Mühe mit Nachtwindel

Unsere grossen Kleinen und unsere kleinen Grossen. Was uns in diesem Abschnitt der Kinder begleitet, beschäftigt und interessiert.

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Sianlu
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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Sianlu » Fr 14. Dez 2018, 23:04

Unser Sohn ist auch 8 Jahre alt. Und ich darf vorsichtig optimistisch sein..... Klingelhose, nochmals aufs WC wenn ich ins Bett gehe, Spagyrik, Kinesiologie hat alles nichts geholfen. Dies haben wir alles gemacht, weil er unbedingt die Windel los sein wollte. Nun habe ich vor ca. 3 Wochen Bachblüten bestellt, die "neu" oder so seien. Die Homepage hat mich spontan angesprungen (ich war auf der Suche für etwas für unsere hochsensible Tochter). Ich habe dann für den Sohn diesen Spray bestellt und schon am 2. Abend eine Veränderung festgestellt: Er ging von sich aus nochmals zur Toilette nachdem er schon im Bett war, hat er noch nie gemacht! Und in der Nacht drauf sagte er mir, ich muss zur Toilette, wow! Dann passierte nichts mehr...... Und jetzt nach 3 Wochen konsequenter Spray-Einnahme: Von einer Nacht zur anderen trocken, und das seit 1 Woche. Ausser letzte Nacht, aber da hatte er auch 39 Grad Fieber. Ich bin gespannt, wie's weitergeht. Ich möchte den Namen des Sprays hier nicht nennen (weiss gar nicht, ob ich das überhaupt dürfte) so von wegen Werbung.

Calvin2
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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Calvin2 » Di 22. Jan 2019, 21:15

Uns hat die KiÄ geraten, immer ca um 22.30/23 Uhr wenn wir ins Bett gehen, das Kind aufzunehmen und aufs WC zu setzen. Du brauchst sie nicht zu tragen, aber anfangs zu stützen. Und zwar ca 6 Wochen
(Obwohl Kind bis ca 1 Uhr nachts auch trocken war).
War sehr skeptisch, aber es half!

Kind muss aber einverstanden sein.

Chürbis
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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Chürbis » Mo 4. Feb 2019, 16:44

wir machen es ähnlich wie Calvin2 ;-)

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ChrisBern
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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von ChrisBern » Di 5. Feb 2019, 22:56

Ja, das Thema stresst wirklich, zumal manchmal das Umfeld auch doof reagiert. Eigene Motivation ist entscheidend, ist meine Erfahrung. Ich hab ein bisschen manipuliert, indem ich ihr (damals 5.5) genau beschrieben hab, wie mühsam Arztbesuche und das protokollieren ist. Dann hat sie sich eingelassen. Und hat die windelfee für sich erfunden.;-) bei uns haben zwei Sachen geholfen: wasserflasche neben WC (hat nachts viel getrunken) und bitte, beim trinken doch noch mal pieseln zu gehen und - ich weiss, man soll es nicht machen - aufs WC setzen, wenn wir ins Bett sind. Nach zwei Wochen ist sie von selbst wach geworden und seitdem klappt es super. Sie muss aber wirklich jede Nacht, nehme an, die Blase ist noch recht klein. Viel Erfolg!

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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Böhndli » Mi 6. Feb 2019, 19:28

Leider sind wir noch nicht weiter mit dem Trocken-Werden. Aber wir haben einen Erfolg was die Kosten betrifft:

Unsere Krankenkasse übernimmt die Windelkosten!

Also, nachfragen lohnt sich definitiv.

Chürbis
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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Chürbis » Mi 6. Feb 2019, 19:55

Böhndli

mit welcher Begründung und ab welchem Alter? Brauchtest Du eine Überweisung vom Arzt?

