Kinderwunsch mit Endometriose

Schwanger oder noch nicht?

Moderator: Minchen

caro1976
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Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von caro1976 »

Hallo

Es würde mich interessieren, ob es hier eigentlich auch Frauen gibt, die Endometriose haben - und wie ihr damit umgeht. Ich habe den Eindruck, dass das hier auf dem Forum überhaupt kein Thema ist - dabei wird ja geschätzt, dass bei fast der Hälfte der Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch (also nach 1 Jahr) Endometriose schuld ist. Darum hab ich das Gefühl, eigentlich müssten es rein statistisch auch hier einige geben mit dieser lästigen Diagnose...

Meine zweite, wichtigere Frage: Wie geht ihr damit um? Wie lange versucht ihr es (oder habt es versucht), auf natürlichem Weg schwanger zu werden? Stösst ihr auf Verständnis im Umfeld - oder schauen auch die meisten etwas "ghüslet" (Endo - was?), wenn ihr davon erzählt?

Bei mir wurde in meiner ersten Kinderwunschzeit eine Zyste entdeckt, bei der Bauchspiegelung wurden weitere kleine Herde entdeckt. Danach versuchten wir es erstmal mit Clomid, dann IUI, dann hatte ich vorerst genug von Ärzten und brauchte eine Pause - und wurde schwanger! Meine wunderbare Tochter ist bald 2. Lange habe ich gestillt und nahm eine Pille, die die Blutung unterbindet. Darum musste ich mir sehr lange gar keine Gedanken machen über diese Krankheit. Darüber war ich sehr froh, und lange wollte ich mich auch nicht noch einmal auf dieses Auf-und-Ab der KiWu-Zeit einlassen. Doch jetzt möchten wir ein zweites Kind und im Juni habe ich die Pille abgesetzt - und jetzt muss ich mich nach diesen zwei Jahren Verdrängung wieder mit der Diagnose Endometriose auseinandersetzen. Unterdessen sind alle im Umfeld mit gleichaltrigen Kindern wieder schwanger oder haben schon geboren, nur ich nicht! Natürlich bin ich enorm froh, dass ich Mutter bin und weiss, dass ich schwanger werden kann (vor der SS hatte ich nach der Diagnose sehr grosse Zweifel darüber), doch die Aussage meiner Ärztin "Am besten, Sie würden gar nie mehr bluten" gibt dieser zweiten KiWu-Zeit doch einen rechten Druck. Jetzt weiss ich nicht so recht, wie schnell ich wieder in eine KiWu-Klinik oder zu einer Spezialistin soll, denn das war schon sehr belastend, auch zeitlich (so lange Wartezeiten...). Auch die dauernde Kontrolle über meinen Körper fand ich zermürbend. Vorerst mache ich einfach Ovu-Tests und unterstützend Akpunktur. Naja, die Jüngste bin ich auch nicht mehr, das kommt noch dazu!

Wie macht ihr das? Gelingt es euch, gelassen zu bleiben - und wie?

Ich hoffe auf einen Austausch - in meinem Umfeld kenne ich niemand Betroffenen.

Liebe Grüsse,
caro1976

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mokushka
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von mokushka »

hallo caro1976,
natürlich ist endometriose ein thema hier. schau' doch 'mal in der kinderwunsch plauderecke:
http://www.swissmomforum.ch/viewtopic.p ... 2&t=179200
da sind einige frauen mit endo in kiwu-behandlung.

hier im ICSI-forum bin ich nicht sicher, da ist es des öfteren schlechte SG's. aber ebenfalls ein versuch wert für einen austausch:
http://www.swissmomforum.ch/viewtopic.php?f=35&t=178974

alles gute!

