hat jmd den zuckertest verweigert?

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Leela
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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von Leela » Sa 13. Jan 2018, 01:31

Meiner Meinung nach ist der Grenzwert zu niedrig angesetzt.
Mein Baby wog genau wie ihre grosse Schwester 3.4 kg, hatte nach der Geburt völlig normale BZ Werte, wie auch ich ohne die Ernährung umzustellen.
Ich bin mir sicher, dass ich keine Ss Diabetes hatte.
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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von stella » Sa 13. Jan 2018, 08:48

Maple
Ja, das kann schon sein, dass bei einer Frau die Tests sinnvoll waren, bei den allermeisten sind sie es nicht und bei einem Grossteil führen sie zu Verunsicherung.

Ich kenne mich nicht aus mit all den heutigen Tests. Es kann aber nicht sein, dass der Blutzuckertest so tief angesetzt wird, dass so viele Frauen darunter fallen.

Beim ersten Kind habe ich damals alle Tests und Screenings machen lassen. Beim zweiten Kind habe ich nur noch zwei Ultraschalls machen lassen... Mich hat diese Testerei aufgeregt.

Es ist gut, gibt es die Möglichkeit der Tests für Frauen, die ein Risiko haben. Aber Flächndeckend Zuckertest??
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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von Krambambuli » Sa 13. Jan 2018, 08:51

hoi zäme

ganz herzlichen dank für euer feedback. das hat mir sehr geholfen !

liebe gruess, krambambuli
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mariposa_1
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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von mariposa_1 » Sa 13. Jan 2018, 09:08

maple hat geschrieben: Von wegen Pathologisierung der Schwangerschaft: Wieso stellen Tests eine Pathologisierung dar
Weil die Referenzwerte immer weiter verschoben werden, so dass immer mehr gesunde als "krank" gelten.
Das wird bei sehr vielen Tests so gemacht. Es ist nicht möglich, alle kranken zu erfassen ohne das auch die gesunden als krank gelten. Es gibt Tests, da ist es sehr sinnvoll dies so zu machen z.B. HIV, dann können weitere Abklärungen gemacht werden um die gesunden auszuschliessen. Bei dem Zuckertest hat es leider direkte Folgen für die Schwangeren, auch wenn sie kein ss-Diabetes haben.
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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von Sunne12 » So 14. Jan 2018, 08:05

Ich habe ihn beim ersten Kind gemacht und so übel wie an dem Tag wars mir noch nie. Ich musste sogar abbrechen und brauchte den ganzen Tag bis ich wieder fit war.
Beim zweiten Kind 2014 hatte ich Horror davor. Mein Arzt meinte,der Test gehöre mittlerweilen nicht mehr zum Standartprogramm und meine Nüchternwerte waren tadellos. Es erstaunt mich deshalb,dass die Ärzte wieder was anderes praktizieren....
Leider ist es so, dass die Normen zunehmend so angepasst werden,dass mehr Kranke generiert werden können. Der neuste Gag ist die Senkung des Blutdrucknormwert. Würden jetzt gerade ältere Menschen konsequent danach behandelt, bedeutet dies noch mehr Medikamente. Obschon man weiss, dass diese Patientengruppe die Medikamente schlechter verwertet und sowieso meist zuviele Medikamente schluckt.
Mir fehlt die Transparenz von Wirkung und Unabhängigkeit der Ärzte/Pharma.

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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von little » So 14. Jan 2018, 19:10

Meine macht immer den ganzen test da es oft so ist das der nüchternwert gut ist aber di andern werte nicht

Ich für mich finds völlig ok den ich mach es ja für die gesundheit von meinem baby den wenn man ss-diabetis hat wo nicht erkannt wird kann es schwerwiegende vollgen für mutter und kind haben

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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von Leela » So 14. Jan 2018, 21:21

Hast Du Sunnes Beitrag gelesen? Für ein gesundes Baby ist es sicherlich kein Vorteil, wenn es der Mutter so schlecht geht...
Wie schon geschrieben, wäre ich eher dafür, bei einem zu hohen Nüchternwert den BZ über einige Tage zu kontrollieren.
Das hätte doch allenfalls sogar eine höhere Aussagekraft und es bräuchte keinen Zuckerschock.
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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von Jeannine83 » Mo 15. Jan 2018, 10:11

Ich habe beim 1. Kind den Test verweigert. Beim 2. nur den Nüchternwert, der war ganz knapp über der Grenze meiner FÄ. Ich habe dann dem Sirup trotzdem nicht zugestimmt.
Unter anderem, da ich von diversen Personen gehört habe dass die Nüchternwerte sich doch permanent wieder ändern und von Land zu Land unterschiedlich sind. Ich hätte bei einem sehr hohen Nüchternwert jedoch einer weiteren Untersuchung/Monitoring zugestimmt.

