Kuhmilch

Rat bei Stillproblemen und Säuglingsernährungsfragen

Moderator: Züri Mami

jupi2000
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Re: Kuhmilch

Beitragvon jupi2000 » Mi 12. Jul 2017, 08:52

Sicher spielts eine grosse Rolle, was eine Kuh frisst. Ist ja logisch.
Noch viel schlimmer ists bei den Schweinen. Was man denen Füttert, ist das Allerletzte. Abfälle aus der Lebensmittelproduktion, alte Ware...ich weiss, wovon ich rede. Hatten früher Schweinezüchter in der weiten Verwandtschaft. War wirklich eklig. Und die Futterbrühe hat gestunken, wäh. Wir essen schon ewig kein Schwein mehr.
Ob das immer noch so ist, weiss ich nicht. Ev. hat sich das Fütterungsgesetz ja geändert.

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Phase 1
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Re: Kuhmilch

Beitragvon Phase 1 » Mi 12. Jul 2017, 09:03

Caperucita da erinnere ich mich an etwas.
Ich hab mal in Ferien von der Tante meines Mannes Milch zum trinken bekommen.
Sie hatte zwei Kühe und zwei Kälber. Die Kälber bleiben bei den Müttern!
Nun war der Mais geerntet worden in den Feldern und weil die Ernte schlecht war hat man die in rauen Mengen den Kühen zum fressen gegeben. Die haben das natürlich sehr gerne gefressen!
Zwei Tage später hatten wir Milch mit extremen Mais Geschmack :lol: :lol:
Das war ungeniessbar!
Wenn ich stillte musste ich immer daran denken.
wenn man fünf Kids hat, dann darf man alles :mrgreen:

Leela
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Re: Kuhmilch

Beitragvon Leela » Mi 12. Jul 2017, 10:34

jupi2000 hat geschrieben:Sicher spielts eine grosse Rolle, was eine Kuh frisst. Ist ja logisch.
Noch viel schlimmer ists bei den Schweinen. Was man denen Füttert, ist das Allerletzte. Abfälle aus der Lebensmittelproduktion, alte Ware...ich weiss, wovon ich rede. Hatten früher Schweinezüchter in der weiten Verwandtschaft. War wirklich eklig. Und die Futterbrühe hat gestunken, wäh. Wir essen schon ewig kein Schwein mehr.
Ob das immer noch so ist, weiss ich nicht. Ev. hat sich das Fütterungsgesetz ja geändert.


So verschieden kann die Wahrnehmung sein. Ich habe als Kind x Stunden abgelaufenen Käse ausgepackt für die Schweine, damit verdienten wir Kinder uns die Ausritte auf dem Bauernhofpferd :wink:
Jep, das war grusig aber ich esse auch heute gerne Schwein und finde es einen Skandal, dass solche Lebensmittelabfälle eben NICHT mehr verfüttert werden dürfen, EU Recht sei dank.
Das Schwein ist ein Allesfresser, heute wird aus diesen Lebensmitteln halt Biogas. Aus meiner Sicht Verschwendung.

caperucita hat geschrieben:wenn man schaut, was für nährwerte etc für milch angegeben wird, so allgemein, wird da kein unterschied gemacht, ob die kuh demeter ist oder ob es irgendeine kuh ist....warum kaufst du denn die vieeeel teurere demeter milch, denner-uht-billigmilch würd doch dann den gleichen job tun, nicht?


Sicher nicht wegen dem Demeter ;-)
Ich finde es gut, dass die Kühe wenig Getreide bekommen und kein Soja.
Nicht homogenisierte Milch ist für mich bekömmlicher und schmeckt besser.
Ich habe am vorherigen Wohnort jeweils Rohmilch direkt vom Bauern geholt, die würde ich am liebsten mögen, ist mir nun aber zu aufwändig zum besorgen.
Die Demetermilch kommt der Rohmilch am nähesten.
Ich trinke Milch hauptsächlich im Milchkaffee aber davon ziemlich viel, komme auf ca. 1l Milch/Tag :oops:
Jedenfalls macht die Milch einen enormen Geschmacksunterschied, nebst dem richtigen Kaffee (den ich aus einer schweizer Rösterei bestelle). Guter Geschmack kostet eben etwas mehr.

