schlechtes Gewissen Arbeit

Hier können sich junge Eltern gegenseitig helfen.

Moderator: stella

Ziemlichabgefahren
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schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von Ziemlichabgefahren »

Hallo liebe Mamis

Mein Sohn ist nun 9 Monate alt und wird ab nächsten Monat (dann also 10 Monate alt) 3 Tage die Woche in die Kita gehen. Ich werde 60-80% arbeiten (ich kann auswählen) und freue mich auch wieder darauf. Tatsächlich ist es so, dass ich momentan noch nicht unbedingt arbeiten müsste, aber gerne möchte. Ich muss nämlich gestehen, dass ich zwar wahnsinnig gern Zeit mit meinem Sohn verbringe, es aber auch anstrengend finden den ganzen Tag zu beschäftigen (wobei er auch schon ein wenig allein spielt).
Nun ist mein Problem, dass ich ein wahnsinnig schlechtes Gewissen habe, ihn abzugeben. Ich denke dass liegt vor allem daran, dass ich mich darauf und auf die Arbeit freue.
Ich finde die Kita „ok“ in die er nun geht, unsere Wunschkita hatte leider schon 4 Monate vor seiner Geburt keinen Platz mehr für uns...
Wie seid ihr mit - falls - dem schlechten Gewissen umgegangen? Hat euer Kind sich mit gut 10 Monaten in der Kita Wohlgefühl?
Mein Sohn ist ein zufriedenes Kind, das sehr gerne Input hat, andere Kinder spannend findet, aber auch allein kann. Eigentlich glaube ich, dass es ihm gut tut und er es mögen wird. Dennoch bleibt eben das super schlechte Gewissen... Kennt das wer?
Ein schönes Wochenende euch & Danke!

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Tinky
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von Tinky »

Das kennt jede Mutter, die wieder arbeiten geht! Ich konnte zwar die Betreuung mit den Grosseltern lösen - aber auch das war nicht immer einfach.
Meine Einstellung: wenn es der Mutter gut geht, geht es auch dem Kind gut. Du musst für dich selber herausfinden, (und das hast du ja eigentlich schon geschrieben) wieviel arbeiten für dich stimmt. Es wird immer wieder Kritiker geben und zwar unabhängig davon, ob du 0%, 50 % oder 100 % arbeitest. Ich persönlich hätte mir nie vorstellen können, 100% Mutter zu sein - aber ich kenne auch Mütter, die das sehr gerne machen.
Falls du nach dem Arbeitseinstieg merkst, dass du dir zuviel zugemutet hast, kannst du ja immer noch zurückkrebsen.
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ChrisBern
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von ChrisBern »

Ja, das kenne ich auch. Ich war so froh, als ich meine jetzt Grosse damals abgeben konnte! Mir ist zu Hause total die Decke auf den Kopf gefallen und trotzdem hatte ich ein schlechtes Gewissen. Was mir geholfen hat (komme aus der ehemaligen DDR, war logischerweise ein totales Kita Kind und meine Mutter hat immer 100% gearbeitet): ich habe mich an meine Kitazeiten erinnert und wie toll ich das fand. Wie ich meinen damals besten Freund kennengelernt habe etc. Das hat mir geholfen. Und irgendwann geht das schlechte Gewissen zum Glück weg, beim zweiten kind hatte ich das gar nicht mehr. ;-) und was bei mir auch war: die Kita macht sehr viele tolle Sachen, die ich hasse (basteln und so). Und meine Kinder lernen Dialekt. Wir haben zum Glück die total traumhafte Wunschkita, die sehr familiär ist.

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maple
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von maple »

Provokative Frage am Anfang: Hat dein Partner auch ein schlechtes Gewissen, dass er arbeitet, wenn euer Sohn in der Kita ist?

