2 Jährige - Trotzphase bis zum Erbrechen

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Moderator: conny85

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däneli
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2 Jährige - Trotzphase bis zum Erbrechen

Beitrag von däneli » Sa 14. Sep 2019, 17:14

Hallo Zusammen

Unsere Zweijährige treibt uns zur Zeit in den Wahnsinn. :( Sie ist ein wahres Energiebündel und eigentlich hört sie gut zu und redet schon extrem viel für Ihr Alter. Nur haben wir momentan immer wieder folgende Situation. Wir gehen spazieren, haben uns ein Bollerwagen gekauft (da sie meist nach 5min aus dem Kiwa will). Alles ist gut. Dann vo einer auf die andere Minute will sie getragen werden. Ich, im 7 Monat, mag einfach auch nicht mehr so und Papa auch irgendwann nicht mehr. In den Wagen zurück will sie nicht mehr. :| wenn wir dann sagen sie müsse laufen oder in den Wagen, fängt sie an zu schreien. Heute endete es in dem, dass sie sooo fest geschriehen hat, das sie erbrochen hat :? Sie steigert sich so sehr hinein, dass wir sie micht mehr beruhigen können. Meine MüBe meinte ich solle nicht immer nachgeben und sie schreien lassen und einfach bei ihr sein. Ich glaube am Schluss weiss sie gar nicht mehr wieso sie so weint. Müde ist sie nicht, da sie dann später wieder ohne Problem herümstolziert :( Wir sind momentan auch im Zügelstress und wie oben erwähnt, kommt bald ein Geschwisterchen. Wie sollen wir reagieren? Hab manchmal das Gefühl sie hat ein rieses Chaos im Kopf. Hattet ihr auch so Phasen? Was hat euch geholfen? Ich habe grad riesen Panik vor dem zweiten Kind :|

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Amaryllis
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Re: 2 Jährige - Trotzphase bis zum Erbrechen

Beitrag von Amaryllis » Sa 14. Sep 2019, 18:06

Ich wollte nicht wegklicken...
Meine Tochter hatte in dem Alter auch so Phasen, sie hat geschrien ohne zu atmen bis sie blau angelaufen ist und weggekippt ist..
Ich weiss gar nicht mehr so genau, ich vergesse solche Sachen. Ich kann dir aber versichern, alles kommt gut, auch mit zwei Kindern, und in ein paar Jahren wirst du diese Phase schon fast wieder vergessen haben. Viel Kraft!

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Re: 2 Jährige - Trotzphase bis zum Erbrechen

Beitrag von tantchen » Sa 14. Sep 2019, 19:13

Anscheinend hat sie eine ausgeprägte Meinung darüber was sie will und was nicht. :wink: Ich kann mir gut vorstellen, dass es ein Spagat ist das "Richtige"zu machen. Und das gibts auch nicht. Ich habe zwar keine Erfahrung mit so extremen Situationen. Aber ich erinnere mich, dass die Trotzphase wirklich anstrengend war und nicht immer nachvollziehbar. In dem Alter kann alles zum Anfall verleiten.
Wenn du auf dich achten musst, lass sie und bleib bei ihr. Wenn du das Gefühl hast, Abstand zu nehmen geh ein wenig weg und behalte sie im Auge. und man muss es als Eltern und Kind einfach aushalten, dass nicht alles immer nur in gegenseitigem Einvernehmen abläuft. Wenn sie so stark trotzt, dass es zum Erbrechen kommt, ist das wohl unangenehm aber nicht bedrohlich.

