Arztzeugnis letzte 4 Wochen

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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon Ups... » Sa 12. Aug 2017, 22:16

@Malaga
Ja, wöchentlich zum Arzt ging ich, weil ich einfach "mag nüme"...

Klar wars früher anders, das heisst aber nicht, dass alle d'Schwöster mönd use henke und sich immer gleich sich krank schreiben lassen...

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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon Schusael » Sa 12. Aug 2017, 22:42

@ ups.

Habe gedacht hier darf man seine Meinung posten und man kann SACHLICH darüber diskutieren.
Den egal was ich mache, ich mache es nicht richtig.
Gehe ich arbeiten bin ich karriere geil.
Bin ich zu hause bin ich ne übermutter.
Habe ich keine kinder bin ich nicht sozial.
Ich kann es und will es nicht allen recht machen. Und jeder darf seine meinung haben. Aber ein sozialstaat funktioniert nur mit kindern. Und ja die müssen beaufsichtigt werde. Und auch dies kostet. Jedoch weden meine kinder den rentern mal die ahv finanzieren. Dies wird gerne vergessen

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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon stella » Sa 12. Aug 2017, 22:54

Schlossi
Da war ich mir eben nicht sicher... Hab es nicht gebraucht...
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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon jupi2000 » Sa 12. Aug 2017, 23:17

Ups
Es kann schneller gehen als dir lieb ist, und Andere müssen für dich bezahlen. Man weiss nie. Das heisst Solidarität und ist richtig und wichtig.
Wenn eine Schwangere sagt, sie mag nicht mehr, wieso glaubt man ihr nicht einfach und lässt sie krankschreiben? Warum so missgünstig? Wir Frauen sollten besser zusammenhalten. Und nur weil du es fast problemlos bis zur Geburt geschafft hast, heisst das ja nicht, dass das alle müssen. Und für die Geburt braucht Frau auch Power. Da ists doch besser, sie sammelt zuhause noch ein bisschen Energie.

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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon stella » Sa 12. Aug 2017, 23:20

Schusael hat geschrieben:@stella

Ja das stimmt, aber dann habe ich anstatt 14 Wochen nur noch 12 Wochen Mutterschaftsurlaub. Und nach 12 Wochen den Wurm schon in eine krippe geben. Also ich weiss nicht.


Das ist wiederum eine andere Diskussion. Auch in dem Bereich hat die Schweiz eine Minimallösung... Der MU sollte meiner Meinung nach länger dauern...
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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon jupi2000 » Sa 12. Aug 2017, 23:21

Und übrigens glaube ich nicht, dass Schwangere die KK übermässig belasten. Das sind eher andere Posten, die hohe Kosten verursachen.

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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon Moreen » So 13. Aug 2017, 06:30

Frauen, nehmt doch nicht stets alles für bare Münze, was ihr hier im Forum lest :wink: . Ich möchte gar nicht wissen, wie oft hier geblufft und vorallem schön geredet wird :roll: . Sähen wir hinter die Fassaden gewisser userinnen - wir würden wohl sehr ernüchtert sein :mrgreen: . Es gibt halt nun mal Menschen, die ihre Wertigkeiten nur auf diesem Weg unter Beweis stellen können...

@stella, ich bin ganz deiner Meinung: die Schweiz hinkt bezüglich MU gewaltig hinterher :?
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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon stella » So 13. Aug 2017, 07:45

Moreen hat geschrieben:Frauen, nehmt doch nicht stets alles für bare Münze, was ihr hier im Forum lest :wink: . Ich möchte gar nicht wissen, wie oft hier geblufft und vorallem schön geredet wird :roll: . Sähen wir hinter die Fassaden gewisser userinnen - wir würden wohl sehr ernüchtert sein :mrgreen: . Es gibt halt nun mal Menschen, die ihre Wertigkeiten nur auf diesem Weg unter Beweis stellen können...

@stella, ich bin ganz deiner Meinung: die Schweiz hinkt bezüglich MU gewaltig hinterher :?



Das spielt nicht so eine Rolle beim Thema, was die Eröffnerin machen soll...
Fakt ist, dass sie schwanger ist und einen Job macht, der nicht geeignet ist für Schwangere. Da würden wohl alle die, die jetzt schreiben, sie haben bis zur Geburt gearbeitet, auch nicht weiter arbeiten können.

Nun gibt es verschiedene Wege, wie Frau damit umgehen kann.