Ich hatte einen Moment, in dem ich gezweifelt habe, ob das alles gut kommt, das war während der Kita-Eingewöhnung. Unsere erste Tochter hat super, super, wahnsinnig extrem gefremdelt. So ziemlich auf dem Höhepunkt haben wir mit der Kita-Eingewöhnung begonnen, da war sie 6.5 Monate alt. Nach 2 Wochen hätte die Eingewöhnung abgeschlossen sein sollen, und wir waren so weit wie normalerweise nach 2 Tagen. Zum Glück haben wir eine sehr gute Gruppenleiterin, die offen gesagt hat, dass das auf keinen Fall geht, dass unsere Tochter jetzt schon den ganzen Tag in die Kita geht, und einfach mit Geduld und Einfühlungsvermögen dran geblieben ist. Wir haben die Eingewöhnungszeit verdoppelt (ich konnte meinen Arbeitsbeginn verschieben), und irgendwann hat es dann geklappt. Und ja, mit 10 Monaten hat sie sich wohlgefühlt. Sie hat auch einen ihrer besten Freunde in der Kita kennen gelernt und hatte insgesamt eine sehr positive Krippenzeit.

Im Übrigen finde ich es völlig ok, dass man sich freut, wieder arbeiten zu gehen und nicht ein Baby als Hauptbezugsperson tagsüber zu haben. Es ist ja auch total anstrengend, sich ständig um ein kleines Kind kümmern zu müssen, das bei allen alltäglichen Verrichtungen noch Hilfe braucht und kaum Bedürfnisaufschub kennt. Ich finde, dass das jede Mutter und jeder Vater zugeben kann, ohne dass einem unterstellt wird, man hätte seine Kinder zu wenig gern o.ä. Und wenn jemand völlig in dieser Rolle aufgeht, bitteschön, aber in meiner Wahrnehmung ist das die Minderheit.
Grosse Schwester 08/13
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Fritzili
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von Fritzili »

Hallo ziemlichabgefahren,
ich bin in sehr ähnlicher Situation: mein Sohn wird auch ab August mit 9 Monaten in die Kita gehen, an 2 Tagen.
Auch ich freue mich sehr darauf, wieder arbeiten zu gehen und anders als du habe ich kein schlechtes Gewissen meinem Kind gegenüber.
Im Gegenteil: ich freue mich, dass er dort mit anderen Kindern spielen kann und anders gefördert wird, als ich es zu Hause kann. Gleichzeitig können wir beide andere soziale Kontakte knüpfen, die man doch auch braucht im Leben.
Sicher wird der Alltag dann etwas stressiger und ich denke auch hin und wieder drüber nach, was sein wird, wenn er nicht gern dort hingeht, aber im Grossen und Ganzen gehe ich Positiv an die Sache ran und hoffe, dass sich das auch auf ihn auswirken wird.

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ChrisBern
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von ChrisBern »

apropos provokative Frage: Bisher habe ich keinen Mann getroffen, der ein schlechtes Gewissen hat, weil das Kind in die kita geht. Höchstens genervte Männer, die jetzt in Charge sind mit Kind bringen, kind holen etc. Kennt ihr welche?

sonrie
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von sonrie »

warum hast du denn ein schlechtes Gewissen ihn abzugeben? Wird ihm in der KiTa nicht gut geschaut? Geht es ihm dort schlecht? Fehlt ihm was?
Oder rührt das schlechte Gewissen mehr daher, dass man als Mutter gefälligst 24/7 für ca. 20 Jahre nur ums Kind sein muss? ;-)

greenguapa
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von greenguapa »

Ich hätte erst ein schlechtes Gewissen gehabt wenn ich meine Söhne extern betreuen lassen hätte und sie wären unglücklich gewesen. Meine beiden Kids lassen sich nicht extern betreuen und sie waren todunglücklich in der Kita bzw. bei einem Kind mussten wir die Eingewöhnung abbrechen und es kam gar nie dazu. Darum habe ich wieder aufgehört mit extern arbeiten und habe jetzt einen Job welchen ich zuhause ausführen kann. Solange es dem Kind grundsätzlich gut geht in der Kita: geniesse deine zwei Arbeitstage.

