Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

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Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon ProjectVenus » Do 12. Okt 2017, 14:41

Liebe alle

Wie viel Zeit sollte man beim Kind bleiben nach der Geburt?

Von einer Hebamme habe ich gehört, dass mind. sechs Monate gut seien, da das Baby dann schon ein bisschen Sitzen und Breilein essen kann.

Am schönsten wäre es natürlich noch länger bleiben zu können. Aber da ich nur 60% arbeite, einen Tag Homeoffice machen kann und mein Partner auch an zwei Tagen von zu Hause aus arbeitet, könnten sechs Monate vielleicht gut reichen.
Auch wird eine längere Absenz nicht so gerne gesehen von meinem Arbeitgeber und er redet bereits vom Einstellen eines Ersatzes wenn ich nur bereits die vier Monate fehle.

In einem Deutschen Forum habe ich gelesen, dass die Mütter oft zwei Jahre Auszeit nehmen. Aber sie haben ja im Gegensatz zu uns fast das 4-fache an Elternzeit und mit 42 bezahlten Wochen ist das Aufrunden auf zwei Jahre auch nicht so fern.

Vielen Dank für euren Input wie lange ihre Elternzeit nehmt / genommen habt und wieso.

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Vintage
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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon Vintage » Do 12. Okt 2017, 18:09

Hallo ProjectVenus

Ich habe direkt nach 14 Wochen wieder Vollzeit gearbeitet. Mein Mann ist jedoch dafür voll zu Hause. In deiner Situation würde ich mich sicher mal mit dem Arbeitgeber zusammensetzen und mit ihm konkret besprechen, was aus seiner Sicht möglich ist. Wenn du länger als die üblichen 14 Wochen fehlst, müsstest du ja die restliche Zeit unbezahlt nehmen. Denk daran, dir alles schriftlich geben zu lassen. Und überlege dir, wie wichtig dir diese Arbeitsstelle ist, bzw. wie die Aussichten sind, allenfalls einen anderen Job zu finden.

Natürlich ist es schön, wenn man so lange wie möglich zu Hause bleiben kann. Ich hätte auch gerne die Zeit zu Hause mit meinen Babys etwas länger genossen. Aber oft geht es halt nicht anders und wir Frauen müssen dann eben schon früh wieder arbeiten gehen. In meiner Situation ist es natürlich etwas speziell, da der Papa zu Hause ist. Trotzdem ist es halt nicht das Gleiche; stillen geht z.B. bei Vollzeittätigkeit praktisch nicht, das ist zeitlich kaum machbar.

60 % Arbeiten finde ich jetzt nicht soo viel, somit wäre das Baby 3 Tage pro Woche in Fremdbetreuung. Statt Kinderkrippe könnte dies ja vielleicht auch eine Tagesmutter sein? Evtl. besteht auch die Möglichkeit, dein Pensum noch etwas zu reduzieren? Homeoffice mit Kind geht übrigens nicht, du brauchst dann auf jeden Fall jemanden, der das Kind betreut. Ich habe im Mutterschaftsurlaub selbst teilweise zu Hause gearbeitet (eigene Firma), das war zum Teil sogar schwierig obwohl mein Mann auch zu Hause war.

Würde es sich finanziell lohnen, hätten wir wohl eine Teilzeit-Fremdbetreuung gewählt, die Kosten sind hierfür im Verhältnis zu den Verdienstmöglichkeiten meines Mannes aber zu hoch.

Wäge die Möglichkeiten ab, die du hast und mach dir kein schlechtes Gewissen, falls du doch nicht so lange zu Hause bleiben kannst. Das nützt weder dir noch deinem Kind. :wink:

Euch alles Gute!
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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon Caipi16 » Do 12. Okt 2017, 18:45

Der gesetzliche (bezahlte - 80% des bisherigen Lohns) Mutterschaftsurlaub in der CH ist 14 Wochen.

Gewisse Firmen bezahlen - aus dem eigenen Sack und freiwillig - 14 Wochen lang 100% Lohn oder 6 Monate 80% oder 100% Lohn. Das ist aber wie geschrieben firmenabhängig.

Wenn Dein AG keine spezielle Regelung hat, dauert Dein (bezahlter) Mutterschaftsurlaub 14 Wochen. Wenn Du länger (unbezahlt) Zuhause bleiben willst, musst Du das mit Deinem AG abmachen. Wenn er einverstanden ist, gut. Wenn nicht, dann hast Du ein Problem bzw. dann bleibt Dir eigentlich nur die Kündigung.

