gymnasium; harziger start

Die Zeit des Erwachsenwerdens

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eisbär
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gymnasium; harziger start

Beitrag von eisbär » Fr 18. Okt 2019, 17:37

hallo zusammen
mein junior ist nun in die neunte klasse im gymnasium gestartet. in der sek waren seine leistungen sehr gut, nun aber gestaltet sich der start im gymer nicht so leicht. es werden regelmässig franzteste angekündigt, jedoch am vortag das thema nochmals geändert. somit fehlt mein junior wöchentlich im sporttraining, da er abends ja noch alles lernen muss. in anderen fächern kommt oftmals ein test, auf dem sich nur ein kleiner teil des angekündigten stoffes befindet...somit sind die noten viel tiefer als zuvor.
offenbar geht es vielen in der klasse so, jedoch nimmt er es sich dermassen zu herzen, dass es ihm oftmals sehr schlecht geht.
eine lehrerin hat die verunsicherung der kinder bereits wahrgenommen, und erklärt, dass anfangs alle sehr viele schwierigere teste machen, um zu sehen, ob der schüler standhält!
wie sind eure erfahrungen? ist das ein anfängliches "austesten" der schüler, oder läuft es nun so vier jahre weiter?

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Nuuneli
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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von Nuuneli » Fr 18. Okt 2019, 21:21

Ich staune, dass es bei euch im Gymi Lernziele gibt - das ist bei uns nicht so. So gestaltet sich das Lernen zwar aufwändiger, aber es ist einfacher in der Hinsicht, dass nicht zuwenig oder das Falsche gelernt wird. Ich habe nicht festgestellt, dass die Prüfungen per se schwieriger sind am Anfang, sondern, dass sie dadurch leichter werden, weil die Art der Fragen und Tests immer bekannter werden.

Am Vortag eine Themenänderung finde ich also schwierig. Da würde ich mein Kind - allenfalls in der Gruppe - dazu ermuntern, dies mit der LP zu besprechen.
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Nellino
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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von Nellino » Sa 19. Okt 2019, 08:22

hoi, ist das ein langzeitgimi? Weil du schreibst von der sek aus gehe ich mal davon aus nicht kanton aargau.
Sohni war in der Bez, quasi der untergimer, machte ein zwischenjahr und dann die kantiprüfung, da er vorher den schnitt knapp nicht hatte.
Hier gibts seeeeeeeeeeeeehr wenige Tests in der Kanti. Sagte uns auch der Lehrer am Elterninfotag. Also wenn man eine ungenügende hat ist es sehr schwer die wieder raufzuholen. Angekündigt waren bisher alle, auch wissen sie was kommt, prinzipiell halt alles was bis dahin an Stoff gelernt wurde plus eventuell paar sachen die man von der bez her wissen müsste.
Klar zb der erste Biologie Test war eventuell minim schwerer, das aber weil man den Lehrer noch nicht gut kennt, seine art zu fragen etc. Aber die Noten jetzt bei Sohni sind bis anhin gut bis sehr gut. Wobei ich sage auch ein 4,5 ist gut in der kanti.
Hobbys nebenbei hat er keine. Er hat jeden Nami schule, abwechselnd bis 5 oder bis 4...plus heimweg reicht das nicht mehr um zb in ein fussball oder so zu gehen.
Wegen themenänderung in Französisch...was wird da genau gewechselt? Fände das in anderen Fächern jetzt schwieriger... in Franz zb gibts hier Wörter, Diktate, hörverständnisse....etc aber alles halt eben was bis anhin vorkam. Also es wird halt geschaut können sie den stoff, egal ob das nun schriftlich mündlich oder via hören etc ist. War aber bei Sohni in der Bez schon ähnlich..er ist es sich von dem her gewohnt.
Wenns ganz arg ist würde ich es aber auch mit der Lehrperson besprechen. Hattet ihr noch keinen Elternabend? Da wurden bei uns auch solche Fragen behandelt.
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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von Nellino » Sa 19. Okt 2019, 08:22

ah und es hat eine gruppe kantistart hier, kommt doch dahin.
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jupi2000
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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von jupi2000 » Mo 21. Okt 2019, 11:37

