3. Kind?

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babsi
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3. Kind?

Beitrag von babsi » Sa 10. Feb 2018, 19:53

Hallo zusammen
Ich brauche ein paar Meinungen... Wir haben zwei Kinder, Junge 3.5 Jahre und Mädchen 21 Monate. Es sind sehr quirlige, zapplige und lebendige Kinder die mich recht auf Trab halten. Leider auch ziemliche Streithähne :roll:
Ja ich bin manchmal ein bisschen "am Aschlag" aber sie sind auch ungeheuer lieb und liebesbedürftig und sooo tolle Kinder dass ich trotz Anstrengung keinen Tag missen möchte. Lange Rede kurzer Sinn, seit einiger Zeit denken wir an ein drittes Kind. Wir wollten scvon immer mehr als zwei und auch möglichst nicht mit riiieesen Altersabstand. Und im Moment ist der Wunsch sehr präsent. Das Herz sagt klar ja, aber wenn ich an all meine Nerven und Kräfte denke, bekomme ich doch Angst und Zweifel. Kann mir jemand seine Erfahrungen mit mehreren Kindern mitteilen? Wie schafft man das mit drei Kleinen? Bin total hin und her gerissen... :?:

Kiwi1
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Re: 3. Kind?

Beitrag von Kiwi1 » Sa 10. Feb 2018, 20:26

Hallo babsi.
Ich hab auch 2 sehr quirlige jungs (juni 14/Januar 16) im April 17 ist dann noch unser Mädchen gekommen. Ganz ehrlich, ich finde es nicht viel strenger als mit 2. klar, zb wenn sie krank sind hast du unter Umständen gleich 3 kranke Kinder zu Hause. (War bei uns gerade so). Das war wiedereinmal eine strengere Phase [-] Ich denke es kommt auch darauf an, wie gut deine Kinder schlafen. Meine gehen um 19uhr ins Bett und schlafen bis 7/7.30 oder sogar länger. Nachts muss ich fast nie auf. Somit komme ich zu genügend schlaf und das schenkt dir Nerven. Natürlich gibt es auch Tage an denen du auf den Eisen läufst. Aber wie du bereits erwähnt hast, dass gibt es auch mit 2. Für die Kinder ist es toll. Sie geniessen sich sichtlich. Im Moment wickle ich noch 3 Kinder und klar musst du etwas mehr Zeit einberechnen wenn du nach draussen etc möchtest. Auch das Einkaufen mit 3en kann lustig sein [-][-] Ich gehe darum meist alleine einkaufen (1x Wocheneinkauf, den Rest im Dorfladen). Evtl wird ein grösseres Auto benötigt, etc. Aber sie geben dir soviel zurück [-] würde es nicht anders wollen und wir möchten noch ein 4tes [-]
Alles liebe Kiwi

Snoopy2014
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Re: 3. Kind?

Beitrag von Snoopy2014 » Sa 10. Feb 2018, 20:29

liebe Babsi,
meine sind 3 und 22mt alt und ich bin in der 10.Woche Schwanger mit dem Dritten. Ich stelle mir die gleichen Fragen. Ich war etwas überrumpelt als es sogleich im ersten ÜZ klappte, da wir uns zwar sicher waren ein Drittes zu wollen, jedoch auch nichts gegen einige ÜZ‘s hatten.

ich finde diesen Artikel noch gut geschrieben: https://www.anyworkingmom.com/das-dritte-kind/

Jasmin Giammarresi
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Re: 3. Kind?

Beitrag von Jasmin Giammarresi » Sa 10. Feb 2018, 22:46

Mer hend 3 meitli (4j. 2j. 6mte)

Mer hettet meh gründ ka zum keis dritts baby z‘ha aber mer hend doch namal eis welle und sind echt happy! Isch zwar brutal astrengend aber es lohnt sich! Die zwei grosse chönd sich liebe aber au zimli gegesiitig ufd nerve gah. Die chlinst isch zimlich unkompliziert und voll abghärtet, am liebste wür sie scho mit de grosse zwei umerenne, spiele und bädele chöne und und und :-)

babsi
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Re: 3. Kind?