Alebri
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von Alebri »

Für mich waren die Wochen zuvor am Schlimmsten - als es dann soweit war und ich sah, wie es meinem Sohn gut in der Kita gefiel, ich mich wohl beim Arbeiten fühlte, war das schlechte Gewissen vorbei ;-).

Er kam dann mal in eine Phase (2-3 Monate), wo er jeden Morgen weinte, wenn ich ihn in der Kita abgab - da meldete sich das schlechte Gewissen natürlich zurück :roll: . Aber irgendwann war dieser Spuk wieder vorbei und dann war wieder alles ok.

Im Nachhinein: Ja, es gab schwierige Phasen und ja es gab Momente von Zweifeln und schlechtem Gewissen. Heute - mein Sohn ist inzwischen 14 - lache ich darüber... und würde alles wieder genau so machen :wink: . Die Kita-Zeit hat ihm sicherlich geholfen, ein sehr offenes, soziales und auch selbständiges Kind zu werden, was uns in den Schuljahren zugute kam und auch immer wieder von LP positiv hervorgehoben wurde. Er hat auch heute noch viele (positive) Erinnerungen an die Kita - zumindest hat er garantiert keinen Schaden davongetragen ;-). Daran habe ich auch immer geglaubt und das hat mir auch durch die schwierigeren Phasen geholfen - zusammen mit der Tatsache, dass diese enge Mutter-Kind-Bindung ja eher eine neuzeitliche Geschichte ist, früher wurden Kinder von der ganzen Familie, dem ganzen Dorfclan, in reichen Familien von div. Nannys, etc. betreut. Deswegen kamen ja auch nicht alle gestört heraus ;-).

Ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn es mit Arbeiten bzw. der externen Betreuung nicht klappt, liegt das jeweils eher an der Mutter als am Kind ;-). Es gibt halt wirklich Mütter, die extrem Mühe haben, ihr Kind abzugeben - und es eigentlich auch nicht wollen, faktisch auch nicht wirklich arbeiten wollen. Dann kommt dann gerne "mit meinem Kind ging das halt nicht", "mein Kind wäre unglücklich gewesen", etc. ;-). Diese Negativ-, Abwehrhaltung der Mütter spüren die Kinder - und entsprechend reagieren sie. Ich hatte immer ein Urvertrauen in mein Sohn, dass er das schafft, empfand seine Kita-Zeit für ihn als bereichernd und nicht von wegen "armes Kind" ;-) - und eben: Habe mich auch immer sehr auf die Arbeitstage, die ich als Super-Ausgleich zu meinen "Mami-Tagen" empfand, gefreut.

Für uns war meine Teilzeit-Berufstätigkeit richtig - das beurteile ich auch 14 Jahre später noch so ;-). Und wenn ich jeweils mit meinem Sohn darüber spreche und ihm sage, dass ich manchmal schon auch ein schlechtes Gewissen hat, lacht er mich immer aus und sagt: "Bisch Du blöd, Mami - mir ging's super! Ich habe mega Erinnerungen an die Kita" :-).

greenguapa
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von greenguapa »

