Mutterrolle

Hier können sich junge Eltern gegenseitig helfen.

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Pippo
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Re: Mutterrolle

Beitrag von Pippo » Mo 2. Jul 2018, 09:56

ok, da antworte ich jetzt nicht drauf, diese einstellung haben meiner erfahrung nach die mitarbeiter die um die 60+ sind 😁 die nächste generation beweist gerade durch die digitale anbindung das gegenteil. aber ja, ist ok wenn du so denkst.

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Re: Mutterrolle

Beitrag von Lilyrose » Mo 2. Jul 2018, 14:50

@Sonnenkäfer: leider gibts zuviele, die so denken wie du...darum ist Kader und Teilzeit nicht immer vereinbar, weil man nicht "out of the box" denken kann. Sicher gibts Stellen, die nicht für Teilzeit geeignet sind, oft ist es aber nur, weil man nicht bereit ist umzudenken. Solcher Sturheit bin ich auch begegnet und deswegen meine Kaderstelle verloren.

@Pippo: Super, dass das bei dir geklappt hat. Das macht mir Mut, dass es auch anders geht.

Es muss doch jede Familie für sich rausfinden, was am besten funktioniert. Für einige ist es die traditionelle Rollenverteilung, für andere funktioniert Teilzeit eben besser. Es ist auch immer eine Frage der Organisation und des Umfelds. Manchmal stellt man sich etwas vor und merkt mit der Zeit, dass es halt doch nicht zufriedenstellend ist, dann muss man halt was ändern.
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dan79
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Re: Mutterrolle

Beitrag von dan79 » Mo 2. Jul 2018, 16:04

Was ist mit den Eltern, bei welche ein Einkommen nicht reicht zum leben? Wo 2 arbeiten müssen?

Also ich bin eine solche Person welche sagt: wenn du 80 oder 100% arbeitest oder arbeiten musst, dann musst du keine Kinder kriegen. Ich bin aber auch eine Person, welche 50% arbeitet, weil ich arbeiten muss, da das Gehalt von GG nicht ganz ausreichen würde. Ich müsste zwar nicht 50% arbeiten, 40% würden auch reichen finanziell, aber ich müsste meine Funktion aufgeben und das will ich nicht. Aber mehr als 50% würde ich nie wollen, meinem Einzelkind zu liebe...... und das war schon vor der SS klar....das wurde alles kalkuliert und entschieden, dass es vereinbar ist mit der Mutterrolle. Ich habe oft gehadert damit, dass ich zu wenig Zeit hätte für das Kind, dass das Kind nur "herumgeschoben" werde usw. Würde auch gerne heute ganz zu Hause bleiben...kann aber nicht alles haben. Für mich ist es ein Mittelweg der stimmt. Meinem sehr offenen, kommunikativen Wirbelwind schadet es überhaupt nicht, 2-3x die Woche ausser Haus zu sein, im Gegenteil, er braucht es förmlich. Aber mit mehr käme ich definitiv nicht klar.

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Re: Mutterrolle

Beitrag von Hibiskus » Mo 2. Jul 2018, 20:16

Es gibt sooooo viele verschiedene Arbeitsbereiche! In dem Bereich, in dem ich arbeite, sind Führungspositionen ab 50%-Pensum eher Regel als Ausnahme!
Ich arbeite wechselnd zwischen 60-80%, mein Kind wird aber nur an 1-2 Nachmittagen "fremdbetreut" (meine Mutter ist bei uns Zuhause, sooo fremd ist das nicht). Ich bin am Morgen da, wenn Junior in die Schule geht und mache das Zmittag. Vieles arbeite ich von Zuhause aus.
Auch das gibt es! Und wie gesagt, bei uns eher Regel als Ausnahme.

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Re: Mutterrolle

Beitrag von Hibiskus » Mo 2. Jul 2018, 20:19

Und zum Eröfdnungsthema: DIE Mutterrolle gibt es doch gar nicht! Alles eine Frage der Definition, der eigenen Wünschen und Einstellungen. Für mich macht Selber-Nähen und Kind-24/7-Bespassen nicht die Mutterrolle aus. Präsent-Sein, Anteil-Nehmen und Unterstützen-wo-nötig schon eher.

