April/Mai-Kind zurückbehalten?

Unsere grossen Kleinen und unsere kleinen Grossen. Was uns in diesem Abschnitt der Kinder begleitet, beschäftigt und interessiert.

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Helena
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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von Helena » Mi 24. Jul 2019, 08:57

@F.Scarpi: das ist kein Sarkasmus, das wurde mir so gesagt von Müttern aus dem Quartier...

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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von Ilse » Mi 24. Jul 2019, 19:33

Ich finde das ein sehr schwieriges Thema.
Mein Sohn ist bei weitem der jüngste in seiner Klasse (in seinem Jahrgang wurden viele zurückgestellt). Schulisch mag er problemlos mit, aber was die Gesamtbelastung betrifft, merkt man das Alter dann eben schon.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich als Kindergärtnerin echt froh bin um jedes (ganz junge) Kind, das zurückgestellt wird. Gegen oben fördern ist für mich viel, viel einfacher als Kinder zu betreuen, die von der Entwicklung her noch im Kleinkindalter stecken.
Ich stehe voll und ganz hinter dem zweijährigen Kindergarten und auch die Einschulung mit vier ist eine grosse Chance, gerade für Kinder die zuhause eher weniger ideale Umstände für die Entwicklung haben.
Aber: Ich kann nicht alleine zwanzig oder mehr Kinder betreuen (und unterrichten! und erziehen!) wenn es mehr als eines dabei hat, dass sich noch kleinkindlich verhält. Da leidet die ganze Klasse drunter. Aber das ist ein Fehler im System......

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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von F. Scarpi » Mi 24. Jul 2019, 20:51

Helena, „Eltern, die ihr armes Jüngstes zurückhalten“ war sarkastisch. Für dich sind die, sagt dieser Satz, nicht wirklich arm, oder?
Aber die Eltern haben eben wirklich dieses Gefühl, dass sie arm sind oder sein könnten. Ich hätte dieses Gefühl stark gehabt, wenn mein Ältester mit vier hätte in den Kiga gehen müssen.
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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von sonrie » Mi 24. Jul 2019, 22:01

Ich denke, der Grossteil entscheidet sich für eine Rückstellung weil die Kinder mit knapp 4 in den Kiga kommen würden (so zumindest meine Erfahrung hier in der Gegend), nicht weil sie die Jüngsten wären (irgendeines ist halt immer das jüngste Kind, das lässt sich nicht vermeiden ;-)). Wäre der Stichtag Ende April würden sicher einige dies nicht tun, da die Kinder dann bei Kiga Beginn fast 4.5 Jahre alt wären - was in dem Alter einen grossen unterschied bedeuten kann, was Entwicklung und Reife angeht.
Ich habe Mühe mit diesen "Beschuldigungen" bzw. Bewertungen der Entscheidung warum Eltern sich für eine Rückstellung entscheiden - am Ende geht es niemanden etwas an und diese Eltern verstossen weder gegen irgendein Gesetz noch ist es moralisch bedenklich, ein Kind erst mit 5J in den Kiga zu schicken.

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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von F. Scarpi » Mi 24. Jul 2019, 23:08

Ja, ich habe auch den Eindruck mit dem früheren Stichtag gab es weniger Rückstellungen (bei uns), aber ich weiss es nicht genau.

Es gibt aber eben schon auch Eltern, die einfach nicht wollen, das ihr Kind das Jüngste ist, besonders wenn es sensibel und schnell eingeschüchtert ist. Es ist dann zwar so, dass diese Eltern, vor allem, wenn es viele sind, anderen Kindern wiederum schaden (zB eben, weil die jungen Kinder, die noch in der Gruppe verbleiben, umso mehr in der Minderzahl sind). Aber die Eltern wollen ja nicht anderen schaden, sondern ihren Kindern helfen. Das ist ungefähr das Letzte, was „man“ Eltern vorwerfen sollte.

Wir sind zwar durchaus für andere Kinder (Menschen) auch verantwortlich, nicht nur für unsere eigenen Kinder, und wir sollen auch anderen helfen, und auch an das Ganze denken, absolut, aber nicht auf diese Weise, also nicht auf Kosten unserer eigenen Kinder, wenn wir denken oder wissen, dass sie leiden würden...
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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von Nuuneli » Do 25. Jul 2019, 06:31

Helena hat geschrieben:
Di 23. Jul 2019, 20:20
Wo wohnst du denn, dass man bereits mit 5 in die Schule kommen kann?
Normal ist der Stichtag ja am 31.7. und Schulbeginn im August?
Das war bis vor ca 3 oder 4 Jahre noch so. Jetzt ist der Stichtag hier auch der 31.7.
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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von Helena » Do 25. Jul 2019, 09:31

Aber dann kommt man ja nicht mit 5 sondern 6 in doe Schule.
Ihr hattet den Stichtag noch später??