Alebri hat geschrieben:
Mi 1. Jul 2020, 07:01

Ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn es mit Arbeiten bzw. der externen Betreuung nicht klappt, liegt das jeweils eher an der Mutter als am Kind ;-). Es gibt halt wirklich Mütter, die extrem Mühe haben, ihr Kind abzugeben - und es eigentlich auch nicht wollen, faktisch auch nicht wirklich arbeiten wollen. Dann kommt dann gerne "mit meinem Kind ging das halt nicht", "mein Kind wäre unglücklich gewesen", etc. ;-). Diese Negativ-, Abwehrhaltung der Mütter spüren die Kinder - und entsprechend reagieren sie. Ich hatte immer ein Urvertrauen in mein Sohn, dass er das schafft, empfand seine Kita-Zeit für ihn als bereichernd und nicht von wegen "armes Kind" ;-)
Alebri, hierzu kann ich sagen: Autsch, autsch, autsch. So bewertend, ignorant, oben herab & zeigt das du verurteilst und keine Ahnung hast. Ich zB. würde lieber auswärts arbeiten als zuhause als TaMu, nichtsdestotrotz arbeite ich 100% (genau genommen 56h pro Woche) und ruhe mich nicht auf der faulen Haut aus weil meine Kinder ach so unglücklich wären in der externen Betreuung..
Mein Sohn flog nach 4 Wochen aus dem Hort weil er so gestresst war & randaliert hat und die Hortleitung nicht die benötigten Skills besass um ihn zu handeln. Beim Kleinen wurde mir nach 8 Wochen (!!) Eingewöhnung dazu geraten, abzubrechen weil er sehr unglücklich war. Und ich bin def. kein Einzelfall, es gibt viele Kinder welche ich einer Betreuungssituation sind, welche nicht passend für sie ist oder wo es eben wie in meinem Fall schlichtweg nicht möglich ist das Kind extern betreuen zu lassen.

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stella
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von stella »

greenguapa
Danke! Ich sehe das auch so.

Alebri
Schade, dass du dich nicht in die Lage anderer hineinversetzen kannst und darum oft so pauschalisierende Texte schreibst, die für Betroffene e Chlapf zum Gring sind.

Ich habe zwei Kinder. Eines hatte Mühe mit der Kita, das andere liebte sie. Wie jetzt?
Pfunzle 06/04 und Gumsle 10/07

Mittelschülerin und 7. Klasse

Zoo: I hät gärn e Bislibär! Weisch, wie toll e Bisli wär!? (Pfunzi, mit 4 Jahren)

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Netterl
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von Netterl »

Ganz einfach, stella. Beim einen warst Du eine klammernde Mutter, die sich nicht lösen konnte und beim anderen Kind nicht. Jedenfalls bist Du Schuld, egal an was. Daran, dass Kinder verschieden sind, genau wie Eltern kann es nicht liegen. Also Jetzt bitte auf Knien 3x um den Block, mea culpa, mea maxima culpa ;-) :lol:

@ Alebri: Den Anfang, als Du von Dir persönlich geschildert hast, fand ich spannend. Aber dann...., auch ich habe mich gehauen gefühlt. Bei mir war es genauso wie bei stella, ich hatte sogar die Erfahrung, dass Kind 1 gerne ging und trotzdem war es für Kind 2 ganz schlimm.

Hat sich dann übrigens genau ins Gegenteil verkehrt: Kind 1 fand Betreuung mit zunehmenden Alter doof, Kind 2 wollte immer länger bleiben.

, @ TE: Willkommen in der Welt der Eltern, :lol: Solche Diskussionen wird es immer wieder geben und Du wirst immer wieder Loslassen üben. Solche zwiespältigen Gefühle sind normal.
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ChrisBern
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von ChrisBern »

Ich bin ehrlich: nach meinem ersten Kind habe ich ähnlich wie Alebri gedacht, nicht unbedingt nur bezüglich Betreuung, aber ich habe insgesamt den Einfluss als Eltern auf das Kind als recht hoch eingeschätzt: zb mein Kind schläft gut, weil ich diszipliniert bin, mein Kind isst nicht, weil ich mir Stress mache, mein Kind hört nicht, weil mir das Thema egal /unwichtig ist, mein kind geht gerne in die kita, weil ich den leuten dort vertraue. Und ich glaube, ganz falsch ist das nicht- aber eben nur die halbe Wahrheit!

Gut, dass ich noch eine Nr 2 bekommen habe ;-) - ich mache fast alles gleich, aber es kommt nicht gleich raus wie bei Kind Nr 1. Und trotzdem glaube ich, gibt es gewisse Zusammenhänge: Kind Nr 2 hatte einige gesundheitliche Themen, ich war immer sehr besorgt, habe meinen sohn auch mehr "durchgehen" lassen und ja, er tut bei mir oft extra blöd. Und wir haben Viel mehr Abschiedsthemen in der kita, viel mehr als bei der Grossen und das liegt glaube schon auch daran, dass er mein etwas verzogenes Mama-Kind ist. Aber daneben ist er eben auch viel eigensinniger, emotionaler als die Grosse.