Mivida
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von Mivida »

Hallo caro1976

Ich würde mich sehr über einen Austausch freuen! Bei mir wurde die Endometriose diesen Juli festgestellt. Ich war überrascht, obwohl ich schon viel von der Erkrankung gehört hatte. Eigentlich hatte ich recht wenig Symptome - bis auf den unerfüllten Kinderwunsch... Die Herde und Zysten wurden laparoskopisch entfernt und mir wurde eine Anmeldung in der Kinderwunsch-Sprechstunde empfohlen. Den Termin haben wir allerdings erst im Dezember. Bis dahin probieren wir es erst mal auf 'natürliche' Weise weiter. Bei mir wäre es das erste Kind. Die Warterei belastet mich mal mehr, mal weniger... Diesen Zyklus war ich insgesamt 3x zur Ultraschallkontrolle, aber leider sieht es nicht so aus, als hätte überhaupt ein Eisprung stattgefunden. Also wieder nichts diesen Monat :( . Akupunktur hatte ich vor der Diagnosenstellung schon einmal ein paar Wochen ausprobiert und hatte das Gefühl, dass es mir gut getan hat. Ich überlege schon, es an nächstem Zyklus wieder zu probieren. Ausserdem habe ich meine Ernährung etwas umgestellt, nach dem Motto ' nützts nüt, so schadts nüt' :wink: .
Auf jeden Fall hat es mir grad etwas Mut gemacht, dass es bei Dir schon einmal spontan geklappt hat! Vielleicht mögen ja noch andere Betroffene mitschreiben?

Liebe Grüsse
Mivida

Jila
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von Jila »

Es gab hier mal einen guten Endo-Thread, leider ist der nicht mehr vorhanden:-( Es hat aber einige Frauen hier im Forum, die mit dieser Diagnose konfrontiert sind. Ich bin eine davon. Nachdem ich 20 Jahre Schmerzen hatte bei der Mens und die Ärzte meinten, dass sei halt normal ich solle mich nicht so anstellen, wenn ich ein Kind bekäme, hätte ich dann noch ganz andere Schmerzen, hat mich im Dezember 2011 endlich ein Arzt ernst genommen und operiert, nachdem wir bereits 2.5 Jahre erfolglos für ein Baby geübt haben (und ich auch langsam aber sicher in die Jahre komme;-). Ich durfte dann kurz nach der OP ss werden. Da ich bereits nach der Geburt wieder Panik vor der Endo hatte, haben mein Mann und ich entschieden, es mit der Verhütung nicht ganz so genau zu nehmen. Ja bin ich schon wieder in der 24. SSW.

Wir haben im Umfeld niemanden gross vom KIWU erzählt und von Endometriose hat sowieso niemand eine Ahnung. Und lang und breit erklären, mochte ich das auch nicht. Mittlerweile lässt mich die Krankheit etwas kalt, da wir hoffentlich bald das zweite Wunder gesund in den Armen haben dürfen. Da aber evt. irgendwann mal ein 3. Kind ein Thema sein könnte, werde ich dann nach der Geburt mich mal genau erkundigen, ob ich eine Pille nehmen kann, mit der ich die Mens mehrheitlich unterdrücken kann.

Ich wünsche allen Betroffenen alles Gute und dass es ganz bald mit einer SS klappt!

Lg Jila
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plusminus
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von plusminus »

Hallo!
Bei mir wurde vor ca 18 Monaten Endometriose diagnostiziert. Ich habe eine sehr gute, gelassene, aber ernst nehmende Frauenärztin. Sie riet mir von chirurgischen Eingriffen vorerst ab, da ein Eingriff nie ohne Risiko verläuft und die Vernarbungen nicht zu unterschätzen sind. Ich habe dann ein Jahr lang die Visanne genommen, welche extra für die Endo getestet wurde. Auch wenn sich in verschiedenen Foren viele über die Nebenwirkungen beklagen, hat sie bei mir sehr gut gewirkt. vor 7 Monaten wollte ich dann mich dem Kinderwunsch widmen. Meine Frauenärztin meinte, ich solle es zuerst natürlich versuchen, eigentlich sei die Möglichkeit schwanger zu werden gar nicht so gering mit Endo. Ich wurde prompt im ersten Übungszyklus schwanger. Musste leider mein Sternchen aber in der 7. Woche ziehen lassen. Doch dennoch hatte es etwas beruhigendes, ich wusste, dass es nicht unmöglich ist.
nun bin ich bereits wieder schwanger (5. ÜZ nach FG) in der 5. Woche. Ich hoffe dass es bleibt! auf alle Fälle: es ist nicht unmöglich mit Endo schwanger zu werden!!!
Meine FÄ meinte, sobald man das erste Kind geboren hat, schwemmt man alle Herde aus bei der Geburt. Wenn ihr danach also hormonell die Mens unterdrückt, solltet ihr beim Kinderwunsch keine Schwierigkeiten haben.
Meine FÄ wollte mich nach 1 Jahr üben ins KiWu Zentrum schicken, was ich auch einen normalen Zeitraum finde. und bin jetzt froh, mir Zeit genommen zu haben. Zudem schwört meine FA auf homeopathie!
Ich wünsch euch allen echt viel erfolg beim Kinderplanen und vor allem schmerzfreie Zwischenzeit!
Das ist nämlich das, was mich persönlich am meisten fertig macht bei der ganzen Endogeschichte. Ich hab verschriebene starke Medikamente um die Schmerzen in den Griff zu kriegen, war jedoch schön jeden Monat Ohnmächtig vor Schmerzen... Doch sobald man den positiven SST in den Händen hält, spielt das alles irgendwie keine Rolle mehr :)
die besten wünsche
Plusminus
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Jila
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von Jila »