Arztzeugnis ist einer davon und elegant, weil dann eine Versicherung zahlt und die betroffene Frau sofort aus der Schusslinie genommen wird. Aber es ist rechtlich nicht die richtige, weil die Frau schwanger ist und nicht krank.

Also kommt das Gesetz zum Zug, in dem Schwangere genau in solchen Situationen geschützt werden. Aber da ist die Frau in der Schusslinie, weil der Chef eine Lösung finden muss und das Team muss die mittragen. Und u.U. muss die Frau in Form von Sprüchen... viel erdulden.

Das ist die Krux am ganzen Seich.

Aber ich glaube, dass dies der einzige Weg ist. Sich an einen anderen Arzt wenden oder gar Rückenschmerzen vorzutäuschen, finde ich nicht gut, könnte es aber verstehen, wenn der Chef eine Badehose sein könnte...

Was nun diese Situation mit der Situation anderer Userinnen zu tun hat, das erschliesst sich mir nicht. Ist eigentlich egal, wie andere das gelöst haben. Es wird nur dann interessant, wenn jemand ebenfalls einen Job hatte, der für Schwangere zu schwer war. (Also einer, der viel mit heben zu tun hat...) Ansonsten ist er nicht vergleichbar...
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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon Moreen » So 13. Aug 2017, 08:05

@stella, es spielt insofern eine Rolle, als dass gewisse Userinnen / Leserinnen sich blenden lassen von den Aussagen gewisser Super women und dann nicht mehr auf ihr Bauchgefühl hören, sondern einen auf "Gring ache u seckle" machen. Und wem nützt es, wenn sich eine Hochschwangere bis zur Erschöpfung abrackert, nur weil ein paar wenige Frauen hier damit bluffen, bis 5 Minuten vor der Geburt (absichtlich überspitzt formuliert :wink: ) alles gegeben zu haben im Beruf (und über den Wahrheitsgehalt solcher Aussagen habe ich so meine Zweifel)
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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon Caipi16 » So 13. Aug 2017, 09:39

Ach, Leute - jedes Mal, wenn es mal eine halbwegs interessante Diskussion gibt, kommen gehässige, persönliche Angriffe gegenüber andersdenkenden Userinnen ("Supermutter", "Übermutter", "hinter deren Fassade sieht es ganz anders aus", etc.) :roll: ... ganz ehrlich: Diskutiert Ihr in Eurem privaten/beruflichen Umfeld auch so oder lässt Ihr einfach hier Euer tiefstes Inneres raus? :roll: :roll: .

Ich denke, es kommt hier gar nicht darauf an, ob, wie viele und aus welchem Grund sich Schwangere krankschreiben lassen. Ich seh's einfach in der Praxis: Es kommt extrem oft vor. Begründet oder unbegründet kann/will ich nicht beurteilen - ich bin kein Arzt. Ich habe es in den letzten 12 Jahren einfach wirklich nur 1-2 Mal erlebt, dass sich eine Frau am Anfang Ihrer Schwangerschaft schon um eine andere Lösung bemüht hätte bzw. ihre SS "geplant" hätte, sondern da war einfach für jede klar: "Ich arbeite max. bis zum 7./8. Monat - dann lasse ich mich krankschreiben". Punkt. Ob das wirklich in jedem Fall so laufen musste - keine Ahnung.

Aber die Themeneröffnerin hat ja nur danach gefragt, was Ihre Rechte sind bzw. ob es nicht Ihr Recht ist, sich 100%ig krankschreiben zu lassen. Und ich denke, diese Frage kann man ganz sachlich (und anständig - ohne andere anzugreifen :wink: ) beantworten: "Nein, eine Krankschreibung ist weder ein Recht noch ein Wunschkonzert" - wenn auch auf diese Antwort wieder emotionale Ausbrüche kommen, sorry... :wink: .

