Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Moderator: conny85
Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Hallo! Hat hier jemand Erfahrung mit dem Überspringen von der 3. direkt in die 5. Klasse? Mein Sohn ist in der 3. Klasse und nun steht zur Diskussion ob er nach den Sommerferien in die 5. Klasse gehen soll. Er könnte noch vor den Sommerferien ein paar Wochen in der jetzt 4. Klasse schnuppern gehen. Von der Aufnahmefähigkeit her könnte er sehr gut mithalten. Aber wie ist das so vom Sozialen her? In diesem Alter setzt ja langsam die Pubertät ein. Könnte es dann nicht sein, dass mein Sohn dann etwas hinterher hinken würde sozial-emotional? Oder geht so ein Überspringen in dieser Klassenstufe normalerweise genau so ring wie von der 1. zur 3. Klasse wenn die Kinder noch Kinder und noch keine halben Teenies sind? Ich würde mich über ein paar Efahrungsberichte freuen.
mit 3 Mädels und 3 Jungs
"Wenn man nicht weiss, wohin man will, landet man leicht da, wo man gar nicht wollte." R.F. Mager
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- Hausdrache
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Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Unsere Grosse hat den Sprung von ende zwei auf ende drei gemacht. Problemlos, nur leider waren die wirklichen Probleme der Langeweile nicht wirklich gelöst, sie kamen nach wenigen Wochen bereits wieder. Sie hat später ein Schuljahr alles gemacht, ausser Schule
Lager, Schweizer Jugend-Forscht, Ferien, zu Hause haushalten und helfen. Sie brauchte einfach immer viel weniger Zeit als gleichaltrige um dasselbe zu können am Schluss.
Sozial war es immer schwierig, aber nicht weil sie weniger weit war, sondern weiter. Heute macht sie eine Lehre mit BM, schulisch ohne lernaufwand. Der Lehrbetrieb schätzt sie sehr, sie sei sehr selbständig, reif und vernünftig. Der Lehrer meinte einmal, man merke nicht, dass sie mit Abstand die Jüngste sei. Die meisten Mitschüler sind drei Jahre älter, der älteste ist acht Jahre älter als sie. Trotzdem fällt sie da nicht auf, sondern ist endlich am richtigen Ort.
Die ganzen Pubertären Themen hat sie irgendwie nie so mitgemacht, wie andere. Sie nervt sich eher ab den Gleichaltrigen, mit denen sie beim Sport zu tun hat. Auch da, mit älteren klappt es deutlich besser.
Letztlich weisst du erst, wenn dus probiert hast, ob es klappt. Für uns war der Hauptpluspunkt, mit dem Springen verkürzte sich die schulische Leidenszeit, auch wenn damit nicht alle Probleme vom Tisch waren. Sie konnte damit früher in die Oberstufe, was sie schon deutlich besser fand, als die Primarschule und sie konnte früher ins Arbeitsleben raus und da gefällt es ihr nun viel besser.
Schulisch
finde ich den Schritt sehr gut möglich. Vierte Klasse wiederholt sehr vieles der dritten Klasse, es gibt wenig wirklich neuen Stoff. In der fünften kommt dann viel Neues, die ist wirklich wieder grundlegend.

Sozial war es immer schwierig, aber nicht weil sie weniger weit war, sondern weiter. Heute macht sie eine Lehre mit BM, schulisch ohne lernaufwand. Der Lehrbetrieb schätzt sie sehr, sie sei sehr selbständig, reif und vernünftig. Der Lehrer meinte einmal, man merke nicht, dass sie mit Abstand die Jüngste sei. Die meisten Mitschüler sind drei Jahre älter, der älteste ist acht Jahre älter als sie. Trotzdem fällt sie da nicht auf, sondern ist endlich am richtigen Ort.
Die ganzen Pubertären Themen hat sie irgendwie nie so mitgemacht, wie andere. Sie nervt sich eher ab den Gleichaltrigen, mit denen sie beim Sport zu tun hat. Auch da, mit älteren klappt es deutlich besser.
Letztlich weisst du erst, wenn dus probiert hast, ob es klappt. Für uns war der Hauptpluspunkt, mit dem Springen verkürzte sich die schulische Leidenszeit, auch wenn damit nicht alle Probleme vom Tisch waren. Sie konnte damit früher in die Oberstufe, was sie schon deutlich besser fand, als die Primarschule und sie konnte früher ins Arbeitsleben raus und da gefällt es ihr nun viel besser.
Schulisch
finde ich den Schritt sehr gut möglich. Vierte Klasse wiederholt sehr vieles der dritten Klasse, es gibt wenig wirklich neuen Stoff. In der fünften kommt dann viel Neues, die ist wirklich wieder grundlegend.
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Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Wir haben uns gegen das überspringen von der zweiten Klasse entschieden. Meine Tochter hätte direkt nach der ersten in die dritte gehen können.
Unsere Überlegung war : dann muss sie ein Jahr früher mit der Lehrstellensuche beginnen. Ob sie dann so weit sein wird. Die Interessen werden ab der 6. Klasse. auch unterschiedlich und sie wäre dann eine von den Jüngsten gewesen. Im Moment ist ihr der Unterricht in der zweiten Klasse langweilig. Aber für später denke ich haben wir die beste Entscheidung getroffen.
Unsere Überlegung war : dann muss sie ein Jahr früher mit der Lehrstellensuche beginnen. Ob sie dann so weit sein wird. Die Interessen werden ab der 6. Klasse. auch unterschiedlich und sie wäre dann eine von den Jüngsten gewesen. Im Moment ist ihr der Unterricht in der zweiten Klasse langweilig. Aber für später denke ich haben wir die beste Entscheidung getroffen.
Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Merci schon mal für Eure Antworten. Mir wird immer mehr bewusst, dass eben das Überspringen dann auch bedeutet, dass mein Sohn ein Jahr früher in die Oberstufe kommt. Ich denke, er wäre dann schon bereit dafür, nur ich noch nicht so - wobei es an letzterem nicht liegen soll. Lehrstellensuche & Co. muss er ja nicht zwingend auch früher machen dann. Er hätte dann noch ein zusätzliches Jahr für z.B. einen Auslandaufenthalt, oder so etwas wie Hausdrache geschildert hat. Ich habe eben auch meine Befürchtungen, dass er sich dann nach nicht allzulanger Zeit wieder langweilt nach dem Überspringen, aber dann immerhin ein Jahr weniger in der Schule "absitzen" muss.
Die Punkte die Du Yardena genannt hast sind wirklich wichtig - da werde ich meine Fühler ausfahren, was denn das für eine neue Klasse und Klassenlehrer/in wäre. Auch das mit den 1, 2, 3 etc. Wochen schnuppern macht Sinn, also dass das Schnuppern nicht allzu lang sein sollte. Auch würde dann wohl mein Sohn bis zu den Sommerferien in keiner Klasse richtig zu Hause sein, weil er ja dann schon weiss, dass er nach den Ferien wechseln wird. Hm. Ist ja aber eine begrenzte Zeit.