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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von stella » Do 25. Jul 2019, 11:42

Helena
Wir hatten ihn deutlich später. Bei uns kamen die Kinder mit 6 in den Kiga (das erste Kigajahr war freiwillig) und mit 7 in die Schule. Nun kommen sie mit 4 in den Kiga und mit 6 in die Schule.

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Übrigens... Jemand hat geschrieben, dass dann viele Abklärungen statt finden.... Ja, aber das hat aus meiner Sicht hier nicht erst mit dem Verschieben des Alters begonnen.
Einen Teil produziert das System Schule selber durch die Organisation und ein Teil ist wichtig, dass er erkannt wird und dass die Kinder und Eltern Unterstützung bekommen.
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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von AnnaMama » Do 25. Jul 2019, 12:00

@Helena
Der Stichtag war Ende Oktober. Die jüngsten Kinder waren somit noch 5 Jahre alt als sie in die Schule eingetreten sind.

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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von Nuuneli » Do 25. Jul 2019, 12:57

Helena hat geschrieben:
Do 25. Jul 2019, 09:31
Aber dann kommt man ja nicht mit 5 sondern 6 in doe Schule.
Ihr hattet den Stichtag noch später??
Der Stichtag war 1.11. statt 31.7. (gleiches Jahr)
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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von danci » Di 30. Jul 2019, 16:22

Wir leben im Kt. Bern. Das Zurückstellen ist hier gang und gäbe und April/Mai-Kinder sind tatsächlich die Jüngsten, egal wie der Stichtag grundsätzlich wäre. Als ich noch zur Schule ging, war der Stichtag übrigens 30.04. und es wurden kaum Kinder ab dem 1.1. eingeschult, sondern ein Jahr später geschickt. In unserer Klasse gab es genau 1 Mädchen mit dem Jahrgang 82 (Rest 81) und dieses hatte anfangs Januar Geburtstag. Das Zurückstellen ich also nichts Neues.

Ich habe drei Kinder und erzähle einfach so meine Erfahrungen, vielleicht hilft es:

Kind 1 (August-Kind), damals war der Stichtag noch im Mai. Sie kam mit 5 in den Kiga und das Jahr vor dem Kiga war wirklich sehr sehr happig. Wir konnten sie kaum auslasten, sie brauchte sehr viel Input und hat den Kiga richtig herbeigesehnt. Sie hätte es auch ein jahr vorher gut geschafft, als es dann losging, war es aber ok und sie ist nun (inzwischen 4. Klasse beendet) am richtigen Ort.

Kind 2 (Ende Juli), Stichtag 31.7.: Wir haben uns monatelang den Kopf zermattert, ob wir ihn schicken oder nicht. Wir führten viele Gespräch mit der KITA, doch auch diese konnten es uns nicht genau sagen. Er war aufgeweckt, aber schüchtern und hatte schon immer mühe mit neuen Sachen. Letztlich behielten wir ihn zurück. Nun ja, ein Jahr später war er immer noch schüchtern und hatte mit dem Eintritt Mühe, wirklich geändert hat sich das nicht. Ich weiss daher nicht, ob es ein Jahr vorher wirklich schwerer gewesen wäre. Trotzdem waren wir stets davon überzeugt, dass es richtig war. Ihm gefiel es dann im Kiga auch. Heute ist er Ende 1. Klasse und ich zweifle inzwischen an unserem Entscheid. Er ist immer noch schüchtern und mag Beständigkeit, aber er hat praktisch nur ältere Freunde, in der Klasse gab er sich nur mit 2. Klässlern ab (Mischklasse), privat auch 2./3. Klässler und man merkt reifemässig keinen Unterschied. In der Schule kommt er gut mit und langweilt sich teilweise. Überspringen ist kein Thema, aber ich denke, er wäre vermutlich wohler, wenn er nun mit den anderen in die 3. übertreten könnte. Wie Stella geschrieben hat, muss man teilweise schon zwischen Charakter und Reife unterschieden. Ein ängstliches, schüchternes Kind bleibt es womöglich und ein Zurückstellen ändert daran nichts.