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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon Pippo » Do 12. Okt 2017, 19:16

schlussendlich musst du es mit deinem AG vereinbaren. Ich konnte jeweils 6 monate fehlen (MU plus Ferientage plus unbezahlt) und fand das super. Beim ersten kind war ich nach 6 monaten froh wieder arbeiten gehen zu können, nach Nr. 2 wäre ich gerne etwas länger zu hause geblieben.... aber es war dann ok so wie es war, man stellt sich automatisch drauf ein. Ob das Kind nun schon sitzen kann oder brei isst oder nicht ist dabei total zweitrangig - es braucht ja sowieso die volle betreuung, ganz egal was es nun kann oder noch nicht.

Wenn dein AG einen längeren MU nicht unterstützt hast du genau die 14 wochen zugute - und da nutzt dir auch die argumentation nichts, dass sie in DE länger zu hause bleiben.

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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon Jamiro » Do 12. Okt 2017, 22:40

Da wirst du die ganze Palette an Antworten bekommen... Schlussendlich muss dein AG mit allem, was über die gesetzlich vorgeschriebenen 14 Wochen hinausgeht, einverstanden sein.
Ich persönlich war jeweils ein knappes halbes Jahr zu Hause und bin dann wieder mit 20% eingestiegen. Mehr hätte ich keinesfalls gewollt. Deshalb empfinde ich deine 60% auch nicht als „nur“, sondern als sehr viel. So oder so werdet ihr eine Fremdbetreuung für 3 Tage die Woche brauchen, da Homeoffice mit Baby/Kleinkind nicht vereinbar ist.

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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon sugus » Do 12. Okt 2017, 23:03

zum Thema Homeoffice: ich arbeite 80%, praktisch alles Homeoffice. Auch ich kann dir einfach sagen, dass es unmöglich ist, ohne Betreuung zu Hause zu arbeiten. Als unsere Kinder noch klein waren wurden sie von einer Nanny zu Hause betreut. Das hatte für mich u.a. den Vorteil, dass ich immer mit der Nanny und den Kindern zusammen essen konnte und alles rund um den Brei und Schöppelen trotzdem selbst machen konnte. Und natürlich sah ich mein Kind trotz hohem Arbeitspensum relativ viel und war in Notfällen verfügbar. Heute sind die Kinder 2 und 4 Jahre alt und wir haben von Nanny auf Tagesmutter umgestellt (immer noch gleiche Betreuungsperson, aber sie nimmt die Kinder nun zu sich nach Hause), weil ich mit den Kindern im Haus einfach nicht mehr arbeiten konnte (es ist zu laut im Haus, die Kinder kommen trotzdem manchmal ins Büro, ich bin gestresst wenn ich sie weinen oder streiten höre etc.). Deshalb auch von mir der Hinweis: Homeoffice löst die Betreuungsfrage definitiv nicht! Es ist einfach praktisch, weil man keinen Arbeitsweg hat.

Ich selber habe nach 5 Monaten wieder zu arbeiten begonnen (bei Kind 1 waren es 100%, bei Kind 2 dann 80%). Ich nahm also noch etwas unbezahlten Urlaub. Da muss der AG mitmachen und du musst dir auch bewusst sein, dass es finanziell nicht ganz ohne ist (auch mit AHV-Beiträgen und so - komme da nicht so gut draus, aber ich erinnere mich, dass da ein Thema war). Mein Mann hat immer Teilzeit gearbeitet und mit dem flexiblen Nanny/Tagesmutter-System hat das für uns gestimmt. Das muss aber jedes Paar selber wissen. Wie denkt ihr denn die Fremdbetreuung zu regeln?

die Aussage der Hebamme finde ich persönlich etwas schräg. Das hängt ja wohl noch von ganz anderen Faktoren ab als vom Alter. Und es wird nicht unbedingt einfacher, ein Kind abzugeben je älter es ist.
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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon Shiva » Fr 13. Okt 2017, 10:32

Ich bin nach 16 Wochen wieder offiziell arbeiten gegangen und war froh, wieder mal was für MICH zu haben (ohne Kind). Allerdings gebe ich hier auch ehrlich zu, dass ich bereits nach 4 Wochen jede Woche 2 Stunden im Büro war, denn meiner damaligen Chefin ist eine Mitarbeiterin „fristlos“ davongelaufen (sie meinte an einem Freitag Mittag, dass es ihr nicht mehr passe im Geschäft und sie ab sofort nicht mehr komme). Also bin ich eingesprungen für jeweils zwei Stunden pro Woche um die Löhne für die Temporärmitarbeiter zu erfassen und zu zahlen. Meine Chefin war aber auch sehr grosszügig während meiner Krankschreibung infolge der SS (musste liegen) und den ganzen 16 Wochen Mutterschaftsurlaub, da hat sie mir den Lohn zu 100% bezahlt. Also fand ich ist es nur fair, ihr etwas zurückzugeben.