Wo ich skeptisch bin ist, dass er aus seinem vertrauten Klassenumfeld gerissen würde - die Klasse sind jetzt seit bald drei Jahren plus/minus die selben. Doch andererseits ist er auch anpassungsfähig. Zur Zeit geht er ein Morgen die Woche ins Begabtenprogramm, was er wohl nach dem Überspringen nicht mehr besuchen kann. Und er geht sehr gerne dahin. Das würde er sehr vermissen.
Das ist gut zu wissen, dass vom Stoff her in der 4. Klasse nicht viel Neues dazu kommt.
Beruhigend ist es für mich zu wissen, dass er sowohl von einem erfahrenen Heilpädagogen wie auch der Lehrerin des Begabtenprogramms gut begleitet würde im Überspringen.
Die Punkte die Du Yardena genannt hast sind wirklich wichtig - da werde ich meine Fühler ausfahren, was denn das für eine neue Klasse und Klassenlehrer/in wäre. Auch das mit den 1, 2, 3 etc. Wochen schnuppern macht Sinn, also dass das Schnuppern nicht allzu lang sein sollte. Auch würde dann wohl mein Sohn bis zu den Sommerferien in keiner Klasse richtig zu Hause sein, weil er ja dann schon weiss, dass er nach den Ferien wechseln wird. Hm. Ist ja aber eine begrenzte Zeit.
Wo ich skeptisch bin ist, dass er aus seinem vertrauten Klassenumfeld gerissen würde - die Klasse sind jetzt seit bald drei Jahren plus/minus die selben. Doch andererseits ist er auch anpassungsfähig. Zur Zeit geht er ein Morgen die Woche ins Begabtenprogramm, was er wohl nach dem Überspringen nicht mehr besuchen kann. Und er geht sehr gerne dahin. Das würde er sehr vermissen.
Das ist gut zu wissen, dass vom Stoff her in der 4. Klasse nicht viel Neues dazu kommt.
Beruhigend ist es für mich zu wissen, dass er sowohl von einem erfahrenen Heilpädagogen wie auch der Lehrerin des Begabtenprogramms gut begleitet würde im Überspringen.
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Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Haeremami
warum würde er dann nicht mehr in die Begabungsförderung gehen können? Unsere Tochter hätte das weiter gebraucht, hätte es das überhaupt gegeben. Es muss nicht zwingend sein, dass das wegfällt.
Schnuppern
finde ich so eine Sache, was soll es bewirken? Wenn es darum geht, aus zwei Klassen die passende zu finden, kanns ja noch Sinn machen, aber wenn es klar ist, dass er es intellektuell schaffen wird, braucht es kein Schnuppern und wenn klar ist, in welche Klasse er eingeteilt wird, dann wird entweder jetzt noch gewechselt, oder dann nach den Sommerferien ganz regulär.
Jung in die Lehre
habe ja mehrer Kinder. Die Grosse kam mit 14 in die Lehre, hat mit 13 den Lehrvertrag unterschrieben. Sie wusste, was sie wollte, sie war bereit für diesen Schritt, das passte. Ich war und bin nicht wirklich so weit, es fällt mir immer wieder schwer, sie loszulassen. Aber für sie stimmt es.
Unsere Zweite ist 15 müsste nun im Sommer regulär mit der Lehre beginnen, oder in eine weiterführende Schule. Sie hat nicht wirklich eine sichere Ahnung, was sie werden möchte. Vieles so halb. Sie hat vieles geschnuppert, war viele Wochen in verschiedenen Betrieben, Lehrstelle klappte nicht, wohl weil sie in meinen Augen zu wenig bereit war für diesen Schritt, obwohl sie altersmässig eher alt ist in ihrem Jahrgang. Nun macht sie ein Austauschjahr, das stimmt für sie total, sie freut sich extrem, nur Mami ist mal wieder nicht wirklich so weit
Aber, was ich sagen will, das Alter spielt so keine Rolle, jeder Jugendliche steht an einem anderen Ort, die einen sie bereit, andere sind es nicht. Für mich war und ist das kein Argument. Laufbahnentscheide sind immer Entscheide für den Moment. Sie stimmen im Moment und wenn es später nicht mehr stimmig ist, muss man dann einen neuen Entscheid fällen. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass ich mir das nicht schon jetzt überlegen würde, was wenn. Wenn sie nämlich weiter zur Schule gehen, erübrigt sich das Grübeln, dann haben sie noch ganz viel Zeit. Unsere Jüngste wird auch wieder zu früh aus der Schule kommen, wir werden sehen, wo sie dann steht. Jetzt ist sie jedenfalls zu einem guten Teil am richtigen Ort, nicht in allem, aber da wo sie ist, ist es ein guter Kompromiss, wenn man ihr Begabungsprofil und ihre sozialen Fähigkeiten und ihre Interessen ansieht.
warum würde er dann nicht mehr in die Begabungsförderung gehen können? Unsere Tochter hätte das weiter gebraucht, hätte es das überhaupt gegeben. Es muss nicht zwingend sein, dass das wegfällt.
Schnuppern
finde ich so eine Sache, was soll es bewirken? Wenn es darum geht, aus zwei Klassen die passende zu finden, kanns ja noch Sinn machen, aber wenn es klar ist, dass er es intellektuell schaffen wird, braucht es kein Schnuppern und wenn klar ist, in welche Klasse er eingeteilt wird, dann wird entweder jetzt noch gewechselt, oder dann nach den Sommerferien ganz regulär.
Jung in die Lehre
habe ja mehrer Kinder. Die Grosse kam mit 14 in die Lehre, hat mit 13 den Lehrvertrag unterschrieben. Sie wusste, was sie wollte, sie war bereit für diesen Schritt, das passte. Ich war und bin nicht wirklich so weit, es fällt mir immer wieder schwer, sie loszulassen. Aber für sie stimmt es.
Unsere Zweite ist 15 müsste nun im Sommer regulär mit der Lehre beginnen, oder in eine weiterführende Schule. Sie hat nicht wirklich eine sichere Ahnung, was sie werden möchte. Vieles so halb. Sie hat vieles geschnuppert, war viele Wochen in verschiedenen Betrieben, Lehrstelle klappte nicht, wohl weil sie in meinen Augen zu wenig bereit war für diesen Schritt, obwohl sie altersmässig eher alt ist in ihrem Jahrgang. Nun macht sie ein Austauschjahr, das stimmt für sie total, sie freut sich extrem, nur Mami ist mal wieder nicht wirklich so weit

Aber, was ich sagen will, das Alter spielt so keine Rolle, jeder Jugendliche steht an einem anderen Ort, die einen sie bereit, andere sind es nicht. Für mich war und ist das kein Argument. Laufbahnentscheide sind immer Entscheide für den Moment. Sie stimmen im Moment und wenn es später nicht mehr stimmig ist, muss man dann einen neuen Entscheid fällen. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass ich mir das nicht schon jetzt überlegen würde, was wenn. Wenn sie nämlich weiter zur Schule gehen, erübrigt sich das Grübeln, dann haben sie noch ganz viel Zeit. Unsere Jüngste wird auch wieder zu früh aus der Schule kommen, wir werden sehen, wo sie dann steht. Jetzt ist sie jedenfalls zu einem guten Teil am richtigen Ort, nicht in allem, aber da wo sie ist, ist es ein guter Kompromiss, wenn man ihr Begabungsprofil und ihre sozialen Fähigkeiten und ihre Interessen ansieht.
Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Hm ja stimmt ich weiss es nicht zu 100% ober dann nicht mehr ins Begabtenprogramm gehen kann. Ist einfach bei einem Gspänli so der nach den Sportferien ne Klasse höher gewechselt hat (in einem anderen Schulhaus aber ging beim Sohn ins Begabtenprogramm). Der kommt seither nicht mehr ins Begabtenprogramm. Sicher eine Frage die ich noch klären muss.
Wegen des Schnuppern, es könnte meinem Sohn helfen einen Entscheid zu treffen, und mir auch. Natürlich wäre es toll, wenn er in beiden Klassen schnuppern gehen könnte. Das muss ich auch noch abklären, wie die neue Klasse gewählt würde. Wäre noch toll, wenn er bei beiden mal reinschauen könnte und dann sogar wählen könnte.
Wegen des Schnuppern, es könnte meinem Sohn helfen einen Entscheid zu treffen, und mir auch. Natürlich wäre es toll, wenn er in beiden Klassen schnuppern gehen könnte. Das muss ich auch noch abklären, wie die neue Klasse gewählt würde. Wäre noch toll, wenn er bei beiden mal reinschauen könnte und dann sogar wählen könnte.
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Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Ich denke eine solche Entscheidung muss immer für den jeweiligen Moment getroffen werden. Was später kommt kann man nicht voraussehen, auch nicht, wenn die Kinder die Schulzeit regulär durchlaufen.
Was meint dein Sohn zu einem Klassensprung? Möchte er, oder möchte er lieber in seiner Klasse bleiben? Bei unserer Tochter war das Springen in der 1. Klasse ein Thema. Sie wollte aber in ihrer Klasse bleiben. Wir waren auch sonst nicht überzeugt von einem Sprung. Es war damals eine gute Entscheidung.
Wir haben auch "Schnuppererfahrung", aber nicht in einer höheren Klasse. Unser Jüngster schnupperte vor einem Jahr vom Kindergarten aus eine Woche in der 1. Klasse. Er hätte Ende Kindergartenjahr eh seine Klasse verlassen müssen, da wir umgezogen sind. Nach der Schnupperwoche ging er noch ein paar Wochen in den Kindergarten und wechselte dann nach der Auffahrt in die 1. Klasse. Er hatte keine Probleme nach dem Schnuppern wieder in den Kindergarten zurück zu gehen. Er hatte aber auch eine ganz tolle Kindergärtnerin und ihm war im Kindergarten nie langweilig. Wie es ihm später in der Schule ergehn wird wissen wir nicht, aber für den Moment war das Springen ganz klar die beste Lösung.
Was meint dein Sohn zu einem Klassensprung? Möchte er, oder möchte er lieber in seiner Klasse bleiben? Bei unserer Tochter war das Springen in der 1. Klasse ein Thema. Sie wollte aber in ihrer Klasse bleiben. Wir waren auch sonst nicht überzeugt von einem Sprung. Es war damals eine gute Entscheidung.
Wir haben auch "Schnuppererfahrung", aber nicht in einer höheren Klasse. Unser Jüngster schnupperte vor einem Jahr vom Kindergarten aus eine Woche in der 1. Klasse. Er hätte Ende Kindergartenjahr eh seine Klasse verlassen müssen, da wir umgezogen sind. Nach der Schnupperwoche ging er noch ein paar Wochen in den Kindergarten und wechselte dann nach der Auffahrt in die 1. Klasse. Er hatte keine Probleme nach dem Schnuppern wieder in den Kindergarten zurück zu gehen. Er hatte aber auch eine ganz tolle Kindergärtnerin und ihm war im Kindergarten nie langweilig. Wie es ihm später in der Schule ergehn wird wissen wir nicht, aber für den Moment war das Springen ganz klar die beste Lösung.
Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Ich bin Gymilehrerin. Habe immer mal wieder Schüler, die eine Primarklasse übersprungen haben. Ich sehe schon gewisse Probleme, vor allem bei Jungs, die dann jünger sind als der Rest der Klasse. Sie sind emotional den andern echt "hintendrein", wenn der Grossteil der Klasse in der Pubertät aus dem Gröbsten raus ist, stecken sie noch mittendrin. Ich glaube, ich würde meinen Sohn aufgrund meiner Erfahrungen eher nicht eine Klasse überspringen lassen und versuchen, ihn anderweitig zu fördern. Ich bin mir aber natürlich bewusst, dass dies nicht immer einfach ist und es durchaus Fälle gibt, wo es besser ist, wenn sie eine Klasse überspringen....
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Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Vor zwei Jahren war Überspringen bereits schon einmal Thema - Mein Sohn hätte auch überspringen wollen, aber NUR mitsammt seiner ganzen Klasse und seinem tollen Klassenlehrer. Also liessen wir es damals vorerst bei der Begabtenförderung und zusätzlichem Material während des Unterrichts. Dann vor bald einem Jahr gab es Lehrerwechsel mit Fachlehrern ab der 3. Klasse (Harmos ...). Sein Klassenlehrer verliess dann im Februar die Schule, leider. Er hatte so einiges an Erfahrung mit Hochbegabten, aber war gerade mit dem Kopf woanders. So leitete all meine Informationen, die ich ihm gab, nicht an die anderen Lehrer weiter. Auch vom Klassenlehrer der ersten zwei Jahre wurde fast nichts weitergeleitet. So dachte z.B. die Deutschlehrerin, mein Sohn sei einfach traurig im Unterricht, weil er seinen Vater vermisse.
Dabei hatte er schon seit der 1. Klasse traurigen Gesichtsausdruck, wenn er unterfordert ist in der Schule.
Jetzt meint mein Sohn, dass ja er könne es sich vorstellen eine Klasse überspringen, und v.a. zuerst mal Schnuppern gehen.
Wegen der Pubertät und dem noch nicht so weit sein wie die Gleichaltrigen, hm, das würden wir dann sehen. Ich machte mir v.a. Gedanken darüber, ob er in der ersten Zeit nach dem Springen den Anschluss finden würde, oder eher nicht. So wie ich gehört habe ist es aber schon oft so, dass hochbegabte Kinder von der sozio-emotionalen Entwicklung her etwas weniger weit sind als ihre Altersgenossen. Aber ob das bei meinem Sohn auch so ist? So wie ich das mitbekommen habe, nerven ihn z.B. Gespräche im Kreis in der Klasse, weil da jedes Kind seine Meinung sagt und er wohl ganz anders denkt als diese Kinder, und er sich das nicht jedes Mal mitanhören möchte. Auch zu Hause sagt er ab und zu etwas zu den Geschwistern, das schon eher erwachsen als kindlich tönt.