Und was man in so einer Situation machen kann, kann man auch ganz sachlich (und anständig) beantworten:

1. Mit dem Arbeitgeber sprechen und versuchen, mit ihm zusammen andere (weniger beschwerliche) Arbeiten zu suchen, die man machen kann (man kann es ja zumindest mal versuchen :!: )
2. Einen anderen Arzt suchen, der bereit ist, eine 100%-Krankschreibung auszustellen
3. Ferien oder unbezahlt nehmen - oder das 50%-Pensum (auf eigene Kosten) nochmals um 10% oder 20% zu reduzieren

@moreen
Unser "Disput" ist nun glaub schon über ein Jahr her - und ich würde es ehrlich gesagt toll finden, wenn Du Deinen Riesen-Hass auf mich auch mal irgendwie in den Griff kriegen könntest (Du weisst, wovon ich spreche :wink: ). Ich weiss: Dieses ewig lange Nachtragende ist typisch Frau... gehässig und nachtragend ohne Ende :roll: . Da schätze ich die männliche Art: Sich als Arschloch betiteln, 1 Stunde später auf die Schulter klopfen und ein Bier trinken gehen :mrgreen: (was nicht heisst, dass ich letzteres mit Dir tun möchte - so weit müssen wir nicht gehen :wink: ). Aber ich bin hier drin auch schon an ganz andere Userinnen geraten, man giftet sich mal an und im nächsten Thread geht man wieder normal miteinander um. Punkt. Das schätze ich - und ist grundsätzlich auch meine Gangart (für alles andere ist das Leben doch zu kurz). Und wie gesagt: Ich würde mir wünschen, dass Du das irgendwann in absehbarer Zeit auch mal schaffst - diese ständig persönlichen Gifteleien sind einfach primitiv... sorry.

Abgesehen davon: Du schreibst hier, dass ein paar wenige Frauen hier drin bluffen, kurz vor der Geburt alles gegeben zu haben. Ich habe nun den ganzen Thread nochmals durchgelesen und konnte keine einzige solche Aussage finden :shock: :roll: . Ich z.B. habe sogar explizit geschrieben, dass ich genau das nicht wollte und eben drum frühzeitig andere Lösungen gesucht habe (also nix von wegen "Superwoman" - leider nicht :lol: ). Ich habe hier auch keine Userin gelesen, die geschrieben hat, man müsse sich auf Biegen und Brechen bis 5 Minuten vor der Geburt abrackern. Die einzig kritischen Stimmen kamen bezüglich "Krankschreibung auf Wunsch" - und eben, dass man je nachdem auch andere Lösungen finden könnte (oder zumindest zuerst mal herausfinden könnte, ob es die gibt, bevor man eine Krankschreibung verlangt). That's it. Nicht mehr, nicht weniger. Wieso man deshalb schon wieder persönlich angriffig werden muss - I don't know :roll: . Aber wenn ich hier drin jemals eine kontroverse Diskussion ohne Gehässigkeit erlebe, mache ich ein Fass auf - ganz ehrlich :lol: :lol: .

In diesem Sinne Euch allen einen schönen - und friedlichen :wink: - Sonntag!

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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon Caipi16 » So 13. Aug 2017, 10:09