Beitrag von babsi » Mo 12. Feb 2018, 07:40

Hallo zusammen
Vielen Dank für eure Antworten. Es freut mich sehr zu hören, dass es mit drei zwar streng ist, aber es sich gelohnt hat. Ich mache mir oft zu viele Gedanken. Auch ob ich denn allen gerecht werde wenn es doch schon bei zwei so schwierig ist. Trotzdem sehe ich mich in einigen Jahren mit mehr als nur zwei Kindern. Ich denke es ist ja vorallem am Anfang streng wenn alle noch klein sind, danach kommen dann andere Probleme :lol: ich glaube wir werden es wagen und mit Kind nr 3 starten :)

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-Malve-
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Re: 3. Kind?

Beitrag von -Malve- » Mo 12. Feb 2018, 08:25

babsi hat geschrieben:Ich denke es ist ja vorallem am Anfang streng wenn alle noch klein sind, danach kommen dann andere Probleme :lol: ich glaube wir werden es wagen und mit Kind nr 3 starten :)
Es wird anders streng.
Besonders wenn die Bedürfnisse unterschiedlicher werden.
3 Kleinkinder sind anders als wenn das älteste dann ins Schulsystem eintritt und somit auch die Steuerung von aussen beginnt.
Das heisst auch dass der Tag früh beginnt ob das Baby einen nun schlafen lassen hat oder nicht.

Leider haben dir nur (werdende) Mütter oder mit noch Baby geantwortet.
Es wird wesentlich strenger wenn das 3. mobil wird.

Und sorry "das 3. läuft einfach mit" ist einfach nicht wahr.
3 sind mehr Arbeit als 2. 3 brauchen mehr Aufmerksamkeit als 2. mehr nerven, mehr Geld, mehr Organisation, ein "normaler" Teenie-Babysitter funktioniert nicht mehr usw.
Liebe wächst mit jedem Kind. Nerven, Zeit, Aufmerksamkeit aber nicht. Davon gibt es weniger pro Kind mit jedem mehr.
Und als Mutter/Eltern verzichtet man nochmals einige Jahre mehr auf persönliche Freiheiten.

ich will es dir keinesfalls Ausreden denn wir haben es selber auch gewagt.
Dennoch: Versuche die rosa Brille abzulegen und gut zu überlegen zusammen mit GG ob ihr die Ressourcen wirklich habt.
(Persönlich, Belastbarkeit, finanziell, beruflich.... )

Versuchs auch mal durchzudenken obs kräftemässig auch reicht wenn es nicht bilderbuchmässig rauskommt. (Nein, nicht jedes 3. Kind ist pflegeleicht, mit jedem weitern Kind besteht auch mehr das Risiko, nicht gesund zu sein usw.)
Welche Ressourcen gibt es dann?

Und noch zu guter letzt:
Niemand wird sich hier Outen und schreiben "es war ein Fehler" :wink:

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Re: 3. Kind?

Beitrag von Ida82 » Mo 12. Feb 2018, 11:40

Wir haben drei Kinder, zwei davon gehen in die Schule (1. und 2.Klasse), der Jüngste ist dreieinhalb Jahre alt. Zudem arbeite ich 60%, mein Mann 80%.

Drei Kinder, sind drei Kinder. Das dritte läuft tatsächlich nicht einfach so mit. Es bringt nochmals seine eigenen Bedürfnisse mit. Gerde weil die beiden älteren Kids mit der Schule eingespannt sind, ist es nicht immer einfach allen gerecht zu werden. Auch der Altersabstand ist eine Herausforderung. Die beiden Grossen haben andere Interessen als der Jüngste. Es ist ein Spagat und alle müssen mal warten und aufeinander Rücksicht nehmen. Auch die persönlichen Freiheiten sind klein. Meine Freundinnen mit zwei Kids haben nun bereits jeden Vormittag kinderfrei, weil die Kinder in der Schule sind. So haben sie gut Zeit für Haushalt, Sport etc.

Aber: Drei Kinder zu haben, ist das wunderschönste für mich. Ich habe es keine Sekunde bereut. Es ist wunderbar, eine kleine Kinderbande zu Hause zu haben. Mir wäre es langweilig mit nur zwei Kindern. Bei uns hat der dritte Bub wirklich noch gefehlt zu unserem Glück.
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Re: 3. Kind?