Jetzt meint mein Sohn, dass ja er könne es sich vorstellen eine Klasse überspringen, und v.a. zuerst mal Schnuppern gehen.
Wegen der Pubertät und dem noch nicht so weit sein wie die Gleichaltrigen, hm, das würden wir dann sehen. Ich machte mir v.a. Gedanken darüber, ob er in der ersten Zeit nach dem Springen den Anschluss finden würde, oder eher nicht. So wie ich gehört habe ist es aber schon oft so, dass hochbegabte Kinder von der sozio-emotionalen Entwicklung her etwas weniger weit sind als ihre Altersgenossen. Aber ob das bei meinem Sohn auch so ist? So wie ich das mitbekommen habe, nerven ihn z.B. Gespräche im Kreis in der Klasse, weil da jedes Kind seine Meinung sagt und er wohl ganz anders denkt als diese Kinder, und er sich das nicht jedes Mal mitanhören möchte. Auch zu Hause sagt er ab und zu etwas zu den Geschwistern, das schon eher erwachsen als kindlich tönt.
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Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
@Pubertät
Das kann aber auch Probleme geben, wenn die Kinder keine Klasse überspringen. In der Klasse unseres Ältesten hat es Jungs, die mind. 2 Jahre älter sind als er. Ein Junge hat schon in der 4. Klasse den Stimmbruch bekommen und der Bartwuchs hat sich eingestellt. Unser Junge ist sehr klein und fein und die Pubertät ist noch nicht in Sicht. Er steht an einem völlig anderen Punkt als einige Jungs aus seiner Klasse. Meistens ist das kein Problem ... er nervt sich einfach am Verhalten gewisser Kollegen, aber das würde er sich wohl auch, wenn er 1 oder 2 Jahre älter ist. Er denkt einfach anders als die Mehrheit seiner Klassenkameraden. Ihm sind ganz andere Sachen wichtig als diesen Jungs.
@Haeremai
Unserem Ältesten geht es bezüglich Gesprächen in der Klasse ganz ähnlich wie deinem Sohn. Sie besprechen in der Klasse auch ganz oft alltägliche Probleme wie "dä hätt mich denn und denn gschüpft". Unser Sohn findet das so ätzend. Lange Zeit hatte ich das Gefühl, dass er sozial-emotional auch noch weniger weit ist, unterdessen habe ich eher das Gefühl, dass er weiter ist als seine Klassenkameraden ... bzw. er macht sich Gedanken auf einem anderen Niveau. Ich habe gerade letzthin zu meinem Mann gesagt, dass es vielleicht doch gut gewesen wäre, wenn wir ihn mal hätten springen lassen. Er zeigte aber bis Mitte 5. Klasse nie Langeweile in der Schule. Ein Klassensprung war bei ihm nie ein Thema, wäre aber wohl möglich gewesen ... vorallem jetzt im Rückblick auf die vergangene Schulzeit.
Wenn er einem Klassensprung gegenüber positiv eingestellt ist würde ich es versuchen. Mindestens mal die Schnupperzeit. Wichtig ist einfach, dass das gut kommuniziert wird, auch der Klasse gegenüber.
Das kann aber auch Probleme geben, wenn die Kinder keine Klasse überspringen. In der Klasse unseres Ältesten hat es Jungs, die mind. 2 Jahre älter sind als er. Ein Junge hat schon in der 4. Klasse den Stimmbruch bekommen und der Bartwuchs hat sich eingestellt. Unser Junge ist sehr klein und fein und die Pubertät ist noch nicht in Sicht. Er steht an einem völlig anderen Punkt als einige Jungs aus seiner Klasse. Meistens ist das kein Problem ... er nervt sich einfach am Verhalten gewisser Kollegen, aber das würde er sich wohl auch, wenn er 1 oder 2 Jahre älter ist. Er denkt einfach anders als die Mehrheit seiner Klassenkameraden. Ihm sind ganz andere Sachen wichtig als diesen Jungs.
@Haeremai
Unserem Ältesten geht es bezüglich Gesprächen in der Klasse ganz ähnlich wie deinem Sohn. Sie besprechen in der Klasse auch ganz oft alltägliche Probleme wie "dä hätt mich denn und denn gschüpft". Unser Sohn findet das so ätzend. Lange Zeit hatte ich das Gefühl, dass er sozial-emotional auch noch weniger weit ist, unterdessen habe ich eher das Gefühl, dass er weiter ist als seine Klassenkameraden ... bzw. er macht sich Gedanken auf einem anderen Niveau. Ich habe gerade letzthin zu meinem Mann gesagt, dass es vielleicht doch gut gewesen wäre, wenn wir ihn mal hätten springen lassen. Er zeigte aber bis Mitte 5. Klasse nie Langeweile in der Schule. Ein Klassensprung war bei ihm nie ein Thema, wäre aber wohl möglich gewesen ... vorallem jetzt im Rückblick auf die vergangene Schulzeit.
Wenn er einem Klassensprung gegenüber positiv eingestellt ist würde ich es versuchen. Mindestens mal die Schnupperzeit. Wichtig ist einfach, dass das gut kommuniziert wird, auch der Klasse gegenüber.
Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Ja das ist sehr wichtig, wie das den beiden Klassen kommuniziert ist. Nicht dass er dann in beiden Klassen der Aussenseiter ist.
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Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Hab keine Erfahrung mit überspringen,aber unser Sohn ist einer der jüngsten in er Schule mit Juni
Geburtstag,hier bei uns ist der Stichtag 31.Juli.
Er wird also jetzt 15 Jahre alt und kommt im Sommer in die Lehre.Lehrstellensuche war kein Problem
alter nie ein Thema, obwohl er klein ist und auch erst spät in die Pubertät kam.Also Lehrstellensuche
finde wie machen hier so Angst haben ist meist von den Eltern aus ein Thema. Sie nehmen es ja
alle in der Klasse zusammen durch.Ist für alle frisch und auch ältere Kinder können noch nicht wissen
was sie werden wollen.Mann kann es auch so sehen das ein Jüngeres Kind Problemlos noch eine Lehre
anhängen kann, fall es sich falsch entschieden hat oder sich Weiterbilden will.
Pubertät finde ich auch kein Thema bei uns, was meiner ab und zu doof finden sind so übergangswahre,
wie 12Jahre für ins Kino oder jetzt 16 Jahre für in den Ausgang oder Rollenprüfung oder Töffliprüfung
oder der Freizeitpark oder Messen wo die Bahnen noch altersbeschränkt sind und die Kollegen schon
drauf dürfen.
Aber es ist ja auch meist so da sie in der Freizeit/Hobbys auch meist mehrere Jahrgänge haben zusammen und
da geht es ja auch.
Was mich am meisten zu denken gibt so wie du schreibst, das er zuviel wählen kann.Würde das auf keinen
Fall so den anderen rumerzählen, denn wählen wollen doch alle und das könnte zu Missgunst führen.
