Auf einmal zu wenig milch?

Rat bei Stillproblemen und Säuglingsernährungsfragen

Moderator: Züri Mami

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-Malve-
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Re: Auf einmal zu wenig milch?

Beitrag von -Malve- » So 18. Feb 2018, 19:11

mariposa_1 hat geschrieben:Also 4 Monate finde ich etwas früh für Brei nicht? Ihr Baby ist ausserdem noch ein Frühchen. Die meisten Babys sind mit ca. 6 Monaten Beikostreif.
Ich schrieb nur dass man könnte. So man will und so es geht, nicht jedes Baby ist gleich. Und auch nicht jede Mutter. Aber auf Teufel kommt raus 6 Monate stillen wenn es stresst oder schlicht nicht geht kanns ja nicht sein.
Als Idee, Gedanke. Nicht auf meinem Mist gewachsen. Möglichkeit der Entlastung. Stress ist sicher das schlechteste was man brauchen kann.

caperucita
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Re: Auf einmal zu wenig milch?

Beitrag von caperucita » Mo 19. Feb 2018, 10:06

stillberatung in 10 tagen ist wahrscheinlich etwas spät....bzw, wenns so weitergeht wie bis jetzt wirds wohl sehr anstrengend sein, dein bebe wieder von der abendlichen flasche wegzubringen...darum: ruf doch grad heute noch die la leche league an, da kriegst beratung am telefon.

grundsätzlich: ein 4 monate-bebe, das an der brust quengelt, ganz oft trinken will, unruhig ist, tönt für mich recht normal...ist wohl ein wachstumsschub, das heisst, muss viel stillen damit mehr milch produziert wird....ist auch die zeit wo sie anfangen nicht mehr einfach so ruhig zu stillen wie als neugeborene, sonder rumschauen, andocken, loslassen, andocken, loslassen....fühl in dich hinein, wenns für dich stimmt, alle besser drauf sind, dann ist doch nix dagegen einzuwenden, deinem kleinen die flasche zu geben und sonst weiter nach bedarf zu stillen....wenn dir das vollstillen wichtig ist, dann leg dich mit deinem kleinen aufs sofa, stille ganz ganz oft, esse und trinke gut und vertraue euch

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Phase 1
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Re: Auf einmal zu wenig milch?

Beitrag von Phase 1 » Mo 19. Feb 2018, 10:12

Was machst du denn jetzt in der Zeit wo es schläft?
Einfach nichts? Wenn nichts saugt kommt auch nichts. Ich würde da vielleicht dann noch abpumpen um die Produktion anzukurbeln. Oder wirklich Flasche weg lassen und weiter stillen auch wenn es mühsam ist. Ich kenne halt diese Schübe Sehrohr und da dockt und dockt man an und hat das Gefühl nichts geht und plötzlich ist es wieder in Ordnung und merkt dann oha da kommt ja viel Milch raus

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stella
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Re: Auf einmal zu wenig milch?

Beitrag von stella » Mo 19. Feb 2018, 11:09

Um 4 Monate rum haben viele Babies einen sehr ausgeprägten Wachstumsschub und zudem werden sie "aktiver" beim Stillen. Somit tönt das Verhalten für mich recht normal. Ich mag mich erinnern, dass dies bei der Grossen gute zwei Wochen gedauert hatte und es war richtige Stillarbeit mit Kuscheln, häufigem Andocken und zünftigem Essen und genügend Trinken. (Mein Geheimtipp: Mandeln futtern...)

Wie bekommst du wieder Vertrauen in dich und dein Kind?

Ich würde den Termin in 1.5 Wochen wahrnehmen, würde dir aber ans Herz legen, mit jemandem von der La Leche Liga Kontakt aufzunehmen.

Und wenn für dich stillen nicht mehr stimmt, dann geh auch diesen Weg selbstbewusst.

Jemand empfiehlt die Stillgruppe Schweiz auf Facebook... Du kannst dir die ja mal ansehen. Peer to Peer Unterstützung ist bestimmt gut. Jedoch war die Gruppe kürzlich in den Medien, weil sie doch eine recht extreme Einstellung zum Stillen haben. Ich kann es persönlich nicht beurteilen. Aber es kamen Mütter zu Wort, die schilderten, dass sie ziemlich angegangen wurden, weil da schon fast ein Stillzwang herrscht und sie das Wort Abstillen in den Mund genommen haben. Heute scheint der Stillzwang noch grösser zu sein als vor 13 Jahren.

Was ich ame noch gemacht habe als ich stillte (ich hatte grosse Anfangsschwierigkeiten, diverse Stillkrisen, schlussendlich habe ich sehr lange gestillt...): Ich habe mir ein Datum in der nahen Zukunft festgelegt, von dem ich dachte, dass ich es bis dahin aushalte, an dem ich Massnahmen, die ich definiert have, treffen würde wollen. 95% all meiner Stillprobleme haben sich bis dahin von selber erledigt.
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Lilyrose
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Re: Auf einmal zu wenig milch?

Beitrag von Lilyrose » Mo 19. Feb 2018, 19:40

Wir hatten auch etliche Krisen während den ersten 4 Monaten und haben auch ca 3 Mt davon zugefüttert (1x am Tag). Wir haben vieles probiert, Stilltee, Rivella blau (hat mir geholfen), Stillposition verändern. Ich bin jeweils an Stilltreffen der La leche league gegangen und in akuten Fällen, die Stillberaterin direkt angerufen. Das hat mir viel geholfen...ich hatte auch immer das Gefühl ich hätte zu wenig oder zuwenig nahrhafte Milch, da meine Kleine schlecht zugenommen hat. Irgendwann habe ich mir selber angefangen zu trauen, dass ich mein Kind schon ernähren kann und habe auch nach 3 Mt zufüttern die Flasche weg gelassen. Ab da gings tip top...hatte nie viel Milch, Kind immer unterste Perzentile..aber sie hat sich tip top entwickelt und ich habe bis 13 Mt gestillt. Flasche zu geben, muss nicht in jedem Fall der Anfang vom Abstillen sein. Da ich unbedingt stillen wollte, haben wirs geschafft, davon wieder problemlos wegzukommen. Und meine Maus nimmt bis heute nicht soo gut zu, obwohl sie Unmengen isst...lag also kaum an meiner Milch.

