Milch abpumpen - brauche hilfreiche Ideen

Rat bei Stillproblemen und Säuglingsernährungsfragen

Moderator: Züri Mami

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Mommii
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Milch abpumpen - brauche hilfreiche Ideen

Beitrag von Mommii » Mi 6. Mär 2019, 22:03

Hallo Zusammen

Leider muss ich die Mumi abpumpen, meine kleine will einfach nicht an die Brust (4 Wochen alt) - hatte zuerst keine Milch, dann wurde die Flasche im Spital gegeben, schlussendlich habe ich solange abgepumpt bis ich genug Milch hatte, aber dann wollte sie die Brust nicht mehr. Hebammen und stillberatung waren bereits da, nichts hat geholfen. Jedesmal wo ich sie angelegt habe, hat sie so laut und so lang geschrien, bis sie irgendwann vor Erschöpfung eingeschlafen ist. Ein riesen stress für uns. Konnte sie nicht mal beruhigen.

Ich möchte ihr trotzdem die Mumi gegeben und aktuell schaffe ich alle 3h bis 150ml abzupumpen (ab und zu sogar 200ml) Habe auch eine elektrische Pumpe gekauft für unterwegs. Meine Frage an die Mamis die auch abpumpen müssen/mussten: Wie seid ihr mit dem stress der Pumpe klar gekommen? Habt ihr irgendwelche Tipps? Wie kann ich die Zeit besser organisieren/optimieren? Usw...?? Ich muss mich mit der Pumpe “anfreunden” weiss aber nicht wie ich damit genau klar kommen kann. Denn es belastet mich schon ein bisschen.

(Aktuell pumpe ich beidseitig alle 3h durch den Tag und alle 4h durch die Nacht, habe auch Milch auf Lager)

Lg

Leela
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Re: Milch abpumpen - brauche hilfreiche Ideen

Beitrag von Leela » Mi 6. Mär 2019, 22:26

Ich habe leider keine hilfreichen Tipps, finde es aber toll, dass du den Aufwand auf dich nimmst und scheinbar scheint es gut zu funktionieren. Von solchen Mengen konnte ich beim Abpumpen nur träumen, das ist ja super!
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Jelisa
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Re: Milch abpumpen - brauche hilfreiche Ideen

Beitrag von Jelisa » Do 7. Mär 2019, 09:43

Ich musste eine Zeit lang zusätzlich zum Stillen abpumpen und zueschöppele, weil der Kleine nicht genug an der Brust getrunken hat, obwohl eigentlich genug da gewesen wäre. Konnte aber nach so 3-4 Wochen wieder auf nur Stillen umsteigen, daher weiss ich nicht, ob dir das auch für langfristiges Pumpen hilft:

Vor dem Pumpen warme Wickel machen (ich hab jeweils so Knick-Handwärmer in Nuschis gewickelt, damit sie nicht zu heiss waren, und die dann ins Stilltop geklemmt, so war ich in der Zeit nicht auch noch "blockiert") und ein bisschen vormassieren, dann kommt die Milch schneller und das Pumpen an sich dauert weniger lang. Stillöl vom Weleda soll auch helfen, vielleicht nur Placebo, aber auch das nützt ja.. ;) Und ganz allgemein, klingt blöd, aber hat mir geholfen: Nicht aufregen, auch wenn's mühsam ist. Das schlägt sich sofort im Milchfluss nieder.

Ich find's super, dass du den Aufwand betreibst um deiner Kleinen Mumi zu geben, Hut ab!! Mach dir aber auch bewusst, dass es ok ist zu sagen, jetzt reicht's mir, jetzt ist es mir wirklich zu aufwendig, dann ist es völlig in Ordnung, weniger zu pumpen und teils Pumi-Schoppen zu machen, oder auch ganz umzusteigen. Es ist wichtig, dass du gut drauf achtest, was du wirklich magst! Weil das Pumpen nämlich wirklich stressig ist und das muss man nicht runterspielen. (Ich hätte das auf Dauer dann wohl so gemacht, mit Pumi-Schoppen dazwischen, wenn es mit dem Stillen nicht mehr geklappt hätte..)

PS: Was mir noch eingefallen ist, hast du's mit Hebamme / Stillberatung davon gehabt, vielleicht bringt es auch trotzdem noch was, wenn du sie zwischendurch versuchst anzulegen? Einfach kurz, ohne dass ihr einen Riesenstress bekommt, aber dass sie das Angebot hätte? 4 Wochen ist ja schon noch sehr jung, vielleicht kommt sie noch auf den Geschmack? Würd ich aber nur machen, wenn du bei den Profis ein gutes Gefühl hast und wenn die sagen, das ist nicht möglich, dann natürlich nicht... (Mein kleiner wär 12 Tage alt, als ich mit dem Pumpen anfangen musste, drum komm ich auf die Idee, aber er hat andrerseits nie gar nicht ab Brust getrunken..)

Leela
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Re: Milch abpumpen - brauche hilfreiche Ideen

Beitrag von Leela » Do 7. Mär 2019, 10:23

Was ich schon gelesen hatte, Mama und Baby nackig mal einen Tag im Bett kuscheln und so ganz entspannt immer wieder probieren.
Am besten wenn sie weder Hunger hat, noch ganz gesättigt ist. Hungrige Babys sind ja so aufgeregt und schnell frustriert, also am besten mit halbvollem Bauch starten.
Vielleicht hilfts ja.