Würde da vielleicht sagen die Lehrperson schaut ob er in die Klasse passt oder zur Lehrperson.
Klar du bekommst ja dann mit wo es ihm gefällt, aber das kannst du ja dann mitteilen und nicht er selber.
Das er in den Sommerferien dann in keiner Klasse zu Hause ist finde ich auch kein Thema ist noch viel so
bei uns werden die Kinder in der 1.Klasse und in der Oberstufe neu zusammengemischt und es kann da
auch sein das mann ganz alleine in eine neue Klasse kommt.Oder eben der Spardruck hier,da wird
dann plötzlich auch wieder eine Klasse mehr oder weniger und neu aufgeteilt.
Bei uns hilft da die Hobbys der Kinder wo sie ja auch Gspänli haben.
Geburtstag,hier bei uns ist der Stichtag 31.Juli.
Er wird also jetzt 15 Jahre alt und kommt im Sommer in die Lehre.Lehrstellensuche war kein Problem
alter nie ein Thema, obwohl er klein ist und auch erst spät in die Pubertät kam.Also Lehrstellensuche
finde wie machen hier so Angst haben ist meist von den Eltern aus ein Thema. Sie nehmen es ja
alle in der Klasse zusammen durch.Ist für alle frisch und auch ältere Kinder können noch nicht wissen
was sie werden wollen.Mann kann es auch so sehen das ein Jüngeres Kind Problemlos noch eine Lehre
anhängen kann, fall es sich falsch entschieden hat oder sich Weiterbilden will.
Pubertät finde ich auch kein Thema bei uns, was meiner ab und zu doof finden sind so übergangswahre,
wie 12Jahre für ins Kino oder jetzt 16 Jahre für in den Ausgang oder Rollenprüfung oder Töffliprüfung
oder der Freizeitpark oder Messen wo die Bahnen noch altersbeschränkt sind und die Kollegen schon
drauf dürfen.
Aber es ist ja auch meist so da sie in der Freizeit/Hobbys auch meist mehrere Jahrgänge haben zusammen und
da geht es ja auch.
Was mich am meisten zu denken gibt so wie du schreibst, das er zuviel wählen kann.Würde das auf keinen
Fall so den anderen rumerzählen, denn wählen wollen doch alle und das könnte zu Missgunst führen.
Würde da vielleicht sagen die Lehrperson schaut ob er in die Klasse passt oder zur Lehrperson.
Klar du bekommst ja dann mit wo es ihm gefällt, aber das kannst du ja dann mitteilen und nicht er selber.
Das er in den Sommerferien dann in keiner Klasse zu Hause ist finde ich auch kein Thema ist noch viel so
bei uns werden die Kinder in der 1.Klasse und in der Oberstufe neu zusammengemischt und es kann da
auch sein das mann ganz alleine in eine neue Klasse kommt.Oder eben der Spardruck hier,da wird
dann plötzlich auch wieder eine Klasse mehr oder weniger und neu aufgeteilt.
Bei uns hilft da die Hobbys der Kinder wo sie ja auch Gspänli haben.
Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
@Christa: Ja das stimmt falls er wählen könnte sollte das nicht an die grosse Glocke gehängt werden. Aber ich weiss ja nicht einmal, ob er dann überhaupt wählen kann. Also schon, ob er überspringen möchte oder nicht. Wobei ich ihm das natürlich nicht betone, dass er ein Glückspilz ist weil er wählen kann, oder so.
Hm ja stimmt das mit den Altersbeschränkungen kann nervig sein. Wobei ich mich auch schon früh unter ältere Jahrgänge mischte und z.B. in die Disko reinkam mit 13 obwohl sie erst ab 16 war.
Hm ja stimmt das mit den Altersbeschränkungen kann nervig sein. Wobei ich mich auch schon früh unter ältere Jahrgänge mischte und z.B. in die Disko reinkam mit 13 obwohl sie erst ab 16 war.
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Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Ich habe nochmals mit Kind 1 über ein eventuelles Springen gesprochen. Nachdem er ja vor ein paar Tagen offen darauf reagiert hat mit "Ja", meinte er nun gestern, dass nein er wolle nicht springen, und hat zig Argumente aufgeführt, weshalb er das nicht wolle:
-hätte mehr Hausaufgaben
-hätte mehr Schulstunden
-möchte bei seinen Freunden bleiben
-mag die Sams-Geschichte, die die Deutschlehrerin vorliest
-er könne dulden/ertragen (put up with) der ewigen Langeweile
-kenne niemanden eine Klasse weiter oben
-hat eben gerade ein tolles neues Werk im textilen Gestalten begonnen
Er meinte aber, wenn er nicht mehr ins Englisch gehen müsse, würde er ein Springen in Betracht ziehen.
Jetzt mal schauen. Ich bin der Meinung, er sollte mal schnuppern gehen, und dann entscheiden. Zudem wäre es gar nicht so schlecht, wenn er jetzt schon lernen würde, dass er auch mal etwas zu Hause vorbereiten oder erledigen muss für die Schule. Ich sagte ihm, vielleicht machen die eine Klasse weiter interessantere Dinge. Und in der 4. Klasse hätte er evtl. auch mehr Schulstunden.
-hätte mehr Hausaufgaben
-hätte mehr Schulstunden
-möchte bei seinen Freunden bleiben
-mag die Sams-Geschichte, die die Deutschlehrerin vorliest
-er könne dulden/ertragen (put up with) der ewigen Langeweile
-kenne niemanden eine Klasse weiter oben
-hat eben gerade ein tolles neues Werk im textilen Gestalten begonnen
Er meinte aber, wenn er nicht mehr ins Englisch gehen müsse, würde er ein Springen in Betracht ziehen.
Jetzt mal schauen. Ich bin der Meinung, er sollte mal schnuppern gehen, und dann entscheiden. Zudem wäre es gar nicht so schlecht, wenn er jetzt schon lernen würde, dass er auch mal etwas zu Hause vorbereiten oder erledigen muss für die Schule. Ich sagte ihm, vielleicht machen die eine Klasse weiter interessantere Dinge. Und in der 4. Klasse hätte er evtl. auch mehr Schulstunden.
mit 3 Mädels und 3 Jungs
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Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Wählen lassen
Ich finde, Laufbahnentscheide sind Entscheide von Erwachsenen, Kinder können das nicht abschätzen und Kinder arrangieren sich mit dem, was wir vorgeben. Gerade was für die Eltern stimmt, stimmt auch für die Kinder in der Regel. Es überfordert Kinder, diesen Entscheid zu fällen, man kann zwar herausspüren, was fürs Kind stimmiger sein könnte im Gespräch, aber letztlich müssen Eltern entscheiden.
