SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Unsere grossen Kleinen und unsere kleinen Grossen. Was uns in diesem Abschnitt der Kinder begleitet, beschäftigt und interessiert.

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Krambambuli
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Krambambuli » Mo 20. Nov 2017, 10:21

habe alles gelesen.

schlussebdlich kennen wir nur eine seite. und jeder weiss das die gegenseite oft ganz anders tönt und man viele aha erlebnisse hat.

eine gefährdungsmeldung ist übrigens kein drama wenn man nicht grad völlig vernachlässigt lebt.


alles gute
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sonja32
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von sonja32 » Mo 20. Nov 2017, 10:53

Ist die EB bei euch dasselbe wie der SPD (Schulpsychologischer dienst)? Oder wieso wendet ihr euch nicht an den SPD?

Wie alt ist euer sohn und in welcher klasse? ich habe nur seite 1 und 4 gelesen. also sorry wenn du das schon beantwortet hast.

leider ist es so dass heutzutage genau geschaut wird und aufgeweckte jungs schnell mal zu schwierigen kindern degradiert werden.
insbesondere im KiGa....was da alles an störungen von kindern berichtet wird...

ich habe viel erfahrung. ich habe ein mädchen mit ADHS (14 Jahre) und einen Jungen ohne ADHS.
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Schwups » Mo 20. Nov 2017, 12:18

Ausländerin
Es gibt Schulleiter, die haben Mühe, wenn man sich zuviel einmischt, kritische Fragen stellt, Fehler aufdeckt, nach den Gesprächen ein Protokoll will .... Es sind die Schulleiter, die die Klasse zusammensetzen. Der Sohn kam letzten Sommer in die Mittelstufe, wurde er zur Lehrerin eingeteilt, die erfahren und einen sehr guten Ruf hat oder zu der anderen, die schwanger ist? Genau zur schwangeren, die schon jetzt krankgeschrieben ist. Er ist jetzt bei Lehrer Nr. 5 in der 1. - 4. Klasse angekommen, und all die nur wenige Tage andauernden Aushilfen zähle ich nicht mit. Wohin wurden die Kinder eingeteilt, deren Eltern selber in der Schule unterrichten? Natürlich zur guten. Manchmal fühle ich mich wirklich wie in Afrika.

Aber es hat auch sehr gute Lehrkräfte, mit der Logopädin der Schule ist die Zusammenarbeit sehr gut, sie geht auch seit anfangs 6. Klasse auch eine Lektion in die ganze Klasse und versucht noch Löcher zu stopfen, da den Kindern nie die Rechtschreiberegeln beigebracht wurden. Beim Sohn nehmen sie jetzt in den beiden 4. Kassen die Regeln, zur Zeit eu/äu, durch und werden auch viel enger geführt (Arbeitspläne, bei denen sie die Posten abarbeiten, bei der Lehrerin vorlesen, viele Prüfungen). Seit Sommer haben wir eine neue Schulleitern (Nr. 4 seit ich schulpflichtige Kinder habe) und mein Gefühl sagt mir, dass sie ihren Job gut macht.
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von stella » Mo 20. Nov 2017, 13:24

ausländerin hat geschrieben:Caipi: Wenn Schule KEBS als drohung benützt um druck auf eltern zu machen ist nicht nur ein wenig unprofessionel! Egal was vorher passiert ist. Entweder es ist genug passiert - und sie machen der Meldung bei Kebs oder eben nicht (wie in diesem fall) aber KEBS kann nicht als "drohung" misbraucht werden.
Und ich finde Krass dass viele sich Gedanken machen dass es eine Risiko besteht dass andere Kinder in Familie darunter leiden werden. Sind wir hier in einem Koruppten Drittweltland?
Im Kanton Bern gibt es ein Stufenmodell, wie man bei Schwierigkeiten vorgeht. Die meisten Schulen arbeiten damit. Die Gefährdungsmeldung an die KESB ist die letzte Stufe, wenn vorher nichts genützt hat. Auch ich habe als Klassenlehrerin bereits in meiner Kartiere als Lehrerin eine Gefährdungsmeldung eingeleitet.
Darum muss aus Sicht der Schule, auch wenn der SL offenbar etwas speziell ist, bereits alles versucht worden sein, ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass ein SL dies so macht, wenn er glaubwürdig bleiben will.