caperucita hat geschrieben:ich zweifle überigens die nährwerte in der milch nicht an, ich hab in meinem kommentar nur gesagt, dass es wohl sehr auf die milch ankommt....wenn die kuh hauptsächlich frisches gras gefressen hat, hats wohl nicht die gleichen nährwerte wie wenn es eine kuh ist, die hauptsächlich trockenfutter bekommen hat und nur ganz wenig an der frischen luft war...sowas wird aber nicht gesagt, milch ist einfach milch und sie ist immer gesund weil voller lebenswichtiger nährstoffe, DAS stelle ich in frage


Da sind wir einer Meinung, auch das Fleisch von Weidetieren ist gesünder, als solches von Tieren, die hauptsächlich Getreide gefressen haben. Das wird aber auch nicht speziell deklariert, da muss man sich halt selber informieren.
Nicht biologisch angebautes Gemüse hat auch keinen Warnhinweis wegen den Pestizidrückständen drauf, zum Beispiel ;-)
Oder eine hors sol Tomate enthält sicher auch weniger Vitamine, da kann man schon froh sein, wenn deklariert ist, wie sie angebaut wurde.
Ich verstehe also was du meinst, nur nicht warum es dich bei der Milch so aufregt, wo das m. M. nach doch bei allen Landwirtschaftsprodukten dasselbe ist.
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Re: Kuhmilch

Beitragvon caperucita » Mi 12. Jul 2017, 12:43

doch doch das geht mir bei allem so, aber hier gehts um die milch ;)

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Re: Kuhmilch

Beitragvon Leela » Mi 12. Jul 2017, 16:26

Ach so. Ja gut, für mich ist es logisch, dass biologische Lebensmittel und konventionelle sich etwas unterscheiden (zumindest hoffe ich das) und finde auch, dass man nicht jedem Produkt eine ellenlange Deklaration mitgeben muss. Bisschen Grips sollte man den Konsumenten doch zutrauen...
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Re: Kuhmilch

Beitragvon Nicky88 » Sa 12. Aug 2017, 09:33

Ich finde es gut, dass man hinterfragt. Aber momentan auf Gluten und Milch so herumgetrampelt, zu unrecht finde ich.

Nur ein Beispiel: Mein Neufi bekam eine klassische, gute Aufzucht, was das Futter anbelangt. Er ist ein Allergiker, genau wie seine Schwester. Sie vertragen vieles nicht und bekommen schnell Durchfall (kenne ich von vielen Hundebesitzer so). Mein Rumänischer Strassenhund hingegen hat nie Durchfall, selbst wenn es mal den Miststock plündert. :lol: Der ist sich halt von klein auf, viele verschiedene Nahrungsmittel gewohnt. Ich meine, darauf kommt es an!

Kauf eine gute Milch und vertrau deinem Kind! Mein Sohn trikt seit 4 Jährig kaum noch Milch. Das wird einen Grund haben, denke ich.


Liebe Grüsse
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Re: Kuhmilch

Beitragvon SoNnEnkÄfEr » Fr 8. Dez 2017, 17:58

Phase 1 hat geschrieben:Wir geben Kuhmilch. Erstens weil es eh alle mögen und zweitens weil ich das hier ohne schlechtes Gewissen zu haben auch kann!
Wir holen die Milch direkt vom Bauern aus dem Dorf.
Er hat etwa 20 Kühe und betreibt wie viele andere Bauern auch mutterkuh Haltung.
Heisst die Kälber bleiben ganz ganz lange bei der Mutter auf der Weide.
Er melkt noch einmal abends und morgens. Da so natürlich nicht viel Milch zusammenkommt wird sie nur alle zwei Tage abgeholt.
Wir können sogar die Kühe mit den Kälbern auf der Weide besuchen gehen.

Bei uns ist nur die jüngere Tochter Laktose Intolerant.
Sie isst aber für ihr Leben gerne Käse. Der Rest braucht sie nicht.

Ich hab angefangen halbe halbe zu geben. Also halbe Milch und halbe mit Wasser verdünnt.
Immer mal wieder angeboten.
Wenn es dann genommen wurde dann recht schnell das Wasser reduziert.

Du musst einfach etwas wissen.
Man kann sich Toleranzen ranzüchten!
Wenn man das macht dann kann das verheerend sein!
Meine älteste zum Beispiel braucht ein Medikament das es nur mit Laktose drine gibt. Hätte sie nun wegen mir, weil ich ihr keine Milch gegeben habe, eine Intoleranz dann könnte sie dieses Medikament nicht nehmen!
Von dem her bin ich dafür das es versucht wird!
Stellt sich dann trotzdem eine Intoleranz raus dann kann man drauf verzichten!
Vorher find ich das nicht notwendig.


