Baby-Wenigschläfer

Hier können sich junge Eltern gegenseitig helfen.

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Rekiznuh
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Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Rekiznuh » Do 22. Nov 2018, 17:14

Liebe swissmoms

Mich würde mal interessieren, wie andere Mamas mit einem Baby-Wenigschläfer ihren Alltag so gestalten. Unser kleiner Pfupfi ist 6 Wochen alt und braucht nicht mehr als 12 Stunden Schlaf pro 24 h (habe es über die letzten Wochen mit einem Schlafprotokoll ermittelt). Da die Schlafmenge eine feste Grösse ist und daran nix geändert werden kann mache ich mir so meine Gedanken, wie wir unsere Nächte irgendwie ruhiger kriegen. Es geht mir nicht ums Durchschlafen, Alleine einschlafen, oder so. Und ich bin mir auch bewusst, dass er erst 6 Wochen alt ist aber der Schlafbedarf wird sich nicht mehr ändern oder eher noch weniger werden. Das heisst, wenn Sohnemann über den Tag verteilt 6 h schläft (Schlafen am Tag muss er in diesem Alter noch ... ) dann ist er um 4 Uhr morgens ausgeschlafen, wenn er um 10 einen 6 Stünder hinlegt (was bis jetzt einmal vorgekommen ist). Den Tag-Nacht-Wechsel macht er seit ca. einer Woche, manchmal schläft er dann 3, 4 oder 5 Stunden am Stück. Irgendwann ist sein Schlafbedarf für einen Tag aber gedeckt. Oder wenn er erst um 24 Uhr schläft am Abend dann ist er dafür vorher so stockmüde, dass er nur schreit (und das ist im Moment leider noch oft der Fall). Die MüBe meinte, man könnte in ganz kleinen Schritten den Tagschlaf etwas verkürzen (nicht mehr als 30 Minuten früher wecken wenn er ein Schläfchen hält). Er hat noch nicht fixe Schlafzeiten, gewisse Tendenzen sind aber sichtbar. Die Abende mit Weinen sind aktuell noch sehr streng, ich denke aber, dass sich das in den kommenden Wochen immer mehr legt. Ich lege mich meistens mit den grossen Schlafen und mein Mann übernimmt die Abende, damit ich für die Nacht wieder fit bin (ha ha ha).

Wie handhaben das andere? Sorry, ist ein bisschen ein Durcheinander, versteht ihr meine Frage/Anliegen? Ich werde die Thematik sicherlich in der 2-Monats-Ko beim KIA ansprechen aber in der Theorie klappt noch so vieles was praktisch dann wieder ganz anders ausschaut. Wie machen das andere Mütter?

Ich vermisse am meisten meinen Mann. Wir sind zwar zusammen zu Hause aber irgendwie doch nicht, weil entweder er oder ich am schlafen sind ...

Warte gespannt auf eure Antworten und danke allen, die bis zum Schluss durchgelesen haben ... :-D

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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von frausteiner » Do 22. Nov 2018, 18:33

Ist zwar schon eine Weile her, kann mich aber noch sehr gut erinnern an mein Wenig-Schläfer-Baby. Es war sehr nervös und der Bauch hat es geplagt. Ich ging in die Cranio mit 6 Wochen, danach wurde es besser. Der Schlaf wurde mehr, als das Kind 4 Monate alt war und sich etwas beruhigt hat. Ich habe so überlebt:
Ich musste ihn tragen, tragen, tragen. Da habe ich viele Verwandte und Nachbarn um Hilfe gefragt. Sie waren alle herzig und haben das Kind geschleppt. Ihm war egal, wer ihn getragen hat. Am Abend ging eine Tante mit ihm raus, 1,5 Stunden, so konnten wir die Schreizeit meistens überwinden.
Nachts war ich immer zuständig, morgens dann 5 starke Espressos und dann lange Spaziergänge im Wald. Kind immer im Tragetuch, immer am Knorzen. Der hat nicht geschlafen, aber immerhin war er ruhig. Sobald ich in einen Laden ging oder Stehenblieb, ging das Gemotze und Geschrei los.
Paarzeit null, aber egal, das kommt alles wieder.