Aber das kann uns ja dann Sillyspider berichten...
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von stella » Mo 20. Nov 2017, 13:26

Schwups
Bei uns werden die Klassen in der MIttelstufe ausgelost...
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von ausländerin » Mo 20. Nov 2017, 13:50

Stella, ich bin überhaupt nicht gegen Meldung bei Kebs. Aber gegen der Drohung. Entweder macht man die Meldung weil es genug nachweise von Gefärdung gibt oder man macht es nicht, es darf aber keine drohung mit nötigung sein und so wie es hier beschrieben wird Familie genötogt etwas anzuwilligen was sie nicht wollen egal aus welchen gründen. Das ist grundsätzlich strafbar und machtüberschreitung die mich in ganzen geschichte so stört. Egal wer recht hat, es gibt Grenzen wie Macht angewendet werden kann und hier sind sie klar überschritten.

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Hausdrache » Mo 20. Nov 2017, 13:54

Sillyspider
einfach ein Einwand noch von mir. Wenn ich die Beschreibung deines Sohnes so lese, erkenne ich unsere Jüngste wieder. Mit ihr haben wir schon ganz viel erlebt, unter anderem einen Schulverweis, sprich TimeOut, weil sie angeblich so problematisch sei. Die Schule wollte sie sogar in eine interne Schule geben für Verhaltensauffällige Kinder. Es waren auch, für mich Kleinigkeiten und wenn ich mit der Lehrerin sprach, so war vieles so und doch nicht so, oder vielleicht doch so... Einfach schwammig und für mich nicht nachvollziehbar. Ich war einfach nur froh, hatten wir unser Netzwerk und schlussendlich den Chefschulpsychologen am Tisch plus die Kesb. Einzige Diagnose, die wir bis heute haben ist eine weit überdurchschnittliche Intelligenz, im Moment klären wir, ob es ev. eine HB mit Legasthenie ist, dies nach der schwierigen Zeit mit unserer Zweiten. Wir hatten auch bei unserer Grossen Probleme mit der Schule, auch bei ihr ist die einzig klare Diagnose eine Hochbegabung, sie war aber wirklich massivst verhaltensauffällig, deutlisch schlimmer als die Jüngste. Sie haben wir irgendwann von der Schule genommen, weil das Kind auch zu Hause nicht mehr tragbar war. Schulwechsel und zack hatte ich ein komplett neues Kind, von einem Tag zum andern.

Was will ich dir sagen, ev. wäre die IQ Abklärung gar nicht so falsch. Unterforderte Kinder, wie auch überforderte selbstverständlich, können massivst auffällig werden. Auch haben sie oft andere Denkweisen und das passt dann nicht ins Bild, das man von Kindern in diesem Alter hat. Auch durchschauen sie Lehrpersonen haargenau, wissen auch wo die Schwachstellen sind und das reizen sie dann aus. Auffälliges Verhalten zeigt immer, dass etwas für sie nicht passt. Was wenn dein Sohn sich langweilt, wenn er in einer Art angesprochen wird, die er kindisch findet, nicht einordnen kann oder wenn er Aufträge bekommt, mit denen er sich unverstanden fühlt? Wenn er eher sensibel ist, oder gerne vorwärtsarbeiten/spielen möchte, kann auch die schwierige Klassensituation für ihn unbefriedigend sein und ihn stressen. Das gibt unsere Jüngste sehr oft an. Sie versteht nicht, warum gewisse so blöd tun.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass er merkt, dass er anders ist, damit nimmt er sich als andersartig oder nicht passend wahr. Gerade in dem Alter wollen aber Jungs eher dazugehören, cool sein, mitmachen. Was macht er also, er schliesst sich den übrigen Kindern an, die für die Lehrerinnen so schon anstrengend sind. Vielleicht hat er auch so eine gute Position, dass er das Klima beeinflussen kann und es dann negativ tut, aus Sicht der Lehrerinnen.

Von daher würde ich jetzt wohl den IQ noch testen lassen, da kann auch eine schlechte EB wenig falsch machen. Wobei ich ein IQ-Test in dem Alter schon sehr früh finde. Eigentlich müsste die Schule ja selber überlegen und ausprobieren, was es sein könnte und konkrete Ideen und Fragestellungen einbringen können, was ihnen helfen würde.