Phase du erzählst einfach nur Müll, was ich hier so nicht stehen lassen kann ! Entweder betreibt ein Landwirt Mutterkuhhaltung, d.h. die Kälber bleiben bis zu einem gewissen Zeitpunkt bei der Mutter und werden danach geschlachtet - dies dann zur Fleischproduktion (Bsp. Natura Beef, Natura Veal, etc.) oder aber ein Landwirt betreibt Milchwirtschaft. Beides ist nach IP-Standard (roter Käfer) gar nicht erlaubt und macht auch keinen Sinn ! Ausserdem müssen Mutterkühe zwingend in einem Laufstall gehalten werden und dürfen nicht festgebunden werden - ein Melken wäre da unmöglich und völlig absurd dazu. In der Mutterkuhhaltung ist die Milch fürs Kalb gedacht. Und überhaupt werden Kühe IMMER nur morgens und abends gemolken, in jedem Stall. Du hast absolut kein landwirtschaftliches Know-how und gibst wie immer deinen unfundierten Senf dazu ...

P.s. Ich rate dir dringend davon ab zu Mutterkühen mit ihren Kälbern zu gehen - dies kann tödlich enden. Von wegen "auf der Wiese besuchen" .. die romantische Fantasie macht da die Rechnung defintiv ohne die Realität.
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Re: Kuhmilch

Beitragvon SoNnEnkÄfEr » Fr 8. Dez 2017, 18:34

Auch wenn dieser Thread schon ein Weilchen still steht, möchte ich noch einige meiner Gedanken loswerden zum Thema: Grundsätzlich ist es sicherlich nicht vorgesehen, dass der Mensch die Muttermilch einer anderen Spezies zu sich nimmt. Tun kann er dies trotzdem und wohl auch ohne davon Schaden zu nehmen. Früher ging es ums nackte Überleben und da hat bestimmt auch die Milch anderer Spezien geholfen - Hauptsache was im Magen. Die frühere Milch kann aber rein von der Qualität her nicht mit der heutigen verglichen werden. Und auch die Notwendigkeit des Milchkonsums sollte in Frage gestellt werden. Heutzutage werden Kühe dauerträchtig gehalten und als Gebärmaschinen missbraucht. Ist klar: Ohne Kalb, keine Milch. Viele wissen wohl nicht einmal dies ... Deshalb weist die heutige Milch eine um ein ca. 35faches höhere Belastung an Hormonen auf. Dies ist sicherlich ein grosser Kritikpunkt, welcher aber so allgemein unbekannt ist. Und jetzt zum Ethos: Wie wäre es für euch, wenn ihr dauernd schwanger gehalten würded und euer Körper ständig Milch produzieren müsste ? Eine enorme Belastung ??? Richtig. Und dies ist es für die Kühe auch. Früher wurde eine Kuh in einem Milchstall locker 12 Jahre alt. Heute ist sie nach 7 Jahren als Hochleistungskuh reif für das würdevolle Ende auf der Schlachtbank. Dabei spielt es keine Rolle ob konventionell, bio Knospe oder Demeter. In der Demeter Produktion werden die Kühe höchstens früher galt gestellt. Was aber sicherlich wichtig ist zu wissen, dass Bio-Milch einen höheren Anteil an Omega3-Fettsäuren hat und somit "gesünder" ist. Dies ist natürlich, wie schon geschrieben wurde, auf eine adäquate Fütterung zurückzuführen.
Zuletzt gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Eine wissenschaftliche Studie konnte belegen, dass ein zu hoher Konsum die Knochen brüchiger macht, anstatt wie propagiert diese zu stärken. Der Grund dafür ist, dass die Knochen durch einen überhöhten Milchkonsum länger werden, als ursprünglich in den Genen vorgesehen und dadurch an Stabilität verlieren.
Ausserdem: Zu viel Kalzium verhindert die Aufnahme von wertvolle(r)em Vitamin C.
Ein Mensch braucht sicherlich keine Milch um gesund zu sein (deshalb gehört auch die Pausenmilch abgeschafft, welche genau dies implizieren will) !
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Re: Kuhmilch

Beitragvon Leela » Fr 8. Dez 2017, 20:57

SoNnEnkÄfEr hat geschrieben:
Phase du erzählst einfach nur Müll, was ich hier so nicht stehen lassen kann !