Ach ja, und was das Thema Mu-Urlaub anbelangt: Ich persönlich sehe unsere jetzige Lösung als gute Lösung. Wenn ich so mit Frauen spreche, dann höre ich öfters, dass man sich 6 Monate wünscht bzw. 6 Monate als ideal anschaut. In den meisten Fällen ist es möglich, dass eine Frau noch 2 Monate auf eigene Kosten (z.T. Ferien oder UBU bezieht) bzw. der AG ihr diese Zeit zugesteht. So sind fast 2/3 vom Staat bezahlt, was ich wie gesagt eine gute und vernünftige Lösung finde. Ja, ich weiss: Man hätte vielleicht gerne 3/3 bezahlt - und möglichst noch zu 100% ;-). Aber eben: Ich finde, wir haben mit dieser Lösung einen guten Kompromiss gefunden, zwischen dem Wunsch von Müttern nach einem bezahlten Mu-Urlaub und dem Wunsch des Grossteils der Bevölkerung, dass die Sozialabgaben nicht noch mehr steigen (was irgendwann zwangsläufig der Fall wäre, wenn wir allen Frauen noch längeren MU-Urlaub gewähren - was momentan im "Kässeli" drin ist, würde für "mehr" auf Dauer einfach nicht reichen). Ich persönlich möchte nicht noch höhere Sozialabgaben - mir reicht es, wenn schon die Mieten relativ teuer sind und die KK-Prämien jedes Jahr wieder steigen. Da bin ich ehrlich gesagt froh um jeden Franken, der mir nicht vom Lohn abgezogen wird. Noch weniger Ende Monat auf dem Lohnkonto nur damit alle Frauen 6 Monate bezahlt Zuhause bleiben können (was ja grundsätzlich einfach Luxus ist) - sorry, nein... möchte ich persönlich nicht. Und ich denke, all die Familienväter, die mit CHF 5000.- pro Monat ihre vierköpfige Familie durchbringen müssen, auch nicht. Ich finde halt, bei solchen Diskussionen muss man auch immer das grosse Ganze im Auge behalten. Wir haben einigermassen vernünftige Sozialabzüge und es bleibt Ende Monat noch etwas übrig vom Lohn - dafür müssen wir gewisse Abstriche machen (wie eben vielleicht noch ein paar Wochen vom gewünschten 6monatigen Mu-Urlaub selber bezahlen). Abgesehen davon, dass in unsere Land sowieso die wenigsten Frauen nach der Geburt wieder hochprozentig einsteigen - die meisten arbeiten nach einer Geburt max. 40-50%. Und nach rund 4 Monaten wieder 2 oder 2.5 Tage pro Woche einsteigen, finde ich persönlich nun nicht so gewaltig... wenn hingegen der Grossteil der Frauen hochprozentig (d.h. mind. 80%) wieder einsteigen würde, ja - dann fände ich es ok, über einen längeren Mu-Urlaub zu sprechen. Aber eben: Ich finde unsere jetzige Lösung ok - und bin halt auch der Meinung: Man muss irgendwann auch mal zufrieden sein... dieses immer "mehr", "mehr", "mehr" geht auf Dauer halt auch nicht auf. Wir wollen "mehr" bei den Krankenkassen-Leistungen... immer bessere Medizin... bestens ausgebildete Spezialisten... wir wollen "mehr" im Alter... auch im Alter gut leben... wir wollen Vaterschaftsurlaub... einen längeren Mutterschaftsurlaub... wir wollen mehr Ferien... weniger Sollarbeitszeit... und und und. Alles schön - und wenn ich nur die eine Seite anschaue: Ja, das möchte ich auch!! ;-) Aber wenn ich die andere Seite - nämlich die Kostenseite und die finanziellen Konsequenzen von solchen "Luxusgeschichten" anschaue, möchte ich ganz vieles davon nicht bzw. kann ich auf ganz vieles davon gut verzichten... weil mir auch klar ist: Alles geht nicht. Unsere High-class-Medizin ist das beste Beispiel: Wir haben heute eine grossartige Medizin, können ganz viele Krankheiten heilen, die vor 50 Jahren noch zum Tod geführt hätten... können Menschen immer länger am Leben erhalten (während vor 50 Jahren 65 Jahre schon ein hohes Alter war, sind wir heute schon geschockt, wenn ein erst 65jähriger sterben muss)... und und und. Die Kehrseite der ganzen Geschichte: Die Krankenkassenprämien steigen jedes Jahr und bringen immer mehr Menschen ins Elend, die sich diese hohen Prämien gar nicht mehr leisten können.... und dadurch, dass immer mehr Menschen immer älter werden und wir immer mehr alte Menschen haben (die z.T. wirklich SEHR alt werden und noch 10 oder mehr Jahre in Pflege- oder Altersheimen leben), haben wir auch ein massives Problem in der Altersvorsorge. So hat jede Geschichte immer mind. 2 Seiten - und ich finde, man muss jede Geschichte auch immer von allen Seiten anschauen. Nur immer "mehr" wollen, ohne an die Konsequenzen zu denken (sondern erst zu jammern, wenn man dann statt 5,125% AHV-Abzug plötzlich 8% oder 10% Abzug drauf hat) geht halt auch nicht auf...

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-Malve-
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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon -Malve- » So 13. Aug 2017, 10:13

@ Caipi
War ich möglicherweise eine von diesen 1-2 Frauen :? :mrgreen:
Habe vor der Geburt des ersten Kindes in einem beruf gearbeitet, der definitiv nicht geeignet ist für die letzten Wochen vor der Geburt. Mein AG hat das insofern gesehen, dass er statt 14 Wochen 16 Wochen MuU gegeben hat aber mit der Bedingung, mindestens 2 Wochen vor der Geburt zu beziehen. Weiter einigten wir uns darauf, dass ich sämtliche Ferien und Überzeit VOR der Geburt beziehen muss. Auf eigenen Wunsch bekam ich dann noch 2 Wochen unbezahlten Urlaub. So konnte ich im 8. Monat mit gutem Gewissen aufhören zu arbeiten. Mich in Ruhe auf die Geburt vorbereiten und auch vorher gut arbeiten weil ich ja schon frühzeitig wusste, wann der letzte Arbeitstag vor der Geburt sein wird.