Ich denke, dass es ein Stück weit normal ist, dass Anfangs Gymi die Noten runter gehen. Schliesslich ist das Niveau doch um einiges Höher als in der Sek.
Mein Sohn rutschte am Anfang auch "in den Keller" weil er halt erst mal aufwachen musste und merken musste, dass ohne lernen nix mehr geht im Gymi. In der Sek war er ein guter Schüler und musste bis auf Voci nicht viel lernen. Jetzt siehts anders aus. Aber er lernt nun fleissiger und ist mit den Noten wieder gut dran.
Ich denke, das muss sich erst mal einpendeln...

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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von Berlin » Mo 21. Okt 2019, 19:04

Bei meinen beiden Kindern (und auch in ihrem Umfeld) sind die Noten anfangs Gymi im Vergleich zur Primarschule stark abgesunken (meine sind im Langzeitgymi). Und auch heute noch gibt es Phasen mit tiefen Tauchern, v.a. bei meinem Sohn (er ist jetzt im 4. Jahr). Immer Anfang Semester müssen sie wieder den Tritt finden und merken, dass sie doch Lernen müssten.

Es gibt bei um übrigens auch immer Lernziele zu den Prüfungen. Und in einigen Fächern kommt dann nur eines der aufgeführten Lernziele, dafür vertieft (so berichten zumindest meine Kinder). Das kommt immer auf die jeweilige Lehrpersoon drauf an.
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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von Malaga1 » Di 22. Okt 2019, 10:33

Ich kann dir nur von mir selber berichten und das ist 30 Jahre her: Ich kam immer sehr locker durch die Primarschule und die Sek. Wirklich viel tun musste ich nicht. Für die Prüfung nach der 2. Sek habe ich mich zwar vorbereitet, aber übertan habe ich mich nicht. Im Gymi kam ich dann erst Mal auf die Welt: Wie geht lernen? Wie plant man Hausaufgaben? Wo muss man gut sein, wo reicht auch eine 4? Wo muss ich mich anstrengen, dass es überhaupt eine 4 gibt (Französisch...)? Wo muss ich meine Zeit investieren? Dazu mit dem Zug in die Schule, ganzer Tag weg von zu Hause, alles neue Lehrer (auch doofe...) und neue Gspändli etc. etc. Da war ich am Anfang dann doch etwas überfordert. Die Probezeit habe ich dann grad so geschafft, die Matur aber mit einem Schnitt über 5 sehr komfortabel bestanden. Ich musste mich einfach zuerst an alles gewöhnen. Von dem her alles Gute deinem Junior!
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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von gast » Mi 23. Okt 2019, 10:23

Guten Morgen

Meine haben auch diesen Sommer mit dem Langzeit-Gymi begonnen.

Wir haben teilweise auch Lernziele, aber nicht bei allen Lehrern. Aber bei uns kommt oft noch mehr in den Prüfungen als nur in den Lernzielen angegeben, oft auch Sachen, die sie nie hatten (= logisches Denken, aktuelles Wissen selber vertieft anwenden können etc, damit man die Aufgaben lösen kann, ist im Moment noch schwierig, funktioniert also gar nicht gut bei uns).

Start war auch harzig. Obwohl wir uns eigentlich bereits vorher gewohnt waren, viel zu Lernen auf Prüfungen. Kind 1 lernt aber gar nicht gerne, schiebt das auch immer raus, lernt dann einen bis zwei Tage vor der Prüfung, hat dann aber immensen Stress. Lernt oftmals aber so unkonzentriert, dass man eigentlich gar nicht Lernen müsste, Resultat ist nämlich dasselbe. Vergisst auch ständig alles in der Schule, findet die Unterlagen nicht, muss ständig im Klassenchat nachfragen, was denn nun genau gelernt werden muss, ob sie ihm die Unterlagen schicken können etc etc etc. Sagt auch heute noch ständig, habe keine Hausaufgaben, ich weiss aber, dass das nicht stimmt. In der Schule sagt es dann immer, es habe die Hausaufgaben nicht verstanden, obwohl einfach nicht gemacht. Hängt auch ständig, immer, jeden Moment am Handy, muss das seit den Ferien wieder einsacken, funktioniert sonst nicht.

