Lehrstellensuche

Die Zeit des Erwachsenwerdens

Moderator: Züri Mami

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Coneli
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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Coneli » Mi 3. Apr 2019, 15:28

Ich kann mich bei @jupi2000 nur anschliessen. Als Schnupperi würde ich wirklich pünktlich sein. Er wird ja höchstens eine Woche im Betrieb schnuppern. Geht er nun bei der Firma Z in M schnuppern? Dieser Betrieb würde ja gleich neben dem Bahnhof liegen.
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greenguapa
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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von greenguapa » Mi 3. Apr 2019, 17:42

Icecream, ich bin vom Fach und muss sagen dass ich das ein No-Go finde. Ich würde auf keinen Fall den Betrieb deswegen anfragen. Hinterlässt einen negativen Eindruck.

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Müsli30
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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Müsli30 » Do 4. Apr 2019, 00:21

Icecream hat geschrieben:
Mi 3. Apr 2019, 12:48
Unser Sohn kann im Mai und in den Sommerferien in 2 Schreinerein schnuppern gehen. Beide Betriebe sind mit dem öV erreichbar. Bei beiden Betrieben beginnt die Arbeitszeit um 07.15. Aber der Zug bzw. der Bus kommt gerade kurz vorher an oder sehr knapp. Sonst müsste er 30 Minuten früher gehen. Haben eure Teenager dann jeweils beim Betrieb nachgefragt, ob sie auch erst 10 Minuten später kommen können? Er könnte ja sonst diese 10 Minuten am Mittag länger arbeiten oder dann je nach Fahrplan am abend.
Auf keinen Fall.
Würde ein Schnupperli mir so eine Anfrage stellen, würde ich umgehend absagen.
Pünktlichkeit heisst 10 Minuten vorher da sein (Motto unseres Sohnes)
Junior 9. Klasse :shock:
Kleine Diva 4. Klasse :lol:

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Hausdrache
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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Hausdrache » Do 4. Apr 2019, 18:16

Icecream
Später anfangen? In Handwerksbetrieben ist das aber auch in der Lehre etwas, das es nicht gibt. Das liegt an der Art, wie gearbeitet wird. In den Betrieben unserer Töchter gibt es am Morgen in der Regel eine kurze Info, die geht an alle. Die Arbeit ist zwar meist schon im Voraus bekannt und die Teams sind eingeteilt, aber es kann immer Verschiebungen geben. Wenn jemand krank ist, aber sie auf Montage sind und es da einfach zwei braucht, muss geschaut werden, wer mitgehen kann und wo man jemanden wegnehmen kann etc. Dann sind sie oft unterwegs, da wird das Auto geladen, wenn es nicht am Vorabend geladen wurde, man fährt auf die Baustelle. Da hat man nicht Lust und Zeit, zehn Minuten auf den Schnuppi zu warten. Dann ist man halt eine halbe Stunde zu früh. Etwas zu lesen oder zu lernen mitnehmen und sonst haben sie ihr Handy, damit haben sie ja immer zu tun. Meist gibt es einen Aufenthalts oder Pausenraum.

Das mit dem am Mittag länger arbeiten, oder am Abend ist auch nicht. Das Problem, im Holzhandwerk arbeitet man nicht alleine. Es müssen andere in der Nähe sein und beim Schnuppi sowieso. Aber normalerweise sind die Arbeitszeiten sehr fix. Es essen alle gleichzeitig zu Mittag, beginnen auch wieder mit der Arbeit und am Abend hört man auch mit den anderen auf. Da kann es schon sein, dass man länger macht, weil man noch Arbeit hat, aber dass der Schnuppi noch zehn Minuten länger arbeitet, wenn die anderen Feierabend machen, geht nicht.