Dann habe ich jemand gehabt zum Wohnungputzen. Das hat auch geholfen. Geschlafen habe ich, wenn jemand mit dem Kind draussen war. Es wurde von Monat zu Monat besser und der Schlafbedarf nahm zu von 11 auf ca 14 Stunden zu.

Kinderarzt und MüBe: hatten keine Ahnung vom Alltag mit krassem Schlafmangel. Es gab kein Patentrezept. Es war eine strenge Zeit und mir hat am meisten geholfen, Hilfe zu holen.

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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von jupi2000 » Di 27. Nov 2018, 11:20

Frausteiner
Wow, 5 Espressi! Ich hoffe nicht, dass du danach
gestillt hast. Denn Koffein geht ja in die Mumi über.

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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Leela » Di 27. Nov 2018, 13:28

Ach je, und wenn? Meinen Babys ist die Koffein Mumi immer gut bekommen ;-)
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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von frausteiner » Di 27. Nov 2018, 13:51

Ach echt? Deshalb war der so aktiv und hat kaum geschlafen?

Keine Angst-er war ein Schoppenkind :wink:

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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Rekiznuh » Mi 28. Nov 2018, 09:29

Doof, jetzt habe ich eine Antwort verfasst und die ist einfach weg ... :(

Jedenfalls wollte ich mich bedanken für die Antworten, vorallem dir frausteiner! Das klingt nach einer strengen Zeit bei euch!

Ich habe kleiner Mann auch oft im TT, so habe ich zwei Hände frei für HH und vorallem die grossen Schwestern ... Ich glaube, wir müssen einfach noch ein bisschen durchbeissen, es passiert wenn sie so klein sind so viel innert kürzester Zeit.

Bezüglich Espresso und Koffein: Daran habe ich nicht einmal gedacht. Was mir in diesem Zusammenhang eher zu schaffen macht ist der aktuelle Fall von einem knapp 2-jährigen Mädchen im Kt. St. Gallen, welches wegen Vernachlässigung der Eltern verhungert und/oder verdurstet ist. Die Eltern haben gekokst (auch während SS und Stillzeit, Rückstände davon wurden sogar am bzw. im Leichnam des Kindes gefunden) - DAS finde ich bedenklich!

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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von stella » Mi 28. Nov 2018, 10:12

Rekiznuh
Ich habe auch ein Kind, welches wenig und schlecht schläft. Es ist in zwischen 14 Jährig.

Was hat uns geholfen:

Schichtschlafen
Tragen
Hilfe fordern
Ruhen mit Kind im TT
Kind ins Bett nehmen - musste ich nicht aufstehen


Aber ehrlich: Ich war ein Zombie... Ich konnte nach 6 Jahren Schlafentzug nicht mehr. Ja, das Kind hat erst mit 9 Jährig zuverlässig durchgeschlafen. Und als sie drei Jährig war, kam noch ihre Schwester, welche ich nachts noch sehr, sehr lange gestillt habe.

Schau, dein Kleiner ist noch sehr klein. Da ist dies e Bitz normal, dass er noch keinen Tag-Nacht-Rhythmus hat. Er hat noch Anpassungsschwierigkeiten. Das kann sich noch geben in den nächsten zwei, drei Monaten. Ich wünsche es dir...
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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Rekiznuh » Mi 28. Nov 2018, 12:36

Liebe Stella

Danke für deinen Post. Phu, 6 Jahre, das ist eine lange Zeit! Darf ich fragen, wie du die Zeit heil überstanden hast und vorallem eure Partnerschaft? Bei uns ist es ja noch nicht lange und wie du schreibst, unser Buebli ist wirklich noch sehr klein, und doch habe ich manchmal schon jetzt das Gefühl, dass es an die Substanz geht; mir persönlich aber auch der Beziehung ...?! Das getraue ich mich aber fast nicht zu sagen wenn ich höre, wie lange du durchbeissen musstest ...! :shock:

