SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Unsere grossen Kleinen und unsere kleinen Grossen. Was uns in diesem Abschnitt der Kinder begleitet, beschäftigt und interessiert.

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sillyspider73
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SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von sillyspider73 » Sa 18. Nov 2017, 15:46

Bitte entschuldigt den langen Text - ich hoffe, es gibt doch Geduldige, welche ihn bis zum Ende durchlesen mögen....

Unser ältester Sohn wurde 2014 in die Basisstufe eingeschult. Obwohl er erziehungstechnisch z.T. recht anspruchsvoll ist, klappt bis heute alles bestens, genau somit unserer Jüngsten, welche dieses Jahr in den 1. Kiga eingeschult wurde. Als nun mein mittleres Kind (Sohn) im Sommer 2016 in einer der beiden anderen Parallel-Basisstufenklasse (geführt von einer jungen Lehrerin «frisch ab Presse» und einer 55-jährigen Lehrerin) eingeschult wurde, macht ich mir deshalb keine Gedanken, da er zuhause sehr pflegeleicht und gut zu führen war. Klar, er ist lebhaft und manchmal stur, wie halt kleine Jungs oft sind, aber nicht anders als viele Kinder in dem Alter. Wie falsch ich lag! Vom ersten Tag war es der Horror pur. Schon am dritten Tag meldete die eine Lehrerin, er sei eines von drei äusserst schwierigen Kindern in dieser Klasse. Und in dem Tenor ging es weiter. Ich verstand die Welt nicht mehr – zuhause machten wir mit ihm ganz andere Erfahrungen. In unserer Verzweiflung liessen wir unseren Mittleren erst von einer Bekannten (Heilpädagogin) bei uns zuhause evaluieren. Sie konnte absolut nichts Ungewöhnliches erkennen – er sei ein sehr aufgewecktes, cleveres Kind mit normalem Entwicklungsstand in jeder Hinsicht. Am runden Tisch mit Lehrerinnen und Schulleiter wollte uns letzerer zu einer Blanko-Unterschrift für eine Erziehungsberatungs (EB)-Anmeldung überreden. Da die EB bei uns einen sehr schlechten Ruf hat und wir aufgrund der Einschätzung der Heilpädagogin keinen Grund dazu sahen, lehnten wir ab, organisierten aber auf eigene Initiative eine Abklärung unseres Sohnes (damals knapp vor seinem 5. Geburtstag) bei einem renommierten Neuropädiater – als Eltern will man ja schliesslich wissen, was los ist und ob das eigene Kind Hilfe benötigt. Aussage des Arztes: Sehr gute Mitarbeit des Kindes, vom kognitiven Stand her reif für die 1. Klasse, restlicher Entwicklungsstand altersgemäss, keine Anzeichen auf Asperger, ADS, ADHS…
Das reichte dem Schulleiter immer noch nicht, also erklärten wir uns zu einem Informationsgespräch auf der EB bereit. Dort erklärte uns eine sehr lustlose Mitarbeiterin, sie sehe nicht viele Möglichkeiten, Schulbesuche würden sie kaum mehr machen, da sehr zeitintensiv und oft auch nicht aussagekräftig, und sie wisse auch nicht, was man machen könnte, allenfalls einen allgemeinen Intelligenztest…Die Heilpädagogin könne aber zur allgemeinen Unterstützung der Klasse auch ohne Anmeldung IF-Stunden für zwei Jahre beantragen. Beim nächsten runden Tisch wollten wir dies eigentlich ins Rollen bringen. Der Schulleiter begann aber die Runde mit der Aussage, er werde uns nicht gehen lassen ohne unsere Unterschrift unter den EB-Formularen, da sie diese für die IF-Stunden brauchen würden. Das war das erste Mal, dass der Schulleiter und die Heilpädagogin versuchten, uns hinters Licht zu führen. Im späteren Verlauf des Abends mussten sie zugeben, dass sie wussten, dass man die IF-Stunden auch ohne EB-Anmeldung anfordern kann.