Mal gucken, wie lange Kind 1 im Gymi bleibt...Ich finds ziemlich anstrengend, wir haben auch oft Diskussionen. Denke, sein ADHS drückt da schon etwas durch. Aber es fühlt sich wohl und es gefällt ihm und es will unbedingt bleiben. Nur wird sein Aufwand dafür nicht reichen, wenn es so weiter geht.

Kind 2 lernt eigentlich selbständig, ohne viel Aufforderung, lernt auch gerne.

Komischerweise hat Kind 1 momentan aber noch die besseren Noten, das ändert sich nun aber langsam.
Liebi Grüessli

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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von eisbär » Mo 28. Okt 2019, 08:11

hallo zusammen
leider hat sich die situation unseres sohnes nicht verbessert; er ist wieder mit tränen in den augen in die schule gestartet! letzte woche fehlte er aufgrund des konflagers während drei tagen. er hat hundert sachen ins lager eingepackt um zu lernen. er hat einfach riesige angst, dass er es nicht schafft. letzte woche kam noch ein engischtest, welcher er offenbar falsch gelernt hat (muss er ja alles noch lernen)...aber er drehte fast durch! andere tests laufen gut, ich glaube nicht, dass er schlechter ist als die Mitschüler, aber ich kann es fast nicht ertragen ihn so leiden zu sehen. verstehe einfach nicht, wie man den schulstart mit so einem druck starten muss, anstatt die kinder ankommen zu lassen. zudem kommen die kinder aus diversen verschiedenen schulen, und die meisten kommen aus der spezsek, welche es bei uns gar nicht gab....
naja, ich hoffe, dass er es bald einwenig gelassener nehmen kann!

liebe grüsse

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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von jupi2000 » Mo 28. Okt 2019, 09:05

eisbär hat geschrieben:
Mo 28. Okt 2019, 08:11
hallo zusammen
leider hat sich die situation unseres sohnes nicht verbessert; er ist wieder mit tränen in den augen in die schule gestartet! letzte woche fehlte er aufgrund des konflagers während drei tagen. er hat hundert sachen ins lager eingepackt um zu lernen. er hat einfach riesige angst, dass er es nicht schafft. letzte woche kam noch ein engischtest, welcher er offenbar falsch gelernt hat (muss er ja alles noch lernen)...aber er drehte fast durch! andere tests laufen gut, ich glaube nicht, dass er schlechter ist als die Mitschüler, aber ich kann es fast nicht ertragen ihn so leiden zu sehen. verstehe einfach nicht, wie man den schulstart mit so einem druck starten muss, anstatt die kinder ankommen zu lassen. zudem kommen die kinder aus diversen verschiedenen schulen, und die meisten kommen aus der spezsek, welche es bei uns gar nicht gab....
naja, ich hoffe, dass er es bald einwenig gelassener nehmen kann!

liebe grüsse
Vielleicht würde ihm ein Lerncoach helfen?

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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von 5erpack » Mo 28. Okt 2019, 09:27

Eisbär, vielleicht hilft ein Seminar bei Fabian grollimund.

https://www.mit-kindern-lernen.ch/team/ ... -grolimund
Meinen Kindern die alle ein lernproblem haben, hilft das sehr und mir auch!
Auf YouTube hat er auch noch Filme.


@ startprobleme Gymnasium. Hatte meine auch und ganz ehrlich auch die ganze Klasse!
Alle Kids vom ganzen Kanton kommen da rein ( wir haben nur kurzzeit Gymnasium von 3 Jahren nach der sek.)
Erst nach den Herbstferien hat es dann gut angefangen.
Ich hab aber von der Kanti selber ( mein Kind geht an die DMS) auch gehört das dort rigoros ausgesiebt wird. Die Hälfte schafft das erste Jahr nicht, ein Teil wechselt das Gymnasium Mitte Schuljahr ( wir haben zwei, eines mathematisch veranlagt ein anderes eher soziales etc).
Meine Tochter macht ihre Ausbildung ( Pädagogik) im sozialen Gymnasium.
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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von AnCoRoJe » Mo 28. Okt 2019, 11:09

Also ich weiss nicht, das tönt für mich nicht so als ob er am richtigen Ort wäre. Wenn er sich so einen Druck macht und es nur mit Tränen geht würde ich sehr genau mit meinem Kind schauen, ob es das richtige ist. Kanti ist nicht für jeden.

