem Arbeitgeber ist das egal, da er meint, dass das Virus gar nicht existiert. Hier wird zum Beispiel weiterhin Praxisunterricht durchgeführt (obwohl sie das nicht dürfen). Ich arbeite mit 4 weiteren Personen in einem kleinen Raum und ständig gehen Studenten rein und raus. Es herrschst zwar Maskenpflicht, aber keiner hält sich daran. Wegen meiner Chefin habe ich ständig Bauchschmerzen, da sie von mir verlangt, dass ich für sie lüge oder ich kann nie frei nehmen, obwohl ich fast 130 Stunden Überstunden habe, da sie Angst hat, dass ein Student etwas fragen könnte. Mir geht es wirklich nicht gut, ich war auch 2 Mal im Spital wegen den Schmerzen nach der Arbeit. Nun meine Frage: Was ist wenn mich meine Frauenärztin krankschreibt für die weiteren 7 Monaten? Habe ich den Anspruch auf Taggeld 14 Wochen nach der Geburt? Ich bin dort schon seit 2 Jahren angestellt (und bin die erste, die überhaupt so lange geblieben ist). Bei Voraussetzung für Taggeld steht: Damit die Frau das Taggeld erhält, muss sie während der neun Monate vor der Geburt bei der AHV versichert sein und mindestens fünf Monate während der Schwangerschaft gearbeitet haben.

Leela
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Re: Sorgen 1. Schwangerschaft, Taggeld

Beitrag von Leela »

Erstmal herzliche Gratulation zur Schwangerschaft!
Wenn ich deine Zeilen lese, merkt man das du mit deiner Arbeitsstelle nicht glücklich bist.
Das ist aber kein Grund für eine krankschreibung, denn krank bist du ja nicht.
Versuche doch noch etwas neues zu finden.
2010, 2013, 2015

greenguapa
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Re: Sorgen 1. Schwangerschaft, Taggeld

Beitrag von greenguapa »

AyleenSmith hat geschrieben: Mo 22. Mär 2021, 00:24 Hallo Ihr Lieben
Ich bin in der 6 Ssw und bin zum ersten mal schwanger. Ich habe natürlich sehr viele bedenken und mache mir sorgen, da ich oft sehr starke Schmerzen habe.
Ich arbeite in einer Schule als Sekretariatsangestellte und in dieser Schule werden die Schutzmassnahmen wegen COVID nicht eingehalten. Meinem Arbeitgeber ist das egal, da er meint, dass das Virus gar nicht existiert. Hier wird zum Beispiel weiterhin Praxisunterricht durchgeführt (obwohl sie das nicht dürfen). Ich arbeite mit 4 weiteren Personen in einem kleinen Raum und ständig gehen Studenten rein und raus. Es herrschst zwar Maskenpflicht, aber keiner hält sich daran. Wegen meiner Chefin habe ich ständig Bauchschmerzen, da sie von mir verlangt, dass ich für sie lüge oder ich kann nie frei nehmen, obwohl ich fast 130 Stunden Überstunden habe, da sie Angst hat, dass ein Student etwas fragen könnte. Mir geht es wirklich nicht gut, ich war auch 2 Mal im Spital wegen den Schmerzen nach der Arbeit. Nun meine Frage: Was ist wenn mich meine Frauenärztin krankschreibt für die weiteren 7 Monaten? Habe ich den Anspruch auf Taggeld 14 Wochen nach der Geburt? Ich bin dort schon seit 2 Jahren angestellt (und bin die erste, die überhaupt so lange geblieben ist). Bei Voraussetzung für Taggeld steht: Damit die Frau das Taggeld erhält, muss sie während der neun Monate vor der Geburt bei der AHV versichert sein und mindestens fünf Monate während der Schwangerschaft gearbeitet haben.
Das wäre total unseriös von deiner Frauenärztin, dich aus diesen Gründen krank zu schreiben, vorallem für so eine lange Zeit. Dein Arbeitgeber muss dafür Sorge tragen dass die Schutzmassnahmen eingehalten werden und du hast sicher auch das Recht frei/Ferien zu nehmen. Da ist die FA die falsche Anlaufstelle.