@plusminus: Auch ich wurde bereits vor der Endo OP schwanger, musste aber das Baby auch ziehen lassen. Mein FA meinte eben, dass durch die Endo quasi wie der Körper vergiftet werde (einfach gesagt) und dementsprechend auch das Baby betroffen sein kann bzw. durch die Giftstoffe angegriffen werden kann.
Ich wünsche Dir ganz fest, dass euer Krümel dieses Mal bei euch bleibt!!
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Blüämli91
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von Blüämli91 »

Möchte dir und anderen Endo-Betroffenen Mut machen.

Bei mir wurde die Diagnose vor knapp 3 Jahren gestellt, aber nicht weil ich einen unerfüllten Kinderwunsch hatte, sondern weil ich extremste Schmerzen während der Mens hatte. Mein FA machte nicht lange und entfernte die Herden bei einer Laparoskopie. Nach der OP wartete ich auf meine Mens, um mit der Pille zu beginnen, die kam dann allerdingst 9 Monate lang nicht mehr :wink:
Mein FA meinte, wenn ich die Pille einfach ohne Pause durchnehme und vielleicht nur 2-3 Mal pro Jahr eine Blutung haben, wäre das Risiko, dass die Endo wieder zurückkommt sehr gering.
Ich denke aber auch, es kommt auf der Schweregrad der Endo an und ob die Eileiter betroffen sind oder die Eierstöcken.
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<3 Wir freuen uns auf ein 3. Wunder! ET: 01.08.2018 <3

caro1976
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von caro1976 »

Hallo liebe Frauen

Danke für eure Antworten! Schön, dass es doch bei vielen einigermassen schnell geklappt hat auf natürlichem Weg, schwanger zu werden! Der Schweregrad spielt klar eine Rolle, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, SS zu werden. Wie gesagt waren es bei mir zwar nur drei kleine Herde und die Zyste, aber ohne OP wäre es nicht möglich gewesen,SS zu werden. Dass nach der Geburt alle Herde weggeschwemmt würden, hat mir meine Ärztin nicht gesagt - im Gegenteil: Sie meinte, wenn eine Frau eine Disposition für Endo hat, steige mit jeder Blutung das Risiko, dass sie wieder entsteht. Darum eben möglichst gar nie mehr eine Blutung. Darum bin ich ein bisschen im Dilemma, wie lange wir noch warten sollen, auf natürlichem Weg schwanger zu werden (jetzt 3. ÜZ) - ich weiss auch nicht, ob ich bereit wäre, wieder in die KiWu-Klinik zu gehen fürs zweite Kind.
Davor nahm ich Cerazette, die nimmt man durchgehend (muss offenbar auch keine Pause machen, meine FÄ meinte, das sei früher gemacht worden, aber es habe sich gezeigt, dass sich der Körper auch ohne solche Pausen gut wieder auf den Zyklus einstelle, wenn man ganz absetzt für KiWu.), zudem konnte ich damit auch stillen. Schwierig ist bei mir auch, dass ich unterschiedlich lange Zyklen habe, diesmal stieg erst am 21. Tag der LH-Wert, d.h. ca. 35 Tage-Zyklus. Übrigens hatte ich vorher auch immer Schmerzen bei der Mens, bis zum Ko... Diese 3x seit Absetzen der Pille gar nichts, ich hab gar nichts gespürt, was vor der Geburt nie der Fall war!