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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Böhndli » Mi 6. Feb 2019, 20:00

Der Arzt hat eine Art Urininkontinenz diagnostiziert, dies der Krankenkasse geschickt und diese haben uns nun eine Kostengutsprache geschickt.
Altersgrenze weiss ich nicht (bei uns betriffts 8jähriges)

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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Böhndli » Mo 11. Feb 2019, 05:20

Ich wurde letztens von jemanden darauf angesprochen (derjenige weiss, dass unsere Tochter nachts noch Windeln hat):

Es könnte doch aus psychisch sein. Am Tag steht sie unter Druck weil sie alles perfekt machen will (ja, so ist sie) und nachts ist sie dann ganz gelöst und entspannt, dass sie es einfach laufen lässt (natürlich alles unbewusst).

Weiss nicht was ich davon halten soll.
Was meint ihr?
Hat jemand damit Erfahrung?

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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von ausländerin » Mi 13. Feb 2019, 23:32

Böndli- meine tochter ist noch nicht ganz 6. Sie hat noch nachts Windeln und während dem Tag tragt sie keine Windeln seit sie 2 Ist. Aber es passieren immer mal wieder Unfalle. Manchmal bis 2-3 mal am Tag. Aber nie im Kiga und auch nie in der Ferien. Wir und der Arzt vermutet auch dass rein Psychisch ist (im Kiga reisst sie sich zusammen obwohl es sie stresst, und "enspannt " sich danach; in der ferien ist sie grundsatzlich entspannt. Mehr weiss ich auch nicht. Wollte nur schreiben dass bei uns "psychische ursachen" auch im raum stehen. Warum und wie - sind wir noch am abklären.

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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Rehli05 » Do 21. Mär 2019, 23:08

@Böhndli:
Für mich tönt das bei deiner/deinem Bekannten sehr nach Laienpsychologie. Von wegen gelöst sein und es einfach laufen lassen... :? Ich glaube nicht, dass ein so vielschichtiger und komplizierter körperlicher Vorgang sich so einfach erklären lässt.
Ich finde das mit den "psychischen Ursachen" generell immer etwas heikel. Unsere Kinderärztin wollte bei unserem Sohn auch alles auf "psychische Ursachen" abschieben, weil er halt zwei kleine Brüder habe (wovon der eine mit besonderen Bedürfnissen) und deshalb wenig Raum und Zeit für sich und darunter leide. Mich hat das sehr geärgert. So als ob wir Eltern und unsere Familienplanung schuld wären, dass er noch Windeln braucht und auch tagsüber noch manchmal ein kleinerer Unfall passiert.
Ich finde das hier (https://www.kinderkoenig.ch/einnaessen.html -> unter Ursachen) sehr gut beschrieben:
Psychische Ursachen können mit eine Rolle spielen, stehen jedoch selten im Vordergrund. Häufiger ist, dass Bettnässer infolge ihres Leidens psychische Symptome entwickeln.

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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von annegretli74 » Fr 22. Mär 2019, 07:37

Mein mittlerer Sohn (7) hat zwar kein Problem mit Einnässen, dafür mit Einkoten. Wir haben mittlerweile eine bald 3-jährige Odyssee mit verschiedenen Therapieversuchen hinter mir und diesen Winter wusste ich echt nicht mehr, wie weiter.

Dann hat mir hier im Forum jemand ein wirklich wirklich tolles Buch zum Thema Einnässen und Einkoten empfohlen. Probleme beim Sauberwerden werden darin ausführlich beschrieben und ich habe endlich verstanden, wo genau das Problem liegt und wie wir damit umgehen sollen. Nachdem ich bereits viele andere Ratgeber gewälzt hatte, war ich erst sehr skeptisch, aber diese Buch war echt eine Offenbarung für mich!

"Wie Kinder sauber werden können" von Dr. Gabriele Haug-Schnabel. Sie ist Verhaltensbiologin und sie gilt als führende Expertin zum Thema Sauberkeits-Entwicklung.

Vorallem auch die Beispiele von Kindern, die Trocken geworden sind, haben mir Aufwind gegeben. In vielen Geschichten habe ich meinen Sohn wiedererkannt und jetzt weiss ich, dass auch er es schaffen kann.