Da das (Vertrauens-)Verhältnis zu den Lehrpersonen mittlerweile auch sehr angeschlagen war/ist und wir hofften, damit einen neuen Start für unseren Sohn zu erwirken, baten wir um eine Versetzung des Kindes in eine Parallel-Klasse. Dies wurde gleich abgelehnt mit der Aussage, das habe man in den letzten 40 Jahren nie gemacht und das bleibe auch so (nur dazu: das stimmt nicht, erst gerade vor zwei Jahren wurden die Zwillinge einer Rektorin versetzt, weil es ständig zu massiven Streitereien kam). Soweit, so gut, oder eben nicht…
In den nächsten Monaten lief alles soweit ohne Befund, wir hörten nichts aus der Schule. Im 1. Kiga-Beurteilungsbericht standen Dinge wie «drückt noch stark mit dem Leimstift auf» (augenroll) und die Prognose für die Promotion in den 2. Kiga sei ungewiss.
Im April hatten wir dann ein Treffen mit der Schulkommission, welche in der schwierigen Situation zwischen uns und dem Schulleiter vermitteln wollte. Endlich konnten wir mal die ganze Angelegenheit mit bisher unbeteiligten Personen besprechen und unsere Nöte teilen, was uns sehr gutgetan hat. Das Schuljahr ging dann ohne grössere Ereignisse zu Ende.
Anfang des neuen Schuljahrs (2. KIGA-Jahr unseres Sohnes) war dann der nächste runde Tisch. Der Tenor war da, es laufe überall besser, aber es gäbe noch viele Verbesserungspunkte. In den nächsten Wochen war auch nichts zu hören, weder Gutes noch Schlechtes. Vor 10 Tagen war jetzt das letzte Treffen. Tja, da kam die böse Überraschung. Meinem Mann wurde eröffnet, die Lehrerinnen seien am Ende ihres Lateins (hm, wir hatten seit Monaten von keinen Problemen gehört?), sie bräuchten Beratung bei der EB, dies sei aber nur mit einer Anmeldung möglich – dumm nur, dass uns genau diese EB im Gespräch vor einem Jahr gesagt hatte, Lehrpersonen könnten sich jederzeit und ohne Anmeldung beraten lassen – und sie bräuchten die Anmeldung auch, um die IF-Stunden für ein weiteres Jahr verlängern zu lassen – was auch nicht stimmt, da wir es schriftlich haben, dass die IF-Stunden bis März 2019 bewilligt wurden und man erst dann eine EB-Anmeldung ins Auge fassen müsste. Hallo?!? Mein Mann hat dies gleich schriftlich korrigiert und angeboten, dass wir uns (trotz der schlechten Erfahrung und des miserablen Eindrucks vom letzten EB-Gespräch vor einem Jahr) nochmals mit der EB zusammensetzen und sie uns ihr Konzept bezüglich unseres Sohnes erklären. Wir wären auch bereit, unseren Sohn nochmals beim Neuropädiater vorzustellen und ihn, falls nötig, dort in Behandlung zu geben. Mein Mann erklärte sich ebenfalls bereit, jeden Montagmorgen zu einem Gespräch anzutanzen, bei welchem unserem Sohn für die vorangegangene Woche Smilies oder «Läätsche» verteilt werden würden. Allerdings wünschten wir weiterhin eine Versetzung unseres Sohnes in eine Parallelklasse, um sowohl die Lehrerinnen wie auch uns und unser Kind zu entlasten und einen Neustart zu ermöglichen. Gestern kam jetzt ein (total unverschämter) Brief des Schulleiters, der alles bisher Dagewesene übertrifft. Wenn wir nicht innert 6 Tagen die EB-Anmeldung unterschreiben, wird er eine Gefährungsmeldung bei der KESB machen! Mein Mann und ich sind natürlich total geschockt und wissen nicht, wie es weitergehen soll.