Alles Gute euch allen!

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plusminus
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von plusminus »

Hallo ihr Lieben
Ich finde es immer wieder erstaunlich wie viele unterschiedliche Informationen, Meinungen und "Wissen" zum Thema Endometriose im Umlauf sind. Was ich auf jeden Fall jedem Betroffenen wünsche, ist dass es klappt mit dem Kinderwunsch und dass man so schmerzfrei wie möglich sein kann.
Die "Vergiftungstheorie" liegt mir aber schon noch ziemlich auf. und irgendwie macht sie nach meinem Wissenstand auch keinen Sinn. Endo heisst ja nicht, dass wir irgendwelche zusätzlichen oder fremde Stoffe im Körper entwickeln, sondern dass es eine Schleimhautüberproduktion gibt und diese Schleimhaut sich zusätzlich ausserhalb der Gebärmutter ansetzt. das scheint mir deswegen nicht ganz klar, wie man da ein Baby "vergiften" sollte?
Ich denke das wichtigste ist, die Hoffnung nicht zu verlieren und auf seinen Körper und sein Gefühl vertrauen. Die Vielfältigkeit der Aussagen von Ärzten und Betroffenen zeigt, dass es noch keine Klaren Erfahrungswerte gibt. Daher empfinde ich den Austausch untereinander als sehr hilfreich, dennoch aber auch gefährlich sich gegenseitig zu verunsichern. Wir sollten uns Mut machen und von positiven Berichten und bei Negativem unterstützen...
@ Caro: wenn du früher starke Mensschmerzen hattest, klingt es ja so, dass noch keine neuen "grossen" Herde vorhanden sind. Eine Alternative, welche mir meine FA angeboten hatte, war abwechslungsweise 3 Monate Visanne und dann 3 Monate versuchen schwanger zu werden... Wäre das eine Option für dich? ich denke das wäre auch mit Cerazette möglich?
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von sünneli81 »

Hoi Zäme. Auch ich bin von Endo betroffen und habe bereits 2 Bauchspiegelungne hinter mir. Die erste wurde aufgrund einer Zyste gemacht, wobei Endo dann die Zufallsdiagnose war. Nach der zweiten Endo- OP im Februar 2012 habe ich dann bis im August die Visanne gehabt, mit welcher ich keinerlei Nebenwirkungen hatte. Nach meiner Hochzeit im August 12 setzte ich sie ab, weil ich schwanger werden wollte. GG und ich waren über 4 Monate ganz regelmässig in Akupunktur ehandlung, was einerseits meinen Zyklus super regelmässig machte und auch sonst einen guten Einfluss hatte (Blutungsstärke etc). Parallel waren wir auch im KIWU-Zentrum, da GG gleichzeitig ein nicht so tolles Spermiogramm hatte. Wir wollten dann diesen Februar mit Hormonbehandlung beginnen (dann hätten IUI's gefolgt etc). Tja und noch während des Wartens, dass meine Mens kommen würde um mit den Hormonen beginnen zu können, kam die Mens nicht und ich testete positiv :-))
Nun bin ich in der 36. SSW

Ich hatte Endo Grad 1.

Ich empfehle sonst die Seite der Endometriose - Liga. Zu viele FA's haben nicht wirklich Erfahrung bzw Ahnung von Endo. Daher würde ich immer gleich eine Klinik mit Endospezialisten aufsuchen.

Nach der SS werde ich auf keinen Fall eine Pille nehmen, ich werde wie auch vorher seit Jahren mit Ladycomp verhüten. Ich hatte mit sämtlichen Verhütungspillen nur immer Probleme und habe keine Lust mehr darauf. Ich werde auch weiterhin mit Akupunktur und TCM arbeiten....ich bi überzeugt, dass es nicht zwingend ist, dass die Endoherde neu entstehen...