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Re: Mutterrolle

Beitrag von SoNnEnkÄfEr » Mo 2. Jul 2018, 23:22

Lilyrose hat geschrieben:
Mo 2. Jul 2018, 14:50
@Sonnenkäfer: leider gibts zuviele, die so denken wie du...darum ist Kader und Teilzeit nicht immer vereinbar, weil man nicht "out of the box" denken kann. Sicher gibts Stellen, die nicht für Teilzeit geeignet sind, oft ist es aber nur, weil man nicht bereit ist umzudenken. Solcher Sturheit bin ich auch begegnet und deswegen meine Kaderstelle verloren.

Das ist Tatsache und hat mit meiner persönlichen Meinung wenig zu tun. Vielleicht müsstest du umdenken, denn ich finde die Anforderungen, die du stellst anmassend. Man kann nicht alles haben. Hast du ernsthaft das Gefühl die Firmen könnten sich eine solche Umstrukturierung leisten ? Damit Mami nebst Windeln wechseln, stillen und Brei kochen zumindest in der Theorie einen Kaderjob bewerkstelligen kann in einem lauschigen 60%-Pensum ? Funktioniert höchstens als CEO einer Kioskkette.
@Pippo: Super, dass das bei dir geklappt hat. Das macht mir Mut, dass es auch anders geht.

Es muss doch jede Familie für sich rausfinden, was am besten funktioniert. Für einige ist es die traditionelle Rollenverteilung, für andere funktioniert Teilzeit eben besser. Es ist auch immer eine Frage der Organisation und des Umfelds. Manchmal stellt man sich etwas vor und merkt mit der Zeit, dass es halt doch nicht zufriedenstellend ist, dann muss man halt was ändern.
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Re: Mutterrolle

Beitrag von SoNnEnkÄfEr » Mo 2. Jul 2018, 23:43

Hibiskus hat geschrieben:
Mo 2. Jul 2018, 20:19
Und zum Eröfdnungsthema: DIE Mutterrolle gibt es doch gar nicht! Alles eine Frage der Definition, der eigenen Wünschen und Einstellungen. Für mich macht Selber-Nähen und Kind-24/7-Bespassen nicht die Mutterrolle aus. Präsent-Sein, Anteil-Nehmen und Unterstützen-wo-nötig schon eher.
Willkommen im Jahr 2018: Definition Mutterrolle: alles eine Frage der eigenen Wünsche und Einstellung.
... ich mach mir ernsthaft Sorgen um unsere Welt.

Mutter zu sein bedeutet eine Lebensaufgabe zu fassen. Es ist die nobelste und selbstloseste Aufgabe, die dem Menschen zugetragen werden kann. Ausserdem ist es in jedem einzelnen Fall pure Zukunftsinvestition. Wir tragen eine RIESEN VERANTWORTUNG. Die kann man nicht wahrnehmen, wenn man kaum da ist und sich dauernd mit anderen Themen beschäftigt.
Mütter, die sich dieser Aufgabe stellen sind die waren Heldinnen. Auch wenn deren Tagesinhalt Pampers & Puki bedeutet. Meine Güte : Auch nicht der Rest des Lebens oder ?!
Wie ging der nochmal: Mutter zu werden ist nicht schwer, Mutter zu sein hingegen sehr .. :wink:

Am besten wir fragen unsere Kids.
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Re: Mutterrolle

Beitrag von Hibiskus » Di 3. Jul 2018, 00:05

Ich gehe ja grundsätzlich mit Dir einig! Aber ist man denn die bessere Muttery wenn man Zuhause ist, während das Kind in der Schule ist? Oder die schlechtere Mutter, wenn man Email beantwortet, wenn das Kind schläft oder mit seinen Freunden draussen spielt? Echt jetzt?

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Re: Mutterrolle

Beitrag von Hibiskus » Di 3. Jul 2018, 00:10

Muss ich die Kleider meines Kindes selber nähen, um eine gute Mutter zu sein? Oder bin ich genauso gur, wenn ich sie irgendwo bestelle oder sie sogar von Freunden bekomme?
Denk doch mal darüber nach!

Wie gesagt, ich bin nahezu immer Zuhause, wenn mein Kind Zuhause ist! Machen mich meine Arbeitsprozente nun zu einer schlechten Mutter? Weil ich nicht Zuhause haushalte, während mein Kind weg ist? Weil ich die Prioritäten anders setze als im.Haushalt? Eine schlechte Hausfrau bin ich allemal, aber eine schlechte Mutter?