Grundsätzlich ist es aber schon so, wenn du länger als die 14 Wochen zuhause bleiben willst, musst du dies mit dem AG besprechen und er darf sich auch weigern, dir weitere Zeit unbezahlt zu geben. Damit musst du einfach rechnen, zumal er ja schon davon redet eine Stellvertretung für dich zu suchen.

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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon danci » Fr 13. Okt 2017, 11:40

Ich bin auch sehr kurz zu Hause geblieben:

- beim ersten Kind nach 10 Wochen (ich war ohne Job und es war die Voraussetzung für den Job sofort starten zu können): 50%, davon 10% Homeoffice und 2 Tage im Büro
- bei Kind 2 und 3 nach 16 Wochen zu 80%.

Auch bei uns wurde ein Teil der Betreuung von meinem Mann, jeweils 2 Tage Kita und einen Tag meine Mutter übernommen. Später, als das Kind 3 jährig wurde, habe ich dann auf Vollzeit erhöht, mein Mann hat zuerst 4 Tage Betreuung übernommen und meine Mutter einen Tag und heute macht mein Mann 3 Tage, meine Mutter einen Tag und eine Tagesmutter einen Tag (dafür arbeitet mein Mann viel am Wochenende und ich bin mit den Kindern alleine).

Ich wäre auch gerne länger zu Hause geblieben (6 Monate scheinen mir eine gute Zeit), aber da ich es von Anfang an wusste, war es auch ok. Ich habe mich darauf eingestellt und wusste, dass die Kinder in guten Händen sind. Für sie war es auch ok, sie kannten es nicht anders und haben dadurch eine sehr enge Beziehung zum Vater.

Homeoffice: Das kommt ganz drauf an, wie dieses aussieht. Musst Du einfach 8,5 zusätzliche Stunden für die Arbeit aufbringen, bist aber zeitlich ungebunden und musst nicht noch telefonieren o.ä. Falls ja, ist es mit einem kleinen Kind insofern machbar, dass man es auf seine Schlafenszeit oder abends, wenn der Papi da ist, verlegen kann. Musst Du aber mittwochs von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr telefonisch oder elektronisch erreichbar sein und muss die Arbeit wirklich an dem Tag fertig sein, schliesse ich mich den anderen an: Dann brauchst Du da Betreuung.

Und übrigens habe ich auch immer gestillt: das Erste nur 4 Monate, das hatte aber andere Gründe, das 2. ein Jahr und das 3. über 2 Jahre. Das ist durchaus auch mit einem hochprozentigen oder sogar Vollzeitjob machbar, ich kenne auch einige andere, die das tun. Vorausgesetzt natürlich, es ist Dir wichtig, denn ein Aufwand ist da. Ich fand es aber trotzdem schön, meinem Kind wenigstens das mitzugeben, wenn ich doch viel abwesend bin.

Wenn Du noch Fragen hast, nur zu.
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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon jupi2000 » Fr 13. Okt 2017, 11:54

ProjektVenus
Ich finde mindestens 1 Jahr zuhause ideal. Ob nun das mit Papi oder Mami ist, kommt nicht so drauf an. Für die Bindung und das Urvertrauen finde ich es gut, wenn nicht täglich die Bezugsperson wechselt. Einmal Grosi X, einmal Grosi Y, dann Kita ist doch nur Stress fürs Baby.

Ist meine Meinung, gell.

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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon sugus » Sa 14. Okt 2017, 16:32

@projectVenus:bist du noch da??? würde mich wunder nehmen,was du zu unseren inputs sagst.
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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon stella » Sa 14. Okt 2017, 18:20

Beim ersten Kind bin ich 6 Monate zuhause geblieben, beim zweiten dann 10. mich hätte es sehr gestresst, früher wieder arbeiten zu gehen.