Ja, es hat uns Geld gekostet, in dieser Zeit so zu handeln.
Es war es uns wert.

Bei einer Krankschreibung ohne dafür vorgesehenen triftigen Grund ist es mir persönlich nicht wohl.
Weil das einfach auch Dinge sind die möglicherweise auf einen zurück kommen - das Arbeitsleben endet nicht mit der Geburt, man arbeitet vielleicht weiter sogar beim gleichen AG... Ein zweites Kind kommt irgendwann...

Krankgeschrieben und bezahlt soll diejenige sein die es auch ist.

SS allein ist keine Krankheit. Aber zum Ende hin mühsam, auch wenn man gute SS hat.

Bezüglich den Einwänden das wenn man zu Hause noch Kinder hat sich nicht schonen kann, muss ich sagen das Kinder auch nicht die gleiche Leistung wie mein Chef verlangen.

Kommt also sehr darauf wie man Leistung definiert...
Natürlich kann man sich in einer gewissen Weise auch schonen zu Hause weil kein Chef direkt hinter einem steht.
Aber ich finde also auch einen "geschonten Alltag mit Kindern" definitiv strenger als 50% Arbeitsalltag, was de facto heisst ich arbeite 4 Stunden und 20 Stunden am Tag kann ich selber bestimmen wie ich die Zeit gestalte.
Vielleicht mache ich was falsch aber meine Kinder geben irgendwie nicht nach 4 Stunden Ruhe und ich kann mich in Ruhe wieder erholen ?!

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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon Moreen » So 13. Aug 2017, 10:18

@Caipi16, weisst du, ich bin generell kein Fan von Selbstbeweihräucherung; sie bringen - gerade in solchen Themen - wenig bis gar nichts und dienen auch nicht der Sachlichkeit. Frauen mit wenig Selbstbewusstsein interpretieren solche Texte komplett anders oder gar falsch, und das soll es ja auch nicht sein...

In einem gehe ich mit Dir einig: sich ein ärztliches Zeugnis zu erschleichen geht gar nicht! Aber dass man ehrlich sein darf und dem Arzt auch mitteilen kann, dass man körperlich einfach nicht mehr mag, das finde ich legitim. Und wenn der AG einem keine andere, zumutbare Arbeit anbieten kann - tja, was dann? Für eine Frau, die nach dem MU wieder zurück ins Berufsleben geht, ist jeder Tag, den sie VOR der Geburt noch arbeiten kann (oder dann halt eben krank geschrieben wird) ein kostbarer Tag; entsprechend länger hat sie nach der Geburt Zeit, sich zu erholen...
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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon Lilyrose » So 13. Aug 2017, 10:18

Genau wegen dieser Diskussionen ist die Lösung anderer Länder richtig. 6-8 Wochen vor Geburt fängt der Mutterschutz an. Da gibt es keine solche Diskussionen.

Ich hab bei meiner ersten ss ab ssw34 80% gearbeitet und dann im 2 Wochentakt 20% weniger und ab ssw38 nicht mehr. Das fand ich so genau richtig und auch ohne schlechtes Gewissen. Wie meine Hebamme sagte: die Geburt ist ein riesen Kraftakt, da bringts weder Kind noch Mutter was, wenn sie bis am Tag der Geburt Vollgas gibt. Und ich gehöre auch zu den Bürogummis. Heben oder in doofer Position arbeiten, hätte ich auch kaum noch gemocht mit meiner enormen Kugel (konnte kaum noch an Pult sitzen)

Ich finde, es ist doch nur ein Anzeichen unserer Leistungsgesellschaft, wenn sich Mütter damit brüsten "ICH habe bis zu den Wehen gearbeitet" (etwas überspitzt gesagt). Daran ist sicherlich auch unsere Politik schuld. Eigentlich bis zur Geburt arbeiten zu müssen und dann 14 Wochen später gehts weiter, ist für mich alles andere als Familienfreundlich.

