mit 8Jahren noch im Elternbett

Unsere grossen Kleinen und unsere kleinen Grossen. Was uns in diesem Abschnitt der Kinder begleitet, beschäftigt und interessiert.

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ptimarmotte
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Re: mit 8Jahren noch im Elternbett

Beitrag von ptimarmotte » Do 2. Mai 2019, 13:34

Ich kann vielleicht nicht wirklich mitreden, die Nächte wo unser Sohn (6) bei uns schlief kann ich an einer Hand abzählen. Aber Ängste hat er auch. Da haben wir Sorgenfresser, Anti-Monsterspray, natürlich Nachtlicht (sogar zwei) und wir versuchen immer herauszufinden was ihm dann Angst macht. Ist immer wieder was anderes.

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danci
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Re: mit 8Jahren noch im Elternbett

Beitrag von danci » Do 2. Mai 2019, 14:14

Habt ihr denn ein eigenes Bett in Eurem Zimmer versucht? Mein Sohn wird im Sommer 8 und schläft auch bei uns, allerdings seit ca. 6 Monaten in seinem Bett. Es steht nicht gleich an unserem an, sondern an der Wand gegenüber. Das schätzt er, in seinem Zimmer schlafen will er aber nicht. Bei ihm sind es nicht Ängste, er ist einfach nicht gerne alleine (auch tagsüber nicht). Wenn Gspännli bei ihm übernachten oder er mit seiner grossen Schwester eine Pyjama-Party macht, ist es kein Problem. Aber wie gesagt, mag er das Alleinesein nicht.

So ist es für mich völlig ok, ich hatte aber irgendwann auch keine Lust zwei Kinder im Bett zu haben, darum haben wir noch eins reingestellt. Er hätte auch wählen dürfen, es an unseres anzustellen, das wollte er aber nicht.
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bona
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Re: mit 8Jahren noch im Elternbett

Beitrag von bona » Do 2. Mai 2019, 18:23

Ich kann nur etwas von uns, erzählen und habe auch nicht alles gelesen bzw nur überflogen. Ausserdem ist mein Sohn auch erst 6 Jahre alt.
Auch er schläft jede Nacht bei uns im Bett. Das heisst eigendlich bei meinem Mann, ich schlafe im Wohnzimmer. Die Tochter kommt ab und zu nachts zu mir. Aber eher selten so 1 mal die Woche vielleicht.
Ich bin der Meinung, das so kleine Kinder in Ihren Bedürfnissen nach nähe ernstgenommen werden sollten.
Mein Sohn geht an an einer sonderschule in den Kiga und ist somit jeweils den ganzen Tag weg und kommt erst um halb 4 Nachmittags nach Hause. Er braucht einfach diese nähe und geborgenheit nachts noch extrem. Es gab eine Zeit da ist er in seinem Zimmer eingeschlafen. Weinte dann aber jede Nacht und kam dann meist doch vor Mitternacht in unser Bett. Deshalb schläft er nun seit längerem einfach wieder bei uns ein.
Meine Tochter brauchte noch nie so eine begleitung zum schlafen. Sie schläft auch nach der Gutenachtgeschichte ohne Probleme alleine ein. Mein Sohn braucht mindestens eine halbstündige Begleitung mit kuscheln und so kann er ruhig einschlafen. Für uns stimmt es so und am wichtigsten ist uns allen der gute Schlaf.
Die Leute die das nicht io finden, weil man das nicht macht, sind mir so egal. Meine Schwiegermutter will mich auch ständig belehren und meint er müsse sich seine Kuscheleinheiten zu einer anderen Zeit holen. Ein Ehepaar das nicht im gleichen Bett schläft, geht in ihrer Vorstellung einfach nicht und bedeutet der anfang vom ende:-)
Ich würde mich da echt nicht stressen und schauen das alle zu Ihrem Schlaf kommen. Wie ihr das gestaltet ist ja, frei und nichts ist unmöglich.

bona
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Re: mit 8Jahren noch im Elternbett

Beitrag von bona » Do 2. Mai 2019, 18:32

Ich bins nochmal :wink:
Die Ängste hat mein Sohn auch. Und ich kann mich noch so gut an meine Kindheit erinnern und meine Ängste abends alleine im Zimmer. Diese wurden nicht ernst genommen und es wurde mit mir geschimpft, wenn ich abends nochmal gerufen habe. Das würde ich meinem Kind nie antun, weil es für mich weitreichende folgen hatte.
Wenn es euch zu eng ist zu 3 im Bett, kann ich das sehr gut verstehen. Das geht bei uns auch nicht und deshalb bin ich ausgezogen. Gerade heute haben mein Mann und ich entschieden, das wir sein Hochbett abbauen und dann ins Zimmer von meinem Sohn ein Bett reinstellen für mich zum schlafen. Das letzte Jahr habe ich auf unserem ( bequemen) Sofa geschlafen. Ich habe aber gemerkt, das sich meine Bedürfnisse verändert haben und so suchten wir nach einer neuen Lösung. Wenn ich zurückdenke hatten wir in den letzten 6 Jahren schon so viele Schlafvarianten :mrgreen:
So, daa wars. Ich wünsche euch viel Mut und Freude am ausprobieren und euren Weg zu gutem Schlaf zu finden.