Ich wünsche euch allen viel Kraft und Durchhaltewillen und auch dass es mit ss werden klappt ..

Lg

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mayura
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von mayura »

Es gab mal einen Thread zum Thema Endometriose. Er ist zwar nicht mehr wirklich aktiv, aber du kannst ja mal ein bisschen darin lesen, wenn du möchtest:
http://www.swissmomforum.ch/viewtopic.p ... 8&t=148232

Ich selber bin auch von Endo betroffen. Nach 1 Jahr erfolglosem Üben, hat meine FÄ bei einem Untersuch einen Endoherd an meinem Muttermund entdeckt. Ich hatte ausser dem unerfüllten Kinderwunsch keine Symptome, die auf Endo schliessen liessen. Es gab dann eine Bauchspieglung und es wurden insgesamt drei Herde gefunden und entfernt. Nach der OP nahm ich für drei Monate die Pille Visanne, damit die Herde nicht gleich wieder von neuem zu wachsen beginnen. Nach Absetzen der Pille wurde ich dann im 2. ÜZ schwanger. Nach der Geburt habe ich mit der Pille Cerzatte verhütet und hatte dadurch auch keine Blutung. Nun hoffe ich ganz fest, dass die Endo nicht wieder gewachsen ist.....wir hätten nämlich gerne noch ein Geschwisterchen. :wink:
Ich kenne deine Ängst bzgl. schwanger werden sehr gut! Auch ich mache mir viele Gedanken, was ich tun soll, wenn es nicht gleich klappt. Wie du richtig schreibst....jede zusätzliche Blutung erhöht die Chance, dass die Endo wieder zu wachsen beginnt. Deshalb werde ich wohl nicht allzu lange abwarten (ca. 3 Monate), bis ich mich wieder bei der FÄ melden werde, auch wenn es mir vor den vielen Arztbesuchen, etc. graut. Aber ich hoffe ganz fest, dass das gar nicht nötig sein wird! :wink:

In meinem Umfeld hatten auch die wenigsten eine Ahnung von Endo. Ich habe aber immer sehr offen darüber gesprochen und weiss mittlerweile auch von anderen Frauen, die Endometriose haben.

Jila
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von Jila »

@plusminus: Ich wollte Dich nicht verunsichern mit meiner Vergiftungstherorie. Mein FA meinte eben, dass diese Schleimhaut die sich ausserhalb der GM ansetzen kann, ja auch monatlich bluten kann und dass das altes Gewebe sei, dass eigentlich mit der Mens ausgeschieden werden sollte. Dadurch kann diese Schleimhaut scheinbar eben toxische Stoffe entwickeln. So in etwa hat er mir das erklärt... .
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caro1976
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von caro1976 »

Liebe Frauen

Vielen Dank für Eure Meldungen! Ich bin immer noch am Lesen des Beitrags "Endometriose Erfahrungsaustausch". Da haben ja einige von euch schon mitgeschrieben. Ich finde es wirklich aufmunternd, dass doch recht viele Frauen mit Endometriose so schnell schwanger wurden nach der OP und der Weg nicht bei allen IUI/IVF/ICSI war! Bei mir hats ja beim ersten Kind auch irgendwann natürlich geklappt - fürs zweite hoffe ich noch. Wir haben uns jetzt aber entschieden, im nächsten Monat zur FÄ zu gehen, um den Zyklus hormonell zu regulieren, damit er nicht mehr so lange ist. Ich hoffe , dass sie das macht und wir nicht schon dafür zur KiWu-Ärztin müssen, das wäre mit so viel mehr Aufwand verbunden - der Weg, lange Wartezeiten, wahrscheinlich müssten wir auch eine Weile warten, bis wir überhaupt einen Termin hätten...
Ich wünsche euch alles Gute und wenig Schmerzen!
Liebe Grüsse
caro1976

whity
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von whity »

Liebe Caro,

ich habe mich soeben hier angemeldet.