Sollen wir uns erpressen/nötigen lassen und die EB-Anmeldung unterschreiben, auch wenn schon zwei Fachpersonen unseren Sohn untersucht und nichts gefunden haben? Sollen wir unseren Sohn in die Mühlen der EB geben, auch wenn diese selbst schon geäussert hat, sie wisse eigentlich nicht, was noch zu tun sei?

Brauchen wir einen Rechtsanwalt? Wir haben eine Rechtsschutz-Versicherung. Sollen wir diese kontaktieren?

Wir haben auch keine Ahnung, wie es weitergehen soll; durch diesen Brief des Schulleiters ist das Verhältnis endgültig zerstört, wir können uns nicht vorstellen, mit ihm und den Lehrerinnen weiter konstruktiv zusammenzuarbeiten, zumal sie auch mehrfach versucht haben, uns «auszutricksen». Sollen wir unseren Sohn in eine Privatschule geben? Homeschooling?

Das «Schlimme» ist ja, dass unser Sohn sich in der Klasse wohlfühlt und bei den anderen Kindern beliebt und gut integriert ist. Sollen wir ihn da rausreissen? Sollen wir per Antrag an die Erziehungsdirektion versuchen, den Klassenwechsel durchzusetzen?
Es bleibt noch zu sagen, dass der Schulleiter (seit fast 40 Jahren im Amt) für seine unverschämte Art weit herum bekannt ist. Mehrere Familien sind wegen ihm weggezogen, der Tochter einer befreundeten Familie hat er im Unterricht so zugesetzt, dass sie in psychologische Behandlung musste. Alle, denen wir vom letzten Brief erzählt haben, sind entsetzt und verstehen nicht, was das soll.

Für alle, die bis hierher gelangt sind: Vielen Dank fürs Lesen, es hat mir sehr gut getan, mal alles aufzuschreiben! Wer hat Ähnliches erlebt oder kann uns einen Tipp geben, wie wir weiter verfahren sollen?
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Yoghurt
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Yoghurt » Sa 18. Nov 2017, 16:03

Hallo sillyspider

Ich würde mich in so einem Fall von einem Rechtsanwalt beraten lassen. Vorher kurz bei der Rechtsschutzversicherung anrufen und fragen, was sie alles übernehmen. (Unsere Versicherung z.B. zahlt nur Beratungsgespräche, aber keine weitere Tätigkeit des Rechtsanwaltes. Aber auch damit kann man ein paar hundert Franken sparen, weil die von der Versicherung übernommen werden.)
Als Eltern seid ihr natürlich emotional sehr belastet, und der Rechtsanwalt bringt Ruhe in die Sache, ihr fühlt euch nicht mehr so hilflos, und manchmal hat das auch den Effekt, dass die Schule sich ein wenig anständiger verhält. Der Rechtsanwalt kann euch auch beraten, welche Möglichkeiten ihr bezüglich Klassenwechsel etc. habt.

Sucht am besten einen Rechtsanwalt, der sich auf Schulrecht spezialisiert hat. Davon gibt es nicht allzu viele. Aber diejenigen, die schon länger dabei sind, kennen sich recht gut aus in der Schullandschaft. Wenn euer Schulleiter wirklich so bekannt ist für seine Art, dann seid ihr vielleicht nicht die ersten Eltern, die wegen ihm bei dem Rechtsanwalt waren.

Alles Gute!