Pfefferkorn86
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Re: Sorgen 1. Schwangerschaft, Taggeld

Beitrag von Pfefferkorn86 »

Hallo ayleen smith

Grundsätzlich hättest du anspruch wen du jetzt krankgeschrieben würdest.

Ich persönlich würde nochmals das gespräch mit deinem chef suchen. Ich finde auch das es nicht sein kann das du schmerzen bekommst vom stress, und auch der schutz wegen covid dazu ist dein arbeitgeber verpflichtet.
Sprich mit deiner frauenärztin darüber was sie meint.
Das andere wäre halt wie schon geschrieben eine neue stelle suchen wo du dan auch bleiben kannst wen das baby da ist.
Das wäre wohl sinvoller.
Aber auf jedenfal lass dich nicht unter druck setzten und pass auf dich auf.

sonrie
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Re: Sorgen 1. Schwangerschaft, Taggeld

Beitrag von sonrie »

Und inwifern wirst du zum lügen gezwungen?
Die Arbeitssituation an sich scheint ja ganz abgesehen von der SS nicht grad optimal zu sein, ob du diese ändern kannst sei mal dahin gestellt.
Weiss dein AG dass du schwanger bist?
Du bist ja erst in der 6.SSW. und warst bereits wegen Schmerzen 2mal beim FA?
Am besten du sagst deinem AG Bescheid und bestehst darauf, dass (zumindest in deiner Gegenwart) die Schutzmassnahmen eingehalten werden (entweder alle mit Maske oder Einzelbüro). Ob er "an Corona glaubt" oder nicht ist dabei gar nicht wichtig. Dein Vorteil:du bist während der SS nicht kündbar und hast so vielleicht ein bisschen einen besseren Stand um Dinge zu fordern.

Zum deiner Frage bezüglich des Taggelds selber gibst du dir die Antwort ja selber:
"Damit die Frau das Taggeld erhält, muss sie während der neun Monate vor der Geburt bei der AHV versichert sein und mindestens fünf Monate während der Schwangerschaft gearbeitet haben."
"Wenn Aufregung helfen würde, Probleme zu lösen, würde ich mich aufregen." (Angela Merkel in "Die Getriebenen")

Giulia88
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Re: Sorgen 1. Schwangerschaft, Taggeld

Beitrag von Giulia88 »

Liebe Ayleen

Ich stimme nicht überein mit dem, was Leela geschrieben hat.
Wenn du das Gespräch mit dem AG betreffend Schutzmassnahmen gesucht hast, er sich aber nicht darum kümmert, kannst du dich zum Schutz von dir und deinem Kind krank schreiben lassen. Andererseits würdest du euch beide ja wissentlich gefährden.
Ich arbeite als Betreuerin in einem Heim für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Mich hat mein Chef sogar darauf hingewiesen, dass ich mich wegen Corona krank schreiben lassen könnte und das quasi i.O. wäre. Das hab ich nicht gemacht, weil die Schutzmassnahmen eingehalten werden, ich mit FFP2 Maske arbeite, erst gerade dort angefangen habe zu arbeiten und es mir sehr gut gefällt. Aber bei dir sieht das alles ja ganz anders aus...

Giulia88
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Re: Sorgen 1. Schwangerschaft, Taggeld

Beitrag von Giulia88 »

Zudem würde ich dir gut überlegen, od du dir nicht einen anderen Job suchen willst. Mit einem Baby wirst du Zuhause wahrscheinlich genug zu tun haben, wenn du dich dann noch mit den Problemen am Arbeitsplatz herumschlagen musst, zieht das wahnsinnig viel Energie.
Sicherlich ist die Angst begründet, nicht so schnell einen neuen Job zu finden, da du schwanger bist. Aber ganz so schlimm wird es vielleicht gar nicht sein: ich habe in der zehnten Schwangerschaftswoche einen neuen Job angefangen und dem Arbeitgeber direkt am ersten Tag gesagt, dass ich schwanger bin (Schwangerschaft nicht vor Kündigung geschützt). Er hat mir nicht gekündigt. Eine Freundin von mir hat auch schwanger einen Job gesucht und gefunden. Es gibt durchaus Arbeitgeber, die demgegenüber nicht so kritisch sind. Dann kann ich dir raten, alles aufzuschreiben was bei deinem Arbeitgeber so schief läuft. Dies könntest du später beim RAV als Kündigungsgrund angeben, falls du es garnicht mehr aushältst. Solch unhaltbaren Zustände können dazu führen, dass die Sperrfrist von drei Monaten verkürzt oder gestrichen wird.