Aber ein hoher IQ kann in der heutigen Zeit ein massives Problem sein, vor allem in Gruppen, die wenig Herausforderung brauchen, sondern eher Mühe haben, kommen diese Kinder oft zu kurz. Unsere haben schwer gelitten, bin froh, wird die Grosse jetzt dann mit allem fertig, danach kann sie studieren, wenn sie will, oder arbeiten, aber sie hat sich nun all die Jahre sehr oft gelangweilt und genervt, auch über die Beschränktheit gewisser Lehrer. Wir waren immer froh, wenn sie gute Lehrer hatte und vor allem solche, die ihr gewachsen waren und nicht nur über autoritäres Machtgeahbe versuchten, die Klasse in den Griff zu bekommen, sondern über anregung und auseinandersetzung mit den Schülern.
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von sillyspider73 » Mo 20. Nov 2017, 15:24

@schwups:
Das tut mir Leid, dass Deine Tochter so leiden musste!
Dass unser Sohn ganz gut dabei ist, wissen wir ja vom Neuropädiater, der ihn mit nicht ganz 5 Jahren kognitiv als reif für die 1. Klasse einstufte. Mehr wollten wir bisher nicht wissen, da wir der Meinung waren, dass in dem Alter auch die soziale, emotionale,...Entwicklung äusserst wichtig und massgebend ist. Wie genau sind denn IQ-Tests in dem Alter, hängt das nicht extrem von der Tagesform und vom Prüfer ab?

@carina:
Merci, wir versuchen, einen vernünftigen Weg zu finden...

@leela:
Mit kommt das einfach so vor, als würde vieles pathologisiert, was in dem Alter sicher nicht abartig ist. Mein Sohn ist doch kein Harvey Weinstein?!

@käfermutti:
Da stimme ich Dir zu, das Wichtigste ist jetzt, dass eine Lösung für unseren Sohn gefunden wird.
Bisher konnte uns niemand sagen, was denn zur Verbesserung der Situation geplant wäre...

@Krambambuli:
(Dein Nick erinnert mich immer an eine sehr traurige Geschichte, die ich als Kind mal gelesen habe - mit einem Hund?! )
Da hast Du natürlich völlig recht, das liegt in der Sache der Natur bzw. dieses Forums, dass in den allermeisten Fällen nur eine Seite zu Wort kommt.

@Sonja:
Ja, bei uns ist EB = SPD.
Er ist vorletzte Woche sechs Jahre alt geworden und geht seit Sommer in den 2. Kiga.

@hausdrache:
Interessant, Timeout war bei uns bisher nie ein Thema. Vielleicht ist es wirklich das beste, wenn die KESB mit ins Boot kommt. Wie gesagt wissen wir bisher einfach, dass er kognitiv sehr weit ist (dass er "vif" ist, haben wir Eltern natürlich auch schon gemerkt...) und bei ihm vieles über den Kopf laufen muss. Hätte der Neuropädiater das nicht gemerkt, wenn er derart begabt wäre, dass dies in der Schule ein Problem darstellen könnte? Vielleicht sollten wir bei ihm deswegen nochmal Rücksprache nehmen.
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von fläcki » Mo 20. Nov 2017, 16:31

@sillyspider
Nur kurz zum Neuropädiater. Wir waren mit unserem Sohn ebenfalls bei einem, allerdings vor dem Kindergarten. Die Untersuchung der kognitiven Reife lief relativ nebenher im Rahmen von etwas ganz anderem. Die Aussage damals von ihm war lediglich: Er ist sehr weit und er empfehle, ihn bei allfälligen Problemen in Kindergarten oder Schule auf eine HB abklären zu lassen.
Eine HB Abklärung ist dann eine Sache für sich und besteht wieder aus mehreren Terminen. So genau wird er vermutlich nicht hingeschaut haben, der Auftrag war ja wahrscheinlich auch ein anderer, nehme ich an.

Euch wünsche ich eine gute Lösung für euer Kind und eine Beruhigung der ganzen Geschichte.

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Schwups » Mo 20. Nov 2017, 20:44

Sillyspider
Die Probleme tauchten erst in der 4. Klasse nach dem Lehrerwechsel auf. Vorher ging sie unter, konnte sich durchschmuggeln, mit dem Ehrgeiz kompensieren, .... mit den erhöhten Anforderungen brach alles zusammen. Halte uns über die 2 Tage Besuchstage auf dem laufenden.
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von zirkusclown » Mo 20. Nov 2017, 20:49

Vielleicht mal beim Beobachter anrufen? Die könnten dir evtl. auch einen Rat geben.

