Enkopresis - Erfahrungsaustausch

Fragen zur Ernährung und Gesundheit

Moderator: Mrs. Bee

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Jazz
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Re: Enkopresis - Erfahrungsaustausch

Beitrag von Jazz » Mo 13. Mai 2019, 21:20

Danke euch für die Videos, finde die toll :D .

@Webele: Darmentleerung: nein, haben wir vermutlich nie richtig. :cry:

Habe jetzt auch wieder auf Macrocol umgestellt, Sirup wirkt nicht wirklich. Stuhl ist zwar weicher, aber eine komplette Darmentleerung wird so nicht erreicht. Und zu viel sollte ich von diesem Sirup ja auch nicht geben (wegen Nebenwirkungen), deswegen die Umstellung.

Momentan gebe ich ca.12gr Macrocol, laut Hersteller wird 0,7gr pro KG Körpergewicht empfohlen. Bei uns ist einfach das Problem, dass Madame es merkt, egal wo ich es untermische :roll: . Morgens probiere ich es mal im Joghurt, vielleicht klappt ja das :mrgreen: .

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Nellino
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Re: Enkopresis - Erfahrungsaustausch

Beitrag von Nellino » Di 14. Mai 2019, 07:08

klappt es bei euch besser, bzw merkt es das kind wenn dünnerer stuhlgang kommt?
Meiner findet die videos cool, sagte ihm gestern machst noch ein einhorn eis...meitne er..mama, dafür müsste ich regenbogencake essen.. ich sags euch ich back ihm noch eines grins
bei ihm ..äächz kommt immer im warmen badewasser was..gut er putzt alles selber. überlege mir auch was zur stuhlverweicherung
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annegretli74
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Re: Enkopresis - Erfahrungsaustausch

Beitrag von annegretli74 » Mi 15. Mai 2019, 09:00

@allegra
Schön, dass ihr einen neuen Versuch wagt! Bei uns war es so, dass Junior ein ganz gutes Gefühl dafür entwickelt hat, wieviel Pulver ok ist und wann es zuviel ist. Er hatte immer grosse Probleme was zu spüren, wenn wir es zu hoch dosiert und der Stuhlgang sehr weich war. Obschon der Arzt dies grundsätzlich so empfohlen hatte.
Zudem war es wichtig, ihm wieder Verantwortung in der Sache zu übergeben. Er fühlte sich gar nicht mehr zuständig und hat so sämtliche Körpersignale fast komplett ignoriert.

@Jazz
Sirup hatten wir beim Ältesten, da er als Baby unter hartem Stuhlgang / Verstopfung litt. Er hatte aber nie übermässige Stuhlansammlungen. Macrogol wurde bei uns gerne im Punsch (ja auch im Sommer) oder in der SChoggimilch am Morgen genommen.

@Nellino
Junior hat zwar dünneren Stuhlgang lange nicht gut gespürt, aber dafür hatte er endlich wieder regelmässigen Stuhlgang mit Gabe von Macrogol. Das war lange das oberste Ziel. Mittlerweile scheint das Gspüri wieder ganz gut vorhanden zu sein, nur Durchfall geht nach wie vor gar nicht.

@alle
Bei uns kam der "Durchbruch" mit der Überweisung an einen spezialisierten Kinder-Gastroenterologen. Ich kann dies allen wirklich weiterempfehlen. Auch um Klarheit zu bekommen, ob tatsächlich Ansammlungen da sind und der Darm erweitert ist

Weiterhin Daumen drück!!

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Re: Enkopresis - Erfahrungsaustausch

Beitrag von Jamiro » Mi 15. Mai 2019, 13:43

@annegretli: Was meinst du mit „Durchbruch“? Was hat er für Untersuchungen vorgenommen bzw was machte er anders als der KiA? Was macht ihr nun konkret anders? Kannst du mir allenfalls sagen, bei wem ihr wart (gerne auch per PN)?

annegretli74
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Re: Enkopresis - Erfahrungsaustausch

Beitrag von annegretli74 » Mi 15. Mai 2019, 15:01

@jamiro
Der Gastroenterologe hat einen Ultraschall gemacht (im Ultraschall sind Stuhlansammlungen im Darm sichtbar) und den Durchmesser des Enddarms vermessen. Es war auch sichtbar, dass die Blase durch den übervollen Darm zusammengedrückt war.
Zudem hat er (mit Einwilligung unseres Sohnes) eine Rektaluntersuchung gemacht.
Unser KA hat mich lediglich zu Häufigkeit und Beschaffenheit des Stuhlgangs befragt und kurz den Bauchraum abgetastet und nichts ertasten können. Der Spezialist meinte dann, dass man beim üblichen Abtasten gar nicht so tief ins Becken kommt, wo der Enddarm und somit die Ursache des Übels liegt. Oder anders gesagt, eine chronische Verstopfung kann der KA gar nicht feststellen.

Als Durchbruch bezeichne ich es, da er der erste war, der mir einfach und verständlich den Unterschied zwischen einer normalen und einer chronischen Verstopfung erklären konnte. Wie es zum Verlust der Sensibilität kommt und zum Kotschmieren.
Und weshalb es so unendlich wichtig ist, erst die Grundverstopfung mit hochdosiertem Macrogol zu lösen, bevor man normal dosiert weiterfahren kann. Und last but not least - weil ich dann endlich wusste, das Sohn es nicht extra macht und auch nicht psychisch krank ist!

Da es für mich kein Geheimnis ist auch gerne öffentlich: wir waren bei Dr. Pascal Müller (Leitender Arzt) vom Ostschweizer Kinderspital in St. Gallen. Die Überweisung habe ich auf eigenen Wunsch von meinem KA erhalten.

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