Allgemein, wer ein Handwerk lernen will, ist gut bedient, nicht in Minuten zu rechnen und nicht mit fixen Stunden. Das kann sehr schwanken. Unsere Zweite hat seit Januar rund 30 Überstunden. Es ist nicht möglich, dass sie pünktlich aufhören können, wenn die Vorarbeiter auf der Baustelle bleiben und noch etwas beenden wollen. Auch kann es sein, dass man früher anfangen muss, oder die Znüni oder Zvieripause gekürzt wird. Klar, sie bekommen dafür dann eine Woche mehr Ferien, was sie dann auch geniessen. ;) Aber der Schnuppi und der Stift sind definitiv die, die nichts gross zu wünschen haben. So habe ich das bei unseren Kindern zumindest erlebt und sie haben in verschiedenen Betrieben geschnuppert und gearbeitet bis jetzt. Auch ihre Freunde erzählen dasselbe.
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Pädagogik ist der organisierte Kampf der Erwachsenen gegen die Kinder.(Mark Twain)

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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Icecream » Fr 5. Apr 2019, 08:52

ok danke für die rückmeldung

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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Icecream » Fr 12. Apr 2019, 22:11

Wann sollte man sich auf eine Lehrstelle für Sommer 2020 schriftlich bewerben? Unser Sohn war als Schreiner schnuppern und es hat ihm dort sehr gut gefallen. Der Chef hat gesagt, er wird sich jeweils so im November dann entscheiden. Soll er sich dann so nach den Sommerferien dort bewerben?

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Nuuneli
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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Nuuneli » Sa 13. Apr 2019, 07:31

Ich habe nicht viel Erfahrung, aber ich würde im Anschluss an die Schnupperlehre die Bewerbung losschicken, egal, ob sie erst im November entscheiden. Die Eindrücke sind noch frisch, das gibt ein gutes Motivationsschreiben her. Und die Firma erinnert sich noch an den Schnupperling. Und am besten die Bewerbung persönlich vorbeibringen, dann müsst ihr euch keine Gedanken machen, ob die Unterlagen angekommen sind: nicht immer erhält man eine Eingangsbestätigung.
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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Puzzli » Sa 13. Apr 2019, 12:53

Darf ich fragen, wie stark die Schnupperberichte bei einer Bewerbung gewichtet werden?

Unsere Grosse, steht sich selbst im Weg mit ihrer Schüchternheit. Sie getraut sich kaum etwas zu sagen/fragen.

Das wird dann halt oft schlecht bewertet, Desinteresse am Beruf, was aber nicht so ist.

Sie hat ihren Traumberuf gefunden und möchte unbedingt dies lernen. Nun war sie 2 Tage in einem Betrieb, es hat ihr super gefallen und sie würde sich gerne bewerben, aber eben, im Bericht steht halt das sie sehr ruhig (schüchtern) war, teilweise unsicher ....

Was meint ihr macht es überhaupt noch Sinn sich dort zu bewerben?

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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Sternli05 » Sa 13. Apr 2019, 14:23

Icecream
Ich würde auch schauen das er früher da ist.

Wir haben aber unsere Schnuppis immer gefragt wie sie einen Zug haben.
Auch die eine Lehrtochter durfte immer 5 Minuten vor Ladenschluss gehen. So musste sie nicht 30 Minuten am Bahnhof stehen.

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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Sternli05 » Sa 13. Apr 2019, 14:28

Puzzli
Ich glaube gar nicht... :)
Nein im Ernst. Unsere Tochter hatte von einem Ort einen super Schnupperbericht, also auch von anderen Orten. Aber als sie sich dort beworben hat durfte sie sich nicht mal vorstellen gehen. Zum Glück hat sie grad die Zusage für ihren Traumort bekommen als diese Absage kam. Fand ich aber schon etwas komisch.

Wegen der Schüchternheit kommt es halt auch auf den Beruf an. Mit Kundenkontakt liegt das halt häufig nicht drin. Da muss man schon auf Leute zugehen können, sonst wird es schwierig.

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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Puzzli » Sa 13. Apr 2019, 15:33

sie möchte FaBe K lernen, mit den Kindern ist sie super :lol:

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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von jupi2000 » Mo 15. Apr 2019, 08:42

Puzzli
Ich würde auf jeden Fall eine Bewerbung schicken! Schüchternheit ist doch ganz normal und kann sich ja auch noch ändern mit der Zeit, wenn der Lehrling sich eingelebt hat usw. Ich finde die Schnuppertage sowieso wenig aussagekräftig. Welcher Mensch benimmt sich beim schnuppern so wie er wirklich ist?
Ich war als Teenie auch sehr sehr schüchtern. Konnte aber arbeiten und war immer anständig. Habe mich trotz schüchternheit beworben und es hat auf anhieb geklappt.
Viel Glück!
Und Fabe Kinder ist toll! Auch für schüchterne Menschen :D

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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Puzzli » Mo 15. Apr 2019, 08:53

Jupi
Ich finde diese Berichte eben auch nicht so toll. War vor x Jahren selber in der Lehrlingsbetreuung und da hatte ich lieber wenn eins beim Schnuppern eher ruhig war als eins das schon alles wusste, und die ganze Zeit redete.