Viel Kraft und viel Glück weiterhin!

hollywood
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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von hollywood » Fr 22. Mär 2019, 11:33

Also unser Sohn (8) braucht ja nachts auch noch Windeln... habe letzte Woche den KIA um seine Meinung gefragt und er fand es nicht soo tragisch, es gäbe viele Kinder in diesem Alter die dann noch nicht trocken sind (nachts) (nur spreche niemand darüber...)

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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Giulia_5 » Fr 22. Mär 2019, 14:11

Genau wie es Calvin2 beschreibt, uns wurde gesagt diese Methode mit wecken werde auch am Unispital empfohlen - das Ziel ist es, dem Kind resp. der BLASE während 6 Wochen das trocken werden zu lernen. Das Kind fand es nicht immer so prickelnd geweckt zu werden, aber nach ca. 4 Wochen stellte sich der Erfolg ein, das Kind stand dann auch bald selber zusätzlich auf (z.B. gegen Morgen, wenn es noch einmal musste). Wir stellten einen 6-Wochenplan auf, und nach jeder erfolgreichen Nacht bekam das Kind ein Kleberli dafür. Bei uns sind die 6 Wochen in 3 Tagen vorbei, und seit 10 Nächten sind die Windeln trocken geblieben, eine Freude für uns - und vorallem für das Kind natürlich, der Stolz ist riesig und berechtigt!

Ich glaube mit etwas dazutun kommt das auf jeden Fall gut, ich würde da jetzt nicht zuwarten wollen bis das Kind 8 oder 9 Jahre alt ist. Und für das Kind ist es auch eine tolle Erfolgsgeschichte, ich finde irgendwann ist auch gut mit Windeln...

Chürbis
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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Chürbis » Fr 22. Mär 2019, 14:32

unterschreibe bei Hollywood, bei uns sagte der KIA das gleiche ;-)

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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Chürbis » Fr 22. Mär 2019, 14:58

Für uns ist es ganz klar: SOBALD es das Kind stört mit Windeln, werden wir es unterstützen, wie auch immer ;-) aber vorher machen wir nichts, das haben wir mit dem KIA so besprochen und er unterstützt das!

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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Dinä » Fr 17. Mai 2019, 18:24

Hallo Mamis
Ich han e frag..... was händ ihr den für Windle?
Mir händ bis jetzt di gröschte vo Coop gha...nur wäded die langsam zchli.
Min Sohn isch 7i und het 28kg und de umfang vo de hüfte ca.65cm
Und er möcht keini wo sind we Unterhose.... es mössted also sönig mit chlet si....
Merci für en tipp...
Grüessli
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Calvin2
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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Calvin2 » Do 23. Mai 2019, 10:02

Wir haben vor Ostern alle Windeln aufgebraucht. Alle Läden zu, so haben wir es einfach ohne Windel probiert.
Um 23 Uhr und 6 Uhr aufs WC gesetzt. Das machen wir seid ganz 4 Wochen so. Das klappt super (1 Zwischenfall).
Das hatten wir auf Anraten des KiA bereits beim 1. Kind so gehandhabt. Nach 6 Wochen, war er "therapiert". Seither klappt es beim 1. Super ohne extra Aufnehmen.
Bin gespannt, wie es beim 2. Sein wird. Wir ziehen das sicher auch bis und mit 6 Wochen gesamthaft durch.

Ich muss dazu sagen, dass vorher die Windel immer nass waren.

Viel Erfolg

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Re: Mühe mit Nachtwindel

Beitrag von Chürbis » Do 23. Mai 2019, 11:17

@ Calvin
darf ich fragen, warum der KIA das so vorgeschlagen hat?
Bei uns eben umgekehrt: KIA meinte ja nicht aufnehmen um aufs Klo, die Kinder "müssen lernen Selber aufzuwachen" wenn die Blase voll ist. Bin gespannt.

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