Pubertät
Meine Schwester wurde zu früh eingeschult, sie hat dann in der 3. Kanti gemerkt, dass sie nicht mehr passt, sie besser mit den Jüngeren Kindern auskommt etc. Sie hat dann ein Jahr freiwillig wiederholt. Stofflich hätte es nicht sein müssen, aber es hat so besser gestimmt. Ich finde auch da, Laufbahnentscheide sind für den Moment, für einen neuen Moment müssen neue Entscheide her. Da muss man einfach offen sein. Auch Auslandaufenthalte können eine gute Möglichkeit sein, ein Jahr zu reifen, ohne klassisch wiederholen zu müssen. Diese Dinge sind aber auf der Oberstufe erst möglich, somit kann es Sinn machen, die Primar zu verkürzen und dann an der Oberstufe neue Lösungen zu suchen.
Schnuppern
ich mache einfach die Erfahrung, dass in der Schnupperwoche meist alles toll ist, sich die Kinder das auch zutrauen und sie dafür sind. Die Ernüchterung kann dann später genau gleich kommen. Wir machen jeweils ein bis zwei Schnuppertage um die neue Klasse kennen zu lernen, eine Ahnung zu haben, was kommt, vor allem, wenn noch lange Ferien zwischen dem Wechsel liegen. Auch entscheidet die Schulleitung mit den Lehrpersonen, wo ein Kind hinpasst. Es muss ja eine Lehrperson sein, die sich darauf einlässt, eine Klasse, die offen ist und so einem Kind auch eine Chance gibt, eine Klasse in der es auch sonst noch starke Schüler gibt, damit sie Anschluss finden etc. Bei uns kann man nie wählen.
Reife
Eines muss man einfach auch noch wissen, HB-Kinder hinken reifemässig nicht häufiger hintendrein als andere Kinder. Was ist, sie sind oft reifemässig einfach so, wie andere gleichaltrige, sprich 11 Jahre alt von der Reife, aber kognitivi dann hatl 14 oder so. Und das führt dazu, dass sie immer wieder als unreif gesehen werden, weil ihr Verhalten nicht immer zu ihren kognitiven Leistungen sonst passt. Und, auch das etwas, das ich nun mehrfach erlebt habe, es wird ihnen auch Unreife attestiert, weil sie anders sind, sich anders verhalten als Gleichaltrige. Unsere hatte zum Beispiel im Kindergarten das Problem, dass sie als Unreif angesehen wurde. Eine Psychologin hat mir dann mal gesagt, dass das Problem nicht sei, dass sie unreifer sei, sondern reifer. Warum? Kindergartenkinder leben noch sehr im Moment. Und das Kind, das gerade nett zu mir ist, ist meine beste Freundin. Wenn sie nicht so nett ist, bin ich auch nicht mehr ihre Freundin. Auch überblicken sie Zeit noch nicht wirklich. Sie leben jetzt und überlegen nicht weiter.
Unsere Tochter konnte mit vier die Uhr ablesen, sie hatte auch ein gutes Zeitgefühl. Auch Planungsverhalten war ihre Stärke, sie hat sogar ihre Freizeit geplant. Für sie war eine Freundin auch dann eine Freundin, wenn man Streit hatte und sie konnte nicht damit umgehen, dass ihr gesagt wurde, du bist nicht mehr meine Freundin. Man könne doch auch als Freunde Streit haben und im Moment nichts mehr miteinander zu haben wollen. Und warum sagen sie, wir sind keine Freunde mehr und morgen wollen sie wieder Freunde sein? Und warum kann ich mit den anderen Kindern heute nicht für morgen abmachen? Das führte dann oft zu Frust und auch manchmal zu heftigen Reaktionen, weil sie dann damit nicht klar kam. Sie konnte diese Spannung nicht auflösen, dafür war sie zu jung und zu weniger Erfahren, um zu verstehen, was abgeht. Heute in der Pubertät kann man ihr vieles Erklären und da sie schon sehr verschiedene Erfahrungen gemacht hat, kann sie heute besser einordnen, wenn andere für sie komisch reagieren. Sie hat gelernt, dass Menschen unterschiedlich denken und auch andere Prioriäteten setzen, dazu war sie mit fünf nicht in der Lage.
Und das ist auch das Problem. Die wenigsten Menschen sind überall gleichmässig entwickelt, somit auch nicht überall HB. Und wenn die Unterschiede von einer Fähigkeit zur Anderen zu gross sind, befinden sie sich in einem persönlichen Spannungsfeld, mit dem sie selber kaum klar kommen. Ganz schwierig. Und dieses nicht mit sich klar kommen, werten wir dann als unreife, aber eigentlich ist es vor allem eine Unerfahrenheit.
Ich wehre mich einfach ein wenig, wenn es heisst, HB-Kinder würden hinterherhinken. Das ist so in Bezug auf sie und ihre Erfahrungen selber sicher richtig, sie sind nicht ausgeglichen entwickelt, aber nicht in Bezug auf die Altersnorm. Und es ist auch so, Reife entwickelt sich dann, wenn die Kinder sich als gut so wie sie sind erleben dürfen. Und wenn es dafür erst ein Springen braucht, damit sie wenigstens kognitiv passen, dann kann oft auch die etwas Nachreifen. Unsere Grosse wäre heute nicht da, wo sie ist, hätten wir nicht ganz klar sehr viel mit ihr auch an der Sozialkompetenz gearbeitet hätte sie nicht die Möglichkeit von älteren Jugendlichen gehabt in den Vereinen, in denen sie war, die sich mit ihr ausgetauscht hätten und die sie so nahmen, wie sie ist. Sie hatte schon einiges zu lernen bezüglich Menschen und das Zusammenleben. Auch jetzt im Betrieb lernt sie täglich von den älteren Mitarbeitern und beobachtet sehr genau. Finde es total spannend, was sie da alles mitbekommt und genau spürt und wie sie heute sehr gut einschätzen kann, wer was braucht.
Ich finde, Laufbahnentscheide sind Entscheide von Erwachsenen, Kinder können das nicht abschätzen und Kinder arrangieren sich mit dem, was wir vorgeben. Gerade was für die Eltern stimmt, stimmt auch für die Kinder in der Regel. Es überfordert Kinder, diesen Entscheid zu fällen, man kann zwar herausspüren, was fürs Kind stimmiger sein könnte im Gespräch, aber letztlich müssen Eltern entscheiden.
Pubertät
Meine Schwester wurde zu früh eingeschult, sie hat dann in der 3. Kanti gemerkt, dass sie nicht mehr passt, sie besser mit den Jüngeren Kindern auskommt etc. Sie hat dann ein Jahr freiwillig wiederholt. Stofflich hätte es nicht sein müssen, aber es hat so besser gestimmt. Ich finde auch da, Laufbahnentscheide sind für den Moment, für einen neuen Moment müssen neue Entscheide her. Da muss man einfach offen sein. Auch Auslandaufenthalte können eine gute Möglichkeit sein, ein Jahr zu reifen, ohne klassisch wiederholen zu müssen. Diese Dinge sind aber auf der Oberstufe erst möglich, somit kann es Sinn machen, die Primar zu verkürzen und dann an der Oberstufe neue Lösungen zu suchen.
