Geburt unserer Jasmin

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dirk26069
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Geburt unserer Jasmin

Beitragvon dirk26069 » Mi 6. Dez 2017, 16:42

Meine 1. Geburt durfte ich in der Badewanne erleben. Dies war einfach super und so war’s auch mein Wunsch, die Geburt meines 2. Babys im Wasser erleben zu dürfen...

Aber wie heisst es so schön: „Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt...“.

So, nun aber zu meinem Geburtsbericht ;-)

Termin war ende Februar 2006, aber unser Kleines wollte noch nicht kommen. Ungeduldig wartete ich die kommenden Tage ab. Von meinem FA bekam ich dann am 8. März einen Termin in der Maternité; ein CTG sollte gemacht werden und wahrscheinlich dann auch eine Einleitung...
Tja, so weit kam’s gar nicht :D , denn am 8. März 2006 um 01.00 h ging’s los. Die Wehen waren nicht so stark, kamen aber schon alle 4 – 6 Minuten. Ich staunte nicht schlecht wie regelmässig die bereits waren und in welch kurzen Abständen...
Während 1 Stunde beobachtete ich die Wehen-Abstände und um 02.00 h rief ich im Spital an und schilderte das Ganze. Die Hebamme meinte, wir sollen uns doch auf den Weg machen. Ich packte noch die letzten Sachen, weckte meinen Mann (kaum eingelafen, musste der Arme schon wieder aufstehen) und wir fuhren los.
Im Spital angekommen (ca. 02.45) wurde ich erst mal in einem Empfangszimmer ans CTG gehängt; die Wehen waren immer noch erträglich, wurden zum Teil etwas stärker und zwischendurch in ganz kurzen Abständen. Die Hebamme fragte mich betreffend der Geburt und ich sagte ihr, dass ich sehr gerne wieder im Wasser entbinden würde – leider war dies nicht möglich, da an diesem Abend alle Zimmer belegt waren und nur noch ein „normales“ Zimmer frei war. Ich war erst etwas enttoschen, aber ändern konnte man’s eh nicht. Also gab ich mich damit ab mein 2. Baby an „Land“ auf die Welt zu bringen

Die Hebamme verschwand wieder, da sie bei den anderen Frauen nach dem Rechten schauen musste. Wir warteten und dabei ging bei mir, ca. nach der 4. Wehe am CTG, das Fruchtwasser ab – ui, das war vielleicht komisch... Ich lag in einer riesengrossen Lache. Hatte auch dieses Mal, obwohl ich übertragen habe, wieder schön viel Fruchtwasser!
Die Hebamme meinte auch, hoppsla, das ist aber viel Fruchtwasser. Sie half mir die Hosen auszuziehen und untersuchte mich: MuMu 8 cm offen!!! Wow, damit hatte ich nicht gerechnet, da die Wehen absolut erträglich waren... Die Hebamme gab mit so eine „Sexi-Unterhose“ ;-) und meinte wir können ins Gebärzimmer wechseln...

Ich weiss nicht mehr genau wieviel Zeit vergangen ist – es ging auch dieses Mal alles sehr schnell! „Unsere“ Hebamme hatte gleichzeitig 3 Geburten zu begleiten; es war Hochbetrieb! Mein Mann und ich veratmeten die Wehen, welche immer noch erträglich waren; mal waren sie nicht so stark, dann kam wieder eine heftigere... Es wechselte sich immer mal ab. Ich hatte auch genügend Pause, um mich zu erholen. Ich fühlte mich stark; einfach gut!
Die Hebamme meinte, um die Geburt etwas „voranzutreiben“, wäre es nicht schlecht, wenn ich eine etwas andere Position einnehmen würde (war die ganze Zeit aufrecht sitzend im Bett; ein Bein so über die Kante und das andere angewinkelt – war ganz bequem... Auf einmal ist mir jedoch das rechte Bein eingeschlafen...). Erst wollte ich nicht recht (irgendwie hatte ich ein bisschen Angst/Respekt vor der Schlussphase der Geburt) und auf den 2. Rat hin nahm ich eine etwas andere Position ein und siehe da, die Presswehen setzten sogleich ein und das Baby wollte raus ;-)
Schnell war das Geburtszimmer mit der Hebamme, Ärztin gefüllt... Alles ging jetzt irgendwie schnell: (Ich hatte wieder maximal 10 Presswehen) der Kopf war geboren ( :oops: leider nicht nur der Kopf - obwohl ich zu Hause noch auf der Toilette war, ging's nicht ohne Stuhlgang... :oops:). und unsere Kleine wollte sogleich rumturnen (hm, ob dies wohl vom Besuch der Aerobics-Lektionen kommt??). Sie verdrehte sich ein wenig und blieb mit den Schultern hängen. Alle arbeiteten jetzt Hand in Hand und halfen unserem kleinen Schatz Jasmin auf die Welt zu kommen. Dies ging dann auf einmal ganz schnell und sie lag da. Leider atmete sie nicht sofort (hatte einen leichten blauen Kopf vom Steckenbleiben) und die Ärztin schaute nach dem Rechten. Alles kam jedoch innert Sekunden gut und Jasmin schreite lauthals ;-).
Die ersten Minuten brauchte sie noch etwas Sauerstoff; war sie doch etwas gestresst von der schnellen und auch anstrengenden Geburt.

Die Nachgeburt wollte nicht sofort kommen: ich bekam etwas gespritzt (kann nicht mehr sagen, was mir die Ärztin in dem Moment gesagt hat - war etwas geschafft und einfach überglücklich...) und nach kurzer Zeit ging die Nachgeburt/Plazenta (mit einer leichten Wehe) ab.

Mir ging’s einfach sehr gut! Fühlte mich genial und hätte Bäume ausreissen können! Wieder hatte ich keinen Schnitt oder Riss – auch Schürfungen blieben dieses Mal aus. Wow, was für eine Freude! Hatte dieses Mal nicht so gut trainiert (Epi-No/Damm-Massage)... und trotzdem kam alles gut!
Die Kleine wurde gewogen... und sie ist ein echter Wonneproppen mit den 4050 gr, 53 cm und 34,5 cm Kopfumfang. Über das Gewicht staunte ich nicht schlecht...

Wir waren überglücklich endlich unsere Jasmin bei uns zu haben! Willkommen liebe Jasmin; wir freuen uns auf ein Leben mit Dir und Deinem „Schwöschterli“ Julia!!!

Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin... Psalm 139, 14a

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