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Re: Mutterrolle

Beitrag von SoNnEnkÄfEr » Di 3. Jul 2018, 00:16

@Hibiskus: Für mich bezieht sich diese Diskussion eher auf die ersten paar Jahre. Neu überdenken sollte man spätestens dann, wenn die Kids weniger da sind als man es selber ist :mrgreen:
Siehst du .. nach paar Jahren ist der grösste Bums schon durch und man kann langsam wieder seine Flügel ausbreiten (zieht sich bei mir was hin wegen grossem Altersunterschied :mrgreen: ). Und das wertvollste ever: Man sieht seine Kinder aufwachsen und kriegt nicht abends um 18:00 alles von der Kita-Leiterin gesteckt.
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Re: Mutterrolle

Beitrag von Hibiskus » Di 3. Jul 2018, 00:25

Mein Kind war zwischen 1 und 5 jeweils 1-2 Tage in der Krippe (inzwischen eben nicht mehr, weil ich meine Arbeitszeiten auf die Schulzeiten anpassen kann).
Ich kann Dir versichern: Es ging ihm dort sehr gut! Er hat immer noch Kontakt zu seinen besten Krippefreunden! Und ich glaube, ich habe keine grossen Entwicklungsschritte verpasst. Gemessen an der ganzen Woche sind 8-16h nämlich nicht sooo wahnsinnig viel...

Möchtest Du wirklich sagen, dass nur Mütter, die ihre Kinder 24/7 selber betreuen, gute Mütter sind? So verstehe ich Dich nämlich.

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Re: Mutterrolle

Beitrag von Lilyrose » Di 3. Jul 2018, 07:12

@Sonnenkäfer: man kann doch nicht pauschal sagen, eine gute Mutter, ist die, die jeden Tag zuhause ist??!! Ich kann auch 5 Tage zuhause sein und während meine Kinder spielen den ganzen Tag vor dem Fernseher oder am Handy hocken, zum zmittag werfe ich ne Tiefkühlpizza (nichts gegen gelegentliches TK Essen) oder sonstwas ein, bin ich dann in deinen Augen trotzdem ne gute Mutter? Ist ja ne Ohrfeige für alle Frauen, die arbeiten müssen...also sind quasi auch alle alleinerziehenden Frauen schlechte Mütter? Da kann ich nur den Kopf schütteln. Ich habe 2 Tage gearbeitet, ein Tag davon ist zb mein Partner zuhause und ein Tag Krippe. Und den Krippentag find ich super...sie lernt soo viel da, sie kann den ganzen Tag mit Zeug spielen, dass es bei uns nicht gibt, lernt mit anderen Kindern umzugehen. Und ich habe keine ersten Male deswegen verpasst.

Ist es denn in deiner Welt in Ordnung, wenn der Partner betreut oder "muss" es die Mutter sein?
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Re: Mutterrolle

Beitrag von SoNnEnkÄfEr » Di 3. Jul 2018, 07:18

Hibiskus hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 00:25
Mein Kind war zwischen 1 und 5 jeweils 1-2 Tage in der Krippe (inzwischen eben nicht mehr, weil ich meine Arbeitszeiten auf die Schulzeiten anpassen kann).
Ich kann Dir versichern: Es ging ihm dort sehr gut! Er hat immer noch Kontakt zu seinen besten Krippefreunden! Und ich glaube, ich habe keine grossen Entwicklungsschritte verpasst. Gemessen an der ganzen Woche sind 8-16h nämlich nicht sooo wahnsinnig viel...

Möchtest Du wirklich sagen, dass nur Mütter, die ihre Kinder 24/7 selber betreuen, gute Mütter sind? So verstehe ich Dich nämlich.
Dann hast du meine Posts nicht gelesen/verstanden. Ich habe mich zu Anfang zu einem 80%-Pensum oder mehr geäussert und bin für ein Mittelmass.
Mein 1. Kind war auch viele Jahre fremdbetreut und es ging ihm dort gut - eine Grundvoraussetzung für mich (sonst gäbe ich meine Kinder eh nirgendwo hin). Ich habe viel verpasst, da ich neben einem hohen Pensum ja auch noch anderes hatte (hat jeder). Und genau da ist eben für mich der riesen Unterschied: Ist man die Hälfte der Woche da für sein Kind, oder nur gerade am Wochenende. Für mich in der Praxis kein Vergleich. Aber wie überall: Jedem das Seine !
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Re: Mutterrolle