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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von werrddy » Mo 15. Jan 2018, 16:05

Ich habe nur das Nüchtern wert bestimmen lassen

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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von anschein » Di 16. Jan 2018, 23:35

das hat nichts mit verweigerung zu tun! ärzte sprechen lediglich empfehlungen aus (das wird einem nur oft nich so vermittelt), entscheiden tust nur du und dafür musst du gegenüber dem arzt auch keine rechenschaft ablegen! wenn man weiss, was man will und bereit ist selbst verantwortung zu übernehmen, dann sollte man auch einfach selbstbewusst dazu stehen!

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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von Entli » Mi 17. Jan 2018, 10:34

mariposa_1 hat geschrieben:
maple hat geschrieben: Von wegen Pathologisierung der Schwangerschaft: Wieso stellen Tests eine Pathologisierung dar
Weil die Referenzwerte immer weiter verschoben werden, so dass immer mehr gesunde als "krank" gelten.
Das wird bei sehr vielen Tests so gemacht. Es ist nicht möglich, alle kranken zu erfassen ohne das auch die gesunden als krank gelten. Es gibt Tests, da ist es sehr sinnvoll dies so zu machen z.B. HIV, dann können weitere Abklärungen gemacht werden um die gesunden auszuschliessen. Bei dem Zuckertest hat es leider direkte Folgen für die Schwangeren, auch wenn sie kein ss-Diabetes haben.
und welche?
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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von mariposa_1 » Mi 17. Jan 2018, 10:36

Edit: @entli Glukosetoleranztest
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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von Entli » Mi 17. Jan 2018, 10:49

Wie ist es zum Screening gekommen?
Es wurde eine allgemeine Studie gemacht an SChwangeren und bei dieser hat man gemerkt dass es häufiger als es statistisch sollte bei gesunden, normalegewichten Frauen zu einem SS-Diabetes kommt. Wer sich mit diesem auskennt weiss, dass die Folgen gravierend sein können wenn er nicht erkannt wird, v.a. fürs Baby. Wir reden doch von 10-20% also von 100 Frauen haben 10 bis 20 einen unerkannten Diabetes resp. eine gestörte Glukosetoleranz in der SS. Oder 1-2 von 10. Die allgemeinen Risikofaktoren greifen zuwenig, man sieht es den Frauen also nicht an, der Verdacht entsteht vielleicht erst wenn das Baby besonders gross ist.

Aufgrund dieser Daten hat man also beschlossen, ein sog. Screening durchzuführen bei schwangeren. Man macht den Test also einfach bei allen, um damit sicher diejenigen zu finden, die mit dem Zucker ein Problem haben. Bei mindestens 80% ist es also "für die Füchse" und das wird hier ja auch rege diskutiert. Das heisst nun aber überhaupt nicht, dass der Test sinnlos ist. Für diejenigen wo ein Problem bei der Zuckerverwertung gefunden wird, ist es wichtig. Eines der erhöhten Risiken bei SS-Diabetes ist - leider - Komplikationen bis hin zu Totgeburt um den ET.

Diabetes ist eine oft unterschätzte Krankheit. Das Baby wird schon im Mutterleib von der Zuckerverwertung der Mutter geprägt. Ist dies gestört bis hin zu Diabetes, dann hat dies unter Umständen Folgen für den Entstehenden Menschen für ein ganzes Leben. Und wie gesagt: Ausser dem grossen Baby gibt es bei vielen Frauen keine anderen Anzeichen für SS-Diabetes. (Und das grosse Baby muss auch nicht zwingend sein.)

@ maple
Mit Pathologisierung hat dies meiner Ansicht rein gar nichts zu tun. :wink:

@ mariposa
Und das bezeichnest du als "Folgen"? :shock:
SChau mal mein obiges Post was Folgen sein können wenn mans nicht erkennt...
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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von merle1 » Mi 17. Jan 2018, 11:02

@€ntli
Ich liebe deine Beiträge. Vielen Dank dafür!!

Ich bin eine, ich hatte einen normwertigen Nüchternwert beim OGTT und der Stundenwert hat mich völlig verschossen...ich hätte ohne Test wohl einen unerkannten Schwangerschaftsdiabetes gehabt...