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Christa » Mo 20. Nov 2017, 22:08

Sillyspider

Hausdrachen hat das gut beschrieben wegen dem IQ-Test.Meinte eben auch das, das von dem Neuropädiater von der rede 1.Klasse und
der Lehrerin evtl. nicht probiert in den 2.Kindergarten für mich aussieht als das da der Wurm drin ist.
Ein genauer Test wegen der Intelligenz finde ich darum mal gar nicht schlecht.Könnte mir eben gut vorstellen das er im Kindergarten
unterfordert ist und sich da teils dann anderst verhält als zu Hause oder eben auch bei den Nachbarn wo mit ihm umgehen als sei er vielleicht schon älter und er da gut mitreden kann.
Ist gut wenn du da mal beim Neuropädiater nochmals anfragst.


Finde es gut mit dem Schulbesuch, wie schon jemand anderes beschrieben kann aber gut sein das sich dein Sohn anders benimmt wenn
du dabei bist, aber das müsste dann ja auch den Lehrerinnen auffallen und sie es dir mitteilen.

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Leela » Mo 20. Nov 2017, 22:50

sillyspider73 hat geschrieben:
@leela:
Mit kommt das einfach so vor, als würde vieles pathologisiert, was in dem Alter sicher nicht abartig ist. Mein Sohn ist doch kein Harvey Weinstein?!
Mir sträuben sich bei so etwas die Nackenhaare. Meine Kleine wäre, wenn ein paar Tage früher geboren, jetzt ja auch schon im Kindsgi und sie ist noch derart verspielt und überschwänglich, kürzlich hat wollte sie sich in der Spielgruppe gar ausziehen :oops: :lol:
Wie würde sie bei solchen LP wohl anecken? :(
Ich finds einfach krass, was da scheinbar von so kleinen Kindern schon erwartet wird. Kaum aus den Windeln raus, muss das Sozialverhalten schon perfekt sitzen!?
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von sillyspider73 » Di 21. Nov 2017, 14:25

@fläcki:
Merci!
Vielleicht ist das wirklich noch ein Gebiet, was man anschauen muss!

@zirkusclown:
Sollten wir vom Schulleiter weiter in dieser Art behandelt werden, wäre das sicher auch eine Möglichkeit.

@christa:
Mit grosser Sicherheit wird sich mein Sohn nicht gleich benehmen, wenn ich da bin. Mir geht es auch vor allem auch um die Dynamik in der Klasse und die Interaktion insgesamt zwischen Schülern und LP.

@leela:
Ih nein, das geht ja überhaupt nicht!!! (Ironie off)...

@update:
Inzwischen hat sich einiges getan:
- Wir haben eine Rechtsvertretung
- Kinderarzt hält eine weitere Abklärung nicht für nötig und sinnvoll; er meint, wir sollten es wirklich drauf ankommen lassen und dann schauen, was mit der Kesb zusammen erarbeitet werden kann
- der Neuropädiater hält eine weitere Abklärung auch nicht für notwendig, und meinte, er habe es zwar schon in seinem Bericht zur ersten Untersuchung geschrieben, aber könne es gerne wiederholen: nach ausführlicher Begutachtung des Kindes positioniere er allfällige Auslöser der Probleme im Rahmen des Kindergartens
- GG hat gestern noch die Erziehungsdirektion kontaktiert, mit interessantem Effekt....am Morgen erhielten wir eine Mail, worin sich die Schulkommission klar hinter den Schulleiter stelle; um 18 Uhr dann eine zweite Mail, das Vorgehen sei wohl doch nicht so konstruktiv (sinngemäss), man werde das weiter anschauen müssen. Es folgte eine ausführliche Erklärung, wie bei einer allfälligen EB-Anmeldung vorgegangen werden würde (wieso konnte das bisher niemand tun, nicht mal die EB?). Ein Klassenwechsel würde als Teil einer sinnvollen Massnahme durchaus in Betracht gezogen.
Wie sich die Ansichten im Lauf eines Tages so ändern können.... :roll:

Wir haben uns jetzt bis am 1.12. Zeit ausbedungen, um uns in Ruhe (auch mit dem Anwalt) zu beraten.
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Hausdrache » Di 21. Nov 2017, 21:24

Syllispider
danke für das Update, das freut mich zu lesen. Ihr habt ja gute Leute an der Seite, Abklärungen habt ihr auch gemacht, somit seid ihr ja kooperativ, ich bin sehr zuversichtlich für euch. Es gibt Lösungen, nur nicht immer sofort und manchmal sehen sie anders aus, als man selber denken würde. Aber ein Klassenwechsel wäre ja in eurem Sinne. Ich drücke die Daumen für eine gute Lösung für euren Sohn.
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Stella* » Mi 22. Nov 2017, 08:39

Danke für das Update, sillyspider.