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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von stella » Mi 28. Nov 2018, 13:02

Rekiznuh
In der Tat war diese Zeit belastend für uns alle. Wir haben die überstanden, in dem wir sehr grosszügige Menschen sind und auch sehr geduldige. Wir wussten und wissen, dass wenn wir eine solche Zeit überstehen wollen (es kamen und kommen noch andere...), dann braucht es den Willen, dass wir zusammen bleiben wollen, dass wir uns unterstützen wollen und dass wir es nur schaffen können, wenn wir s'Füfi gerade sein lassen. Es gab sogar Zeiten, in denen wir unsere Individualzeit VOR die Paarzeit gesetzt haben.
Aber weisst du, es hat auch Vorteile. Da unser Kind nie vor 22 Uhr, eher später, ins Bett gegangen ist, war für uns die Umstellung zur Teeniezeit, in der die Kids abends länger wach bleiben, ein Klacks. Oder der Kindergarten... Unser Kind war bereits gute zwei bis drei Stunden wach, wenn der Kiga angefangen hat.
Ach, was mir noch in den Sinn kommt: Als unsere Kleine 3 Jährig war, hatten wir regelmässig alle 14 Tage ein Hüeti und wir sind auswärts essen gegangen, damit wir auch mal in Ruhe miteinander sprechen konnten. Und auch hatten wir alle 6-8 Wochen ein verlängertes Weeki. Mein Vater hat jeweils die Girls gehütet.

Ja, das war eine anstrengende Zeit und auf eine Art mache ich noch heute daran rum. Ich habe mich nie mehr richtig davon erholt und meine Batterien sind noch nicht wieder ganz aufgeladen und entladen sich schnell. Der Akku ist wohl nicht mehr der beste. Darum: Achte gut auf dich, auf euch!!!
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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Rekiznuh » Di 4. Dez 2018, 20:44

Liebe Stella

Danke viel-, vielmals für deine ehrliche Rückmeldung. Deine/eure Geschichte liest sich wie ein spannendes Buch ...!

Wir haben leider keinen regelmässigen Babysitter mehr, ich muss mich mal wieder darum kümmern. Aber wir planen uns auch immer wieder freie Wochenenden ein, wo wir die Kinder abgeben, Grosseltern, Gotten, Götti, usw. Ist immer mit viel Aufwand und Organisation verbunden aber für unsere Ehe lebenswichtig. So muss jedes Paar seinen Weg finden ... Finde es sehr ermutigend zu hören, wie und vorallem DASS ihr diese Zeit gemeistert habt!

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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Ciona » Mo 17. Dez 2018, 23:51

Meine Tochter hat als Baby auch nur 12h geschlafen und entsprechend viel gebrüllt. Für uns war es eine sehr anstrengende Zeit! Und es war so fies, weil meine Nachbarin ein etwa gleich altes Baby hatte, dass 18h pro Tag schlief! Meine Tochter hat bis sie 3 Jahre alt war keine Nacht durchgeschlafen. Aber dann gings plötzlich. Sie ist jetzt 4 Jahre alt und schläft pro Nacht 9-10h durch. Tagsüber braucht sie keinen Schlaf mehr. Jetzt ist es lässig mit ihr. Sie hat einfach mehr Energie als ein Durchschnittskind, aber für Spielgruppe und Kindergarten ist das praktisch. Ich muss sie nicht wecken, weil sie eh wach ist am Morgen und sie kommt nie völlig fertig aus dem Kindsgi zurück.
Aber für die Baby-Zeit kann ich dir nur raten, hol dir jede Hilfe, die du kriegen kannst! Ich fühlte mich damals von MüBe und KiA im Stich gelassen. Bei uns gabs vom Kantonsspital eine Schrei-Ambulanz. Aber ich hätte mich nie dahin getraut. Wenn ich wieder in der selben Situation wäre, würde ich mir mehr Hilfe holen.
Ich hatte damals das Gefühl, dass ich Schuld daran bin, dass das Baby so wenig schläft, weil ich während der SS im Schichtdienst gearbeitet habe. Aber es hat niemand Schuld. Es gibt einfach Menschen, die mehr Energie haben als andere.