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carina2407
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von carina2407 » Sa 18. Nov 2017, 16:11

Es tut mir grad sehr leid für Euch, ich kann mir nur ansatzweise vorstellen, was ihr gerade durchmacht. Ich würde mir auch einen Anwalt nehmen, solche Drohungen tät ich nicht auf mir sitzen lassen. Ein Anwalt kann, wie Yoghurt schon gesagt hat, etwas Ruhe reinbringen und der Schulleiter wird dann vielleicht auch mal einen Gang runterschalten, wenn er merkt, dass er mit seinen Drohungen und Forderungen bei Euch nicht mehr weiterkommt. Ich bin mir nicht mal sicher ob das alles rechtlich "verhebed" was der da abzieht, ich würde mir da wirklich rechtlichen Beistand holen. Lasst Euch helfen, ihr müsst nicht alleine kämpfen. Wenn alles scheitert, würde ich eine Privatschule ins Auge fassen, wenn er in die Paralellklasse geht, bleibt der Schulleiter ja gleich, nehme ich an, eventuell kommt ihr dann vom Regen in die Traufe. Freunde hin oder her, oberste Priorität hat Euer Sohn und seine Schullaufbahn, Freunde kann man auch auf einer neuen Schule finden. Was meint eigentlich er zu der ganzen Sache, wie geht es ihm?
Zuletzt geändert von carina2407 am Sa 18. Nov 2017, 16:15, insgesamt 1-mal geändert.
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nera
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von nera » Sa 18. Nov 2017, 16:14

Ui, das tönt krass!
Unbedingt fremde Hilfe holen und sich nicht alles gefallen lassen. Vor allem schauen dass ihr alle Austausche schriftlich habt, sprich Gesprächsprotokolle und Co. Auch von dem Austausch mit der EB, da gibt es ja oft Berichte und Protokolle.

Vielleicht ist ein Rechtsanwalt nicht die richtige Stelle, sondern ihr sollte eher einen Psychologen oder den Neuropädiater ins Boot holen und unbedingt sofort ein Gespräch mit der Schulleitung und der Schulkommission evtl. auch dem zuständigen Schulinspektor beantragen und ihr geht eben dort mit Unterstützung hin, sprich jemandem der sich mit der Schule auskennt.

Die Schule hat auch wenig Handhabe wenn nicht wirklich alles gut schriftlich protokolliert ist und bei einer allfälligen Gefährdungsmeldung würdet ihr auch angehört und noch weitere Infos eingeholt, einfach grad was passieren wird sicherlich nicht und die KESB wird sicherlich nicht grad euer Kind abholen oder so was.

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Tante82
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Tante82 » Sa 18. Nov 2017, 16:32

Kann leider nichts beitragen, möchte aber auch nicht einfach weg klicken. Ich wünsche euch aber viel Erfolg und Kraft bei diesem Kampf! Was da abgezogen wird kann ich beim besten Willen nicht vorstellen dass das legal ist.

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sillyspider73
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von sillyspider73 » Sa 18. Nov 2017, 16:33

ein ganz grosses Merci an Euch, dass Ihr Euch das "angetan" habt, habe gerade Tränen in den Augen...

@yoghurt:
Gute Idee, das mit dem Anwalt zuerst über die Versicherung abzuchecken, vielleicht haben die auch noch einen Tipp bzgl. einer bestimmten Person.

@carina:
Der Witz ist ja, dass er sich zwar z.T. ungerecht behandelt fühlt, aber er meistens trotzdem gerne zur Schule geht. Ich denke, dass er sich auch in der Parallelklasse wohlfühlen würde, in welcher (noch bis Sommer) unser Ältester und unsere Jüngste sind. Er kennt alle Kinder von Schulweg, Pausenhof oder Tagesschule. Und der Schulleiter wird in ca. 1.5 Jahren pensioniert, es gibt also noch Hoffnung...

@nera:
"Unsere" Heilpädagogin war mal in einer Runde dabei, sie wurde total ignoriert.