Bei mir wurde damals mit 19 Jahren Endometriose nach einer Bauchspiegelung diagnostiziert.
Seit damals nahm ich immer die Pille um die neuerlichen Wucherungen zu unterbinden.
Habe dann über die Jahre durch die Pille schreckliche Migräne bekommen.
Im 2010 habe ich trotz der Endo einfach die Pille abgesetzt, da ich sogar Selbstmordgedanken hatte, weil ich fast wöchentlich 1-3 Tage Hölle durchmachte.
Fazit: Migräne weg, jedoch nach knapp 6 Monaten blutete ich plötzlich aus dem Bauchnabel während der Mens.
Ich bin natürlich sehr erschrocken und der Untersuch bestätigte es- die Endo ist wieder da. So schnell ist sie wieder gewuchert.
Ich bekam dann eine andere Pille, die natürliche Hormone hat und deshalb keine Migräne auslöst. Sie heisst Qlaira und hat prima funiktioniert.
Im 2011 haben wir geheiratet und im September 2012 die Pille abgesetzt weil wir bereit für ein Kind waren.
Ich war damals 31 Jahre alt. Kurz danach fing das Bluten aus dem Nabel wieder an, weshalb ich unters Messer kam und man mir die Endo aus dem Nabel operiert hat.
Ich weiss ja schon lange das es bei uns mal schwierig werden wird, wegen der Endo und wir machen uns deshalb keinen Druck und haben auch schon darüber gesprochen wie weit wir gehen werden- wenn es nicht natürlich klappt.
Trotz dieser entspannten Einstellung und keinem krampfhaften Sex hat es bis jetzt auch noch nicht geklappt.
Ich habe jedoch seit diesem Jahr einen FA der spezialisiert ist auf Endo und der macht mir viel Hoffnung das es doch noch wird.
Wenn nicht werden wir mal Ende dieses Jahres ein paar Untersuchungen machen und dann allenfalls wiedermal ne OP (hatte so einige die letzten Jahre)
Ich bin guter Hoffnung das es klappen wird und wenn nicht- soll es wohl nicht sein.
Mein Mann und ich, da bin ich sehr froh, wären zwar sehr gerne Eltern, wollen jedoch unser Lebensglück nicht davon abhänig machen.
Und obwohl es manchmal ein wenig traurig ist, jetzt wo alle rundherum schwanger werden, bin ich guten Mutes das wir das auch schaffen.

Ich hoffe sehr für dich das euer Wunsch in erfüllung geht, jedoch hoffe ich auch das ihr wenn nicht- das Leben geniesst mit eurem Kind. Das ist bereits ein Geschenk- von dem wir vielleicht für immer träumen werden. ;-)
Von Herzen viel Glück und Zuversicht!

Lieber Gruss Whity

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Desi
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von Desi »

Hallo

Ich gehöre auch zum Endo-Club! Bei mir wurde die Endometriose bei der OP meiner Eileiterschwangerschaft festgestellt. Diese war wohl auch der Grund für die ELSS :(

Wie du an meinem Ticker siehst, wir üben schon sehr lange. Das Hauptproblem war immer, dass ich keinen Eisprung hatte, wahrscheinlich wegen PCO (ich bin wirklich gesegnet mit solchen Krankheiten :roll: ). Im Nachhinein frage ich mich aber, ob das Ausbleiben des Eisprunges nicht auch durch die Endometriose verursacht wurde. Da ich nie besonders starke Schmerzen während der Periode hatte, bestand natürlich nie ein Verdacht auf Endometriose. Meine erste sehr unfähige Frauenärztin, die ich wegen dem unerfüllten Kiwu konsultierte, war immer der Meinung, ich solle einfach abwarten, das komme dann schon (und das bei Monsterzyklen zwischen 50 und 80 Tagen, Rekord bei 160 Tagen!). Kein Bluttest, nichts. Von der nächsten Ärztin bekam ich dann Clomi, hat aber nichts gebracht. Dafür hat sie wenigstens das PCO entdeckt. Schwanger wurde ich dann auf natürlichem Weg, aber ja...es sollte nicht sein :cry: Jetzt habe ich zu allem anderen auch noch einen Eileiter weniger...