Beitrag von babsi » Mo 12. Feb 2018, 20:58

Danke Malve und Ida82 für eure Meinungen. Ja da hast du sicher recht Malve, es ist bestimmt sehr streng mit drei Kindern, auch wenn sie grösser sind. Ich denke ich sehe es überhaupt nicht durch die rosa Brille, im Gegenteil... Deshalb zermartere ich mir ja das Gehirn :?
Aber ich glaube, wenn ich mich dagegen entscheide, werde ich irgendwann "reuig" sein meinem Herzen nicht gefolgt zu sein. Und auch wenn man nur zwei Kinder hat, sie sind ja nie gleich alt, ausser es sind Zwillinge. Und jedes ist anders, die Bedürfnisse werden nie genau gleich sein, ob bei zwei oder drei, der Spagat wird einfach grösser. Es sind genau dies meine Ängste. Schaffe ich es nervlich, bin ich genug belastbar oder nicht? Dies ist der Kopf der mir das sagt, das Herz sagt etwas anderes...
Bereust DU es denn, ein drittes zu haben?

Ida82, das hast du sehr schön und treffend geschrieben, ich habe auch das Gefühl, "es fehlt da noch was".

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Re: 3. Kind?

Beitrag von lafourmi » Mo 12. Feb 2018, 21:20

Ich kann mich voll und ganz Ida anschliessen!

Es gibt immer wieder Tage und Situationen, an denen ich mich frage, was ich mir da eigentlich angetan habe ;-). Wenn man keine Minute allein auf's Klo kann, weil irgendjemand "Mami" schreit; wenn die Kleine sich partout nicht wickeln lassen will und zornig auf ihre Gackiwindel einstrampelt; wenn man mit den grossen zwei ins Kino/ins Schwimmbad möchte aber für die Kleine keinen Babysitter findet undundund...

Meine Überzeugung ist aber: Man wächst mit seinen Aufgaben! Ob Du es nervlich schaffen wirst, kann Dir niemand sagen. Du kannst Dir aber jetzt schon ein soziales Netz aufbauen. Indem Du Grosseltern/Tanten/Onkel/Gotti/Götti engagierst, etwas mit den Grossen oder auch mit dem Kleinen zu unternehmen; einen Babysitter einarbeitest, der regelmässig kommt, mit Eltern zusammenspannst, die ähnlich alte Kinder haben etc.

Unser Nesthäckchen (2,5 Jahre) ist grad sehr anstrengend. Wenn wir sie aber nicht hätten, müssten wir sie erfinden! Für mich war immer klar, wenn es irgendwie geht, möchte ich mind. drei Kinder. Ich habe dies noch NIE bereut. Wenn ich jünger wäre, hätten wir evtl. sogar ein viertes.

Ich drücke Dir die Daumen und wünsche Euch viele Spass in dieser aufregenden Zeit!
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Re: 3. Kind?

Beitrag von Ida82 » Mo 12. Feb 2018, 21:43

Als wir vor der Entscheidung für oder gegen ein drittes Kind standen, ging es mir genau wie dir babsi. Der Kopf sagte Nein, das Herz sagte Ja. Ich bin der Überzeugung, dass der Kopf eher vergibt als das Herz.
Ich hätte wohl mein Leben lang mit mir gehadert, hätten ich auf meinen Kopf gehört. Und erstaunlicherweise sind viele meiner Ängste tatsächlich eingetroffen, wiegen aber gar nicht so schwer wie befürchtet.
Es ist eine schwierige Entscheidung und ich wünsche dir und deinem Mann, dass ihr die für euch richtige treffen könnt.
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Re: 3. Kind?

Beitrag von Leela » Di 13. Feb 2018, 02:37

Wir haben auch drei Kinder und ich fand es wesentlich strenger mit Baby.
Jetzt ist es auch noch anstrengend aber es geht immer besser.
Unser 3. kam etwas überraschend. Ich hätte mir eigentlich ein Nachzüglerli gewünscht, um die Babyzeit nochmals richtig geniessen zu können.
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Re: 3. Kind?

Beitrag von -Malve- » Di 13. Feb 2018, 07:58

@ Babsi
Ich finde Ida82 hat schöner geschrieben was ich eigentlich ausdrücken wollte.
Bei allem Herzentscheid der es im Endeffekt wohl immer sein wird finde ich es aber dennoch wichtig, sich wirklich zu fragen ob man selber UND als Paar die Kraft hat. Und auch noch zusätzliche Ressourcen mobilisieren könnte wenn man denn müsste. Soviel Vernunft sollte meiner Ansicht nach sein bei jedem Kinderwunsch. Massstab sind die eigenen Kräfte, nichts anderes.