Schnuppern
ich mache einfach die Erfahrung, dass in der Schnupperwoche meist alles toll ist, sich die Kinder das auch zutrauen und sie dafür sind. Die Ernüchterung kann dann später genau gleich kommen. Wir machen jeweils ein bis zwei Schnuppertage um die neue Klasse kennen zu lernen, eine Ahnung zu haben, was kommt, vor allem, wenn noch lange Ferien zwischen dem Wechsel liegen. Auch entscheidet die Schulleitung mit den Lehrpersonen, wo ein Kind hinpasst. Es muss ja eine Lehrperson sein, die sich darauf einlässt, eine Klasse, die offen ist und so einem Kind auch eine Chance gibt, eine Klasse in der es auch sonst noch starke Schüler gibt, damit sie Anschluss finden etc. Bei uns kann man nie wählen.
Reife
Eines muss man einfach auch noch wissen, HB-Kinder hinken reifemässig nicht häufiger hintendrein als andere Kinder. Was ist, sie sind oft reifemässig einfach so, wie andere gleichaltrige, sprich 11 Jahre alt von der Reife, aber kognitivi dann hatl 14 oder so. Und das führt dazu, dass sie immer wieder als unreif gesehen werden, weil ihr Verhalten nicht immer zu ihren kognitiven Leistungen sonst passt. Und, auch das etwas, das ich nun mehrfach erlebt habe, es wird ihnen auch Unreife attestiert, weil sie anders sind, sich anders verhalten als Gleichaltrige. Unsere hatte zum Beispiel im Kindergarten das Problem, dass sie als Unreif angesehen wurde. Eine Psychologin hat mir dann mal gesagt, dass das Problem nicht sei, dass sie unreifer sei, sondern reifer. Warum? Kindergartenkinder leben noch sehr im Moment. Und das Kind, das gerade nett zu mir ist, ist meine beste Freundin. Wenn sie nicht so nett ist, bin ich auch nicht mehr ihre Freundin. Auch überblicken sie Zeit noch nicht wirklich. Sie leben jetzt und überlegen nicht weiter.
Unsere Tochter konnte mit vier die Uhr ablesen, sie hatte auch ein gutes Zeitgefühl. Auch Planungsverhalten war ihre Stärke, sie hat sogar ihre Freizeit geplant. Für sie war eine Freundin auch dann eine Freundin, wenn man Streit hatte und sie konnte nicht damit umgehen, dass ihr gesagt wurde, du bist nicht mehr meine Freundin. Man könne doch auch als Freunde Streit haben und im Moment nichts mehr miteinander zu haben wollen. Und warum sagen sie, wir sind keine Freunde mehr und morgen wollen sie wieder Freunde sein? Und warum kann ich mit den anderen Kindern heute nicht für morgen abmachen? Das führte dann oft zu Frust und auch manchmal zu heftigen Reaktionen, weil sie dann damit nicht klar kam. Sie konnte diese Spannung nicht auflösen, dafür war sie zu jung und zu weniger Erfahren, um zu verstehen, was abgeht. Heute in der Pubertät kann man ihr vieles Erklären und da sie schon sehr verschiedene Erfahrungen gemacht hat, kann sie heute besser einordnen, wenn andere für sie komisch reagieren. Sie hat gelernt, dass Menschen unterschiedlich denken und auch andere Prioriäteten setzen, dazu war sie mit fünf nicht in der Lage.
Und das ist auch das Problem. Die wenigsten Menschen sind überall gleichmässig entwickelt, somit auch nicht überall HB. Und wenn die Unterschiede von einer Fähigkeit zur Anderen zu gross sind, befinden sie sich in einem persönlichen Spannungsfeld, mit dem sie selber kaum klar kommen. Ganz schwierig. Und dieses nicht mit sich klar kommen, werten wir dann als unreife, aber eigentlich ist es vor allem eine Unerfahrenheit.
Ich wehre mich einfach ein wenig, wenn es heisst, HB-Kinder würden hinterherhinken. Das ist so in Bezug auf sie und ihre Erfahrungen selber sicher richtig, sie sind nicht ausgeglichen entwickelt, aber nicht in Bezug auf die Altersnorm. Und es ist auch so, Reife entwickelt sich dann, wenn die Kinder sich als gut so wie sie sind erleben dürfen. Und wenn es dafür erst ein Springen braucht, damit sie wenigstens kognitiv passen, dann kann oft auch die etwas Nachreifen. Unsere Grosse wäre heute nicht da, wo sie ist, hätten wir nicht ganz klar sehr viel mit ihr auch an der Sozialkompetenz gearbeitet hätte sie nicht die Möglichkeit von älteren Jugendlichen gehabt in den Vereinen, in denen sie war, die sich mit ihr ausgetauscht hätten und die sie so nahmen, wie sie ist. Sie hatte schon einiges zu lernen bezüglich Menschen und das Zusammenleben. Auch jetzt im Betrieb lernt sie täglich von den älteren Mitarbeitern und beobachtet sehr genau. Finde es total spannend, was sie da alles mitbekommt und genau spürt und wie sie heute sehr gut einschätzen kann, wer was braucht.
Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Hui da wurde mir gerade so einiges bewusst bzw. klarer, meric für diesen Beitrag! Genau das Problem hatte mein Sohn mit dem 1.5-Jahre älteren Nachbarsjungen. Anscheinend ist also mein Sohn auch weiter als dieser Nachbarsjunge.Hausdrache hat geschrieben:Für sie war eine Freundin auch dann eine Freundin, wenn man Streit hatte und sie konnte nicht damit umgehen, dass ihr gesagt wurde, du bist nicht mehr meine Freundin. Man könne doch auch als Freunde Streit haben und im Moment nichts mehr miteinander zu haben wollen. Und warum sagen sie, wir sind keine Freunde mehr und morgen wollen sie wieder Freunde sein? Und warum kann ich mit den anderen Kindern heute nicht für morgen abmachen?
Jetzt mal schauen, was am Mittwoch beim Gespräch mit seinen Lehrern rauskommt. Mein Sohn war auch schon bei anderen Dingen dagegen "Ich möchte nicht mehr in die Skischule wie letztes Jahr" und dann als er trotzdem einen Tag dort hingehen musste mochte er es plötzlich doch sehr. Ist wohl seine Art mit Neuem umzugehen, das zuerst einmal ablehnen.
mit 3 Mädels und 3 Jungs
"Wenn man nicht weiss, wohin man will, landet man leicht da, wo man gar nicht wollte." R.F. Mager
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Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Ich hatte heute das Gespräch mit der Klassenlehrerin, dem Heilpädagogen und der Begabtenförderung-Lehrerin von Kind 1. Es war wirklich ein gutes Gespräch. Hauptherausforderung ist es, herauszufinden, weshalb Kind 1 im Unterricht oft sozusagen abschaltet und beginnt, ein z.B. Geo-Heft zu lesen. Und dann so darin vertieft ist, dass er gewisse Aufgaben nicht mitbekommt und demnach nicht erledigt. Und auch, weshalb er sich nicht Hilfe holt bei Gspänli oder beim Lehrer, wenn er bei einer Aufgabe nicht weiter kommt. Er macht dann schnell den Laden runter und würde am liebsten was anderes machen.