Aktuell nehme ich die Visanne zur Behandlung der Endo, wie es danach weiter geht wissen wir auch noch nicht. Was mir Angst macht, ist dass die Endo ja theoretisch bereits nach 1 oder 2 Monaten wieder zurück sein kann, dann war ja die ganze Behandlung für die Katz :|
Meine ★★★★ für immer im Herzen (Juli 13, Februar 15, November 16 & November 18)

Lourdes
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von Lourdes »

hallo miteinander

Ich wurde auch längere Zeit nicht schwanger. Nach ca 2J haben Abklärungen ergeben, dass ich leichte Endometriose hatte. (Aber ob wirklich dies der (einzige) Grund war, dass ich nicht schwanger wurde glaub ich in meinem Fall nicht (hatte auch mangelnde Eizellreifung)). Mit IV hats jedoch gleich beim 1. Mal geklappt. Deshalb versuchen wir es gar nicht wieder selber sondern starten demnächst wieder mit IV.

was ich euch aber eigentlich mitteilen wollte: ich hatte nach der Schwangerschaft NULL Schmerzen mehr bei der Menstruation. Früher war es jeweils ein halbes Sterben und nun ein Hauch von Nichts :lol:
Scheints liegts an der hohen Progesteronausschüttung während der SS.
Alles Gute Euch!

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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von Akiko »

Hallo caro76
Auch ich bin eine Endo-Geplagte! Ich hatte so ab Anfang 20 immer stärker werdende Schmerzen, nicht nur während, sondern auch zwischen der Mens, die mit der Zeit gar nicht mehr weggingen. Dazu kamen auch Zwischenblutungen, das Ganze hat mich unglaublich niedergedrückt, ich glaube, ich bin damals knapp um eine Depression rumgekommen... :? Da gabs dann auch die Diagnose Endometriose. Da ich die Pille zu der Zeit nicht nahm, haben wirs mal hormonell zu unterdrücken versucht, was zum Glück auch geklappt hat. Es wurde gar nie ein operativer Eingriff vorgenommen. Mir wurde aber auch immer - und von mehreren Seiten her - prognostiziert, dass es für mich schwer werden würde, überhaupt ss zu werden. Als ich die Pille abgesetzt hatte, hab ich nicht grosse Hoffnung gehabt, überhaupt ss zu werden. Schmerzen waren schnell wieder da, Zwischenblutungen auch. Letztere haben dann auch eine spontane Ss verschleiert, Ich hab dann erst im 4. Monat herausgefunden, dass ich ja ss bin... 8) Das war wirklich eine grosse Ueberraschung und ein Wunder! Ein Jahr nach der Geburt hab ich schon wieder die ersten Schmerzen bekommen, bin dann aber auch gleich wieder ss geworden. Im letzten Jahr hatte ich schon eine Weile meine Symptome wieder, der KiWu war aber nach zwei Kindern abgeschlossen. Wir waren aber einmal nachlässig mit der Verhütung - und schon war Kindlein 3 unterwegs :shock: Seltsam, bei mir hats trotz Endo nie viel gebraucht, um ss zu werden. Ich habs wohl symptomatisch stark, aber wenig Verwachsungen, keine Ahnung, bin aber dankbar dafür.
Wies jetzt weitergeht, weiss ich nicht. Ich versuche, jetzt mich nicht schon im Voraus darauf zu versteifen, dass die Schmerzen wieder kommen, sondern geniesse die schmerzfreie Zeit. Wie gehts euch Frauen, bei denen die Familienplanung abgeschlossen ist? Seid ihr schmerzfrei?

Schön, dass es bei euch auch spontan geklappt hat. Und sehr wohl möglich, dass ihr fürs zweite Kind nicht mehr so lange warten müsst. Die Ss war ja schon etwas Therapie für den Körper. Schwierig find ich halt, was alles im Kopf ablaufen kann. Ich hab mir sooo oft eingeredet, ich werde wohl niiiie Kinder haben, einfach wegen der Diagnose, den Kommentaren der Aerzte, den ergoogelten Beiträgen... Hab mich da retrospektiv gesehen oft selber lahmgelegt und runtergezogen... Von dem her kann man bei mir jetzt nicht sagen, dass meine negative Einstellung und Verkrampftheit eine psychische Blockade gegeben haben, gleichwohl denke ich, etwas mehr Optimismus wäre mir während der Zeit gut gestanden... :wink: In dem Sinne wünsch ich dir, dass du auch optimistisch nach vorne blicken kannst, dich daran festhalten kannst, dass dein Körper den Rank selber gefunden hat beim ersten Kind und die Chance doch deutlich vorhanden ist, dass es auch bei Kind Zwei klappt. Ist aber sicher gut, mal zur FA zu gehen.