Was Phase schreibt, widerspiegelt sicherlich nicht die Realität. Du könntest das aber auch etwas anständiger formulieren, denn was Du schreibst, stimmt im Fall auch nicht :wink:

Es gibt sowohl Bauern, die Kälber an der Mutter tränken und melken (Kälber werden dann einfach morgens uns Abends zu den Kühen gelassen).
Es sind nicht viele aber ich könnte mir vorstellen, dass dieses Modell Zukunft hat, schliesslich ist das Tränken der Kälber recht zeitaufwändig.
Und es wird auch nicht IN JEDEM STALL morgens und Abends gemolken. Wir haben damals mit der Berufsschule einen Betrieb besucht, mit Spitzenkühen, die 3x gemolken wurden aber nur alle 1.5-2 Jahre abkalben. Sicher auch ein Exot aber es gibt's nichts, was es nicht gibt.
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Re: Kuhmilch

Beitragvon Leela » Fr 8. Dez 2017, 21:02

SoNnEnkÄfEr hat geschrieben:Heutzutage werden Kühe dauerträchtig gehalten und als Gebärmaschinen missbraucht. Ist klar: Ohne Kalb, keine Milch. Viele wissen wohl nicht einmal dies ... Deshalb weist die heutige Milch eine um ein ca. 35faches höhere Belastung an Hormonen auf. Dies ist sicherlich ein grosser Kritikpunkt, welcher aber so allgemein unbekannt ist. Und jetzt zum Ethos: Wie wäre es für euch, wenn ihr dauernd schwanger gehalten würded und euer Körper ständig Milch produzieren müsste ? Eine enorme Belastung ??? Richtig. Und dies ist es für die Kühe auch !


Sorry aber sone Gugus :roll:
Das jährliche Abkalben ist der natürliche Rhythmus jedes Huftieres!
Kühe machen dies genauso wie wie Büffel, Hirsche, Rehe, Pferde, usw.
Welch Überraschung, dass die kürzeste Zeit zwischen Abkalben und erneuter Trächtigkeit dann erreicht wird, wenn man einen Stier bei den Kühen hält. Kein künstliches Besamen und Hormongabe ist so gut wie ein Stier.
Im Gegenteil, Rinder werden immer ohne Stier aufgezogen, damit sie nicht zu früh gedeckt werden. Die wären nämlich schon geschlechtsreif, lange bevor sie ausgewachsen sind. Streng gesehen, wird also eher reguliert als forciert :wink:
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Re: Kuhmilch

Beitragvon Miezekatze » Fr 8. Dez 2017, 21:20

Ihr habt doch beide Recht! Natürlich wäre dies der normale Rhythmus - aber nicht bei der riesigen (und schon lange nicht mehr "natürlichen") Milchleistung, welche die heutigen Milchkühe erbringen müssen. Trotz ausgeklügelter Ernährung ist es für den Körper vieler Kühe da schlicht zu viel, schon wieder trächtig zu werden. Und entsprechend klappt es dann nur mit Hormonen... Und da sind die Kühe dann wirklich nach 6, 7 Jahren total ausgelaugt, auch wenn sie an sich auch gut älter als 12 Jahre werden könnten.

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Re: Kuhmilch

Beitragvon SoNnEnkÄfEr » Fr 8. Dez 2017, 21:26

Leela hat geschrieben:
SoNnEnkÄfEr hat geschrieben:
Phase du erzählst einfach nur Müll, was ich hier so nicht stehen lassen kann !


Was Phase schreibt, widerspiegelt sicherlich nicht die Realität. Du könntest das aber auch etwas anständiger formulieren, denn was Du schreibst, stimmt im Fall auch nicht :wink:

Es gibt sowohl Bauern, die Kälber an der Mutter tränken und melken (Kälber werden dann einfach morgens uns Abends zu den Kühen gelassen).
Es sind nicht viele aber ich könnte mir vorstellen, dass dieses Modell Zukunft hat, schliesslich ist das Tränken der Kälber recht zeitaufwändig.
Und es wird auch nicht IN JEDEM STALL morgens und Abends gemolken. Wir haben damals mit der Berufsschule einen Betrieb besucht, mit Spitzenkühen, die 3x gemolken wurden aber nur alle 1.5-2 Jahre abkalben. Sicher auch ein Exot aber es gibt's nichts, was es nicht gibt.