Und dass gesiebt wird ist so. Aber das ist auch richtig und ja, das Niveau ist halt anders als in der Primar oder der Sek. Und der Notenschnitt sagt man bei uns, sinkt meistens um eine Note. Und
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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von AnCoRoJe » Mo 28. Okt 2019, 11:10

Also ich weiss nicht, das tönt für mich nicht so als ob er am richtigen Ort wäre. Wenn er sich so einen Druck macht und es nur mit Tränen geht würde ich sehr genau mit meinem Kind schauen, ob es das richtige ist. Kanti ist nicht für jeden.

Und dass gesiebt wird ist so. Aber das ist auch richtig und ja, das Niveau ist halt anders als in der Primar oder der Sek. Und der Notenschnitt sagt man bei uns, sinkt meistens um eine Note. Und
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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von F. Scarpi » Mo 28. Okt 2019, 11:50

Dass gesiebt wird, finde ich nicht richtig, nicht in dem Ausmass. Dann noch lieber eine "brutale" Prüfung, wie hier in ZH, auch wenn das immer kritisiert wird (die Probezeit ist hier auch wichtig, aber die Prüfung siebt viel mehr).
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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von jupi2000 » Mo 28. Okt 2019, 12:25

F. Scarpi hat geschrieben:
Mo 28. Okt 2019, 11:50
Dass gesiebt wird, finde ich nicht richtig, nicht in dem Ausmass. Dann noch lieber eine "brutale" Prüfung, wie hier in ZH, auch wenn das immer kritisiert wird (die Probezeit ist hier auch wichtig, aber die Prüfung siebt viel mehr).
Mit intensiver Prüfungsvorbereitung (Kurse...) schafft man eher die brutale Prüfung. Und danach fällt die Nachhilfe weg und die Kinder kommen auf die Welt. Darum fallen vielleicht so viele in der Probezeit raus. Weil sie eigentlich nicht fürs Gymi gemacht sind aber die Eltern wollen das Kind im Gymi sehen. Dann wird für die Prüfung gepusht.

Ist nur so eine Ahnung. Obs wirklich so ist, kann ich natürlich nicht sagen. Und dass eisbärs Kind gepusht wurde, will ich auf keinen Fall damit sagen!
Bei meinem Sohn (2. Jahr) fiel bis jetzt überhaupt niemand raus.

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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von 5erpack » Mo 28. Okt 2019, 12:34

F. Scarpi hat geschrieben:
Mo 28. Okt 2019, 11:50
Dass gesiebt wird, finde ich nicht richtig, nicht in dem Ausmass. Dann noch lieber eine "brutale" Prüfung, wie hier in ZH, auch wenn das immer kritisiert wird (die Probezeit ist hier auch wichtig, aber die Prüfung siebt viel mehr).
Hier hat man die Prüfung abgeschafft. Was zählt sind die Noten vom ersten und letzten Semester vom letzten Schuljahr.
Der Grund ist ganz einfach. Viele Eltern haben ein Vermögen für die Prüfungsvorbereitung ausgegeben. Damit ihr Kind ja an die kanti kann! Am Ende standen Schüler in der Klasse die weder Leistung halten konnten noch motiviert waren.
Jetzt muss man sich schon vorher überlegen ob man ein Jahr und länger die Noten halten kann.
so Haben auch Kinder mit weniger guten Chancen ( Kinder vom nicht so reichen Eltern), eine Möglichkeit and Gymnasium zu kommen.
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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von F. Scarpi » Mo 28. Okt 2019, 12:45