Also mein Rat: wenn du unbedingt stillen willst, wende dich telefonisch an deine nächste La leche league Stillberaterin (ist alles kostenlos) oder falls grad ein Treffen ansteht, geh dahin. Wenn du merkst, dass dir alles zuviel Stress wird und du lieber abstillen möchtest, dann lass dich nicht von deinem schlechten Gewissen leiten. Du hast 4 Monate gestillt, das ist doch schon gut. Dein Kind wird auch mit Flasche gross...hauptsache es bekommt viel Liebe und Nähe. Obwohl ich natürlich dafür plädiere, dass man nicht vorschnell aufgibt, sondern die Stillkrisen halt mal durchhält. Du merkst schon, wenn es deinem Baby wirklich nicht mehr gut geht oder esnicht zunehmen würde usw. Und wie schon gesagt, schau gut zu dir, dass du genügend trinkst und isst (gesund und nahrhaft...nicht nur ein Salat knabbern)...das kann auch Einfluss haben.
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lunalu4
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Re: Auf einmal zu wenig milch?

Beitrag von lunalu4 » Sa 24. Feb 2018, 18:19

Lilyrose hat geschrieben:Wir hatten auch etliche Krisen während den ersten 4 Monaten und haben auch ca 3 Mt davon zugefüttert (1x am Tag). Wir haben vieles probiert, Stilltee, Rivella blau (hat mir geholfen), Stillposition verändern. Ich bin jeweils an Stilltreffen der La leche league gegangen und in akuten Fällen, die Stillberaterin direkt angerufen. Das hat mir viel geholfen...ich hatte auch immer das Gefühl ich hätte zu wenig oder zuwenig nahrhafte Milch, da meine Kleine schlecht zugenommen hat. Irgendwann habe ich mir selber angefangen zu trauen, dass ich mein Kind schon ernähren kann und habe auch nach 3 Mt zufüttern die Flasche weg gelassen. Ab da gings tip top...hatte nie viel Milch, Kind immer unterste Perzentile..aber sie hat sich tip top entwickelt und ich habe bis 13 Mt gestillt. Flasche zu geben, muss nicht in jedem Fall der Anfang vom Abstillen sein. Da ich unbedingt stillen wollte, haben wirs geschafft, davon wieder problemlos wegzukommen. Und meine Maus nimmt bis heute nicht soo gut zu, obwohl sie Unmengen isst...lag also kaum an meiner Milch.

Also mein Rat: wenn du unbedingt stillen willst, wende dich telefonisch an deine nächste La leche league Stillberaterin (ist alles kostenlos) oder falls grad ein Treffen ansteht, geh dahin. Wenn du merkst, dass dir alles zuviel Stress wird und du lieber abstillen möchtest, dann lass dich nicht von deinem schlechten Gewissen leiten. Du hast 4 Monate gestillt, das ist doch schon gut. Dein Kind wird auch mit Flasche gross...hauptsache es bekommt viel Liebe und Nähe. Obwohl ich natürlich dafür plädiere, dass man nicht vorschnell aufgibt, sondern die Stillkrisen halt mal durchhält. Du merkst schon, wenn es deinem Baby wirklich nicht mehr gut geht oder esnicht zunehmen würde usw. Und wie schon gesagt, schau gut zu dir, dass du genügend trinkst und isst (gesund und nahrhaft...nicht nur ein Salat knabbern)...das kann auch Einfluss haben.
Hat dir das stilltreffen was gebracht? Stilltee ubd rivella ist auch mein tägliches getränk

Lilyrose
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Re: Auf einmal zu wenig milch?

Beitrag von Lilyrose » Mo 26. Feb 2018, 09:06

@lunalu4: Ja, mir hat es geholfen mich auszutauschen und zu hören, das es anderen teilweise gleich geht. Habe auch viele Tipps bekommen. Schon der Austausch hat geholfen, einiges etwas lockerer zu sehen. Und bei mir war mit sicher ein Grund, dass ich zuwenig Vertrauen in mich und meine Tochter hatte, dass sie sich schon meldet, wenn sie Hunger hat. Ich würds jedenfalls weiterempfehlen, sich mit anderen auszutauschen.
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judeli
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Re: Auf einmal zu wenig milch?

Beitrag von judeli » Di 27. Feb 2018, 23:24

Hattest du deine Periode? Bei mir fing das auch so um den vierten Monat an. Ich hatte immer sehr viel Milch und plötzlich gings zurück. Kam aber 2 / 3 Tage später wieder. Ähnlich wieder bei der nächsten Periode.

Melinde Flink
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Re: Auf einmal zu wenig milch?

Beitrag von Melinde Flink » Mo 5. Mär 2018, 20:34

@lunalu: ich musste von Beginn an c.a. 100 ml/Tag zuschoppen. Nach 3 Monaten war mir das Stillen (inkl. Brust ausquetschen um ja den letzten Rest auszufringen) zu blöd und dann habe ich langsam aufgehört.
Was ist denn dein Problem mit zuschoppen? Ich fand das auch praktisch, so konnte ich meinen Mann auch mal eine Nacht machen lassen und Unterwegs war ich mit Flasche auch besser dran.

Mit 4 Monaten habe ich die ersten Brei Versuche gestartet.

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