Grundsätzlich ist sie nich schüchtern, auf jeden Fall zu Hause und mit Freunden und so. Ich war auch schüchtern, brauchte eine Aufwärmzeit.

Und 2 Tage schnuppern sind halt schon wenig.

Sie wird sich bewerben, sie muss nochmals anrufen und anfragen, was in der Bewerbung sein muss und bis wann sie dort sein muss. Evtl. legen wir den Bericht nicht dazu.
Evtl. muss sie noch ein Check machen. (keine Ahnung - für uns noch absolutes Neuland.

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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von jupi2000 » Mo 15. Apr 2019, 09:05

Puzzli
Super, ich drück ihr die Daumen!
Es stört mich einfach, dass Schüchternheit als so negativ bewertet wird....

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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Nette » Mo 15. Apr 2019, 10:20

Puzzlie
Dies kann man nicht verallgemeinern. Gewisse schauen sich dies an, andere weniger.

Das Problem ist halt, wenn sie gar nichts fragt, kommt dies teilweise halt wirklich nicht so gut an... aber sie hat ja noch Zeit...

Sie soll sich sicher bewerben.

Was sie ev beim nächsten Schnuppern machen kann ist sich die Fragen aufschreiben. Übt dies zu Hause. Du kannst auch mal fragen, warum man sie als Lehrtochter nehmen soll. Dies gibt ein kleinwenig Sicherheit...
Stolzes Mami vo zwei liebe Luusbuebe ;-)

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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von stella » Mo 15. Apr 2019, 11:07

Wieso nicht "Schüchternheit" in der Bewerbung einarbeiten: Ich bin zurück haltend, aber sehr interessiert an diesem Beruf, weil...

Somit ist diese Eigenschaft auf dem Tapet... Ich bin immer dafür, dass man die Dinge benennt und Punkte, die einen negativ ausgelegt werden (könnten), versucht, ins Positive zu drehen.
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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von jupi2000 » Mo 15. Apr 2019, 11:23

stella hat geschrieben:
Mo 15. Apr 2019, 11:07
Wieso nicht "Schüchternheit" in der Bewerbung einarbeiten: Ich bin zurück haltend, aber sehr interessiert an diesem Beruf, weil...

Somit ist diese Eigenschaft auf dem Tapet... Ich bin immer dafür, dass man die Dinge benennt und Punkte, die einen negativ ausgelegt werden (könnten), versucht, ins Positive zu drehen.
Finde ich eine gute Idee!

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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Puzzli » Mo 15. Apr 2019, 11:25

Nette
das haben wir gemacht und ich habe gesagt sie soll 5 Fragen, pro Tag stellen! Persönliche an Mitarbeiter so ala, was gefällt die an deinem Beruf, allgemeine zur Kita und zum Beruf.

Ich hoffe, sie packt es diese Woche.

Stella
ja das habe ich mir schon überlegt, ob wir dies irgendwie in die Bewerbung schreiben können.

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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Nette » Mo 15. Apr 2019, 11:41

Das wollte ich auch noch sagen. Seine Schwächen offenbaren und auch sagen, dass man daran arbeitet.
Taut sie auf mit der Zeit?
Stolzes Mami vo zwei liebe Luusbuebe ;-)

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Re: Lehrstellensuche

Beitrag von Nette » Mo 15. Apr 2019, 11:43

Sohnemann hatte im letzten Zeugnis eine Note ungenügend, welche für seinen Beruf wichtig ist.
Die Bewerbung hat er persönlich abgegeben und die Situation dem Lehrmeister erklärt und auch mitgeteilt, was er dagegen machen möchte.
Dies hat den Lehrmeister beeindruckt...
Stolzes Mami vo zwei liebe Luusbuebe ;-)

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