Mir hat das Buch: "Wie anstrengende Kinder zu wunderbaren Erwachsenen werden" sehr geholfen. Das bezieht sich aber nicht speziell auf die Baby Zeit.

Jazz
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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Jazz » Sa 22. Dez 2018, 23:47

Ciona hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 23:51
Meine Tochter hat als Baby auch nur 12h geschlafen und entsprechend viel gebrüllt. Für uns war es eine sehr anstrengende Zeit! Und es war so fies, weil meine Nachbarin ein etwa gleich altes Baby hatte, dass 18h pro Tag schlief! Meine Tochter hat bis sie 3 Jahre alt war keine Nacht durchgeschlafen. Aber dann gings plötzlich. Sie ist jetzt 4 Jahre alt und schläft pro Nacht 9-10h durch. Tagsüber braucht sie keinen Schlaf mehr. Jetzt ist es lässig mit ihr. Sie hat einfach mehr Energie als ein Durchschnittskind, aber für Spielgruppe und Kindergarten ist das praktisch. Ich muss sie nicht wecken, weil sie eh wach ist am Morgen und sie kommt nie völlig fertig aus dem Kindsgi zurück.
Aber für die Baby-Zeit kann ich dir nur raten, hol dir jede Hilfe, die du kriegen kannst! Ich fühlte mich damals von MüBe und KiA im Stich gelassen. Bei uns gabs vom Kantonsspital eine Schrei-Ambulanz. Aber ich hätte mich nie dahin getraut. Wenn ich wieder in der selben Situation wäre, würde ich mir mehr Hilfe holen.
Ich hatte damals das Gefühl, dass ich Schuld daran bin, dass das Baby so wenig schläft, weil ich während der SS im Schichtdienst gearbeitet habe. Aber es hat niemand Schuld. Es gibt einfach Menschen, die mehr Energie haben als andere.

Mir hat das Buch: "Wie anstrengende Kinder zu wunderbaren Erwachsenen werden" sehr geholfen. Das bezieht sich aber nicht speziell auf die Baby Zeit.
Vielen lieben Dank für deine Buchempfehlung! Endlich ist mir ein "Licht" aufgegangen (Sohnemann :wink: )

Unser Sohn hat als Baby auch selten länger als 12h geschlafen, meistens waren es 9h Nachtschlaf (mit Unterbrechung) und noch 2h Mittagsschlaf, aber wehe, er schlief im Auto ein ...
Ich empfand es auch als sehr strenge Zeit und genau wie Ciona emfpand ich es fies, wenn andere Babys/Kinder viel länger schliefen als meine und die Mütter nicht verstehen konnten, warum ich so Mühe damit hatte.
Heute Samstag hatten wir einen Termin um 08.15Uhr, kein Problem mit Sohnemann, er war ja schon seit 6Uhr wach und quitschfidel.

@Rezikuh: auch mein Tipp, hole Hilfe (wenn es irgendwie geht) und schaue gut auf dich! Alles Gute :-)

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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Bleistift79 » So 23. Dez 2018, 09:25

keines meiner Kinder war Vielschläfer. Mit wenigen Wochen haben sie alle nur noch 1x tagsüber geschlafen. Mit knapp 2 Jahren keinen Mittagsschlaf mehr gemacht.
Ich habe die Kinder viel getragen, bin jeden Nachmittag 2 Std. raus an die frische Luft, weil mir das geholfen hat durch zu atmen.
Im Dondolo / Hängematte waren alle Kinder gerne, dass hat mir heweils eine Verschnauf-Pause gegeben.
Ich habe meine Ansprüche runtergeschraubt, den HH auf s nötigste reduziert in den ganz strengen Zeit. Schichtschlafen bzw. dösen half auch. „ man tut nicht“/„ man macht nicht“ habe ich gelernt kn s Pfefferland zu verbannen. Die Situation annehmen wie sie ist, nicht zweifeln, Hilfe holen/einfordern statt tausend gut gemeinte Ratschläge ; ) .
Noch heute haben alle vier einen ganz eigenen Schlafbedarf, mit ihrem älter werden, fanden meine Bedürfnisse wieder Platz.