Insofern finde ich nicht, dass alebri total Unrecht hat, aber ich denke, die Persönlichkeit des Kindes ist einfach doch auch ein grosser Faktor und manchmal hilft eine positive Einstellung der Eltern einfach auch nicht! Und wenn dann noch Themen wie ASS, ADHS oder was auch immer dazu kommt, dann sowieso, aber das ist ja klar.

Kenne übrigens Kinder, die super kita Kinder waren, aber in der Schule oder im kiga massiv Mühe hatten oder umgekehrt. Das hängt dann viel auch von Betreuern oder den anderen Kindern ab.

sonrie
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von sonrie »

Und ums noch kompizierter zu machen: es hängt nicht nur von Kindern und Eltern ab, auch davon wer das Kind betreut und wo, wie diese Lösung aufs Kind passt, wieviele Tage pro Woche, ob das Kind dort allenfalls einen Freund gefunden hat und vielleicht auch auf das Umfeld und die Situation des Kindes ;-)

Es ist immer einfach anderen zu sagen was sie falsch machen nur weil mans selber nicht kennt, das Problem. Nach einem Kind das gerne in die KiTa ging fehlt natürlich der Vergleich. Ist wie mit Müttern von durchschlafenden Kindern die dir erzählen dass du schuld bist wenn dein Kinf aufwacht 🤣

PS: ich hab 3 kinder die lieber überall anders sind als zu Hause, ich bin wohl wohl die Supermutter schlechthin 😜 (oder vielleicht auch grad nicht? 😳)

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ChrisBern
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von ChrisBern »

@Sonrie: wenn deine Kinder auch noch mit vier Monaten durchgeschlafen haben und immer gut gegessen haben, dann bist du wirklich eine Supermutter! :lol:

sonrie
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von sonrie »

verdammt! 😬
Spoiler:
du gönnst mir echt GAR nix 😜

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Opti
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von Opti »

Ziemlichabgefahren
Ich war bei meiner Tochter nicht wirklich pro Kita eingestellt. Es gab in exakt unserer Situation jedoch keine andere verlässliche Lösung. So ging sie in die Kita. Im Gegensatz zu Dir war ich von der Qualität der Kita überzeugt - wenn es denn eine Kita sein musste.
Es ging ihr gut in der Kita, im Endeffekt hat sie sehr viel profitiert davon, dass sie in die Kita ging. Zeitweise war der Abschied ni einfach und zeitweise hat man ihr angemerkt, dass es für sie manchmal (neben lustig und cool) auch anstrengend war. Als ich sie mit 7 mal gefragt habe, wie es für sie war, meinte sie, dass es grundsätzlich gut war, manchmal nicht ganz optimal.
Bei Deinem Post stelle ich mir die Frage, WAS GENAU Du nicht so perfekt findest an der Kita. Ist das ein wichtiger Punkt, der die Betreuung/Pflege oder Dein Vertrauen tangiert? Unsere Kita war super fürs Kind, bürotechnisch war sie manchmal anstrengend. Das hat für uns aber nur minimal gezählt.
Dann wäre es auch möglich, Dir verschiedene Wege etwas längerfristig zu visualisieren. Mit Kita und Arbeit, ohne Kita und Arbeit. Wie ginge es Dir dabei? Wie dem Kind? Oft ist es für Menschen, die sehr gerne arbeiten gehen und dann langfristig NUR Zuhause sind, schwierig. Wie würde sich die Situation bei Euch entwickeln? Insgesamt gut?
Vielleicht hilft Dir das, entweder richtig zu Deiner Entscheidung zu stehen (ohne Schul gefühle) oder doch anders zu entscheiden.
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honey81
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von honey81 »