Und es muss einfach eine gute Lösung für die Kinder vorhanden sein. Für so ein kleines Baby ist es ideal, wenn es möglichst wenig andere Betreuungspersonen sind.
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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon Malaga1 » So 15. Okt 2017, 07:26

Ich war beim ersten Kind 6 Monate und beim zweiten 4 Monate zu Hause. Und ganz ehrlich: Das hat mir gereicht. Ich ging sehr gerne wieder arbeiten. Zu Hause fiel mir die Decke auf den Kopf. Die Kinder gingen zwei Tage in die Krippe, ein Tag war Papi zu Hause, zwei ich. Das war nie ein Problem. Die Krippen-Eingewöhnung ist idR mit so kleinen Kindern sogar leichter, da sie noch nicht fremdeln. Und Krippe heisst nicht "Keine Bezugsperson". Selbstverständlich haben die Kinder in der Krippe Bezugspersonen. Und nicht zuletzt: Geld und gute Arbeitsstellen fallen nicht vom Himmel. Es bringt nichts, zu schauen, was in Deutschland normal ist. Wir haben hier andere Regeln.
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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon jupi2000 » Mo 16. Okt 2017, 09:15

Malaga
So sind die Menschen verschieden. Ich war ca 10 Jahre zuhause und habe es genossen! Ich war wirklich gerne Vollzeithausfrau. Aber es ist mir auch klar, dass dieses Modell nicht für alle stimmt. Ich habe auch viele Freundinnen, die ganz unterschiedlich arbeiten. Eine Freundin musste nach 4 Monaten wieder zur Arbeit und hatte Stress wegen dem Stillen. Eine Andere wollte Homeoffice machen, merkte dann, dass das unmöglich ist mit einem Baby/Kleinkind. Und eine Bekannte und ihr Mann arbeiten beide 100% und haben eine Nanny. Da weiss ich manchmal nicht, wieso man dann Kinder hat...

Drum finde ich so eine Frage der TE (wo ist sie überhaupt?) immer etwas wenig hilfreich. Jeder hat doch andere Lebensvorstellungen und Ideen. Und nicht jede Mutter will voll arbeiten und nicht jede will Vollzeitmami sein. Und nicht alle haben Verwandtschaft, die gratis die Kinder hüten.
Drum, wie immer, jedem das seine :wink:

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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon Allegra85 » Mo 16. Okt 2017, 10:15

jupi2000 hat geschrieben:... Und eine Bekannte und ihr Mann arbeiten beide 100% und haben eine Nanny. Da weiss ich manchmal nicht, wieso man dann Kinder hat...


Hoffe du hast keine teure Ausbildung gemacht um dann 10 jahre zu Hause zu hocken.

@Wie lange Zuhause
ich war jeweils nur die 14 Wochen zu Hause. Leider habe ich dem Arbeitgeben keine gute Arbeit mehr abgeben können die ersten jeweils 2 Jahren. Ich hatte einfach so extremen Schlafmangel, dass ich kaum brauchbar war. Darum finde ich das Gesetzt nicht gut.
Gesetzlich ist übrigends 14 Wochen bezahlt zu 80%. 2 Wochen zusätzlich unbezahlt muss der Arbeitgeben dir geben.


Dann habe ich noch folgendes gefunden zum Thema stillen

Stillen am Arbeitsplatz

Für stillende Frauen gilt ein besonderer Mutterschutz. Sie dürfen maximal nur neun Stunden pro Tag arbeiten. Wie in der Schwangerschaft können die Mütter verlangen, dass sie keine beschwerlichen oder gefährlichen Arbeiten machen müssen. Ihnen muss eine Ersatzarbeit angeboten werden oder sie haben Anspruch auf 80 Prozent Ihres Lohns. Stillende dürfen sich auch hinlegen und ausruhen.

Ihr Arbeitgeber muss Ihnen Zeit zum Stillen einräumen. Bis zum ersten Geburtstag Ihres Babys gilt die Zeit, die Sie Ihr Kind stillen oder während Sie Milch abpumpen als Arbeitszeit. Bei einer täglichen Arbeitszeit von bis zu vier Stunden sind mindestens 30 Minuten Stillzeit als bezahlte Arbeitszeit anzurechnen, bei mehr als vier Stunden 60 Minuten, bei mehr als sieben Stunden mindestens 90 Minuten.
Boy 02/09, Boy 06/11

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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon jupi2000 » Mo 16. Okt 2017, 11:14

Allegra
Sehr abschätzig, deine Frage, ob ich keine teure Ausbildung gemacht habe um dann 10 Jahre zuhause zu hocken. :(
Was sind schon 10 Jahre? Das sind doch meine Jahre, die darf ich doch investieren wie ich will?
Drum meide ich in der Regel solche Themen wie dieses hier...genau wegen solchen Kommentaren.

