Satt, aber unbefriedigt

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Petite Souris
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Re: Satt, aber unbefriedigt

Beitrag von Petite Souris »

Mialania hat geschrieben: So 16. Mai 2021, 09:39 @Jazz
Ich habe früher so gerne gekocht und mich richtig darauf gefreut, für meine Kinder zu kochen. Und jetzt das 😅 gestern habe ich eine Züpfe gemacht, mein Mann mag die so. Der typische Sonntagszopf halt. Er so "mmmh, die isch der guet cho!" und mein Sohn hat einen Bissen genommen und gleich wieder ausgespuckt. Ich soll sein Frühstück essen. Das ist wieder so ein Moment...
Aber: ich habe aufgehört, ihm Alternativen anzubieten, bis er etwas isst. Früher hätte ich ihm eine Omelette gemacht oder ein Porridge oder eine Schüssel Cornflakes angeboten. Das Päckli Darvida öffne ich ihm jetzt auch nicht mehr zum Voraus, er soll selber fragen kommen. Vielleicht hat mein Mann ja mal Recht und er hat tatsächlich "einfach keinen Hunger". Es ist für mein Mami-Herz schwer, dass mein Kind wie nicht essen will. Muss mir aber auch sagen, dass er noch genug Reserven hat und gestern Abend hat er recht viel rein gehauen.
Meine Tochter (bald 2) verschmäht auch oft die Essen, bei denen ich mir besonders Mühe gegeben habe. Aber ihr Essverhalten ändert sich sowieso ständig. Manchmal isst sie wie ein Mähdräscher, dann wieder nur kleine Stücke. So lange sie nicht zu leicht wird, lasse ich sie. Natürlich bekommt sie Joghurt oder Brot, wenn sie danach fragt, aber wenn nicht, geht sie halt ohne viel Essen vom Tisch.

Lilyrose
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Re: Satt, aber unbefriedigt

Beitrag von Lilyrose »

Du tust niemanden einen Gefallen, wenn du dich aufopferst und nicht zu dir schaust. Du bist Dreh- und Angelpunkt in der Familie. Nur wenn es dir gut geht, kanns auch der Familie gut gehen. Wenn du dich um dich selber kümmerst, schaust du also auch zu deiner Familie :)

Und dazu gehört mehr als sich nen Nagellack zu kaufen oder alle 3 Jahre zum Coiffeur. Damit meine ich regelmässige Auszeiten zb. Und wenns nur jede Woche abends zb ein halbstundiger Spaziergang oder was auch immer ist. Einfach etwas für dich. Und das lässt sich machen...egal wie schwierig die Kinder sind.

Mialania
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Re: Satt, aber unbefriedigt

Beitrag von Mialania »

Jazz hat geschrieben: So 16. Mai 2021, 15:33 Kennst du den Begriff selektive Essstörrung? Habe da kürzlich eine Sendung bei Reporter gesehen. Findest du auf FB:
Selektive Essstörung: Jeden Tag nur Kartoffeln essen I reporter
Ich finde (manche) Kommentare noch interessant ...
Hab mir schon gedacht, dass es einen Begriff dafür gibt. Ich kenne zwei solcher Menschen. Sehr speziell.
Muss den YouTube Film mal schauen, wenn ich Zeit habe.
Jazz hat geschrieben: So 16. Mai 2021, 15:33 Ich habe mal Blätterteig selbst hergestellt, aufwändig aber der Geschmack! Einfach nur toll, so richtig buttrig :wink: . Tochter wollte von den überhaupt nichts essen, vermutlich auch, weil sie den gekauften Teig lieber hat. Ich vermute mal, das sind die Geschmacksverstärker, die man in solchen Dingen lieber hat :wink: und das natürliche überhaupt nicht mehr kennt ...
Kann ich mir vorstellen, wie lecker der gewesen sein muss. Ich bin manchmal einfach geknickt, wenn man es dann gar nicht zu schätzen weiss und nicht mal probiert.

Heute hat er aber nochmal freiwillig Mozzarella probiert. Und als er letztens den Bruder veim Essen gesehen hat, wollte er auch probieren und einmal hat er seine Reste gegessen. Ich versteh das Kind nicht. Mein Mann probiert, seit er mich kennt immer mehr. Vor mir ass er nur Fischknusperli und Fischstäbchen. Jetzt auch anderes, wie Lachs oder Goldbutt oder sonstiges. Er probiert es wenigstens.
Er hat zwar 10 Jahre gebraucht, um meinen Apfelkuchen zu probieren, isst jetzt aber auch gekochte Äpfel. Muss ich nicht verstehen.

@Petite Souris
Daran bin ich jetzt auch. Jeden Tag ein Kampf. Er will jetzt immer erst seinen Kopf durchstieren und isst dann alleine, wenn er will. Habe extra Bolognese gemacht, er wollte Chips. Alle assen, er Drama, weil Chips, Schokolade, fertig Ramen. Am Schluss hat er's doch noch gegessen. Diese Kämpfe sind einfach anstrengend.

Wenn wir aber dann ohne Essen raus gehen, hab ich trotzdem ein Päckli Blevita oder so in der Jackentasche, oder meine Mutter gibt ihm eine Banane.

@Lilyrose
Ich weiss. Aber ist doch schon mal ein Fortschritt. "Immerhin, het ds Müüsli gseit, wo's i ds Meer bislet het" würde mein Mann jetzt sagen. Eis nachm angere. Je grösser die Kinder werden, um so leichter kann ich sie mal abgeben. Und für den grossen Terroristen hab ich jetzt ein super Gotti gefunden. Da kann er dann sicher mal einen Nami hin und ich mir eine Auszeit gönnen. Resp. für den kleinen Terroristen in spe habe ich auch ein super Gotti gefunden, die freut sich schon, mit ihm auf die Pirsch zu gehen.

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