Beitrag von SoNnEnkÄfEr » Di 3. Jul 2018, 07:34

Lilyrose hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 07:12
@Sonnenkäfer: man kann doch nicht pauschal sagen, eine gute Mutter, ist die, die jeden Tag zuhause ist??!! Ich kann auch 5 Tage zuhause sein und während meine Kinder spielen den ganzen Tag vor dem Fernseher oder am Handy hocken, zum zmittag werfe ich ne Tiefkühlpizza (nichts gegen gelegentliches TK Essen) oder sonstwas ein, bin ich dann in deinen Augen trotzdem ne gute Mutter? Ist ja ne Ohrfeige für alle Frauen, die arbeiten müssen...also sind quasi auch alle alleinerziehenden Frauen schlechte Mütter? Da kann ich nur den Kopf schütteln. Ich habe 2 Tage gearbeitet, ein Tag davon ist zb mein Partner zuhause und ein Tag Krippe. Und den Krippentag find ich super...sie lernt soo viel da, sie kann den ganzen Tag mit Zeug spielen, dass es bei uns nicht gibt, lernt mit anderen Kindern umzugehen. Und ich habe keine ersten Male deswegen verpasst.

Ist es denn in deiner Welt in Ordnung, wenn der Partner betreut oder "muss" es die Mutter sein?
Auch du: lies doch meine Posts bevor du mir iwas unterstellst.
Wir haben hier über die Präsenz gesprochen, welche für mich in 1. Linie massgebend ist. Die Qualitäten jeder einzelnen Mutter waren jetzt nicht Thema.
Klar geht Papa auch. Die Mutter ist trotzdem natürlicherweise oftmals die 1. Wahl des Kindes, was auch seinen Sinn hat.
Wir leben halt in einer Welt in der alles machbar ist und iwie geht. Das Problem ist, dass es Millionen von Jahren anders lief und die Evolution gewaltig hinterher hinkt.
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Re: Mutterrolle

Beitrag von Hibiskus » Di 3. Jul 2018, 07:40

@Sonnenkäfer
Deswegen frage ich ja nach, ob das wirklich deine Aussage sein soll ;)
Aus deinen letzten Posts habe ich demnach anders verstanden, als du es meinst.

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Re: Mutterrolle

Beitrag von Minchen » Di 3. Jul 2018, 07:43

Also die Menschheit gibt es noch nicht seit 'Millionen von Jahren' wie du sagst.
Und Tatsache ist, dass sich diese Welt in nächster Zeit nicht mehr dahingehend verändern wird, wie es beispielsweise in den 50ern der Fall war.
Aber ich habe schon verstanden, was du meinst: du kannst nicht verstehen, wie ein Mami hochprozentig ausser Haus arbeitet (ausser wenn der Mann dann halt nahezu vollständig daheim bleibt).
Was ist denn für dich so die 'Grenze' des für dich Nachvollziehbaren?
Schütteler: 26. Juni 2011 | Rosendörnchen: 17. Dezember 2012

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Re: Mutterrolle

Beitrag von SoNnEnkÄfEr » Di 3. Jul 2018, 08:11

Minchen hat geschrieben:
Di 3. Jul 2018, 07:43
Also die Menschheit gibt es noch nicht seit 'Millionen von Jahren' wie du sagst.
Und Tatsache ist, dass sich diese Welt in nächster Zeit nicht mehr dahingehend verändern wird, wie es beispielsweise in den 50ern der Fall war.
Aber ich habe schon verstanden, was du meinst: du kannst nicht verstehen, wie ein Mami hochprozentig ausser Haus arbeitet (ausser wenn der Mann dann halt nahezu vollständig daheim bleibt).
Was ist denn für dich so die 'Grenze' des für dich Nachvollziehbaren?

Doch, unsere Ursprünge liegen über 2 Millionen Jahre zurück. Laut neuesten wissenschaftl. Erkenntnissen sogar noch länger. Das ist klar aber du kannst die Programmierung des Menschen innerhalb so kurzere Zeit eben nicht verändern. Deshalb gilt nwv in grosso modo, dass Kind und Mutter zusammen gehören. Dagegen können 50 Jahren Emanzipation gar nix.
Grenze liegt für mich bei 70%. Schon das ist viel in der Umsetzung.
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Re: Mutterrolle

Beitrag von Lilyrose » Di 3. Jul 2018, 08:25

@Sonnenkäfer: hab nochmal nachgelesen. Stimmt, du schreibst das 5 Tage die Woche arbeiten für dich keinen Sinn machen und gesundes Mittelmass. Sorry für die Unterstellung. Dann gehe ich mit dir da einigermassen einig. Was Kader arbeiten anbelangt zwar nicht, aber darum gehts hier ja nicht.