Pippo
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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon Pippo » Mo 16. Okt 2017, 12:49

@jupi: und findest du den satz "da frage ich mich dann schon auch, warum man kindern hat?" überhaupt nicht wertend? Das sind doch genau diese Aussagen, die dann zu diesen unnötigen Diskussionen Hausfrau vs. extern arbeitende mutter überhaupt erst triggern. Bis du deinem Posting haben alle nur von ihren eigenen Erfahrungen erzählt ("war mir zu früh" oder "hat für mich gepasst" oder "wäre gerne länger zu hause geblieben").... Nur mal als Denkanstoss... ;-)

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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon jupi2000 » Mo 16. Okt 2017, 12:58

Pippo
Ja da hast du recht. Ich kanns mir überhaupt nicht vorstellen, dass beide Elternteile von Montag bis Freitag 100% arbeiten und Kinder haben. Aber zum Glück kann jeder in der CH selber entscheiden, wie er sein Leben gestalten will. Abwertend habe ich das nicht gemeint. Aber wenn jemand von " zuhause hocken" schreibt, nur weil man Vollzeit Mutter ist, naja.

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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon Pippo » Mo 16. Okt 2017, 13:14

genau. und umgekehrt könnte es heissen:
"Ich kanns mir überhaupt nicht vorstellen, die ganze zeit nur zu hause sein. Aber zum Glück kann jeder in der CH selber entscheiden, wie er sein Leben gestalten will. Abwertend habe ich das nicht gemeint. Aber wenn jemand nur weil ich Vollzeit arbeite von "die sollten keine kinder haben" schreibt,... naja...."

Wirkliche Toleranz gegenüber allen anderen Modellen bedingt, dass man diese nicht bewertet, auch wenn mans nicht nachvollziehen kann. Meistens liegt es ja an den eigenen Werten und Vorstellungen, dass man andere nicht verstehen kann - die anderen leben eben nach ihren. Welche denn nun die richtigen sind, das werden wir wohl nie erfahren ;-)

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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon ProjectVenus » Mo 16. Okt 2017, 13:33

Vielen Dank für eure Erfahrungen! Es ist sehr interessant zu wissen wie lange andere Mütter und auch Väter beim Baby bleiben.

Ich habe zu diesem wirklich Thema nichts im Netz gefunden. Es geht immer nur darum was die gesetzlichen Vorgaben sind, aber nicht was gut für das Baby wäre. Deshalb habe ich auch den Mutterschafts-/Elternurlaub in anderen Ländern angeschaut um mir ein Bild davon zu machen was gut sein könnte. Und ja, die Schweiz hat umgerechnet mit 80% Lohn tatsächlich nur 11 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub - im Verhältnis eher gering.

Meine Arbeitgeberin ist sehr kulant und gibt 16 Wochen vollbezahlt frei und für Abgabe des 13. einen weiteren Monat. Zusammen mit den Ferien könnte ich gut 6 Monate daraus machen.
Ich muss mich allerdings bereits jetzt schon entscheiden, wie lange ich fort bin und das ist für mich einfach sehr schwer einzuschätzen, da ich noch nie ein Kind hatte. Es gibt dann zwar noch die Möglichkeit für unbezahlten Urlaub aber eben, das müsste dann ja bewilligt werden.

Für meinen direkten Vorgesetzten ist die SS eher ein Thema, aber unter der Hand werde ich wohl so oder so während des Mutterschaftsurlaubes noch das eine oder andere arbeiten oder zumindest Mails schreiben. Ich werde jetzt mal 6 Monate eingeben und dann sehe ja ob es noch mehr Zeit braucht. Ich würde gerne länger mit dem Baby bleiben, aber der Job ist ausnahmsweise ganz ok und ich möchte dort noch eine Weile bleiben können und muss wohl Präsenz zeigen.
Auch gut zu wissen, dass Homeoffice nicht einfach möglich ist - sicher wird es mit zunehmendem Alter des Kindes auch schwieriger.

Ich hoffe es werden noch mehr Mütter hier ihre Erfahrungen reinschreiben. Ich finde das Thema wichtig und es hilft eine gute Entscheidung zu fällen wieviel Zeit man einplanen sollte.

Grüsse an alle :D

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Re: Mutterschaftsurlaub - wie viel Zeit für das Baby bis zur Wiederaufnahme des Jobs?

Beitragvon jupi2000 » Mo 16. Okt 2017, 13:46

"Die sollten keine Kinder haben" habe ich nie gesagt.


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