Beim ersten Kind war der OGTT übrigens völlig unauffällig...

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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von Leela » Mi 17. Jan 2018, 14:21

@Alle testen um wenige zu erkennen: Das kann man ja auf verschiedenes rund um SS und Geburt übertragen...
Soll man alle Geburten ab ET einleiten, weil danach das Risiko für eine Plazentainsuffizienz steigt?
Sollen alle Frauen nach KS wieder einen KS bekommen, da bei einigen eine Ruptur entsteht?
Sollen US und CTG wirklich nur einige Male in der SS angewendet werden oder doch sicherheitshalber alle 3 Wochen, alle 2, jede Woche? Weil bei einigen könnte vielleicht etwas entdeckt werden?

Jede muss selber wissen, was für sie stimmt.
Für mich war es richtig, möglichst wenig zu testen und "guter Hoffnung" zu sein.
Andere fühlen sich sicherer, mit mögl. viel Überwachung.

Beides ist ok, man sollte aber auch beides akzeptieren. Man glaubt nicht, wie die MPAs jeweils reagierten, wenn ich z. B. eine Blutabnahme nicht wollte, unverschämt ist da noch harmlos ausgedrückt...
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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von Phase 1 » Mi 17. Jan 2018, 14:42

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Zuletzt geändert von Phase 1 am Mi 7. Mär 2018, 20:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von Pippo » Mi 17. Jan 2018, 14:48

Leela hat geschrieben:@Alle testen um wenige zu erkennen: Das kann man ja auf verschiedenes rund um SS und Geburt übertragen...
Soll man alle Geburten ab ET einleiten, weil danach das Risiko für eine Plazentainsuffizienz steigt?
Sollen alle Frauen nach KS wieder einen KS bekommen, da bei einigen eine Ruptur entsteht?.
etwas zuckersirup trinken ist schon noch etwas anderes, als eine Geburt einleiten oder einen KS durchführen... da vergleichst du jetzt äpfel mit Birnen.

@phase: ich frage mich immer wieder, in was für einem umfeld du lebst....
Ich habe in keiner einzigen SS den ETT machen lassen, schlichtweg weil es für mich nicht wichtig war. Zudem wurde ich zwar von jeder FA (hatte verschiedene) beraten und über meine Möglichkeiten aufgeklärt, aber meine Entscheidung (von ETT über Grippeimpfung bis hin zu KS ohne fixen Termin) wurde immer von allen in dem Moment anerkannt in dem ich es ausgesprochen hatte. Entweder hast du ein unglaubliches pech was eure ärzte angeht oder du wirst aus irgendeinem anderen Grund nicht ernstgenommen.

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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von Phase 1 » Mi 17. Jan 2018, 14:54

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Zuletzt geändert von Phase 1 am Mi 7. Mär 2018, 20:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von Entli » Mi 17. Jan 2018, 17:04

Leela hat geschrieben:@Alle testen um wenige zu erkennen: Das kann man ja auf verschiedenes rund um SS und Geburt übertragen...
Soll man alle Geburten ab ET einleiten, weil danach das Risiko für eine Plazentainsuffizienz steigt?
Sollen alle Frauen nach KS wieder einen KS bekommen, da bei einigen eine Ruptur entsteht?
Sollen US und CTG wirklich nur einige Male in der SS angewendet werden oder doch sicherheitshalber alle 3 Wochen, alle 2, jede Woche? Weil bei einigen könnte vielleicht etwas entdeckt werden?
Nein, so kann man das nicht übertragen, da verwechselst du Äpfel mit Birnen.
Bei allem was du nennst gibt es ja Hinweise und Kriterien für eine Risikoabschätzung.
Beim OGTT wird hingegen die Grundlage für eine Risikoabschätzung erst geschaffen.
Zur Erinnerung: Es gibt keine anderen Hinweise auf Diabetes in der SS ausser dem ev. zu grossen Kind bei schlanken, gesunden Frauen.

Und was US in den von dir genannten Abständen aussagen sollte ist mir schleierhaft.
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Re: hat jmd den zuckertest verweigert?

Beitrag von Leela » Mi 17. Jan 2018, 17:14

Ja das mag sein, dass es sich schlecht auf etwas anderes übertragen lässt, trotzdem hatte diese Fehldiagnose für meine SS, Geburt und fürs Baby Konsequenzen.
Zwar aus Sicht anderer vielleicht keine gravierenden aber für mich war es sehr belastend und letztlich auch absolut unnötig.
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