Dann sprechen wir aber von der muttergebundenen Kälberaufzucht und nicht von Mutterkuhhaltung !!
99,9% aller Landwirte melken morgens & abends. Früher mit Milchkontingent hätte wohl keiner 3 x / d melken können ...
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Re: Kuhmilch

Beitragvon SoNnEnkÄfEr » Fr 8. Dez 2017, 21:36

Leela hat geschrieben:
SoNnEnkÄfEr hat geschrieben:Heutzutage werden Kühe dauerträchtig gehalten und als Gebärmaschinen missbraucht. Ist klar: Ohne Kalb, keine Milch. Viele wissen wohl nicht einmal dies ... Deshalb weist die heutige Milch eine um ein ca. 35faches höhere Belastung an Hormonen auf. Dies ist sicherlich ein grosser Kritikpunkt, welcher aber so allgemein unbekannt ist. Und jetzt zum Ethos: Wie wäre es für euch, wenn ihr dauernd schwanger gehalten würded und euer Körper ständig Milch produzieren müsste ? Eine enorme Belastung ??? Richtig. Und dies ist es für die Kühe auch !


Sorry aber sone Gugus :roll:
Das jährliche Abkalben ist der natürliche Rhythmus jedes Huftieres!
Kühe machen dies genauso wie wie Büffel, Hirsche, Rehe, Pferde, usw.
Welch Überraschung, dass die kürzeste Zeit zwischen Abkalben und erneuter Trächtigkeit dann erreicht wird, wenn man einen Stier bei den Kühen hält. Kein künstliches Besamen und Hormongabe ist so gut wie ein Stier.
Im Gegenteil, Rinder werden immer ohne Stier aufgezogen, damit sie nicht zu früh gedeckt werden. Die wären nämlich schon geschlechtsreif, lange bevor sie ausgewachsen sind. Streng gesehen, wird also eher reguliert als forciert :wink:


Kühe gehören zu den Klauentieren ... Eine Kuh in freier Wildbahn, wäre nicht annähernd so oft trächtig, wie eine Kuh in einem Stall. In der Natur herrscht ein natürlicher Regulationsprozess.
Du kannst Rinderaufzucht nicht mit Milchviehwirtschaft vergleichen - da wird sehr wohl forciert.
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Re: Kuhmilch

Beitragvon Lilyrose » Sa 9. Dez 2017, 00:17

Scheint schon fast ein heisdes Thema zu sein :) Ich bin wie Sonnenkäfer der Meinung, dass Milch längst nicht nur das allerbeste ist...was die Landwirtschaft angeht, habe ich nur sehr wenig Ahnung und kann mich deswegen gar nicht dazu äussern. Aber das "Problem" hat sich eigentlich von selber gelöst. Meine Tochter verweigert nach wie vor Milch zu trinken. Egal ob mit Wasser gemischt, mit Früchten püriert, mit Milchpulver gemischt. Sie merkts sofort und trinkts nicht. Dafür ist sie sehr gerne Joghurt und Käse...also bekommt sie einfach das was sie mag und Milch lass ich sein. Wenn sie irgendwann doch trinken will, dann kann sie das natürlich...
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Re: Kuhmilch

Beitragvon Leela » Sa 9. Dez 2017, 00:26

Miezekatze hat geschrieben:Ihr habt doch beide Recht! Natürlich wäre dies der normale Rhythmus - aber nicht bei der riesigen (und schon lange nicht mehr "natürlichen") Milchleistung, welche die heutigen Milchkühe erbringen müssen. Trotz ausgeklügelter Ernährung ist es für den Körper vieler Kühe da schlicht zu viel, schon wieder trächtig zu werden. Und entsprechend klappt es dann nur mit Hormonen... Und da sind die Kühe dann wirklich nach 6, 7 Jahren total ausgelaugt, auch wenn sie an sich auch gut älter als 12 Jahre werden könnten.


Da hast Du Recht, ich bestreite keinesfalls, dass eine moderne Milchkuh am Limit ihrer Leistungsfähigkeit läuft aber in erster Linie wegen der enormen Milchmenge.
Wenn man es so sieht, kann aufgrund dessen natürlich auch eine erneute Trächtigkeit zu viel für den Körper sein aber diese wäre natürlich, die Milchmenge nicht.
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Re: Kuhmilch

Beitragvon Leela » Sa 9. Dez 2017, 00:34

SoNnEnkÄfEr hat geschrieben:Eine Kuh in freier Wildbahn, wäre nicht annähernd so oft trächtig, wie eine Kuh in einem Stall.