Alebri
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Re: Sorgen 1. Schwangerschaft, Taggeld

Beitrag von Alebri »

@Giulia
Schon der Ausdruck "Du kannst Dich krankschreiben lassen" ist Chabis ;-). Krankgeschrieben werden ist kein Wunschkonzert - nichts, dass man per Knopfdruck oder gemäss eigenem Gusto bestellen kann. Der Arzt entscheidet, ob, wann und wie viel eine Krankschreibung angebracht ist.

@AyleenSmith
Ich denke auch, dass es bei Deinen Problemen nicht in erster Linie um die Schwangerschaft oder Deine Gesundheit geht, sondern Dich da ganz anderswo - und wahrscheinlich schon lange - der Schuh drückt... und Du jetzt einfach hoffst, dank der Schwangerschaft und einer Krankschreibung aus der Situation heraus zu kommen. Ich gehe auch davon aus, dass bei Dir im Büro noch niemand etwas von der Schwangerschaft weiss? Von daher ist es halt schwierig: Ich verstehe, dass Du so früh in der Schwangerschaft noch nichts sagen willst - andererseits kannst Du Dich nicht auf Deine Rechte in der Schwangerschaft (keine Überstunden, etc.) berufen, solange Du sie nicht kommunizierst.

Somit: ich denke, dass für Dich ja eh klar ist, dass Du dort nicht bleiben willst - es geht Dir ja nur noch darum, für die nächsten 7 Monate Geld zu bekommen und danach das Mutterschaftsgeld - wenn wir ehrlich sind ;-). Von daher würde ich halt die Schwangerschaft offen kommunizieren - auch wenn es noch so früh ist. Im schlimmsten Fall - wenn mit der Schwangerschaft etwas schief gehen sollte - würde ich an Deiner Stelle dann einfach schauen, dass Du so schnell wie möglich etwas anderes findest. Und sonst kannst Du Dich wie geschrieben zumindest mal auf gewisse Schutzrechte beziehen und schauen, wie sie damit umgehen und ob es so für Dich erträglicher wird.

Aber eben: Krankschreibung als Patentrezept, um aus einem verhassten Job raus zu kommen, ist halt... na ja... nicht so die feine englische Art ;-).

So oder so alles Gute für Deine Schwangerschaft.

Blachy
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Re: Sorgen 1. Schwangerschaft, Taggeld

Beitrag von Blachy »

Du musst mit deinem Arbeitgeber reden und natürlich zuerst über die Schwangerschaft informieren und nachher auf die notwendigen Schutzmassnahmen nochmals aufmerksam machen. Falls diese nicht umgesetzt werden, kann dein FA dir ein Arbeitsverbot/Beschäfftigungsverbot ausstellen zu deinem Schutz. Bezahlt wirst du damit weiterhin.
Steht alles hier zum nachlesen https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/ ... chutz.html

alice1991
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Re: Sorgen 1. Schwangerschaft, Taggeld

Beitrag von alice1991 »

Hallo :-)

Ich habe keine Erfahrung damit, aber habe gelesen, dass momentan wegen Corona schwangere Frauen als Risikopatienten gelten. Da du im Sekretariat arbeitest, wäre Homeoffice evtl. eine Option für dich?

Natürlich hängt alles davon ab, ob der AG bereits über die Schwangerschaft informiert wurde oder nicht.

Wenn es nicht wegen den Corona-Regeln wäre, würde dir dein Job gefallen? Wenn ja, sehe ich keinen Grund um zu kündigen.

Liebe Grüsse

Alice

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Helena
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Re: Sorgen 1. Schwangerschaft, Taggeld

Beitrag von Helena »

@TE: eine Frage stellen, mega viele geben sich Mühe eine Antwort zu geben und dann 14 Tage nicht mal mehr online gehen, ist nicht gerade die feine Art...
Finde solche Sachen immer mega schade,.

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