Selber habe ich erlebt wie es ist wenn ein "Plan" aus dem Ruder läuft: Bei uns brachte das 3. auch gleich noch ein Geschwister mit. (Zwillinge). So ist das Leben, oft unvorhersehbar trotz Träumen, Vorstellungen, Wünschen, Planung... immer für eine Überraschung gut. :mrgreen:

Bereuen? Nein.
Manchmal wünschen, es wäre einfacher? Ja.

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Re: 3. Kind?

Beitrag von babsi » Di 13. Feb 2018, 08:56

Danke ihr lieben.
Ja malve da hast du absolut recht, man muss sich der Aufgabe durchaus bewusst sein und nicht blauäugig angehen. Deshalb mache ich mir so viele Gedanken. Aber dann sehe ich es wieder genau so wie Ida82 geschriben hat, das Herz hat irgendwie die stärkere Kraft und ich glaube auch dass ich es sonst irgendwann bereue wenn es zu spät ist.
Aber ja malve, das ist natürlich eine grosse Aufgabe und Überraschung wenn das dritte zu zweit anreist. :lol: verstehe dich gut, manchmal denke ich auch schon bei zwei, o mein Gott, wie soll das bloss gehen, und trotzdem ist der Wunsch nach meh da. Verrückt eigentlich :lol:

A noch bezüglich Nachzüglerli, das möchte ich nicht, da ich selber 6 Jahre nach meiner Schwester bin und 9 Jahre nach meinem Bruder. Das möchte ich für meine Kinder nicht, ist nicht sooo toll wenn man immer und überall für alles zu klein ist.

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Re: 3. Kind?

Beitrag von Sternli05 » Fr 2. Mär 2018, 22:03

Wir haben drei, haben hin und her überlegt und uns dann dafür entschieden. Es ist toll drei Kinder zu haben. Aber unser drittes ist das strengste Kind das uns sehr, sehr vordert. Es kommt enorm auf das Kind an. Unsere sind alle schon in der Schule. Du hast dann alles mal 3. Drei Elterngespräche, 3 Schulanlässe, es braucht dich in drei Klassen. Auch mit den Hobbys, jeden Tag ist was. Die Kosten sind nicht zu unterschätzen. Unsere Kinder brauchen viel Unterstützung und es ist schwierig allen gerecht zu werden.
Trotzdem würde ich mich immer wieder für ein drittes entscheiden. Ich hätte mich immer gefragt wie es wohl wäre... Aber drei reichen :) mehr würde ich nicht schaffen.

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Re: 3. Kind?

Beitrag von sillyspider73 » Mo 5. Mär 2018, 14:57

Ich habe innerhalb von 38 Monaten 3 Kinder geboren. Die ersten zwei Jahre zu fünft waren recht anstrengend (keine Grosseltern oder andere Verwandten vorhanden, die mal übernehmen könnten), wobei unsere Jüngste das pflegeleichteste Kind von allen war/ist. Jetzt sind sie 5, 6 und 8 Jahre alt, und es läuft meistens recht mühelos. Zwischen den Jungs gibt es Eifersüchteleien, und auch das Töchterchen kann schon prima mitstreiten, aber im Allgemeinen haben sie's sehr gut miteinander. Wir haben es noch nie bereut, uns für ein 3. Kind entschieden zu haben!
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Re: 3. Kind?