Vielleicht hast du ein schlechtes gewissen, weil du eigendlich weisst, dass das Kind mit 9 Monaten nun wirklich nicht weiss gott was von einer Kita profitiert :wink: . In dem alter spielen sie noch alleine, können ja noch gar nicht laufen. Gspänli brauchen sie auch nicht. Schlussendlich ist es einfach "schönreden" ich finde auch 3 Tage Kita echt mega viel. Ich bin auch nicht die 24/7 Mutti und geh in diesem Job total auf. Aber ich weiss, dass es sooo schnell vorbei ist. Die strengste zeit waren für mich die ersten 2 Jahre und ich bin sooo dankbar, dass ich bei jeder Entwicklung dabei sein konnte. Jaja, dass können arbeitende Muttis auch, abends gibts dann neben kochen, HH machen noch gaaanz viel Zeit füs Kind :wink: ich musste aufgrund von komplikationen in der 2ss viel liegen und meinen grossen abgeben. Obwohl er schon 4 ist, hab ich soo viel verpasst, ich sehe wie er sich verändert hat und ich war in der Zeit nicht dabei. Das macht mich traurig und zeigt mir, wieviel man eben verpasst. Vor allem wenn sie noch kleiner sind. Es geht jetzt hier nicht drum das ich super Mutti bin und die arbeitenden schlecht. Jeder macht was er will, aber ein schlechtes gewissen kommt ja nicht von irgendwoher.. vielleicht beginnst du einfach mit 60%. Kinder gewöhnen sich einfach an die Situation, geht ja dann nicht anders. Ich für mich hab entschieden, dass ich noch genug Zeit haben werde um hochprozentig zu arbeiten. die Zeit mit Kleinkind vergeht (im nachhinein :lol: ) soo schnell!
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08.2019, ein Kämpferli hat sich eingeschlichen❤
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ChrisBern
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von ChrisBern »

Vielleicht OT: 3 tage als megaviel zu bezeichnen ist eine Schweizer Spezifik. In anderen Ländern gibt es dieses komische System nicht, dass man einzelne Tage kauft. Da ist ein kind jeden Tag in der Kita, wie beispielsweise in Deutschland und in den nordischen Ländern. Dafür sind jeden Tag die gleichen Kinder da, was ich für das Kind hilfreich finde. Dafür ist die elternzeit länger, man gibt die Kinder später in die kita.

Ich würde mal starten mit arbeiten und kita. Wenn es für dich nicht stimmt oder du dich nicht wohl fühlst, musst du noch mal über die Bücher. Es ist wirklich individuell, was für die Mutter bzw die Familie passt. Ich wünsche euch alles Gute!

greenguapa
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Re: schlechtes Gewissen Arbeit

Beitrag von greenguapa »

ChrisBern hat geschrieben:
Sa 4. Jul 2020, 13:51
Vielleicht OT: 3 tage als megaviel zu bezeichnen ist eine Schweizer Spezifik. In anderen Ländern gibt es dieses komische System nicht, dass man einzelne Tage kauft. Da ist ein kind jeden Tag in der Kita, wie beispielsweise in Deutschland und in den nordischen Ländern. Dafür sind jeden Tag die gleichen Kinder da, was ich für das Kind hilfreich finde. Dafür ist die elternzeit länger, man gibt die Kinder später in die Kita
Aber ist es nicht so das die Kids (in DE zumindest) zwar eher jeden Tags dafür aber nicht so viele Stunden pro Tag in die Kita gehen? Eines meiner Tageskinder benötigt seit es ca jährig ist 55h Stunden Betreuung pro Woche und ich finde das wahnsinnig viel!
Und das mit denselben Kids hast auch hier, einfach fix immer am Mo dieselbe Gruppe und dann am Di fix eine Gruppe (und meist kennt man ja bereits einige Kinder aus den sich überschneidenden Tagen)

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