@tante:
Merci für Deine Unterstützung!
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von martinibini » Sa 18. Nov 2017, 16:47

Ganz ehrlich, das klingt für mich nach ziemich fiesem Machtgehabe seitens des Schulleiters und ich würde mir rechtlichen Beistand holen. Euch mit der KESB zu drohen und trotz eures offensichtlichen Engements zu unterstellen, ihr wäret unfähig euren Sohn zu erziehen, grenzt ja schon fast an Rufmord!! Ich würde ihm mitteilen, dass ihr dankend ablehnt und dass ihr euch angesichts der angdrohten Massnahmen nun gezwungen seht, euch rechtlichen Beistand zu holen und allenfalls gar zu klagen. Im Recht seid ihr sowieso und Zeugen dafür, wie sehr ihr euch eigentlich bereitwillig gezeigt habt, sind ja auch vorhanden. Soll er sich zum Teufel scheren, dieser Schulleiter - dass sowas überhaupt in solch einer Position hocken darf [-][-]

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von sillyspider73 » Sa 18. Nov 2017, 16:50

@martinibini:
Wir werden wohl tatsächlich einen Anwalt engagieren (müssen). In meiner grössten Wut habe ich schon überlegt, ob ich den Schulleiter wegen Nötigung anzeigen soll... ja ja, ich weiss, sehr konstruktiv, aber rein der Gedanke hat schon gutgetan... :evil:
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von martinibini » Sa 18. Nov 2017, 16:53

hihi, verstehe ich in dieser Situation voll und ganz [JAPANESE OGRE]

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Ondina » Sa 18. Nov 2017, 17:00

Oh jemine, das tönt ganz schlimm und sehr belastend. Ich kann dir keinen konrekten Tipp zur Vorgehensweise geben, denke aber auch, dass es angebracht ist, sich juristisch beraten zu lassen.

Ich wünsche dir und deiner Familie, insbesondere auch deinem betroffenen Sohn, ganz viel Kraft, Energie und Mut!

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von jupi2000 » Sa 18. Nov 2017, 17:03

Bei Ondina unterschreib! Alles Gute sillyspider!

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Phase 1 » Sa 18. Nov 2017, 17:08

Jep würd ihn wegen Nötigung anzeigen!
Keine Zeit verlieren sofort bei der Polizei Anzeige durchdrücken!
Geht gar nicht so was!
Und unbedingt Anwalt zuziehen!
Ich glaub die haben euch auf dem Kicker weil ihr über eure rechte Bescheid wisst!'daher Nötigung damit ihr unterschreibt.
Ich würd da nicht lange Fackeln.
Ich weis konstruktiv hin oder her aber was willst du machen wenn der seine Drohung tatsächlich war macht!

Sonst ruf bei der erziehungskommision an und schildere den Fall. Vielleicht wüssten sie noch was zu tun ist.
Sorry solches machtgehabe von den Lehrern und Schulleitern ist mir echt zuwieder!

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von carina2407 » Sa 18. Nov 2017, 17:16

@sillyspider: Gut wenigstens geht er gerne, das ist schon mal hilfreich, wenn du ihn noch jeden morgen unter Protest zwingen müsstest, wärs noch schlimmer. 1.5 Jahre können aber auch sehr lang werden, wenn jemand seine Machtposition derart ausnutzt. Ich hoffe wirklich ein Anwalt kann Euch helfen, ich denke auch dass es keinen Sinn mehr macht einen Neuropädiater o.ä dazu zu holen, der wird ja doch nicht angehört. Ich hab so das Gefühl die zwei LP und der Schulleiter haben sich in deinem Sohn "verbissen" und lassen jetzt unter keinen Umständen mehr los, wie ein Raubtier mit seiner Beute.
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Phase 1 » Sa 18. Nov 2017, 17:17

Was natürlich absolut förderlich ist den Jungen in der Schule zur Ruhe zu bringen...
Sorry aber es spürt dich ein Kind wenn die LPs es auf dem Kicker haben!

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Salisha » Sa 18. Nov 2017, 17:23

[-][-] ich bin sprachlos!