Beitrag von dixi » Sa 10. Mär 2018, 21:45

Hallo babsi
Ich/wir wollten auch immer 3. Kinder und einen Hund und ein Häuschen....;)
Wir hatten keinen besondern Zeitplan, welchen Abstand die Kinder haben sollten...das erste kam, als sie jährig war, kam der Wunsch fürs zweite. Mit der zweiten Tochter wurde ich rasch schwanger, hatte dann ein Kleinkind und Baby mit knapp 2 Jahren Abstand, genoss die Zeit. Dann als unsere Zweite jährig war, verspürte ich den Wunsch nach einem dritten Kind, nur passte unsere Situation meiner Meinung nach dazumal nicht für ein Drittes. Mein Mann war arbeitslos und Hausmann, ich arbeitete 80%, als er einen Job fand zügelten wir, er begann dann mit dem neuen Job zeitgleich eine berufsbegleitende 3 jährige Weiterbildung, ich reduzierte wieder auf 40%...eine ziemlich stressige und unsichere Zeit und für mich nicht vorstellbar schwanger zu sein, für meinen Mann kein Thema, er hätte trotzdem ein drittes Kind gemacht/gewollt. Nun, die "Unsicher Zeit" hat ca. 1 1/2- 2 Jahre gedauert, unsere Mädchen waren ca. 3 und 5, zeitlich hätte eine dritte Schwangerschaft und ein Baby gut gepasst....ich habe aber zwischenzeitlich meine Freiheiten als Frau wiederentdeckt...und mein Wunsch nach einem dritten Kind hat sich mit der grösseren Freiheit immer mehr verabschiedet. Anfangs war ich sehr traurig über die meiner Meinung nach dazumal unpassende Lebenssituationen für eine dritte Schwangerschaft, wäre sooo gerne nochmals Mama geworden, aber je selbständiger unsere Mädchen wurden, desto weniger verspürte ich den Wunsch für noch ein Kind...Anfangs hat mich das wechseln meiner Gefühle sehr verwirrt, da mein Kopf mir immer wieder gesagt hat, du hast ja gar nich bewusst das letztemal einen Schwangerschaftstest gemacht, dir nicht bewusst gemerkt wie sich ein Babytritt im Bauch anfühlt, die letzte Geburt erlebt und und und....aber mein Herz sagt, hey, ich erinnere mich noch an das alles, diese Gefühle sind für immer in mir gespeichert, geniesse das JETZT mit deinen Töchtern, deinem Mann, denn jetzt hast du die Zeit und die Ruhe und die Energie dazu, jetzt brauchen die Kinder eine Mama bewusst.
Mein Mann und beide Töchter würden sofort ja sagen zu einem dritten Kind.....für mich aber mittlerweile unvorstellbar...zu sehr geniesse ich die Freiheiten und einfache Zeit mit meiner Familie so wie sie jetzt ist.
Ich denke, dass sich auch ein Kinderwunsch, wenn man sein eigenes Leben und das Familienleben leben aus einem anderen Blickwinkel betrachtet ändern, auflösen oder auch verstärken kann....ich denke auch, dass es nicht auf die Anzahl der Kinder draufankommt, sondern vielmehr, dass ich mir und meinem Partner bewusst bin, zufrieden bin, ich bin, im HIER und JETZT bin.
Lg dixi

PS: den Hund haben wir, das Häuschen nicht- aber einen VW-Bus mit dem man viel Abendteuer erleben kann an den schönsten Plätzen Europas.
Juli 2011
April 2013

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MeierLarsky
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Re: 3. Kind?

Beitrag von MeierLarsky » So 11. Mär 2018, 10:18

Hallo babsi!
Wir haben zwei Kinder (2012 und 2016) und, obwohl ich gerne noch ein drittes hätte, weiss ich, ich werde es nicht schaffen. Mein Mann arbeitet über 100% und hat noch Gescheftsreisen, der kleine besucht keine Krippe und die grosse ist ab Mittag (nach dem Kingsgi) auch immer da. Ich bin also meistens alleine mit den Kindern. Alle Kollegen von uns, die drei (oder sogar mehr) Kinder haben, haben es mit ihrer Familie sehr gut organisiert. Es helfen also Grosseltern, Tanten, Freunde etc. Alternativ gehen dann die grösseren Kinder in die Krippe/Tagesschule, sodass die Mutter doch genügend Zeit nur mit dem Baby verbringt. Wie würde es bei euch aussehen? Ich glaube, das ist eine wichtige Frage...

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Re: 3. Kind?

Beitrag von Pippo » So 11. Mär 2018, 11:08

Ich finde es gut, wenn man sich bewusst ist, dass man nicht mehr schaffen würde bzw. wo seine Grenzen sind, dies ist aber sehr subjektiv und nicht allgemeingültig. Nicht zuletzt kommt es auf die eigene belastbarkeit aber auch die Kinder, die wohnsituation etc. an. Ich will eigentlic nur sagen, dass 3 Kinder keine unmögliche aufgabe sind, so dass man ein netzwerk von freunden/familie hat die mithelfen. Wir haben auch 3 (Klein-) Kinder und keines davon ist in der Kita, unsere Familien wohnen weiter weg bzw. sind zu alt um mitzuhelfen. Ich hab es nie als problematisch empfunden, alleine 3 Kinder zu betreuen, auch wenn es manchmal etwas chaotisch war/ist ;-)

Rose809
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Re: 3. Kind?