Leila88
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von Leila88 »

Hallo zusammen,bin auch eine mit endometriose!
Wir sind jetzt schon 3.5 jahre in der kinderwunschphase.
Letzten sommer wurde beim mir die endo.endeckt da ich eine notop wegen einer geplatzten zyste hatte!danach musste ich 3monate visanne nehmen um dann würden die verwachsungen entfernt...danach wieder 3monate visanne nehmen und jetzt seiht anfang jahr im kinderwunschzenter.
Eigentlich würde und geraten 3 versuche mit insemination zu mache, aber wir konnten nur eine durchführen da bei zwei 3 eibläschen angereift waren und dann wird es nicht durchgeführt.
Da unsere psychen nicht mehr so mitspielen haben wir uns entschieden in die ivf zu gehen.
Diesen monat war es soweit,leider wurde eine eierstockzyste entdeckt und es konnte nicht begonnen werden.leider habe ich immer noch schmerzen und habe angst,dass diese bleibt!
Hat jemand auch zu kämpfen mit zysten vor der ivf?

Liebe Grüsse

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Hydrangea
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von Hydrangea »

Liebe Leila
Mit Zysten vor der IVF kann ich nicht dienen... bei mir wurde mit 15 die erste Eierstockzyste entfernt, einen Monat später war wieder eine 6 cm grosse da... daraufhin folgten Hormonbehandlungen. Ein Jahr später wieder OP wegen starker Schmerzen, dann Diagnose Endometriose. Bis ich 22 war folgten diverse Hormonbehandlungen und gegen die 16 OPs.
Bei der letzten wurden gleichzeitig die Eileiter durchgespült, danach bekam ich Hormone für den Zyklus und wurde sofort schwanger. Bei meinem 2. Kind hats dann spontan nochmals geklappt. Die Kinder sind mittlerweile 12 und 10 und ich versuche nun seit 16 Monaten erneut schwanger zu werden, da ich mich zwischenzeitlich habe scheiden lassen und noch mals geheiratet habe.
Vor gut einem Monat landete ich wieder im OPs, man fand erneut einen Endomeriose-Herd. Gleichzeitig wurden wieder die Eileiter geprüft, einer ist mittlerweile zu... aber der andere noch tiptop intakt... auch sieht sonst alles gut aus, dass wir es weiterhin auf normalem Wege versuchen werden. Einfach mit Unterstützung von Hormonen, da bei mir zudem eine Gelbkörperschwäche festgestellt wurde.

Tja wie ich mit der Endometriose umgehe... ich habe auch Schmerzen, oft beginnen sie beim Eisprung, auch habe ich manchmal Schmerzen beim GV... wobei ich sagen muss, dass ich mittlerweile seit 23 Jahren mit diesen Schmerzen lebe... möchte nicht sagen, dass man sich daran gewöhnt aber irgendwie sind sie halt doch ein Teil von mir... Ich glaube grundsätzlich nicht, dass ich vor den Wechseljahren Ruhe haben werde... wobei nach den beiden Schwangerschaften wars doch immerhin für 8 Jahre besser.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück mit der IVF und vor allem ganz viel Sonnenschein für deine Psyche, denn auch wenn ich nicht "künstlich" nachhelfe weiss ich wie belastend ein unerfüllter Kinderwunsch ist!
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Leila88
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Re: Kinderwunsch mit Endometriose

Beitrag von Leila88 »

Vielen dank für deine anwort,du hast aber sehr viel durchgemacht!
War den deine endometriose vor deinen kindern nicht so schlimm ausgeprägt?
Uns haben sie nach der op geraten nachzuhelfen,manchmal denke ich wäre einfach schön,nicht alles so nach plan durchzuführen aber dann denke ich auch wieder,ich steh das nicht noch viele monate durch jedes mal diese enttäuschung!

Liebe grüsse

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