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Re: mit 8Jahren noch im Elternbett

Beitrag von dede » Do 2. Mai 2019, 22:12

Wenn ich mir die Situation als Einzelkind vorstelle : Mami und Papi können zusammen im gleichen Bett schlafen und ich muss alleine in einem anderen Bett und einem anderen Zimmer schlafen. Ist ja irgendwie schon fies!
Deshalb würde ich mir weniger Gedanken darüber machen, warum dein Kind nicht alleine schlafen kann, sondern wie ihr alle zu eurem Schlaf kommt.
Eines unserer Kinder ist schon 2 Jahre älter und wir kennen solche Schlafprobleme. Solche z.T. undefinierbaren Ängste scheinen viele Kinder zu haben. Bei uns ist es so, dass wir unserem Kind überlassen, wann es ins Bett gehen will. Die Ängste kommen weniger auf, wenn das Kind müde und schlafbereit ins Bett geht. Wenn das Kind sich ins Bett legen muss und nicht gleich einschlafen kann, dann "spielt die Fantasie verrückt" und all die Monster usw. erscheinen und mit ihnen die Angst. Das witzige am ganzen ist, dass das Kind so zu genügend Schlaf kommt, auch wenn es mal erst um 11h einschläft, das gleicht sich über die Zeit aus. Das Kind hat von uns einfach den Auftrag, leise im Zimmer zu sein, damit die anderen schlafen können.
Aber eben, für jede Familie ist eine andere Lösung richtig. Findet euren eigenen Weg und lasst euch nicht von anderen einreden, was richtig und falsch ist.

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Re: mit 8Jahren noch im Elternbett

Beitrag von lisala » Do 2. Mai 2019, 22:44

Jetzt hab ich mich grad an unsre "Schlafgeschichten" zurückerinnert:-)

Tochter hat bis etwa 9/10-jährig im Elternbett geschlafen. (bei mir oder Papi).

Also für uns passte die Variante "nächtliches Zimmerwechseln":
Ich selber hatte so Phasen, wo ich lieber alleine schlafen wollte und dann beim Einschlafen oder in der Nacht das Zimmer/Bett gewechselt habe. Als sie noch jünger war hat sie mich dann oft mitten in der Nacht/gegen morgen zurückgeholt.
Wenn sie rüberkam, war ich meist schon wach, wenn sie erst im Gang war (finde ich krass!) Also aufstehen, mit ihr ins andere Zimmer laufen - zack weiterschlafen. Funktionierte erstaunlich gut.

Als sie dann auf meinen Satz "ich hätte nun mein Bett gerne wieder für mich alleine" einfach nur "o.k." geantwortet und ab da in ihrem Zimmer geschlafen hat, war die Zeit wohl reif.

Kleine Geschichte am Rande:
Interessant fand ich, je jünger sie war, desto mehr hatte sie die Tendenz in meine Richtung zu rutschen, so dass es sehr eng wurde im Bett für mich - aber sie liess sich im Schlaf einfach wieder rüberschieben:-) Als sie zu schwer wurde zum einfach Rüberschieben, hatte sie zum Glück langsam die Tendenz von mir wegzurutschen - ab und zu so weit, dass sie neben dem Bett (Matratze auf Lattenrost) weitergeschlafen hat :-).

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Re: mit 8Jahren noch im Elternbett

Beitrag von Epic » Mo 6. Mai 2019, 17:58

Ist hier auch so, habe leider auch keine Lösung und Platz für ein Extrabett oder sowas haben wir nicht....
Einschlafen im eigenen Bett klappt bestens aber spätestens um Mitternacht ist sie bei uns...
Die Kleine (6) schläft meistens alleine und kommt wenn erst gegen den Morgen.
Stolzes Meitli-Mami (2011 & 2012)

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Re: mit 8Jahren noch im Elternbett

Beitrag von Murmeli » Do 9. Mai 2019, 11:44

Ich unterschreib bei Alebri. Staune immer wieder über solche Beiträge und wir hatten weiss Gott kein einfaches Mittelkind. Alle sind aber heute pubertierend, selbständig und unsere Beziehung ist sehr eng und stark.
Ich wünsche dir auf eurem Weg aber von Herzen viel Geduld und Kraft, um eure Kinder weiterhin auch in der Nacht körperlich/psychisch sehr eng zu begleiten. Dies erscheint mir konsequent und für das Kind überaus Wichtig und Sinnvoll. Schafft für die Partnerschaft andere Freiräume und Möglichkeiten um die Liebe zu leben.

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Re: mit 8Jahren noch im Elternbett

Beitrag von Drag-Ulj » Do 9. Mai 2019, 12:45

Murmeli
Wie hast du es denn konkret gehandhabt? Wäre für die TE vielleicht noch spannend & hilfreich...

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Re: mit 8Jahren noch im Elternbett

Beitrag von Murmeli » Do 9. Mai 2019, 15:04

Wir haben das Gefängnis von undefinierbare Ängste gemeinsam ausgehalten und mit der Zeit überwunden...die Befreiung war gewaltig. Später in Schule, Sport oder sozial angespannten Situationen konnte das Kind auf diese begleitete Erfahrung zurückgreifen.
Konkret sass ich Phasenweise stundenlang im Kinderzimmer neben dem Kinderbett und hielt u.U. die Hand, sang beruhigende Lieder oder wir haben die Wirkung von Düfte ausprobiert/angewendet. (Mit stundenlang meine ich inkl.der Zeit in dem das Kind mit geschlossenen Augen im Bett liegt und vor sich hindöst aber die Anwesenheit von Vertrauenspersonen voll wahr nimmt)
Selber geerdet und ruhig sein/bleiben. In akuten Zeiten haben wir das Mobiliar im Kinderzimmer verändert. Wenn eines der Kinder nachts nach uns rief sind wir sofort hin....keine Aufregung, kein Drama nur da sein. Nicht aufstehen, nicht essen oder trinken nur da sein.
Hierzu muss ich auch sagen, dass ich nie Kinder in meinem/unserem Bett haben wollte, daher gab es die Option "Familienbett" nicht.

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Re: mit 8Jahren noch im Elternbett

Beitrag von Drag-Ulj » Do 9. Mai 2019, 16:07

Danke

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