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Snoopy2014 » Sa 18. Nov 2017, 17:37

Ich kenn mich noch nicht so gut aus, aber als ich selber Probleme in der öffentlichen Schule hatte, wegen Integrationsproblemen, schlechten Noten, kein entgegenkommen der Schulleitung etc. war damals in der 6.Klasse, haben meine Eltern den Schlussstrich gezogen und mich an einer Privatschule in Basel angemeldet. Und das war das Beste was mir passieren konnte. Sicher es war wieder ein Klassenwechsel, ein langer Schulweg (45min mit ÖV), und neue Lehrer) aber es war die beste Schulzeit die ich hatte, meine Noten wurden um +1 besser, ich habe die Matura mit 5.2 abgeschlossen, was damals in der öffentlichen Schule nicht möglich war, und ich habe sehr schnell neue Freunde gefunden, konnte meiner Sportart nachgehen, dank Förderung seitens der Schule usw.

Klar Privatschulen sind sehr teuer (27‘000/Jahr) aber es war es wert.
Falls ihr euch das Leisten könnt, oder evtl. Grosseltern etwas dazu geben würden, wäre das der Schritt denn ich vornehmen würde. Neben den rechtlichen Vorgehen wie Phase_1 vorschlägt.

Auch bei meinem Mann war ein riesen Theater beim Wechsel zur Oberstufen. Er wurde gemobbt, von Lehrer und Schüler, der Lehrer meinte, trotz guter Noten er sei nicht bereit für das Progymnasium, etc. Auch er wechselte an die Privatschule und konnte dort die Matur abschliessen.

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Agathe » Sa 18. Nov 2017, 17:53

oh mann. das tut mir mega leid und ich schicke dir einen virtuellen drücker. mehr kann ich dir leider nicht helfen.

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Aki » Sa 18. Nov 2017, 18:34

Es tuet mer mega leid was ihr als Eltere und dä chli müend duremache. Wele wäg isch dä besser fürs chind.
Die hütigi Lehrkräft sind überfordered mit allem, ich gsehs bi vielbe fäll.
Ehrlichgseit händ mir üs genau weg sötigi gschichte überleit üsi Tochter id Rudolf Steiner Schuel zschicke döt dörf s‘chind si wie es isch und es wird individuell unterrichtet.

Ich het jetzt speziell a dinnere Stell mit dä Medie droht. Verhältnis wird nid besser, aber sie werdet eu in Ruhe lah.
Mini Nachbarin hät das gmacht und hät nie meh sötigi gspröch müesse go füehre.

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Phase 1 » Sa 18. Nov 2017, 18:36

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von sillyspider73 » Sa 18. Nov 2017, 19:51

@ondina, jupi, agathe, Phase, salisha:
Merci für Eure Empathie, das gibt mir wieder etwas Mut und Kraft!

@carina:
Dein Beispiel von den Raubtieren mit ihrer Beute passt schon. Unser Eindruck ist, dass die beiden Lehrpersonen wohl generell mit der Klasse überfordert sind und jetzt halt ein Opfer gefunden haben. Was ich nicht verstehen kann, ist eben, dass auch sie total gegen einen Klassenwechsel sind. Ich an ihrer Stelle wäre froh, wenn ich ein ach so schwieriges Kind wieder loswerden könnte...

@snoopy:
Finanziell könnten wir das wohl leisten, organisatorisch wäre es schwieriger, weil unser Sohn noch zu klein ist, um den Weg zur nächsten Privatschule allein zurückzulegen. Und da die anderen zwei Kids sicher weiter hier zur Schule gehen werden und mein Mann und ich auch noch arbeiten (müssen), würde das ein ziemlicher Spagat werden. Aber sicherlich ist das eine Option, die wir ins Auge fassen werden.

@aki:
Mein Mann hat auch schon überlegt, ob er den Ball an einen Journalisten weiterspielen soll, weil das Geschehene einfach unglaublich ist - ich weiss aber nicht, wie das rechtlich zu handhaben ist.
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