Kind 3 (anfangs Mai): Sie geht dieses Jahr mit 4 und ich mache mir wirklich Null Sorgen. Zwar gibt es sicher noch die eine oder andere Herausforderung (alleine anziehen klappt nicht immer, den Weg wird sie noch nicht alleine meistern können), aber sie ist tough und schafft das.

Somit sehe ich das Zurückstellen auch eher skeptisch, ABER andererseits kenne ich einige Schulen, die nicht nur überhaupt nicht auf die kleineren Kinder eingestellt sind, sondern den Kindergarten mit Harmos auch extrem verschult haben. Wenn dann im Kiga-Bericht eines 6-jährigen Frühlingskindes steht, es habe noch Defizite im Deutsch und Mathe und sei noch verspielt, habe ich schon meine Fragen. Solche Sachen sind hier zum Glück kein Thema. Allerdings sind die Kindergärtnerinnen auch hier diejenigen, die eher zum Zurückstellen raten. Daher bringt eine Aussensicht vermutlich nicht viel. Ich würde mit der Kindergärtnerin sprechen, evtl. mal reinschauen und dann direkt aus der Situation entscheiden.
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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von Helena » Di 30. Jul 2019, 19:26

Es gibt Gemeinden, da muss man, falls man Zurückstellen möchte zuerst alleine in den Kiga als Eltern gucken gehen. Und wenn man dann immernoch ans Zurückstellen denkt, mit dem Kind hingehen. Und dann schreibt die Kigä einen Bericht.
Fände, das wäre überall eine sinnvolle Sache, denn es gibt so viele Eltern, die den Kindern zu wenig zutrauen.

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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von carina2407 » Di 30. Jul 2019, 20:06

banane hat geschrieben:
Di 16. Jul 2019, 14:01
Hallo zusammen

Ich frage nur mal aus verfrühtem Interesse, ich weiss es ist auch je nach Kanton ein bisschen unterschiedlich und wir haben noch monatelang Zeit für die Entscheidung. Meine Grosse (Juli-Kind) haben wir ein Jahr zurückbehalten und sind sehr glücklich damit. Die Kleine (im April als späte Frühgeburt geboren, hätte ET im Mai gehabt) ist der Grossen sehr ähnlich (klein, fein, scheu) und wenn man den ET nimmt, hätte sie ja nur 2 Monate Unterschied zu der Grossen. Ab und zu frage ich mich jetzt schon, ob wir sie auch noch ein Jahr zurückbehalten.

Hat das jemand gemacht?

Liebe Grüsse
Ich gehe mal nur aufs Eingangspost ein. Wir haben damals unseren im Juli geborenen Sohn zurückbehalten, und es keine Sekunde bereut. Bei unserer Tochter haben wir uns keine Gedanken gemacht, sie hat im März Geburtstag und ging mit 4.5 Jahren in den Kiga. Sie macht es gut, aber rückblickend hätte ihr ein weiteres Jahr zu Hause, oder ein 3.Kiga-Jahr oder die EK auch sehr gut getan. Sie war/ist immer noch sehr verspielt und verträumt, ich würde mit dem heutigen Wissen wohl etwas anders entscheiden bei ihr, und deshalb:Ja ich würde ein April/Mai/Juni Kind zurückbehalten wenn es noch noch sehr verspielt/verträumt oder sehr scheu ist. Ich sehe es als ein geschenktes Jahr.
In unserer Gemeinde darf man jedes Kind ohne kompliziertes Prozedere einmal zurückbehalten, egal in welchem Monat es geboren ist. Es muss dann einfach zwingend in darauffolgendem Jahr in den Kiga eintreten und der dauert bei uns in jedem Fall 2 Jahre.
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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von Honigblume » Fr 2. Aug 2019, 23:08

Wir haben unser März-Kind zurückstellen lassen. Der Schulpsychologische-Dienst hat uns in all meinen Punkten die ich damals aufgelistet hatte weshalb ich so entschieden habe, zugestimmt.