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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Bleistift79 » So 23. Dez 2018, 09:28

und ich bin viel/oft auf die Bedürfnisse meiner Kinder eingegangen. Tue das heute noch, weil im Gegenzug die Kinder mit dem älter werden auch viel/oft auf meine Bedürfnisse eingehen.

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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Pippi22 » So 23. Dez 2018, 13:04

Schön geschrieben Bleistift79!
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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Netterl » So 23. Dez 2018, 18:40

Ich denke, bei stella war und ist es wirklich extrem. Du hattest mal ausgerechnet, wieviel Zeit Mütter von Vielschläfern mehr pro Woche haben, oder? Ich glaube das war was in der Menge von 42h, oder? Jedenfalls war der Unterschied wirklich krass.

Es gibt später aber tatsächlich Vorteile! Mein Spät- und Wenigschläfer machte früh keinen Mittagsschlaf mehr, so waren wir deutlich flexibler mit Ausflügen etc. Auch irgendwelche Abendveranstaltungen waren kein Problem, da er ohnehin meist um 21:00 oder später einschlief. Auch jetzt kommt er mit deutlich weniger Schlaf gut aus. Und wenn er manchmal wie ein Zombie rumrennt, hat das mehr mit der Pubertät zu tun :lol:

Was haben wir getan, um das zu überstehen:
Arbeiten (HH) aufgeteilt,
Schlafen aufgeteilt,
Paarzeiten
Hilfe geholt ( anfangs war mein Mann immer abends zu Hause, weil ich beide alleine nicht ins Bett bringen konnte)
Die Grosis kamen und halfen (HH, aber auch mal Kind rumschieben)

Kind im TT war meine Rettung, ebenso Kind 1 im Elternbett. Bei Kind 2 haben wir je ein Elternteil mit einem Kind im Bett geschlafen, weil Nr2 nachts bis zu 3 h am Stück (sic!) schrie. Einfach immer geschaut: wie bekommen wir alle halbwegs genug Schlaf.
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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Rekiznuh » So 23. Dez 2018, 20:27

Ich danke euch allen für eure Rückmeldungen!

Sohnemann ist inzwischen 11 Wochen alt und es ist einiges passiert was den Schlaf betrifft. Tagsüber schläft er nach wie vor wenig, oft nicht mehr als 30 Minuten am Stück - ich habe ihn (unter anderem deswegen) viel im Tragetuch. Nachts schläft er aber ein ordentliches Stück ohne Unterbruch, das entlastet schon enorm, da ist es mir auch egal, wenn er tagsüber wenig schläft! Ich hör deshalb jetzt auf zu jammern - wenn ich höre und lese wie es anderen ergangen ist kommen wir SEHR glimpflich davon!

Ich finde generell die ersten Wochen mit Baby einfach ultrastreng und ehrlichgesagt nicht so zum geniessen .. :? Wochenbett, Hormone, schlaflose Nächte, keine Struktur mehr im Alltag, oben läufts raus, unten läufts raus ... :roll: Und dann plötzlich beginnen sich die Dinge langsam wieder zu normalisieren, man sieht Licht am Ende des Tunnels und die Freude über das kleine Wesen überwiegt. So ging es mir zumindest (bei allen dreien ... :) )

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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von stella » So 23. Dez 2018, 20:52

Rekiznuh
Das freut mich für dich! Und das TT hilft einem wirklich über diese erste strenge Zeit.

all, Netterl
Ja, ich hatte ein Kind welches extrem wenig schlief. Eigentlich nie mehr als 7-9 Stunden in 24 Stunden... Mittagsschlaf 20 Minuten, abgeschafft mit 18 Monaten. Ich wünsche das niemandem. War wirklich für mich als Vielschläferin eine sehr anspruchsvolle Zeit.
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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Linli » So 23. Dez 2018, 22:56