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Re: 2 Jährige - Trotzphase bis zum Erbrechen

Beitrag von swam » So 15. Sep 2019, 00:08

Ich denke, Trotzennist das eine, das andere sind 2 grosse Veränderungen, die auf sie zukommen. Das spürt sie und bedeutet für sie in 1. Linie eine grosse Unsicherheit. Einerseits natürlich das Geschwisterchen, andererseits darfst Du den Umzug nicht vergessen. Wie zogen um, als unsere Kleine knapp 4 Jahre alt war. Wir zogen innerhalb der Gmeinde um in eine Eigentumswohnung, deren Bau wie von Anfang an mitberfolhen konnten. Die Kinder freuten sich sehr, Die Kleine hatte aber grosse Mühe. Sie war Wochen vorher schon seeeehr anhänglich, wollte z.B. nicht mehr alleine im Ballett bleiben, das vorhee aber über Monate kein Problem war etc etc. Auch konnten wir längere Zeit nicht bei der alten Wohnung vorbei fahren, weil sie dann so weinen musste.
Aus meiner Sicht reagiert sie wohl momentan so extrem auf gewisse Situationen, weil sie sich sehr unsicher fühlt. Sie sucht Eure Nähe, in dem sie z.B. getragen werden möchte.
Gibt es Möglichkeiten, ihr sonst noch mehr Nähe zu geben?

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Re: 2 Jährige - Trotzphase bis zum Erbrechen

Beitrag von ausländerin » So 15. Sep 2019, 21:56

Meine Tochter hatte auch ausgeprägte trotzphase - mit langem schreien, auch manchmal bis zu erbrechen, blau anlaufen usw. Bei spaziergängen haben wir oft noch trage dabei und konnten sie jederzeit auf der Rücken nehmen. Kiwa hat sie immer verweigert. Die spaziergänge wurden grundsätzlich einfach ab dem moment wenn sie grossgenug für kleinste laufrad war (so mit 2.3-2.5 j). Dann mussten wir schauen dass wir schnell genug waren. Eventuell wäre es auch schon für euch - wenn sie viel energie hat, kann sie es eventuell schnell lernen.

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Re: 2 Jährige - Trotzphase bis zum Erbrechen

Beitrag von däneli » Mo 16. Sep 2019, 13:43

Ich dachte mir schon schon, dass es evtl. mit all den Umstellungen etwas zu viel sein könnte. Ist es ja schon für mich :-S Kann da Cranio oder Kinesoiologie helfen? Heute war es nicht beim Spaziergang sondern als ich sie ins Auto setzen wollte. Auch wieder mit schreien bis zum würgen :-( @swam ich wüsste nicht wie ich ihr noch mehr Nähe geben kann.. Wenn Papa da ist, werd ich sogar Weggestossen oder Weg geschickt. Sonst versuch ich so oft wie möglich mit ihr zu kuscheln, Bussi zu geben und sie in den Schlaf zu begleiten.

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Re: 2 Jährige - Trotzphase bis zum Erbrechen

Beitrag von Chrissie » Fr 4. Okt 2019, 22:27

Wir hatten / haben auch Phasen in denen Junior unbedingt getragen werden will. Besonders wenn er müde ist will er dann ganz sicher nicht in den Kinderwagen (obwohl er generell nichts gegen den Wagen hat).

Ich habe dann irgendwo etwas schönes dazu gelesen: dass das Kind einfach die Nähe braucht die es beim tragen kriegt.

Ich habe ihn dann getragen (auch hochschwanger auf dem rücken) oder wir sind gemeinsam hingesessen und haben einen Apfel gegessen bis er wieder laufen wollte.
Junior März 2017
* Juni 2018 (10 SSW)
J April 2019

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Re: 2 Jährige - Trotzphase bis zum Erbrechen

Beitrag von Bleistift79 » Fr 4. Okt 2019, 23:00

dändeli,
ich habe vier Kinder durch die Autonomie-Phase begleitet und es war nicht immer einfach. Grad wenn das Kind so heftig reagiert, wie mit erbrechen.
Meine Strategie war aber eigentlich immer die Gleiche: Gefühle spiegeln, umlenken, ablenken oder Alternativen bieten.
Bei der Situation mit dem spazieren gehen, da hätte ich es vermutlich so gelöst.
Gefühle gespiegelt: du möchtest jetzt sofort getragen werden.
umgelenkt: oh, eine Pause täte mir jetzt auch gut und weisst du was, ich brauche jetzt einen Stück Wasser und ein Darvida. Setz dich doch zu mir und wir machen zusammen Pause, dannach schauen wir weiter.
Lg

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