jupi2000 hat geschrieben:
Mo 28. Okt 2019, 12:25
F. Scarpi hat geschrieben:
Mo 28. Okt 2019, 11:50
Dass gesiebt wird, finde ich nicht richtig, nicht in dem Ausmass. Dann noch lieber eine "brutale" Prüfung, wie hier in ZH, auch wenn das immer kritisiert wird (die Probezeit ist hier auch wichtig, aber die Prüfung siebt viel mehr).
Mit intensiver Prüfungsvorbereitung (Kurse...) schafft man eher die brutale Prüfung. Und danach fällt die Nachhilfe weg und die Kinder kommen auf die Welt. Darum fallen vielleicht so viele in der Probezeit raus. Weil sie eigentlich nicht fürs Gymi gemacht sind aber die Eltern wollen das Kind im Gymi sehen. Dann wird für die Prüfung gepusht.
Im Langzeitgymi fallen mittlerweile "nur" noch 10-15% raus, obwohl es auch Gymis gibt, die darunter und leider auch darüber sind, durch die Prüfung fallen aber über 50%. Das deutet darauf hin, dass es nicht so dramatisch ist, wie du es hier schreibst, obwohl du schon einen wichtigen Punkt aussprichst. Immerhin hat man hier die Chance schon vor dem Gymi zu entscheiden, ob man dem Druck wahrscheinlich gewachsen sein wird (und man am Stoff Freude hat) oder nicht, zum Beispiel schon durch die Gymivorbereitung (die an den Volksschulen mittlerweile gratis angeboten werden) und die Hausaufgaben dafür sowie das Lernen für die Prüfung. Die Prüfung ist ein gutes Indiz, denn diejenigen, die an der Prüfung selber ungenügend waren, fallen erfahrungsgemäss viel eher durch die Probezeit oder haben Mühe im Gymi. Hat das Kind also eine ungenügende Prüfung, und schafft es nur dank der Vornoten, die ja immerhin halb zählen, in's Gymi, sollte das ein Hinweis sein, nochmals über die Bücher zu gehen. Im Grunde ist "man" ein bisschen selber schuld, wenn man's nicht macht und dann im Gymi auf die Welt kommt.

5erpack,
es ist im Prinzip relativ einfach, dieser speziellen Art von Chancenungerechtigkeit hier entgegenzuwirken, nämlich indem eben die Volksschulen gratis Gymivorbereitungskurse anbieten. Kinder, die es trotzdem nur mit zusätzlichen privaten Kursen schaffen, sind im Grunde genommen dann gestraft.
Allerdings ist so, dass die privaten Kurse oft besser sind. Trotzdem wäre es für mich als Mutter hier ein Hinweis: wenn mein Kind es mit der öffentlichen Vorbereitung und selbständigem Lernen nicht schafft, würde ich mal noch vom Gymi absehen, ausser ich habe fundierte Gründe dafür.
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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von jupi2000 » Mo 28. Okt 2019, 12:58

F. Scarpi
Woher hast du diese Zahlen? Also dass 50% durch die Aufnahmeprüfung fallen? Weisst du das sicher oder ist das ein Gefühl?

In Sohns Sekklasse fielen von ca. 13 Prüflingen nur 1 durch!

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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von AnCoRoJe » Mo 28. Okt 2019, 13:07

Bin nicht F.Scarpi aber hier sieht man Zahlen, halt vom KtZürich:

https://amp.tagesanzeiger.ch/21431111
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Re: gymnasium; harziger start

Beitrag von F. Scarpi » Mo 28. Okt 2019, 13:11

Jupi, ich weiss das, das ist Allgemeinwissen :wink: . Das heisst: es stimmt nicht ganz: gemäss dieser Statistik kamen dieses Jahr etwas mehr als die Hälfte durch die Prüfung für an's Langzeitgymi!
https://www.zh.ch/internet/de/aktuell/n ... ezeit.html
In's Kurzzeit, also von der Sek aus, schafften es aber demnach nicht mal 40%.
Du hast also eine spezielle Sek bei dir ;-)
Die Unterschiede je nach Ort seien ja aber auch sehr gross...
Zuletzt geändert von F. Scarpi am Mo 28. Okt 2019, 13:12, insgesamt 1-mal geändert.
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