Ich drücke euch weiterhin die Daumen, dass es gut kommt. Immerhin scheint sich jetzt die Schulkommission darum zu kümmern.

Wie würden sie denn bei einer allfälligen EB-Anmeldung vorgehen? An eurer Stelle würde ich als erstes auf den Klassenwechsel pochen und ihnen mitteilen, dass ihr einer EB-Anmeldung zustimmt, falls die gleichen Probleme in der anderen Klasse weiter bestehen. Es ist nämlich gut möglich, dass sich mit dem Klassenwechsel alles von selber löst.

Eigentlich sollten die aktuellen LP einem Klassenwechsel zustimmen, denn dann sind sie ja das "schlimme" Kind los. :wink:

Warst du bereits in der Schule? Kannst du ev. auch in der anderen Klasse mal reinschauen, wo er möglicherweise hinkäme. Einfach so als Vergleich, wie der Unterricht gestaltet ist, Umgangsformen,...
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von sonja32 » Mi 22. Nov 2017, 08:40

@syllispider: ich finde es ganz toll wie du für dein kind kämpfst. und hoffe es ergibt sich eine lösung die für euch stimmt. daumen sind gedrückt.
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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Minchen » Mi 22. Nov 2017, 10:34

Liebe sillypyder

Lese schon von Anfang an mit, aber weil ich nichts dazu sagen kann, wollte ich lieber nichts schreiben.
Ich bin sehr froh, dass die Geschichte eine zuversichtliche Wendung zu nehmen scheint.
In meinen Augen verhaltet ihr euch sehr vorbildlich.
Ich hoffe fest, dass es letztendlich für alle eine gute und stimmige Lösung geben wird.
Schütteler: 26. Juni 2011 | Rosendörnchen: 17. Dezember 2012

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von Christa » Mi 22. Nov 2017, 21:06

sillyspider
Danke das du uns auf dem laufenden hälst.Ist ja interessant wie sich das ganze entwickelt.Finde es auch gut das ihr euch Zeit nehmt.
Bin auch sehr gespannt auf deinen Schulbesuch.Ich fand das halt auch immer Interessant wie die Lehrer auch nur schon verschieden
die Sachen erklären könne und ich hab da mal in der Oberstufe bei einer Lehrerin gesehen die voll chaotisch Mathe erklärte(also dauernd
was ausradierte, die Schüler aber schon im Heft notiert) das ich ab da immer schaute ob meine Tochter auch sicher alles recht
verstanden hat zu Hause.

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Re: SOS - Schulleiter droht mit Gefährungsmeldung an KESB!!!

Beitrag von sillyspider73 » Sa 25. Nov 2017, 15:48

Sooo, der Schulbesuch ist vorbei...ich durfte schlussendlich nur am Freitagmorgen dabeisein, warum auch immer.

Es war sehr aufschlussreich - aber nicht so wie ich es erwartet hatte.

Zuerst einmal das Wichtigste: Unser Sohn hat sich absolut unauffällig verhalten, war völlig natürlich (so wie ich ihn zuhause erlebe) und ich hatte nicht den Eindruck, dass er sich verstellt.