@Nelia: musst du selber auch noch heben oder in der Hocke arbeiten? Dann würde ich auf jeden Fall mit AG reden. Gehts nur darum, dass du nicht mehr "so magst", dann würde ich auch meinen, dass du entweder halt noch 2-3 Ferientage dran gibst, so dass du die nächsten 2-3 Wochen nur noch an 4 Tagen 50% arbeitest und dann nochmal mit Arzt redest. Ich finde 2 Wochen vor Geburt, sollte es möglich sein mit Arbeiten aufzuhören. Arzt anlügen fände ich selber auch falsch, sondern würde einfach ehrlich sein und auf Verständnis hoffen.
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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon -Malve- » So 13. Aug 2017, 10:31

Lilyrose hat geschrieben: Wie meine Hebamme sagte: die Geburt ist ein riesen Kraftakt, da bringts weder Kind noch Mutter was, wenn sie bis am Tag der Geburt Vollgas gibt.

Meine sagte dasselbe...
Aber nach einer kurzen Pause auch noch: "Aber es ist doch nicht Sache der Allgemeinheit, die Kosten dafür zu übernehmen. Kinder kosten halt und man muss Prioritäten neu setzen."

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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon Miu » So 13. Aug 2017, 10:49

Caipi16 hat geschrieben:Und ich denke, diese Frage kann man ganz sachlich (und anständig - ohne andere anzugreifen :wink: ) beantworten: "Nein, eine Krankschreibung ist weder ein Recht noch ein Wunschkonzert"
Und was man in so einer Situation machen kann, kann man auch ganz sachlich (und anständig) beantworten:


Findest du nicht, dass alleine das Wort Wunschkonzert eine ganze Menge impliziert?
Das ist weit weg von sachlich. Es ist doch dann kein Wunder, dass manche sich angegriffen fühlen?

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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon Schusael » So 13. Aug 2017, 11:02

Bezüglich Mutterschutz

Für das Militär haben wir auch das Geld. Den wenn mann alles zusammen rechnet kommt man sicherlich auf ein Jahe. Und die mutterschaft wird ja von der selben kasse bezahlt. Es sollte jedoch kein müssen sein, das die Frau bzw mann ein jahr zuhause sein kann. Jedoch ein dürfen.

Wenn die schweiz ihre einstellung nicht bald mal ändert haben nur noch sozialhilfeempfänger oder die reichen kinder. Da würde aber die ahv definitiv nicht mehr reichen.

Ich finde es einfach schade das wir frauen nicht zusammen halten.

Den die kinder sind unsere zukunft. Und die sollen eine möglichst schöne kindheit haben. Mit eltern welche auch zeit für sie haben. Und nicht nur am arbeiten sind.

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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon mariposa_1 » So 13. Aug 2017, 11:03

-Malve- hat geschrieben:das Arbeitsleben endet nicht mit der Geburt, man arbeitet vielleicht weiter sogar beim gleichen AG... Ein zweites Kind kommt irgendwann.


Genau so ist es. Jedoch fällt das nicht nur auf einem selber zurück, sondern auch auf alle anderen Frauen im Gebärfähigem Alter.
Als klar war dass ich nach dem MU nicht mehr arbeite, musste mein AG und mein Team jemand neues suchen. Es war glasklar dass diese Person keine Frau sein wird! Zumindest nicht eine unter 45. Jetzt habe sie einen Mann eingestellt. Dies alles nur schon allein wegen der ss. Wenn eine Schwangere dann auch noch krankgeschrieben wird sind die Gemüter sicher noch erhitzter.
Das macht mich nachdenklich.

Trotzdem würde ich mich jederzeit wieder krankschreiben lassen wenn die Arbeit nicht so gestaltet wird, dass sie für eine Schwangere machbar ist!
chline maa 2017 ♡

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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon stella » So 13. Aug 2017, 11:05

Die jetzige Situation mit dem MU ist schlicht nicht frauenfreundlich!

Eine flexiblere Lösung muss her und ein längerer MU! Wir haben hier wirklich die Minimallösung. Und dann bringt die FDP noch den Vorschlag, von den mickrigen MU-Wochen zwei für die Väter abzuzweigen! Geht es noch!? Denn die Väter waren nicht schwanger und haben nicht geboren!!!
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Re: Arztzeugnis letzte 4 Wochen

Beitragvon Moreen » So 13. Aug 2017, 11:13

Caipi16 hat geschrieben: Noch weniger Ende Monat auf dem Lohnkonto nur damit alle Frauen 6 Monate bezahlt Zuhause bleiben können (was ja grundsätzlich einfach Luxus ist) - sorry, nein... möchte ich persönlich nicht

Wie lange bliebst denn du nach dem MU zu Hause?
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