@Mutterrolle: finde schon, dass das jede Frau für sich definieren muss, was das für einen bedeutet und wo man Prioritäten setzt. Das Klischee von der Mutter, die frisches Brot backt, den Haushalt voll im Griff hat, selber näht und dann auch noch top erzogene Kinder hat, muss nicht sein. Schön, wenn jemand darin seine Erfüllung findet...aber auch ohne das kann man eine gute Mutter sein.
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Re: Mutterrolle

Beitrag von Pippo » Di 3. Jul 2018, 08:38

ok, und weil DU (Sonnenkäfer) findest, dass deine hochprozentige stelle euch nicht gut getan hat, gilt das für alle mütter und alle kinder? echt jetzt? dieses pauschalisieren löst echt kopfschmwrzen bei mir aus....

ich bin grad froh haben meine kinder noch einen vater, der diese noble aufgabe mitträgt und mich vor der totalen selbstaufgabe als frau und eigenständiger person bewahrt ;-) die väter kommen hier interessanterweise nämlich gar nicht vor und denen wirdt auch niemand vor, wenn sie 100% arbeiten 🙈

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Re: Mutterrolle

Beitrag von carina2407 » Di 3. Jul 2018, 08:52

RiverSong hat geschrieben:
Mi 20. Jun 2018, 17:05


Ich habe auch nach dem ersten Jahr mit Baby noch Mühe mit meiner Mutterrolle. Es fühlt sich irgendwie noch nicht so richtig an. Oft habe ich das Gefühl, dass sich rundherum andere Mütter total wohl fühlen und glücklich damit sind, zu kochen, Babystrampler selbst zu nähen etc. Aber ich bin nach einem Arbeitstag im Büro meistens zufriedener als nach einem «Mamitag». Es ist vielleicht nur eine Frage der Zeit, bis ich richtig angekommen bin. Wie war/ist das bei euch?
Ist das deine Definition von der Mutterrolle? Das hätte für mich auch nicht gestimmt, da wäre ich irgendwann durchgedreht. Ich bin seit 11 Jahren zu 90% zu Hause, genäht habe ich in der Zeit : Gar nix! Einmal habe ich für meine Kinder Schals gestrickt, That's ist. Babybrei gekocht: Habe ich genau ein paar Wochen, nachdem mein Sohn alles wieder ausgespuckt hatte und sich verweigerte, habe ichs aufgegeben, und gleich vom Tisch gegeben. Bei meiner Tochter gabs dann fertigen Milchbrei und auch vom Tisch. Meine Tage waren gefüllt mit normalem Haushalt, Baby/Kleinkind bespassen (das habe ich wirklich sehr gern gemacht), Ausflügen zum Zoo, Spilpi Shoppingtage mit Freundinnen (mit Kleinkind im Buggy), Baditage, Spaziergängen ect. Die Tage im Büro habe ich ebenfalls genossen, tu ich auch heute noch, obwohl ich auch sehr gerne zu Hause bin. Und wie oft mich die beiden Mäuse in den 11 Jahren auf die Palme gebracht haben, und wie oft ich schon frustriert war, kann ich gar nicht zählen, und manchmal war ich auch drauf und dran alles hinzuschmeissen, wieder 100% arbeiten zu gehen und jemand anderem die Erziehung zu überlassen, weil ich einfach nicht mehr mochte. Habe ich dann jeweils nicht gemacht :wink: , aber ich musste dann halt wieder mal über die Bücher und ein paar Sachen ändern. Das alles ist normal, es gibt nicht DIE Mutterrolle, aber das Schöne heutzutage ist doch wirklich, dass wir mehr Möglichkeiten haben unsere Tage mit den Kindern so zu gestalten wie es uns gefällt. Ich habe diese Freiheit sehr genossen, und mein Mann hat mir dies ermöglicht. Im Gegenzug durfte er sich selbständig machen und mehrere Firmen aufbauen, das wäre nicht gegangen, wenn ich hochprozentig gearbeitet hätte, dafür war er einige Jahre einfach wirklich zuviel am arbeiten. Trotz allem konnte ich mich immer auf ihn verlassen, wenn irgendwas war, hat er alles stehen und liegen gelassen und sich gekümmert. Du musst es nicht so machen, wie andere. Mach es so wie es Dir gefällt, richte dir die Tage mit Kind so ein wie es für euch beide passt. Und wenn Du lieber hochprozentig arbeiten möchtest und es mit der Fremdbetreuung gut klappt, dann mach das, das ist genau so in Ordnung, und vielleicht kannst Du dann die Zeit mit Kind mehr geniessen.
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