Unsere Tochter haben wir regulär einschulen lassen. Sie ist eine der Jüngsten den sie haben bereits 3 Schüler die die Klasse wiederholen mussten. Daher ist der Spagat teilweise riesig, was das Alter betrifft.
Ich weiss von 2 Müttern, da war es auch wieder Thema das die Kinder wiederholen. Nun werden sie doch weiter geschleift. Ein Kind wäre ebenfalls in die Klasse meiner Tochter gekommen.
Bei uns an der Schule ist das Wiederholen immer mal wieder ein Thema.
Daher bin ich froh, haben wir unser Märzli auf Grund seiner emotionalen Entwicklung zurückstellen lassen.
So nebenbei; Unser Kinderarzt wollte ihn nicht zurückstellen lassen, da er nur seine körperliche Entwicklung betrachtet hat. Seine emotionale Entwicklung hat er vollkommen ausser Acht gelassen.
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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von Minchen » Sa 3. Aug 2019, 13:16

Unseren Sohn (Juni) haben wir zurückgestellt und es auch keine Sekunde bereut.
Er kam letzten Sommer in die 1. Klasse. Es lief super bei ihm und er ging gern zur Schule. Nun freut er sich auf die 2. Klasse. Er ist sozial sehr weit und vernünftig, laut der Lehrerin.
Ich glaube, wenn wir ihn fristgerecht geschickt hätten, wäre der Sachverhalt ein anderer.
Wir brauchten kein Schreiben des KiA oder anderer Fachpersonen. Wir haben einfach entsprechend ein Häckchen gesetzt und nichts mehr gehört. Aber ich glaube, woanders wäre das vielleicht nicht so einfach gegangen.

Unsere Tochter kommt übernächste Woche fristgerecht in die 1. Klasse. Sie ist dann 4J und 8M.
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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von sonrie » Sa 3. Aug 2019, 15:30

sie kommt mit 4 jahren 8 monaten in die 1. klasse? eher kiga oder?

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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von sugus » Sa 3. Aug 2019, 15:44

@sonrie: laut ticker wohl eher 6 Jahre und 8 Monate. Das wäre ja sonst sehr krass.

Wir leben im Ausland und erleben gerade das Gegenteil von dem, was ihr hier beschreibt: hier wollen viele Eltern ihre Kinder möglichst früh einschulen. Ein Gesetz soll neu nun verbieten, dass man Kinder so superjung einschulen kann. Unser April-Kind hat nun im Juni im Kindergarten gestartet.Nicht einschulen war trotzdem keine Option für uns (und für ihn auch nicht. Er wollte unbedingt gehen). Bis jetzt macht es ihm viel Spass,aber ich finde ihn schon sehr jung (auch weil hier vom ersten Tag an das ABC gelernt wird, was für ihn eigentlich noch zu früh ist). Wir nehmen es easy. Wenn er es packt ist gut und sonst macht er dann halt noch ein drittes Kindergartenjahr. Solange er Spass hat, stimmt es für uns. Aber das mit einem dritten Kindergartenjahr ist in der Schweiz wohl auch nicht überall so einfach.
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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von stella » Sa 3. Aug 2019, 16:41

sugus
Im Kanton Bern gibt es offiziell kein 3. Kigajahr mehr. Ich weiss nicht, wie die Praxis aussieht. Und eigentlich ist es auch so, dass Kinder, die zurückbehalten werden, dann nur ein Kigajahr machen können, um eben diese grosse Altersspannweite zu vermeiden. Auch da weiss ich nicht, ob sich diese Praxis nun durchsetzt.
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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von sugus » Sa 3. Aug 2019, 17:06

@stella: stimmt! wir haben auch im Kanton Bern gewohnt früher und das mit dem 3. Kindergartenjahr wüsste ich eigentlich. In BS geht das noch soviel ich wriss. Dass dann zurückgestellte Kinder in Bern aber nur 1 Jahr machen können,ist mir neu. Ich dachte,dass 2 Jahre obligatorisch sind? Das Problem mit der Altersdifferenz sehe ich durchaus.

Es sind einfach total schwierige Entscheide und so individuell.Ich hätte manchmal gerne eine Glaskugel zum vorausschauen, wie sich mein Kind entwickelt (wir mit unseren Third-Culture-Kids erst recht. Wüsste gerne,ob wir gut für sie entscheiden...).
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Re: April/Mai-Kind zurückbehalten?

Beitrag von stella » Sa 3. Aug 2019, 17:33

sugus
Ein Entscheid ist immer für den Moment. Später kann man neu und anders entscheiden, wenn es nötig sein wird. Diese Sicht nimmt vielleicht ein wenig den Druck.

Heute ist es auch kein Problem mehr, ein Jahr zu repetieren. Alle Kinder sind sehr individuell unterwegs. Ich stelle zu dem auf der Real fest, dass die Kids viel gelassener und selbstsicherer daher kommen, auch die, die wirklich eine Schulgeschichte hinter sich haben.
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