Ich fand vor allem den Teil bis zur Pause sehr anstrengend. Zuerst mussten die 1. und 2. Kigaler eine halbe Stunde allein an einer Aufgabe "herumknübeln", offenbar je nach Entwicklungsstand. Unser Sohn arbeitete mit dem Spiel "Rush Hour"; das fand ich sehr gut gewählt, weil es genau seinen Neigungen entspricht. Was mich etwas erschreckte, war dass ein anderer 2. Kigaler offenbar kein Konzept hatte, wie man ein Puzzle macht. Ich war wirklich versucht, einzugreifen....Ein winziger 1. Kigaler - eines der fremdsprachigen Kinder, soviel ich weiss aus Sri Lanka - versuchte (erfolgreich), ihm zu helfen, wurde aber von der älteren Lehrerin zurechtgewiesen und weggeschickt. Im Vorbeigehen raunte sie mir zu: "Ich habe keine Ahnung, ob er irgendwas versteht...". Danach mussten alle Schüler (d.h. 1. Kiga bis 2. Klasse) eine Stunde im Kreis sitzen. Es ging um Märchen. (Der Stammplatz unser Sohn ist im Sitzkreis ganz aussen an der Tür. Die eine Lehrerin sitzt vor ihm, so dass er gar nicht sieht, was im Kreis geschieht....). Unser Sohn war die ganze Zeit brav auf seinem Platz, hat nicht herumgehampelt, nicht gestört, sondern hat sich rege beteiligt und begeistert mitgesungen. Die letzen 5 Minuten wurde gezeichnet und anschliessend das Material wieder aufgeräumt. Dabei kam ganz klar ein möglicher Auslöser für Konflikte zutage: Mein Sohn hatte seine Malunterlage bereits verräumt und kam zu mir, um mir die Zeichnung zu zeigen. Die jüngere Lehrerin kam zu uns und zeigte auf eine Unterlage, welche auf dem Platz lag, an welchem mein Sohn vorher gesessen hatte. Er solle bitte die Unterlage wegräumen. Mein Sohn antwortete, er habe das bereits getan. Die Lehrerin insistierte, doch, er müsse die Unterlage jetzt wegräumen. Um die Situation zu entschärfen, sagte ich, er habe seine Arbeit bereits getan, worauf die Lehrerin mit einem "ah ja" antwortete (irgendwie kam es mir so vor, als hätte sie mir nicht geglaubt, aber man kann sich solche Ideen auch leicht einbilden :lol: ). Ich kann mir gut vorstellen, dass mein Sohn "hässig" wird, wenn er mehrmals aufgefordert wird, etwas zu tun und man ihm nicht glaubt.
Nach der grossen Pause war Freispiel für die 1. und 2. Kigaler. Die Lehrerin nannte nach und nach Kinder, welche sich aussuchen durften, wo sie spielen wollten. Die Familienecke ist überaus beliebt, und neuerdings dürfen dort nur noch 3 Kinder spielen statt wie bisher 4-5. Die LP hatte schon drei Mädchen aufgerufen, und natürlich wollten alle dorthin. Danach fragte sie die Kinder: "Wer will alles sonst noch in die Familienecke?" Mein Sohn meldete sich. Da meinte die LP: "Aber Du weisst ja, dass da jetzt nur noch 3 Kinder hin dürfen!" Da gingen ihm kurz die Mundwinkel runter, und ich sah, dass er frustiert war. Aber er hat das zu meiner Freude sehr gut gemeistert, und nach einer kurzen Phase der Enttäuschung ging er dann in die Bastelecke. Am Schluss ging es dann wieder ums Aufräumen. Sohnemann machte mit, aber lief zweimal weg, um seine Bastelei den anderen Kindern zu zeigen, woraufhin er von der LP wieder zum Aufräumen animiert wurde. Notabene weigerten sich zwei andere Kinder kurzzeitig, aufzuräumen. Im täglich mit ihm geführten Abschlussgespräch wurde ihm dann die mangelnde Aufräumbereitschaft angekreidet und bekam kein Smiley - mir leuchtet es irgendwie nicht ein, dass er so hart bewertet wird, wenn es mehrere andere Kinder gibt, welche sich gleich oder "schlimmer" verhalten. Soweit zum Freitag...

Ansonsten sind wir noch nicht weiter, sondern sind immer noch am Abwägen und Werweissen - immerhin dürfen wir noch bis Donnerstag überlegen. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass ich eine allfällige Unterschrift mit einer Zusage des Klassenwechsels koppeln werde. Wird der Klassenwechsel nicht gewährt, würde ich meine Zustimmung zurückziehen... na ja, so ganz sicher bin ich mir noch nicht, ob das das Richtige ist...

@stella*:
Zuerst würde es bei der EB ein Gespräch mit uns geben (warum kann es das nicht ohne Anmeldung geben?). Danach würde man ihn beim Spielen und Interagieren beobachten und dabei eventuelle Fragenstellungen berücksichtigen. Je nachdem käme dann noch eine IQ-Abklärung dazu. Im anschluss an die Beurteilung/Diagnose gäbe es dann mögliche Interventionen, welche vom Beratungsgespräch über Coaching bis zu ausgewachsenen Therapien.
Ich denke eben auch, dass sich die Probleme vermutlich beim Klassenwechsel in Luft auflösen würden. Die Schulkommission hat uns aber mitgeteilt, dass wir für einen Klassenwechsel auch eine EB-Anmeldung brauchen werden. GG hat ihnen jetzt geschrieben, dass wir gerne der Vollständigkeit halber den entsprechenden Paragraphen des Reglements für unsere Akten hätten - mal sehen, ob es diese Vorschrift wirklich gibt...

@Sonja/minchen/Christa:
Merci fürs Mitlesen und die Unterstützung!
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