Stillhütchen habt ihr versucht?
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Re: Milch abpumpen - brauche hilfreiche Ideen

Beitrag von Mommii » Do 7. Mär 2019, 10:51

Ja, stillhüttchen haben wir auch probiert und sie nimmt es auch an. Die ersten 10min klappt das stillen. Es ist wie ein Traum, sie trinkt und ist entspannt. Aber.... sobald der Milchfluss weniger wird, fängt das schreien an, ganz heftig und schlimm! Das letzte mal schrie sie fast 1h lang, ohne Pause. Sie will nichts mehr, nicht mal den Schnuller zum beruhigen. Ich bin jetzt in einem Punkt angekommen, wo ich einfach nur angst habe sie anzulegen. Wo die Stillberaterin da war, meinte sie: das Baby ist sich halt die Flasche gewöhnt, ich könnte es ab und zu probieren, sollte aber besser nichts mehr erzwingen. (Sogar sie wurde von der Reaktion meine Tochter überrascht) Die Hebamme war die grösste hilfe bis jetzt. Aber wie gesagt, ich traue mich fast nicht mehr dazu. Habe das Gefühl das Baby zu quälen.. :( sie in so einem Zustand zu sehen, bricht mir das Herz.

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Re: Milch abpumpen - brauche hilfreiche Ideen

Beitrag von Jelisa » Do 7. Mär 2019, 11:20

Das tut mir sehr Leid, dass es so ein Stress ist. Man kann dem ja kaum ausweichen, weil der Hunger ja immer wieder kommt.. 😕
Also eigentlich würdest du schon stillen wollen? Dann würd ich persönlich es zwischendurch schon noch probieren mit Anlegen, grad wenns ja ein paar min klappt, und mit den Stillhütchen, wenn die helfen. Aber wenn es im Moment nur Stress bedeutet, würd ich mal zwei drei Tage Pause machen. Deine Kleine merkt ja auch, wenn es dich stresst, und dass es herzzerreissend ist für dich, wenn sie so schreien muss, ist total verständlich!
Mach es so, wie es am stressfreisten geht. Dann entspannt sich das Ganze automatisch ein bisschen und es gibt vllt wieder etwas Nerv, es dich nochmal zu probieren. Ich weiss das klingt furchtbar banal, aber bei uns war es sehr auffällig, wie viel Einfluss der eigene Stresspegel bzw die eigene Gelassenheit hatten! Nur muss man aus dem Teufelskreis mal rauskommen... 🙄
Ich wünsch dir ganz viel Geduld und schöne ruhige Momente zum dazwischen Entspannen und Geniessen!

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Re: Milch abpumpen - brauche hilfreiche Ideen

Beitrag von Akiko » Do 7. Mär 2019, 16:56

Hallo Mommii
Ojeh, das ist mühsam und geht einen direkt ins Herz. Unsere Erste war ähnlich. Sie wollte am Anfang auch nicht von der Brust trinken, sie hatte ihre Zunge immer "im Weg", es ging gar nicht. So hab ich auch abgepumpt und sie langsam mit dem Stillhütchen ans Brusttrinken gewöhnt. Wir haben es dann tatsächlich über die Zeit hin auch prima hingekriegt, sogar dann letztendlich ohne Stillhütchen. Es war aber durchaus keine einfache Sache, und ich war ab und an kurz vornedran, das Ganze abzubrechen und ganz aufs Fläschchen umzustellen. Dranzubleiben hat sich dann aber doch gelohnt, weils halt die ganze Sache letzendlich vereinfacht hat - als es dann endlich lief :lol: . Beim zweiten oder dritten Kind hätte ich mir den Aufwand und Stress aber nicht mehr gemacht, soviel ist klar 8) .
Ich würde jetzt wohl noch nicht grad aufgeben mit dem Stillen, dein Baby ist ja noch sehr jung. Vielleicht hilft es, dich anderen Strategien zuzuwenden. Dass das Baby frustriert aufhört zu trinken, wenn die Milch nicht mehr so gut fliesst, leuchtet ein. Beim Fläschchen ist das ja nicht so, der Fluss ist durchgängig gleichmässig. Da wird das Baby natürlich etwas hässig, wenn es sich gewohnt ist, nicht so hart "arbeiten" zu müssen, und plötzlich muss es einen grösseren Aufwand betreiben, um zur Milch zu kommen. So hat mir das auch die Hebamme damals erklärt, und das konnte ich gut nachvollziehen. Mit hats dann was gebracht, wenn ich das halbgesättigte Kind von der Brust genommen habe. Der Hunger war ja dann schon nicht mehr so gross und durch etwas Ablenkung war auch schnell wieder Ruhe da. Danach kannst du das ruhige Kind wieder ansetzen, da ist es dann viel geduldiger und merkt dann bald von selber, dass es seine Technik halt etwas anpassen und verfeinern muss, um doch noch zu seiner Milch zu kommen. Denke auch wie die Vorschreiberinnen, dass du da versuchen musst, euch beiden den Stress zu nehmen, sonst klappt gar nicht und ihr macht euch gegenseitig nervös.
Viel Erfolg.

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Re: Milch abpumpen - brauche hilfreiche Ideen

Beitrag von Jelisa » So 17. Mär 2019, 19:26

liebe mommii,
wie geht es dir / euch inzwischen? wie handhabt ihr es aktuell?
ich wünsche dir weiterhin viel kraft, egal wie euer weg grad aussieht!
lg jelisa

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