Beschlossen wurde, dass er eine Klasse höher schnuppern gehen soll, damit danach entschieden werden kann, ober er eine Klasse überspringen soll oder nicht. Alternativ besteht die Möglichkeit, dass er eine Zusatzstunde mit dem Heilpädagogen pro Woche hat, und im Regelunterricht teils an seinem Projekt aus dem Pull-Out arbeiten kann. Der nächste Schritt ist, dass ich mit Kind 1 rede, und ihn überzeugen kann, dass Schnuppern Sinn macht. Das letzte Mal, als ich ihm etwas davon erwähnte, wollte er ja gar nichts davon wissen. Ich denke hauptsächlich aus Angst vor dem Ungewissen/Neuen. Die drei Lehrer werden auch mit ihm darüber reden nächste Woche.
Ich habe den Eindruck, dass er im Unterricht auch gelangweilt ist, weil es dort halt wenig flexibel ist, und es ihm zuviel ist mit sovielen Kindern. Könnte das sein?
Beschlossen wurde, dass er eine Klasse höher schnuppern gehen soll, damit danach entschieden werden kann, ober er eine Klasse überspringen soll oder nicht. Alternativ besteht die Möglichkeit, dass er eine Zusatzstunde mit dem Heilpädagogen pro Woche hat, und im Regelunterricht teils an seinem Projekt aus dem Pull-Out arbeiten kann. Der nächste Schritt ist, dass ich mit Kind 1 rede, und ihn überzeugen kann, dass Schnuppern Sinn macht. Das letzte Mal, als ich ihm etwas davon erwähnte, wollte er ja gar nichts davon wissen. Ich denke hauptsächlich aus Angst vor dem Ungewissen/Neuen. Die drei Lehrer werden auch mit ihm darüber reden nächste Woche.
Ich habe den Eindruck, dass er im Unterricht auch gelangweilt ist, weil es dort halt wenig flexibel ist, und es ihm zuviel ist mit sovielen Kindern. Könnte das sein?
mit 3 Mädels und 3 Jungs
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Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Haeremami
es ist immer sehr schwierig zu wissen, warum Kinder sich so und nicht anders verhalten. Grundsätzlich kann es viele Gründe dafür geben.
Letztlich müssen die Kinder einfach irgendwie ihren Weg finden. Die Frage ist, was ist so schlimm daran, wenn er sich in ein Geo vertiefen kann? Und wie geht die Schule damit um, dass er den Weg in den Unterricht wieder findet, auch wenn er gerade etwas für ihn spannenderes liest?
Und das mit dem wenig flexibel kann sein. Bei uns wars eher umgekehrt, es hatte zu wenig Verbindlichkeit, an der Oberstufe mit klarem Frontalunterricht, sehr klaren Arbeitsaufträgen im Sinn von, bis ende der Stunde muss das gemacht werden, rest ist Hausaufgabe hat unseren sehr geholfen. Es war klar, sie hatten klare Aufträge und wussten, woran sie waren. Am schlimmsten waren Aufträge wie, arbeitet am Dossier, dann haben sie zwei Aufgaben gelöst, beschlossen, dass es langweilig ist und nichts mehr getan. Irgendwann kam dann der Hammer, bis morgen muss es fertig sein. Ja wunderbar, wenn kaum etwas gelöst ist.
HB-Kinder nehmen vieles sehr wörtlich, oder sagen wir besser, so wörtlich, wie es für sie am besten passt. Damit kommen viele Lehrer nicht klar. Wenn es heisst arbeitet da weiter, dann hat ja niemand gesagt, dass man sich sputen soll.
Wenn gefragt wird, wollt ihr euch nicht setzen, kann ein HB-Kind sagen, nein, will ich nicht, was ihm als frech ausgelegt wird, es hat aber einfach beschlossen, die Frage nicht als rhethorische Frage zu interpretieren.
Von daher, ich kennen deinen Sohn nicht, ich kenne den Unterricht nicht, möglich ist ganz vieles. Letztlich müsste er sagen, was er bräuchte, kann er aber wohl in seinem Alter noch nicht. Es wird besser, je älter er wird.
es ist immer sehr schwierig zu wissen, warum Kinder sich so und nicht anders verhalten. Grundsätzlich kann es viele Gründe dafür geben.
Letztlich müssen die Kinder einfach irgendwie ihren Weg finden. Die Frage ist, was ist so schlimm daran, wenn er sich in ein Geo vertiefen kann? Und wie geht die Schule damit um, dass er den Weg in den Unterricht wieder findet, auch wenn er gerade etwas für ihn spannenderes liest?
Und das mit dem wenig flexibel kann sein. Bei uns wars eher umgekehrt, es hatte zu wenig Verbindlichkeit, an der Oberstufe mit klarem Frontalunterricht, sehr klaren Arbeitsaufträgen im Sinn von, bis ende der Stunde muss das gemacht werden, rest ist Hausaufgabe hat unseren sehr geholfen. Es war klar, sie hatten klare Aufträge und wussten, woran sie waren. Am schlimmsten waren Aufträge wie, arbeitet am Dossier, dann haben sie zwei Aufgaben gelöst, beschlossen, dass es langweilig ist und nichts mehr getan. Irgendwann kam dann der Hammer, bis morgen muss es fertig sein. Ja wunderbar, wenn kaum etwas gelöst ist.
HB-Kinder nehmen vieles sehr wörtlich, oder sagen wir besser, so wörtlich, wie es für sie am besten passt. Damit kommen viele Lehrer nicht klar. Wenn es heisst arbeitet da weiter, dann hat ja niemand gesagt, dass man sich sputen soll.

Von daher, ich kennen deinen Sohn nicht, ich kenne den Unterricht nicht, möglich ist ganz vieles. Letztlich müsste er sagen, was er bräuchte, kann er aber wohl in seinem Alter noch nicht. Es wird besser, je älter er wird.
Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Mittlerweile ist mein Sohn auch dabei beim Schnuppern und wir warten auf das OK der Schulleitung sowie dem Schnupper-Start-Datum.
mit 3 Mädels und 3 Jungs
"Wenn man nicht weiss, wohin man will, landet man leicht da, wo man gar nicht wollte." R.F. Mager
"Wenn man nicht weiss, wohin man will, landet man leicht da, wo man gar nicht wollte." R.F. Mager
Re: Von der 3. Klasse in die 5. Klasse überspringen
Am Dienstag gehts los mit Schnuppern! Ich bin schon mal gespannt.
mit 3 Mädels und 3 Jungs
"Wenn man nicht weiss, wohin man will, landet man leicht da, wo man gar nicht wollte." R.F. Mager
"Wenn man nicht weiss, wohin man will, landet man leicht da, wo man gar nicht wollte." R.F. Mager