Immer wieder schön zu lesen das man damit nicht ganz alleine ist. Wenn ich im Umfeld sehe wie viel manche Kinder schlafen, yay, anfangs hab ich mich da schon gefragt womit ich das verdient habe.
Ich schlafe sehr gerne und ich bräuchte auch mehr Schlaf aber mittlerweile in den bald 7 Jahren hab ich mich sehr gut dran gewöhnt den nötigen Schlaf nicht "am Stück zu brauchen".

Mein Grosser war als Baby der der am wenigsten geschlafen hat. Da waren die Hebammen schon verwundert das er so lang wach ist als Newborn. Er hat auch nachts am schlechtesten geschlafen. Jetzt Nr 3 hat doch immerhin bis zu 3x am Tag für 40 Min geschlafen als Baby (+ 11-12h Nachtschlaf), fast ein bisschen Luxus *g* allerdings auch nur im Tuch.

Mittlerweile ist sie 20 Monate. Mittagschlaf hat sie mit 16 Monaten abgeschafft (da war sie am frühesten dran). Grad erst gelesen von einem gleichaltrigen Kind das 6h pro Tag wach ist - unglaublich diese Spanne!
Sie wacht nachts einfach weiterhin alle 2h auf. Aber damit kann ich leben solange ich wenigstens bis 8 Uhr liegen bleiben kann. Bei uns übernimmt dankbarerweise der Papa morgens die 2 Grossen die ab 7 spätestens wach sind.

Und Haushalt.... Oh Wunder, alles was ich in der Babyzeit hab liegen lassen ist leider nicht weggelaufen. So viel ich auch hoffte, das Zeug wartet gnädig bis man sich ihm annimmt :D und ich kann da zum Glück viel übersehen. Ich denke es ist wichtig da Prioritäten zu setzen. Baby+Mama+Familie, Essen, und irgendwo ganz ganz hinten das alles piccobello sauber ist.
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Re: Baby-Wenigschläfer

Beitrag von Enzian » Do 3. Jan 2019, 11:00

Das tut wirklich grad wieder gut, so was zu lesen. Sorry Rekiznuh, ist nicht böse gemeint, aber am Meisten hilft einfach die Situation zu akzeptieren.

Unser Grosser war ein sehr schlechter Schläfer und hat am Tag schon sehr früh nur ca. 1 Stunde geschlafen (2 Mal 30 Minuten). In der Nacht 10 bis 11 Stunden, aber in dieser Zeit ist er zwischen 10 und 30 Mal aufgewacht. Durchgeschlafen hat er so mit 3 Jahren. Das war für meinen Mann und mich eine sehr strenge Zeit und wir haben phasenweise einfach irgendwie funktioniert...
Als Grosser 2 war, kam der Mittlere zur Welt. Er hat schon besser geschlafen und ist nur so zwischen 3 und 5 Mal gekommen jede Nacht. Nun ist er 5,5 Jahre und schläft ab und zu eine Nacht durch, oft liegt er aber irgendwann in der Nacht (oder zum Einschlafen) bei uns im Bett. Mittlerweile ist unsere Jüngste 9 Monate und auch sie schläft wenig für ihr Alter. In der Nacht ca. 10 oder 11 Stunden (mit 3 bis 4 Unterbrüchen) und am Tag zwei Mal 30 Minuten. Im Grossen und Ganzen, haben wir seit mehr als 7 Jahren kaum eine Nacht durchgeschlafen zu Hause :wink:

Ich habe mich einfach damit abgefunden, dass ich im Schnitt nur ca. 6h schlafe pro Nacht und das natürlich nicht am Stück. Aber ich kann immer und überall schlafen :lol: Im Auto kurz ein paar Minuten, manchmal finde ich Zeit für 10 bis 15 Minuten Mittagsschlaf, einfach wo ich gerade Gelegenheit habe. Irgendwie geht's..

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