Beitrag von Rose809 » So 11. Mär 2018, 20:40

Ich finde auch, dass es sehr individuell ist, ob und wie man mit 3 Kindern z’Schlag kommt. Es spielen so viele Faktoren eine Rolle und sehr Vieles ist nicht im voraus planbar. Ausserdem dauert eine Schwangerschaft 9 Monate und in dieser Zeit kann und wird sich so Vieles verändern. Deine Kinder werden älter, sind vielleicht weniger anstrengend, das 3. Kind wird vielleicht ein totales Anfängerbaby, vielleicht aber auch ein Schreibaby, etc etc
Ich glaube, wenn man sich wirklich von Herzen ein weiteres Kind wünscht, ist es immer irgendwie machbar. Man wächst ja auch in seine Aufgaben hinein, hat immer mehr Erfahrung, die älteren Kinder werden selbständiger. Aber man macht halt auch alles noch ein weiteres Mal durch und zwar das Schöne wie auch das weniger Tolle. All diese “Phasen” erlebt man noch ein weiteres Mal. Gewisse Dinge werden mit jedem weiteren Kind komplizierter (Organisatorisches, Ferien, Hobbies, etc), jedes weitere Kind kostet auch wieder mehr.

Wir haben 4 Kinder innert 5,5 Jahren bekommen, mein Mann ist von 6.30-19.00 ausser Haus, ist alle paar Monate für 2 Wochen geschäftlich weg und trotzdem ist es irgendwie machbar. Klar ist es oft chaotisch, lärmig, ich bin regelmässig genervt, habe immer wieder die gleichen Diskussionen und schlafe nie durch, aber trotzdem läuft es ganz gut. Ich habe zum Glück gute Nerven, viel Geduld, brauche kein perfekt geputztes Daheim und arbeite nicht auswärts, das macht alles um einiges einfacher.
Ich sage immer, solange der normale Alltag herrscht, klappt alles gut. Ist jedoch zB jemand krank, wirds echt total stressig. Dann bin ich froh, können mal die Grosseltern hüten kommen, damit ich wenigstens mal einkaufen kann. Allerdings hat man dieses Problem ja sowieso, egal ob man 2, 3, 4 oder mehr Kinder hat.
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Re: 3. Kind?

Beitrag von Mami88 » Di 13. Mär 2018, 15:23

Ich rolle das Thema wieder etwas auf, da es mich momentan wieder öfters beschäftigt.. Ich bin verwirrt, hin und hergerissen und muss einfach etwas Seelenballast loswerden.. ich würde mich über ein paar Meinungen freuen, ich kann momentan mit niemandem darüber reden,..es ist mir einfach zu persönlich.. :roll:

Eigentlich bin ich seeeehr ausgelastet mit meinen Kindern (fast 4 und 1,5jährig)... Das kleinere Kind ist unglaublich streng, das Grosse kommt meiner Meinung nach immer etwas zu kurz :? und trotzdem lässt mich der Wunsch nach einem dritten nicht los ..
Ich habe mit meinem Mann auch schon über ein drittes gesprochen und er möchte kein weiteres mehr.. ich verstehe seine Bedenken und Gedanke voll.. er wünscht sich halt wieder mehr Zweisamkeit und Freiheit, auch will er den Kindern ALLES bieten können (was momentan auch gehen würde).. Jetzt versuche ich mich auchf wieder etwas zu finden und ich glaube, ich könnte "damit leben" "NUR" zwei Kinder zu haben.. Ich gehe grad voll auf in meinem Hobby und freue mich auch, wieder mehr Zeit für mich zu haben, wenn dann beide in die Schule gehen u.s.w.

Nun muss ich etwas ausholen um auf dem Punkt zu kommen.. :lol: Ich verhüte nicht momentan.. wie "passen auf".. das stört ihn ganz und gar nicht und er hätte es auch schon öfters darauf ankommen lassen, wenn ich nicht gestoppt hätte..
Nun hab ich mir auch schon laut Gedanken gemacht und mich gefragt, ob ich mich unterbinden lassen soll... in einem halben Jahr oder so vielleicht.. er war von meiner Aussage allerdings völlig geschockt.. :shock: Ich sei doch noch so jung (30) und ich könne doch damit noch warten... :?: kann sich jemand vorstellen was in ihn vorgeht.. :lol: ich komm nicht mehr draus.. Jetzt wo ich langsam "versuche abzuschliessen" kommt er wieder so :| :?

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