Jetzt bin ich wirklich neugierig, wie Du das meinst...
Klar, das Ur ist ausgerottet aber nehmen wir zum Vergleichen meinetwegen einen Wisent oder Büffel, die bekommen alle Jahre im Frühling ihre Kälber. Und von Frühling zu Frühling ist es normalerweise ein Jahr, oder?
Das einzige, was Milchkühe nicht mehr haben die ist Saisonalität.
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Re: Kuhmilch

Beitragvon SoNnEnkÄfEr » Sa 9. Dez 2017, 23:58

Leela hat geschrieben:
SoNnEnkÄfEr hat geschrieben:Eine Kuh in freier Wildbahn, wäre nicht annähernd so oft trächtig, wie eine Kuh in einem Stall.


Jetzt bin ich wirklich neugierig, wie Du das meinst...
Klar, das Ur ist ausgerottet aber nehmen wir zum Vergleichen meinetwegen einen Wisent oder Büffel, die bekommen alle Jahre im Frühling ihre Kälber. Und von Frühling zu Frühling ist es normalerweise ein Jahr, oder?
Das einzige, was Milchkühe nicht mehr haben die ist Saisonalität.


Denkst du wirklich, dass jedes dieser Tiere jährlich abkalben würde ? Sicherlich nicht. Da spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Situation innerhalb der Herde, Gesundheit der Kuh, Fruchtbarkeit der Kuh etc. Etc. In vielen Milchställen werden die Landwirte schon nervös, wenn die Kuh 4 Wochen nach der Niederkunft nach dem 1. Besuch des KB nicht gleich aufgenommen hat. Dann wird probiert und geübt und forciert (u.U. auch medikamentös) und wenn die arme Kuh nach 1 Jahr kein Kälbchen bringt, heissts Grind ab !
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Re: Kuhmilch

Beitragvon Leela » So 10. Dez 2017, 00:16

100% sind es sicherlich nicht, sind ja keine Roboter.
Aber ja, bei unseren Schafen (saisonale Rasse) läuft ein Bock mit und da gehe ich auf jeden Fall davon aus, dass sie jährlich lammen.
Statistisch gesehen ist klar, dass ein kleiner Prozentsatz aus irgendwelchen Gründen nicht aufnimmt. Unfruchtbarkeit, Krankheit, oder was auch immer.
Ist bisher aber noch nie vorgekommen.

Um was es mir geht ist, dass in der Natur oder bei Haltung vom Vatertier in der Herde IM NORMALFALL eine Kuh jährlich kalbt.
Diese Quote wird mit der künstl. Besamung versucht zu erreichen, wobei wie schon geschrieben, die Quote beim Natursprung besser ist.
Daher ist es einfach total unlogisch, wenn du darauf beharrst, dass das Verhalten das Kühe natürlicherweise zeigen, unnatürlich ist.

Als unnatürlich könnte man bei der Milchkuh sämtliche Merkmale bezeichnen, die von der Urform abweichen. Die Milchleistung, die Grösse, die Farbe, genetische Hornlosigkeit,....aber nicht die Häufigkeit der Trächtigkeiten.

(Und ja, bei einer Kuh die kein Kalb mehr bringt heisst es "Grind ab". Was bei einem Tier, das auch gegessen wird aber doch logisch ist.)
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Re: Kuhmilch

Beitragvon ChrisBern » Do 14. Dez 2017, 16:48

Bei meiner Grossen hab ich ab sieben Monaten Abendbrei mit Kuhmilch gegeben, da sie es super vertragen hat dann mit 11 Monaten auch direkt aus dem Schoppen morgens und teilweise abends. Unsere Tochter liebt Kuhmilch über alles, für andere Milchsorten war sie nie zu begeistern. Da meine Tochter recht schmal ist, war ich immer froh, dass sie liebend gern ihre Menge an fetthaltiger Milch zu sich genommen hat, ich hatte wenigstens das Gefühl, sie hat ein bisschen was im Magen. Auch Joghurt war bei ihr schon zeitig hoch im Kurs. Von der Säuglingsmilch ab dem ersten Lebensjahr halte ich nicht so viel, ich habe den Eindruck, das ist "Geldmacherei" der Firmen, sie lassen es sich ja recht teuer bezahlen. Aber das wird eben schnell religiös, das Milchthema. ;-) Wenn man kein gutes Gefühl hat, dann halt lassen oder eine Alternative suchen. Oder mal probieren und schauen, wie es vertragen wird. Meine Tochter ist ein echtes Milchmädchen, sie liebt es über alles, wenn nix mehr geht, dann Milchprodukte.


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